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Thema: Kathys Mod: Die vereinigten Staaten von Amerika

  1. #76
    Moderator Avatar von Kathy
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    795 n. Chr.
    Obwohl Canute und ich eigentlich im neuen Hierokratenstaat kaltgestellt waren, wurde ich von Noah immer noch als Beraterin eingesetzt. So rief er mich auch dazu, als ein Schiffer meldete: "Herr, ein Abgesandter einer fremden Kolonie möchte Euch sprechen!" "Cathy", bat Noah. "Ich brauche einen kurzen Bericht über diese Leute. Sofort."

    Ich nickte und befragte unsere Spione, die ihre Informationen vor allem von den Sioux hatten.
    "Manuel Amador Guerrero (* 30. Juni 1833 in Turbaco, Departamento de Bolívar, Republik Neugranada; † 2. Mai 1909 in Panama-Stadt, Panama) war der erste Staatspräsident von Panama.

    Guerrero war Mitglied der konservativen Partei, medizinischer Offizier in der panamaischen Armee und 1903 Anführer der Befreiungsrevolution gegen Kolumbien. Vom 4. November 1903 bis zum 1. Oktober 1908 war er Staatspräsident der neuen Republik Panama. Sein Nachfolger als Staatspräsident wurde José Domingo de Obaldía.

    Der Orden de Manuel Amador Guerrero, die höchste von Panama zu vergebende Auszeichnung, wurde nach ihm benannt.(Wikipedia)"
    "Und was ist das für ein Land, dem er vorsteht?"
    Achtung Spoiler:
    "Die Geschichte Panamas ist durch ein reichhaltiges präkolumbisches Erbe geprägt, welches sich über mehr als 12.000 Jahre erstreckt. Die ältesten Spuren dieser indigenen Völker sind unter anderem Pfeilspitzen. In Zentralpanama lagen die ersten Dörfer Amerikas, in denen Töpferei betrieben wurde, so zum Beispiel die Monagrillo-Kultur im Zeitraum von 2500 bis 1700 v. Chr. Aus diesen entwickelten sich bedeutende Ansiedlungen, deren Bekanntheitsgrad aus den Gräbern der Conte-Ausgrabungsstätte (500–900 n. Chr.) und der polychromen Töpferei des Coclé-Stils resultiert.

    Im Jahr 1501 brach Rodrigo de Bastidas aus Sevilla, der Christoph Kolumbus auf seiner zweiten Amerikareise begleitete, von der Atlantikküste des heutigen Kolumbiens auf, um die Küstenlinie des karibischen Meers zu kartographieren. Er erreichte La Punta de Manzanillo an Panamas oberer karibischer Küste, bevor er auf Grund des schlechten Schiffszustandes nach Santo Domingoto zurückkehren musste. Er gilt als der erste Europäer, der diesen Teil des Isthmus, das Gebiet des heutigen Guna Yala, beanspruchte. Vor Ankunft der Europäer war Panama weitestgehend von den Völkern der Chibcha und Chocoa besiedelt, deren größte Gruppe die Cueva darstellten. Ein Jahr nach de Bastidas Ankunft in Panama segelte Christoph Kolumbus von den heutigen Gebieten Honduras und Costa Ricas in südlicher Richtung zum Isthmus. Kolumbus fertigte in dieser Zeit Karten der panamaischen Küstenlinie an und erkundete, im Gegensatz zu de Bastida, den westlichen Teil Panamas. Er landete an einem Platz namens Almirante und rückte in ein Gebiet vor, das er Veragua (deutsch: Wasser sehen) nannte. Er setzte seine Küstenfahrt bis zum Río Chagres fort, landete in Portobelo, einer natürlichen Bucht, die 1597 ein bedeutender Karibikhafen der spanischen Flotte werden sollte, und beendete schließlich seine Erkundungen in Del Retrete, nachdem er lediglich zwei Monate im Bereich des heutigen Panamas war.

    Vasco Núñez de Balboa, ein Begleiter de Bastidas, folgte 1513 Berichten der indigenen Bevölkerung, wonach es im Westen einen weiteren Ozean gab. Balboa gelang mit einer Truppe von 190 Mann die schwierige Überquerung des Isthmus zwischen Atlantik und Pazifik. Den Ozean, den er am 25. September 1513 als erster Europäer zu Gesicht bekam, nannte er Mar del Sur (Südmeer). Später setzte sich jedoch der Name Pazifik durch, der auf die erste Weltumsegelung unter Ferdinand Magellan zurückgeht.

    Zentrum des kolonialen Panama wurde Panama-Stadt. 1519 von Pedro Arias Dávila gegründet wurde sie bald Sitz der Audiencia und Bischofssitz. Die Stadt an der geografisch bestgeeigneten Position für den interozeanischen Handel gelegen – obgleich in einer ungünstigen topographischen Lage – wurde wichtiger Umschlagplatz auf der Route zwischen Peru und Spanien. Gold und Silber wurden auf dem Seeweg nach Panama gebracht und von dort auf dem Landweg an die Karibikküste geschafft und von dort dann weiter nach Spanien verschifft. Es entwickelte sich ein System mit zwei Routen: dem Camino Real (deutsch: königlicher Weg) auf dem während der Trockenzeit von Dezember bis April das Gold und Silber auf dem Rücken von Maultieren transportiert wurde, und der Camino de Cruces (deutsch: Weg der Kreuze) der von Panama-Stadt auf dem Landweg nach Venta de Cruces führte, dort wurden die Güter in Boote umgeladen und über den Fluss Chagres zur Mündung gebracht. Der Camino de Cruces wurde vor allem während der Regenzeit für den allgemeinen Warenverkehr benutzt. Der Ursprung des Namens Camino de Cruces wird von der kreuzformigen Form des Strassenpflasters abgeleitet.

    Im Jahr 1671 wurde Panamá la Vieja durch den englischen Piraten Henry Morgan zerstört. Er kam über den Isthmus und griff die Stadt von der Landseite an, die danach in zehn Kilometer Entfernung an besser geeigneter Stelle neu gebaut wurde.

    Ein wiederkehrendes Thema in der Geschichte Panamas ist somit immer wieder das Verhältnis des Isthmus zum Aufleben einer Weltwirtschaft. Balboas „Entdeckung“ bedeutete für Panama, dass es ein Umschlagplatz für geplünderte peruanische Schätze, europäische Waren, Dienstleistungen, Menschen, Arbeit und Versklavung wurde; eben alles, was in den spanischen Kolonien gehandelt wurde. Der Erfolg der spanischen Herrschaft stand in scharfem Kontrast zur Unterdrückung der indigenen Völker. Wenige Jahre nach der Conquista waren die einheimischen Völker weitgehend ausgerottet. Im späten 17. Jahrhundert war beispielsweise die Kultur der Cueva vollständig verschwunden. Die fehlenden Arbeitskräfte wurden vor allem durch afrikanische Sklaven ersetzt, die ab dem 16. Jahrhundert in großer Zahl nach Panama verschleppt wurden. Harte Arbeitsbedingungen und schlechte Behandlung waren die Auslöser für häufige Sklavenaufstände. Ins Hinterland entflohene Sklaven, sogenannte Cimarrones, gründeten eigene Siedlungen und führten von dort aus eine Art Guerillakrieg gegen die Spanier, oft im Bündnis mit Angehörigen indigener Völker, so unter dem afrikanischstämmigen Anführer Bayano in den 1550er Jahren. Bisweilen kam es sogar zu Allianzen mit Piraten wie 1573, als Cimarrones den englischen Freibeuter Francis Drake bei Angriffen auf spanische Silbertransporte nahe Nombre de Dios unterstützten. Ein schottischer Versuch, am Ende des 17. Jahrhunderts am Golf von Darién die Kolonie New Caledonia zu gründen und von dort aus Waren über den Isthmus zu transportieren, das sogenannte Darién-Projekt, scheiterte trotz hoher Investitionen. Der Bankier William Paterson (1658–1719) hatte für das Projekt 400.000 Pfund eingeworben, doch schließlich floss die Hälfte des schottischen Nationalvermögens in das erfolglose Unternehmen.

    Panama unterstand von 1538 bis 1821 spanischer Herrschaft (Vizekönigreich Neugranada), und sein Schicksal war eng mit der geopolitischen Bedeutung des Isthmus für die spanische Krone verbunden. Die Bedeutung Panamas sank zum Ende des 17. Jahrhunderts in erheblichem Maße und verschwand Mitte des 18. Jahrhunderts fast völlig, als Spaniens Macht und Einfluss in Europa schwanden und spanische Schiffe mehrheitlich Kap Hoorn umsegelten, um den Pazifik zu erreichen. Die Strecke über Panama war zwar kurz, aber auch arbeitsintensiv und teuer, vor allem wegen des mehrfachen Ladungsumschlages und des aufwändigen Landtransportes. Zusätzlich war die Strecke über Panama durch (meist niederländische und englische) Piraten sowie Cimarrones bedroht.

    Das allgemeine Streben nach Unabhängigkeit in den Kolonien auf dem amerikanischen Kontinent berührte Panama zunächst nicht. Erst um 1820 – nach dem Eintreffen der ersten Druckpresse – intensivierten sich die Diskussionen um eine mögliche Unabhängigkeit von der spanischen Krone. Höhepunkt dieser Diskussionen war der Primer Grito de Independencia en la Villa de Los Santos, mit der die Stadt La Villa de Los Santos ihre Unabhängigkeit erklärte. Die konservativen Eliten in Veraguas und Panama-Stadt widersetzten sich dieser Erklärung. Zu denen, die die Unabhängigkeit ablehnte, gehörte auch der Kommandeur der Streitkräfte José de Fábrega, den die Befürworter der Unabhängigkeit jedoch auf ihre Seite ziehen konnten. Fábrega berief ein Treffen von Vertretern aller panamaischen Städte ein, wo sich Panama am 28. November 1821 von Spanien unabhängig erklärte und gleichzeitig dem Vizekönigreich Neugranada beitrat. Somit erlangte Panama – im Unterschied zu seinen Nachbarstaaten – seine Loslösung von Spanien ohne Blutvergießen. Im September 1830 trennte sich Panama unter der Führung von General José Domingo Espinar, dem lokalen Militärkommandanten, der sich wegen einer Versetzung gegen die Zentralregierung auflehnte, vom Rest Großkolumbiens. Als Bedingung für den Wiederbeitritt wurde die Direktherrschaft Simón Bolívars verlangt. Bolívar wies Espinars Forderungen zurück und verlangte seinerseits, dass sich die Provinz wieder der Zentralregierung unterwerfe. Im Rahmen der allgemeinen politischen Spannungen in den letzten Tagen Großkolumbiens putschte General Juan Eligio Alzuru gegen die Autorität Espinars. Anfang 1831 wurde Panama wieder Bestandteil dessen, was einmal Großkolumbien gewesen war, und wurde Teil einer neuen Union namens Republik Neugranada.

    Im Juli 1831, als sich die neuen Staaten Venezuela und Ecuador konstituierten, erklärte der Isthmus erneut seine Unabhängigkeit, diesmal unter der Führung von General Alzuru als militärischem Oberkommandanten. Der Machtmissbrauch der kurzlebigen Administration Alzurus rief militärische Gegenmaßnahmen unter Colonel Tomás Herrera hervor. Nach der Niederlage und der Exekution Alzurus im August wurden die alten Verbindungen mit Neugranada wiederhergestellt. Im November 1840, während eines aus einem Religionskonflikt entstandenen Bürgerkrieges, erklärten mehrere lokale Autoritäten ihre Unabhängigkeit, dem folgte auch General Herrera für den Isthmus. Panama erhielt den Namen Estado Libre del Istmo, zu deutsch: Freier Staat des Isthmus. Dieser neue Staat etablierte einige außenpolitische und wirtschaftliche Verbindungen und im März 1841 wurde eine Verfassung verabschiedet, die die Möglichkeit eines Wiederanschlusses an Neugranada innerhalb eines föderalen Systems eröffnete. Nach dem Ende des Bürgerkrieges wurde mit der neugranadischen Regierung über die Wiedervereinigung zum 31. Dezember 1841 verhandelt. Der Isthmus war insgesamt für 13 Monate unabhängig.

    Wie so häufig in der neuen Welt, wurden die politischen und administrativen Strukturen nach der Unabhängigkeit von den Nachfahren der Kolonialaristokratie kontrolliert. Im Falle Panamas wurde diese Elite aus zehn erweiterten Familienkreisen gebildet. Obwohl Panama erhebliche Fortschritte in der Durchlässigkeit sozialer Schichten und der Integration von Minderheiten gemacht hat, wird das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben Panamas noch immer von einer kleinen Anzahl von Familien kontrolliert. Der abwertende Begriff unbekannten Ursprungs rabiblanco, was so viel heißt wie weißer Schwanz, wird seit Generationen für die Mitglieder dieser weißen Familien verwendet.

    Im Jahre 1852 übernahm der Isthmus das trial by jury-Prinzip für Gerichtsverhandlungen, das heißt über Schuld und Unschuld entscheidet eine Jury, und 30 Jahre nach der internationalen Abschaffung der Sklaverei erklärte auch Panama diese für beendet und bekämpft sie seitdem. 1855 wurde die erste transkontinentale Eisenbahnlinie der neuen Welt eröffnet, die Panama Railway, die von Colón nach Panama-Stadt verläuft, um Glücksritter, die auf dem Weg zu den Goldfeldern in Kalifornien waren, schnell an den Pazifik transportieren zu können. Die Existenz dieser Bahnlinie machte erst die Überlegung über einen Panamaischen Kanal ernsthaft möglich.

    Die jüngere panamaische Geschichte wurde hauptsächlich vom Handel über den Isthmus und die Möglichkeit eines Kanalbaus als Ersatz für die schwierige Überlandroute geprägt. In den 1520er und 1530er Jahren bestellte die spanische Krone Gutachten über die Machbarkeit eines Kanalbaus über den Isthmus, aber diese Idee wurde schon bald nicht weiter verfolgt. Zwischen 1880 und 1889 versuchte die französische Compagnie Universelle du Canal Interocéanique unter der Leitung von Ferdinand de Lesseps, der erfolgreich den Sueskanal erbaut hatte, einen transpanamaischen Kanal auf Seehöhe. Die Firma wurde allerdings einerseits vor unüberwindbare Gesundheitsprobleme gestellt, wie z. B. Gelbfieber- und Malariaepidemien. Auf der anderen Seite standen ingenieurstechnische Herausforderungen, wie z. B. regelmäßige Erdrutsche und sehr weichen Boden. Schließlich scheiterte die Firma in einem spektakulären Finanzkollaps, was viele französische Finanziers nicht nur in den Bankrott stürzte, sondern für diese auch Gefängnisstrafen zur Folge hatte. 1894 wurde eine neue Firma gegründet, um einige Verluste der ursprünglichen Kanalbaufirma wieder wettzumachen.

    US-Präsident Theodore Roosevelt überzeugte den Kongress, die nicht abgeschlossenen und verlassenen Arbeiten 1902 zu übernehmen. Die USA verlangten daraufhin die Übergabe des Isthmus von Kolumbien. Kolumbien verweigerte jedoch die Übergabe und Präsident Roosevelt schickte 1903 das US-Kriegsschiff USS Nashville dorthin. Die amerikanischen Soldaten gingen an Land, besetzten den Isthmus, töteten den lokalen Milizkommandeur und riefen den unabhängigen Staat Panama aus. Die USA installierten dann eine Regierung für Panama und ließen ein Abkommen, den Hay-Bunau-Varilla-Vertrag, unterzeichnen. Unterzeichner waren der damalige US-Außenminister, John Hay, und ein ehemaliger Mitarbeiter von Ferdinand de Lesseps, der französische Ingenieur Philippe Bunau-Varilla. Dieser Vertrag sicherte den USA die Hoheitsrechte über einen Streifen von 16 km Breite und 80 km Länge, dem späteren Panamakanal, und das Recht zu militärischen Interventionen in Panama. Der Kanal wurde vom US Army Corps of Engineers zwischen 1904 und 1914 gebaut; der nun existierende 83 Kilometer lange Kanal gilt als einer der größten Ingenieurs-Erfolge. Am 5. Januar 1909 unterzeichnete die kolumbianische Regierung unter Rafael Reyes einen Kontrakt, der den Verlust der ehemaligen Provinz besiegeln sollte. Dieser Vertrag wurde wegen der starken Opposition, sowohl auf politischer als auch gesellschaftlicher Ebene, nicht ratifiziert. Weitere Verhandlungen veränderten das Vertragswerk schrittweise und es wurde schließlich am 21. Dezember 1921 unterzeichnet und die Unabhängigkeit Panamas formell anerkannt.

    Zwischen 1903 und 1968 galt Panama als eine konstitutionelle Demokratie, die von einer kommerziell orientierten Oligarchie beherrscht wurde.

    Die Verfassung von 1904 sah das allgemeine Männerwahlrecht für alle Panamaer über 21 Jahre vor. Ein Wahlgesetz Nummer 98 vom 5. Juli 1941 gab Frauen über 21 das aktive und passive Frauenwahlrecht auf Provinzebene, wenn diese einen Universitätsabschluss, ein Lehramtsexamen, eine abgeschlossene Berufsausbildung oder den Besuch einer Sekundarschule vorweisen konnten. Das allgemeine aktive und passive Frauenwahlrecht wurde erst am 1. März 1946 eingeführt.

    Seit Beginn der 1950er Jahre begann das panamaische Militär, die politische Hegemonie der Oligarchen zu bekämpfen. Im Oktober 1968 wurde der zweimal gewählte und zweimal militärisch abgesetzte Präsident Arnulfo Arias Madrid nach nur zehn Tagen im Amt erneut abgesetzt, diesmal von der Nationalgarde. Eine Militärjunta etablierte sich, und der Kommandant der Nationalgarde, Brigadegeneral Omar Torrijos, ging als wichtigste Macht im politischen Leben Panamas hervor. Torrijos' Regime galt als brutal und korrupt, aber er war ein charismatischer Führer, dessen innenpolitische Programme und Außenpolitik bei den von der Oligarchie weitestgehend ignorierten Bevölkerungsteilen, sowohl im ländlichen als auch im städtischen Raum, sehr populär waren.

    Nach Auflösung der Junta wählte das Parlament am 11. Oktober 1972 Demetrios Lakas zum Präsidenten und Arturo Sucre Perreira zum Vizepräsidenten und General Omar Torrijos zum "Großen Führer der Revolution von Panama".

    Auf der Tagung des UN-Sicherheitsrates in Panama vom 15. bis 21. März 1973 wurde die von Panama vorgelegte Resolution zur Übertragung der Hoheitsrechte der Kanalzone an Panama von den USA durch ein Veto blockiert. Die USA argumentierten, dass ein neuer Vertrag ausgehandelt werde und dass der UN-Sicherheitsrat keinen Beschluss erzwingen könne, da auch die Interessen der USA berücksichtigt werden müssten.

    General Torrijos starb bei einem Flugzeugattentat am 1. August 1981. Die genauen Umstände seines Todes wurden nie geklärt. John Perkins zufolge handelte es sich bei dem Absturz um Mord durch den US-amerikanischen Geheimdienst.

    Der Tod Torrijos' änderte zwar den Ton in der panamaischen Politik, aber nicht die grundsätzliche Richtung. Trotz der Verfassungsänderung 1983, die dem Militär eine politische Rolle untersagte, blieb die Dominanz der Panama Defense Forces (PDF) hinter einer zivilen Fassade bestehen. In dieser Zeit übernahm General Manuel Noriega die Kontrolle über die Streitkräfte und die Zivilregierung und richtete die sogenannten Batallones de la Dignidad (dt.: Bataillone der Würde) ein – paramilitärische Einheiten, die die Opposition unterdrücken sollten.

    Am 7. September 1977 wurde eine Übereinkunft über den Transfer des Kanals, der Kanalzone sowie von 14 US-Armee-Stützpunkten innerhalb der Kanalzone von den USA an Panama für das Jahr 1999 unterzeichnet, unter der Bedingung, dass die USA dauerhaft das Recht zu einer militärischen Intervention haben. Einige Bereiche der Kanalzone und zunehmende Teile der Verantwortung über den Kanal wurden in den dazwischenliegenden Jahren an Panama übertragen. Trotz des geheimen Bündnisses zwischen Ronald Reagan und Manuel Noriega während des Contra-Krieges in Nicaragua verschlechterte sich das Verhältnis zwischen den USA und Panama zusehends gegen Ende der 1980er Jahre. Die USA planten ihre Militärpräsenz in Panama weiter auszubauen und übten Druck auf Noriega aus, dieser widersetzte sich, worauf die USA reagierten.

    Im Sommer 1987 froren die USA die militärische als auch die wirtschaftliche Hilfe für Noriega ein. Noriega wurde im Februar 1988 in den USA wegen Drogenhandels, Geldwäsche und kriminellen Machenschaften, angeklagt. Damit verschärften sich die Spannungen weiter. Im April 1988 unterstellte Präsident Reagan Panama dem International Emergency Economic Powers Act und fror damit Konten des Panamaischen Regimes bei US-Banken ein, hielt Kanalgebühren zurück und untersagte US-Unternehmen und -Privatpersonen Zahlungen an das Noriega-Regime und schickte zusätzliche Militärtruppen nach Panama. Noriega wurde in amerikanischen Medien als Bedrohung der nationalen Sicherheit der USA bezeichnet und der neugewählte US-amerikanische Präsident George Bush sagte 'wir wollen ihn (Noriega aus Panama) entfernen'.

    Bei den Wahlen in Panama im Mai 1989 unterstützten die USA den Oppositionskandidaten Guillermo Endara mit mehr als Zehn Millionen Dollar. Die Wahlen ließ der Militärdiktator Noriega für ungültig erklären, als klar wurde, dass die ihn unterstützende Koalition verlieren würde. Es folgten Gewaltausbrüche in den Straßen Panamas, bei denen u. a. Oppositionskandidaten von Regimeschlägern auf offener Straße zusammengeschlagen wurden. Beide Seiten bezichtigten sich gegenseitig der Wahlfälschung. Kurt Muse, ein US-Amerikaner, wurde von den panamaischen Behörden aufgegriffen, nachdem er eine spezielle Senderkonstruktion aufgestellt hatte, mit der er das panamaische Radio und telefonisch durchgegebene Wahlergebnisse stören wollte. Am darauffolgenden Tag schickten die USA mehrere Tausend US-Soldaten nach Panama, um 'amerikanische Leben zu schützen'.

    Guillermo Endara wurde von den USA zum Sieger der Präsidentschaftswahl erklärt. Auf Veranlassung der USA fand ein Außenministertreffen der OAS statt, dieses wurde jedoch ohne Ergebnis beendet.

    Die USA begannen nun, große Truppenteile auf den Militärbasen in der Kanalzone zusammenzuziehen. Panamaische Behörden behaupteten, dass die US-Truppen ihre Basen verließen und illegalerweise Fahrzeuge in Panama anhielten und durchsuchten. Während einer solchen Durchsuchung kam es zu einem Feuergefecht zwischen US-Marines und panamaischen Soldaten, bei denen ein US-Marine getötet wurde. Am 20. Dezember 1989 starteten die USA die Invasion. Die in die Operation Just Cause eingebundenen Truppen erreichten ihre primären Ziele in kurzer Zeit, und die ersten Truppenabzüge fanden bereits am 27. Dezember statt. Die USA waren durch einen jahrzehntealten Vertrag dazu verpflichtet, die Kontrolle über die Kanalzone am 1. Januar zu übergeben. Am Tag der Invasion wurde Endara auf einer US-Militärbasis als Präsident vereidigt.(Wikipedia)"


    "Es handelt sich also um eine spanische Kolonie, die eigentlich zu Neugranada gehört - aber Senor Guerrero regiert ziemlich unabhängig davon." Etwas beunruhigt führte ich noch an. "Das ist eigentlich ein Stadtstaat. Dass sie mehr Machtpunkte haben als die Sioux, ein Flächenstaat, ist beunruhigend. Entweder haben sie viele Wunder oder viel Wissen angehäuft."

    Die Verhandlungen waren kurz, Kanada konnte nichts von uns lernen (sie waren zu fortgeschritten, als dass wir ihnen irgend etwas für ihr Wissen bieten konnten) und keine Warentransporte empfangen, daher wurde nur eine Öffnung der Grenzen vereinbart.
    Leider schleppten die Panamaer auch Krankheiten ein, die es bei uns bisher nicht gegeben hatte, und gegen die weder die neuenglische noch die Cherokee-stämmische Bevölkerung immun oder auch nur resistent war.

    In diesem Jahr wurden immer noch 80000 Pfund von Seeräubern geraubt, aber Noah hatte noch keine Gegenmaßnahme ergriffen.

    In New London schrieb Miguel de Cervantes ein Werk über den Niedergang des bisherigen Stammeskriegertums im Zeitalter der klassischen Antike.

    Der Prophet Nathan, der Priester vom Tal der Könige, wurde von Noah zu seinem Stellvertreter ernannt.


    In den Wäldern von New Amsterdam kam es zur Entscheidungsschlacht gegen die Suquamish unter Chief See-Ath.

    Den Indianern gelang zu Beginn ein Überraschungssieg über die Axtkämpfer, die Römmel entsandt hatte. Doch es war ein Pyrrhussieg, denn nur 90 von 1000 Mann lebten noch - und wurden gleich von Speerkämpfern niedergestreckt. Der Anführer der Sieger, der zum neuen Warlord ernannt worden war, wurde samt seiner Leibgarde von Kurzbogenschützen niedergestreckt. See-Ath selber wurde von Axtkämpfern der Operation Iglu gefangen, und landete selbstverständlich auf einer Opferpyramide. Von beiden Kriegsherren zusammen wurde ein Vermögen von 1000000 Pfund eingezogen.

    Sowohl in Boston wie auch in Wolf Hill wurden feindliche Spionageaktionen vereitelt, wobei es sich bei dem Agenten in Wolf Hill eindeutig um einen Neugranadischen Spion handelte. Dadurch erhielten wir - neben "Stoppt die Piraterie" einen weiteren Kriegsgrund, "Stoppt die Spionage" - und zwei Opfer für die Pyramiden.

    Auch der Kriegsgrund wegen Piraterie blieb erhalten, denn die Piraten-Liburnen (die nicht erwiesenermaßen, aber sehr wahrscheinlich aus Neugranada stammten) griffen im Nordatlantik vor Atlanta die von Muharram-Bey entsendete Flotte ab und versenkten die 20 Küstenschiffe der Grönland-Fähren.

    Immerhin bewirkte diese Störaktion, dass diese Liburnen kein Gold plündern konnten und damit die Ausfälle nur zur halb so hoch ausfielen.

    Um 800 n. Chr. überlegten sich Adelige - vor allem erbliche Barone wie Twinning, John Smith, Römmel und Barefoot, aber auch ich - ein neues System, wie man die Herrschaft gestalten konnte, indem die "Besten" - gemeint waren aber vor allem eine adelige Oberschicht - zu Herrschern machte.

    Noah teilte seine Macht jedoch nicht, sondern übernahm nur wenige Vorschläge, bei denen die Mächtigen scheinbar bessere Positionen erhielten, ohne dass sich viel änderte. Immerhin erlaubte dies die Einrichtung von Steuereintreibern, die bei der Bevölkerung nicht beliebt waren, aber Geld in die klammen Kassen brachten.
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  2. #77
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    800 n. Chr.
    Tagebuch von Cathy XXXIII., Noahs Frau, geborene Canutesdottir

    Es war vielleicht nicht das Beste, als Kind immer Piratin zu spielen, aber ich war nun einmal halb Dänin, und so lag mir das im Blut. Schiffe entern, Rum trinken (bekam ich noch nicht, aber dafür halt Orangensaft), Meuterer Kielholen und Frauen entführen, das waren meine liebsten Hobbies. Doch heute sollte der Ernst des Lebens beginnen. Großvater Canute war schon lange tot, und nun auch Großmutter Cathy. Das jedoch war nicht das schlimmste. Schlimmer fand ich, dass ich Noah heiraten sollte, den alten Priester. Der war 20 Jahre älter als ich und frisch zum Patriarchen geweiht - und er sollte mir die Piraterei austreiben. Piraten waren in Neuengland nicht sonderlich beliebt, sie waren eher ein Problem.

    Gleich nach meiner Verlobung musste ich in den Palast ziehen und meinem Mann beistehen. Zu meiner Überraschung verstand der zumindest etwas von Seefahrt, er hatte sogar ein eigenes Schiff, das im Familienbesitz immer weitergegebene wurde, die Arche, ein Coaster - also nichts besonderes. Für ihn schon, weil es so alt war. Wenn er meinte.
    Mein erster offizieller Termin war heute: Diplomatie, verhandeln mit anderen Staatsoberhäuptern. Da ging es dann um so Sachen wir mit den Sioux: Äpfel gegen Fisch. Ab dann bekamen wir immer frischen Fisch auf den Tisch, jeden Freitag, weil das gesund machen würde.

    John Colet XLVI. von Kuba kam dagegen und sagte uns, wie sich gute Nahuatl zu verhalten hätten - er nannte dies "Ethik" - und wir hätten als gute Nahuatl 4850000 Pfund zu geben, und ihm einige unserer Aristokraten zu überlassen. Ich dachte, es ging darum, dass sie geopfert würden, und Noah suchte tatsächlich solche aus, die besonders rebellisch waren, aber Colet siedelte sie bei sich an, um eine eigene Aristokratie zu erhalten. Unser Vasall Hans Edege war auch da, er huldigte uns mit 30000 Kronen - allerdings erst, nachdem Noah ihm versprochen hatte, dass er die Skripte der Dramen, die wir gemeinsam sahen, mit nach Grönland nehmen durfte. Das abzuschreiben kostete uns schließlich nichts.

    Zugleich berichtete Muharram Bey uns von seinem Begegnungen mit Piraten, und die waren nicht so erfreulich. Die Neugranadier hatten schließlich vor 5 Jahren vor Atlanta unsere Küstenschiffe angegriffen. Nun waren von den 10 Liburnen noch 6 kampftauglich, das reichte immer noch, eine seiner Flottillen abzuwehren.

    Die die eigenen Seeräuber, die zu opfern er bereit war, zeigten es den Piraten und enterten sie. Dadurch bekamen wir erste Liburnen in unseren Besitze, Schiffe, die fortschrittlicher waren als die, die wir selbst bauen konnten. Man ließ mich auch einige gefangene Piraten betrachten, ich durfte sogar einen als meinen Sklaven und Leibwächter begnadigen (leider waren keine Frauen dabei), die übrigen wurden als Rudersklaven auf die Liburne zurückgeschickt, nur die wichtigsten Kämpfer wurden geopfert (schmecken aber nicht - als Piratenfan musste ich leider auch davon essen). Allerdings waren Rudersklaven keine gute Idee, alle professionellen Marinen benutzten freie Ruderer, und die Sklaven neigten dazu, zu rebellieren, wenn sie gegen ihren ursprünglichen Besitzer kämpfen sollten. Trotzdem waren sie wichtig, um die geenterten Schiffe zu bemannen.

    Bei Boston waren die Piratenjäger nicht so erfolgreich, sie verloren 10 Konteren, ehe unsere Seeräuber die Piratenliburnen dort kapern konnten.


    Dabei waren diese Schiffe noch nicht einmal die stärksten feindlichen Schiffe. Bei Nekwasi berichtete Barefoot, der Gouverneur, dass die Sioux neue, lange, schmale, schnelle Schiffe, die Langschiffe, für die Piraterie benutzten. Die waren noch doppelt so stark wie die Liburnen - und unseren Schiffen um 2 Generationen voraus.

    805 n. Chr.
    Ein Krieg gegen die Piratenhäfen in Neugranada sollte zwar kommen - aber nach einer Beobachtung heute wurde beschlossen, erst noch einmal massiv aufzurüsten. Denn Neugranada verfügte über Elefanten mit Bogenschützen auf dem Rücken, wandelnde Festungen, gegen die nur viele, viele schwere Speerkämpfer halfen. Wenn überhaupt, denn auch die waren den Elefanten gerade einmal ebenbürtig.

    Nach der Kaperung der neugranadischen Piraten richteten nur noch die Sioux-Piraten bei Nekwasi und Miami Schäden an, sie stahlen 40000 Pfund in den letzten fünf Jahren.

    810 n. Chr. forderten die Bürger von Seattle allen ernstes, dass man ihnen einen Steuereintreiber einrichtete - was in einer Stadt, die sowieso schon unter der grausamen Tyrannei der Sklaverei litt, nicht die beste Idee war.

    Alonso de Ojeda XIII. von Neugranada wurde als Gouverneur abgesetzt, und der Prediger Antonius von Padua XLVIII. wurde neuer Vizekönig.
    Er stärkte die Priesterschaft, indem er eine organisierte Religion einführte, gleichzeitig stärkte er die Monarchie durch Einführung der Priogenitur und führte ein drakonisches Strafrecht ein.

    815 n. Chr. berichteten Reisende, dass in einem fernen Land die Alhambra errichtet worden war.

    In der Sankt-Lorenz-Straße kam es zu einem Seegefecht. Hier wurden unsere gekaperten Liburnen erstmals eingesetzt, für die Hauptaufgabe, für die sie konstruiert waren: Die Piratenjagd. Die Rudersklaven waren mit Feuereifer dabei, allerdings ging es auch nicht gegen Neugranadier, sondern gegen dänische Seeräuber in kleinen Seeräuberbooten, die gekapert wurden.


    825 n. Chr. heiratete Antonius von Padua XLVIII. eine sächsische Prinzessin, Anna Karolina Orzelska.

    830 n. Chr. nachdem es an der Piratenfront von Boston lange ruhig geblieben war - die Sioux-Piraten dagegen raubten kontinuierlich weiter - drangen die Neugranadier dieses Jahr wieder bei uns ein - und zwar ebenfalls mit neuen Langschiffen. Und 10 dieser Langschiffe versenkten auch gleich eine Flottille gekaperter Piratenliburnen und befreiten deren Rudersklaven.

    Doch sie kamen nicht mit 10 Langschiffen, sondern mit 30, die sich gegenseitig schützten.

    Auch die Langschiffe der Sioux verteilten sich neu, eine Flottille segelte die Südküste entlang nach Keowee. In diesem Jahr wurden dann auch wieder 80000 Pfund durch Seeräuber geraubt, und Noah forderte seine Admirale auf, etwas zu tun, sonst würden sie demnächst auf die Opferpyramiden müssen, und zwar nicht als geehrte Opfer.
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  3. #78
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    835 n. Chr. wurde in Wolf Hill ein Spion gefasst.

    "Oh, Herr, Herrin... Euer Sohn ist tot", berichtete Admiral Muharram Bey. "Er und Eure Enkel Sem, Ham und Jafit sind umgekommen. Es tut mir sehr leid." "Was ist passiert?" fragte ich. "Eine Seeschlacht - Piraten. Ihr wisst, Euer Sohn Noah war Kapitän der Arche." Noah - der ältere, der Patriarch ballte die Faust. "Mir tut es leid - dass Ihr nicht an ihrer stelle statt gesunken seid." Dabei hieß er mit der Faust auf den Tisch. Ich verstand seine Sorge - ich würde inzwischen keine Kinder mehr bekommen, und er auch nicht - seine Linie endete. Meine nicht, ich hatte noch eine Tochter, die anderweitig verheiratet war. "Was ist passiert?" fragte ich. "Ich wünsche einen ausführlichen Bericht."

    "Noah kommandierte die Seeschlacht alleine, denn ich war mit der Michigan-See-Flotte unterwegs. Ich konnte gar nicht dort sinken. Unsere Atlantikflotte hatte sich bei den Gewürzinseln verschanzt, in der Hoffnung, durch die Verteidigungsvorteile dort die Langschiffe abwehren zu können. Doch sie sind schnell, sie sind wendig, und die Männer an Bord sind stark. Wie Hornissen umschwärmten sie uns und stachen zu, wo immer sie konnten. Die Arche und 19 weitere Küstenschiffe waren die ersten, die sanken. Danach verloren wir noch 20 Erkundungsboote - erbeutete neugranadische Piratenschiffe.

    Die zweite Flotte im Atlantik konnte nicht zur Hilfe kommen, denn sie segelte von Chicago aus östlich in die Michigan-See, um die dortigen Langschiffe der Sioux zu stoppen. Die versenkten dann auch gleich 10 neugranadische erbeutete Piratenliburnen."


    Seeschlacht auf der Michigan-See (835-836)
    Neuengland: Muharram Bey
    10 Piratenliburnen (10 gesunken, 1000 Tote), 1000 Einbäume (1000 Gesunken, 1000 Tote), 20 schwere Erkundungsboote (20 gesunken, 1000 Tote), 20 Küstenschiffe
    Total: 4000 Mann (3000 Tote), 1050 Schiffe (1030 gesunken)

    Sioux-Piraten: lokaler Kapitän (gefangen)
    10 Langschiffe (10 gekapert, 1000 Gefangene)

    Ergebnis: Neuenglischer Pyrrhussieg

    836 n. Chr. Während Noah vor Gram dahinwelkte, berichteten mir unsere Handwerker, dass sich die Schuhmacherei bei uns im Land von der Lederherstellung gelöst und danach weiter vervollkommnt hatte.

    Die erlaubte die Ausrüstung neuer Truppen, der Peltasten, die in aufgelöster Formation kämpften und von klassischen Armeen kaum wahrgenommen wurden.

    Die Piraten plünderten immer noch 40000 Pfund. Da Noah nicht mehr die Kraft hatte, zu regieren, übernahm ich das Zepter kurzerhand.

    Kuba hatte einen Versorgungsengpass und bot daher eine Belohnung für eine Handelsmission an.
    Panama forderte statt dessen eine Prinzessin für sich an.

    Ich konnte den Kubanern keine Versorgungsmission schicken, aber neue Schuhe für 330000 Dublonen. Von denen gingen 170000 sowie weitere Schuhe direkt weiter nach Neugranada, von wo uns Antonius von Padua einige Braumeister schickte.

    Allerdings gab es bei uns keine Hopfen und keinen Wein, so dass wir das nicht nutzen konnten.

    Im Anschluss daran befahl ich Muharram Bey, hart gegen die Piraten vorzugehen, auch wenn uns das einige unserer schwächeren Schiffe kostete.
    Bei Atlanta begannen wir mit einem Sieg: 10 Langschiffe, die an der Versenkung der Arche beteiligt waren, wurden von unseren Seeräubern erobert. Allerdings blieben noch genug Langschiffe auf dem Meer rundherum, und eine von diesen Flotten versenkten die erbeuteten Langschiffe sofort wieder, ehe sie sich auf eine weiter entfernte Position zurückzogen.

    Bei Chicago war die Seeschlacht härter. Hier verlor Muharram erstmal 1000 Einbäume, danach noch 20 Erkundungsboote (dänische Seeräuber), ehe die Küstenschiffe der Grönland-Fähre die Sioux-Langschiffe kaperten.

    837 n. Chr. schlugen die Langschiffe der Neugranadier dann wieder bei Atlanta zu und versenkten 3 weitere Flottillen erbeuteter neugranadischer Seeräuberschiffe, die wir als Erkundungsboote einsetzte. Insgesamt war der Feldzug von Muharram Bey kein großer Erfolg.

    Die Seeschlacht von den Atlanta-Gewürzinseln 835 n. Chr -
    Neuengland: Kapitän Noah (gefallen)
    20 Küstenschiffe (20 gesunken, darunter Noahs Arche, 1000 Tote), 80 schwere Erkundungsboote (80 gesunken: Neugranadische und Dänische Piratenschiffe, 4000 Tote), 10 frisch erbeutete Langschiffe (10 gesunken, 1000 Tote), 20 Seeräuberschiffe
    Total: 7000 Mann (6000 Tote, davon 1000 frische Kriegsgefangene), 130 Schiffe (110 gesunken)

    Neugranada: Artoro Prat IX.
    40 Langschiffe (10 gekapert, 1000 Gefangene)
    Total: 4000 Mann (1000 Gefangene)

    838 n. Chr. starb Noah im Gram. Da sich die anderen Kirchenfürsten - Papst Leo, Nathan, Petrus und William Brewster - nicht einigen konnten, wer von ihnen neuer Patriarch würde, bestimmte König Sven Gabelbart einen Außenseiter, den Baptistenprediger John Smyth (aus einer Seitenlinie der Nachkommenschaft des Gouverneurs John Smith von New London) zum neuen Gouverneur von Neuengland und zum Bischof von Noahsylvania.
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  4. #79
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    850 n. Chr.
    Nach der verlorenen Seeschlacht vor Atlanta zogen sich die Schiffe von Muharram Bey nach Atlanta zurück, wo sie auf Verstärkung warteten.

    Da sich John Smyth mehr mit Religion als mit der Staatsführung - oder dem Krieg - befasste, suchte ich unsere Grönländischen Freunde auf, um Hilfe von ihnen einzufordern. "Wir können euch bessere Pfeile liefern und 10000 Kronen zur Unterstützung zahlen", schlug Hans Egede vor - nachdem ich ihm allerdings unsererseits angeboten hatten, ihnen sowohl unsere heilige Schrift wie auch unsere Gesetzbücher zu überlassen.

    Die neuen Pfeile waren durchaus nützlich, denn sie konnten zwar noch nicht direkt von den Bogenschützen und Reitern verwendet werden, aber für die Ausstattung neuer Schiffe mit Bogenschützen oder Pfeilwerfern waren sie nützlich. Vor allem aber erlaubten sie, Belagerungsschmieden in den Städten zu bauen, die Schiffe und Belagerungswaffen mit speziellen Brandgeschossen ausstatteten, ein Vorteil im Seekrieg - allerdings nur für neue Einheiten, um die wir als noch herumkamen.

    Guglielmo Embriaco IV. feierte einen Erfolg bei Nekwasi, wo er mit seiner Anti-Piraten-Flotte vor Anker ging, bzw. diese direkt durch die Stadt hindurchfahren und die Piraten-Liburnen der Sioux angreifen ließ.

    Zwar verlor die Anti-Piraten-Flotte 10 der 20 angreifenden Biremen, kaperte aber auch die 10 Liburnen für uns - und beendete die dortige Handelsblockade. Allein das Aufblühen der Handelswege gen Sioux und Panama brachte ein Plus von 470000 Pfund je 5 Jahre. Damit konnten wir auch die Forschungsausgaben (wie förderten damit gerade Artemisia, die sich mit neuen Formen der plastischen Kunst beschäftigte). Und dieses Jahr gab es keine Plünderung der Schatzkammer durch Piraten mehr.

    855 n. Chr.
    Weniger schön war, dass die 30 neugranadischen Langschiffe immer noch die Umgebung von Atlanta blockierten.

    Das kostete zwar nur 20000 Pfund aus der Schatzkammer und die verlorenen Erträge des Umlands (vor allem der Gewürzinseln), aber es blieb ein Ärgernis.

    860 n. Chr.
    Kuba wurde von einem neuen Barbarenangriff heimgesucht. Wilde Kariben landeten bei Havanna und bedrohten die Stadt. Die Hoffnung, dort eine Belohnung abgreifen zu können, war aber gering: Kuba und Neugranada hatten selbst so viel Militär in der Nähe, dass die Kariben vor unserem Eintreffen besiegt sein würden.

    In Grönland hatte sich Norbert Rillieux mit der Raffinierung von Zucker von Roanoke Island und der großen Insel vor Boston beschäftigt und wurde dafür zum Hoflieferanten von Egede.

    865 n Chr. brach in Kuba ein Erbfolgekrieg aus, bei dem John Colet XXI. getötet wurde. Diego Velázquez de Cuéllar, sein Nachfolger, führte eine strenge Primogenitur ein, um Streitigkeiten zu verhindern. Zugleich forderten dort Priester wie Joseph Smith X. einen Schuldenerlass.

    Im selben Jahr unterbrachen neugranadische Piraten alle Handelsverbindungen zwischen Chicago und San Francisco und plünderten 60000 Pfund. Die Wirtschaft brach ein, und die Fördermittel für Artemisia mussten gekürzt werden.

    Aber 875 n. Chr. konnten die Überquerungen des Sankt-Lorenz-Stroms wieder aufgenommen werden und Honig gegen 3000 Kronen und Kupfer geliefert werden.

    880 n. Chr. stellte Artemisia Gentileschi LI. Hochwürden John Smyth ihre neue Kunst vor.

    Interessant war neben den vielen kulturellen Fortschritten, dass nun auch Steinmetze eingerichtet werden konnten, die den Gebäudebau beschleunigten.

    Im selben Jahr wurde in Jamestown eine strategische Getreidereserve eingerichtet, um künftig gegen Hunger gewappnet zu sein.

    Die plastische Kunst und die Braukunst aus Neugranada stießen in Kuba auf viel Interesse, und Diego Velázquez de Cuéllar ließ Baumeister entsenden, um bei uns Feldbewässerungen zu errichten.

    Neben der Möglichkeit, nun Bauernhöfe weiter im Land zu erreichten und mit Bewässerungskanälen die Erträge von Flussufern zu steigern oder am Flussufer Terrassenfeldbau zu betreiben wurde auch eine Wüste südlich von Plymouth bewässert, die nun nicht nur eigene Erträge brachte, sondern auch mit einer Farm oder Hütte besiedelt werden konnte.

    Kuba gab uns noch 280000 Golddublonen mit, von denen aber 120000 zusammen mit einigen von Artemisias Kunstwerken an Andrei Nikolajewitsch Kolmogorow V (Neugranada) verschenkt wurden, um von ihm die Arithmetik zu lernen. (Leider ist das Bild verloren gegangen)

    885 n. Chr.
    Die Schäden durch Piraterie stiegen inzwischen wieder auf 80000 Pfund je 5 Jahre an.
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  5. #80
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    885 n. Chr.
    Tagebuch von Cathy XXXVI., Enkelin Noahs,
    Heute haben wir Großmutter beerdigt. Sie war die letzte aus Noahs Clan - wenn man sie dazuzählt, obwohl sie eigentlich eine geborene Canutesdottir war. Ich zähle nicht dazu, weil... Nun, das kann mir auch keiner erklären. Als Erbe Noahs ist Hochwürden John Smyth III mein Vormund, aber er kann mit mir nicht viel anfangen und möchte mich auch nicht heiraten. Ich ihn auch nicht, aber irgendwie muss er mich versorgen. Darum muss ich Muharram Bey XII. heiraten, dessen Opa als Admiral viel besser zu Großmutter gepasst hatte.
    Muharram hat mich heute zum ersten Mal gesehen, und wir sind uns einig: Ich sorge für seinen Nachwuchs und dafür, dass es im Palast immer ein offenes Ohr und eine Unterstützung hat, und er sorgt dafür, dass ich ein angenehmes Leben dort habe und meinen Einfluss nicht verliere, und wenn ich will, darf ich mit auf See.
    Smyth selbst beschäftigt sich sehr mit sich selbst, er verwendet alle Forschungsmittel - das sind 15% unserer Steuereinnahmen - darauf, sich selbst als Herrscher in die Sphäre des göttlichen zu erheben. 1640000 Pfund je 5 Jahre.

    Eine erste Seeschlacht gab es schon, in der Sankt-Lorenz-Straße. Die Neugranadier haben mit ihren Langschiffen unsere Flotte angegriffen. Aber die erbeuteten Sioux-Langschiffe konnten sie abwehren.

    Trotzdem verlieren wir 40000 Pfund je 5 Jahre durch die übrigen Piratenschiffe im Atlantik, und die Atlantikflotte hat sich noch nicht erholt.

    890 n. Chr. wurde in einem fernen Land eine neuartige Opferpyramide gebaut. Sie war spiralförmig und wurde darum Spiralminarett genannt.

    Die Neugranadier versuchten, zwischen Seattle und Plymouth eine Blockade einzurichten, aber Guglielmo Embriaco V. konnte sie mit seinen neuen Navis Lusoria - eigentlich relativ schwache Flussschiffe - trotz schlechter Chancen (er setzte eigentlich auf die Rückzugschance, um danach mit einer anderen Flottille die Reste aufzuwischen) entfern.


    Eine zweite Flottille Navis Lusoria hatte er über den Hudson nach Süden geschickt. Ich war in New Amsterdam an Bord gegangen. Mein Mann schätzte die Chancen gegen die Langschiffe als schlecht ein, aber wieder setzte er auf die Rückzugschance. Ich wurde am Ufer abgesetzt und beobachtete den Kampf, kurz nachdem die 20 Boote wieder zu Wasser gelassen wurden.

    Sie nutzten ihre Rückzugschance nicht - sondern lieber die Siegeschance unter 10%. Zwar wurden 2 der Boote versenkt und 17 beschädigt, aber sie enterten auch die Langschiffe, die dort blockierten, so dass Atlanta wieder frei war. Nur Boston und Roanoke wurden noch blockiert.

    An den Verlusten von 40000 pro 5 Jahre änderte das aber immer noch nichts.

    895 n. Chr.
    Die letzten Seeräuber-Langschiffe der Neugranadier hatten ihre Stellung aufgegeben, um die neu eingetroffenen Navis Lusoria und deren Beute anzugreifen. Muharram schickte ihnen aus Atlanta 10 Biremen in die Flanke, die versenkt wurden. Aber nur 3 der Langschiffe blieben dabei intakt, 650 Neugranadier waren verletzt. Für die eilig reparierten Navis Lusoria war das ein gefundenes Fressen, und sie enterten auch diese Piraten. Endlich herrschte dort Ruhe.

    900 n. Chr. reisten unsere Wanderprediger und Lehrer nach Grönland, um denen für 20000 Kronen die Grammatik beizubringen.

    Ich erhielt in diesem Jahr die Imkerei bei Washington, das Gut Wakefield, als erblichen Sitz zugesprochen.

    905 n. Chr. begann in Neugranada ein goldenes Zeitalter.

    Die Sioux weigerten sich, und weiterhin Fisch für Äpfel zu liefern, sondern zahlten nur ihre "Eagles" - Goldmünze á 10 Pfund, 4000 je fünf Jahre. Für unsere Gesundheit bedeutete das einen Rückschlag.

    910 n. Chr. gab es einen Skandal, als neugranadische Agenten John Smyth III das Geheimnis des Herrscherkults stahlen - noch ehe es öffentlich bekannt wurde.

    Problematisch war das nicht deswegen, weil das Wissen geheim bleiben sollte, sondern weil es eigentlich mit allen geteilt werden sollte, aber mit gerechter Gegenleisung.
    Smyth jedenfalls war danach auch Teil einer Fraktion, die einen Krieg mit Neugranada wünschte, um sie Mores zu lehren (Zumal Roanoke und Boston wieder blockiert wurden) - und nur deren Elefanten hielten uns davon ab, damit gleich zu beginnen.

    915 n. Chr. wurde Manuel Amador Guerrero V. von Panama durch Pedro Arias Dávila verdrängt.
    Er führte einerseits eine Senatsherrschaft ein, andererseits das "Repartimiento"-System, das eine Form der Grundherrschaft war. Außerdem förderte er als Mäzen die Künste.

    Auch wenn Smyth sich gerne als einzigen gottgleichen Herrscher sehen würde, war das nicht der Sinn hinter dieser Entwicklung. Ich lud andere Staatsoberhäupter ein, um mit ihnen über die Verbreitung des Herrscherkults zu sprechen.
    Der erste war Hans Edege, mit dem ich mich in San Francisco traf. Er war noch nicht so weit, aber er zeigte mir einen beeindruckenden Lebensstil, den ich auch für meinen Mann interessant fand: Die Polygamie. Also, eine institutionalisierte Form davon, nicht die wilde Mehrehe meiner Vorfahren. Er bot auch an, mir für meinen Mann mehrere seiner Töchter und eine abgelegte Ehefrau mitzugeben (die ich mir selbst aussuchen und mit denen ich auch einmal Probeliegen durften), und weitere aus seiner Familie für Smyth, und noch 10000 Kronen. Allerdings musste ich dafür auch einiges herausrücken: Artemisia Gentileschi XLII. wechselte in seinen Harem und brachte dort die Bildhauerei mit, Wanderprediger Petrus predigte dem Herrscher unsere Ethik, und einige Elefantendompteure mussten auch mitkommen. Die neue Herrschaftsform erlaubte es zwar, ein Erbrecht als Ultimogenitur anzustreben, dass also immer der jüngste erbt und damit eine lange Herrschaft hat, da wir aber keine Monarchie waren, nützte das gar nichts.

    König Little Hawk VI. fand das neue System ebenfalls sehr interessant, und er bot mit dafür 35000 Eagle und eine Schreiberin, die ein neues Zahlensystem, das Dezimalsystem, beherrschte.

    Das immerhin erleichterte die Verwaltung, so dass 450000 Pfund pro 5 Jahre gespart werden konnten - mehr als die Hälfte des derzeitigen Defizits.

    Diego Velázquez de Cuéllar III. bot nur 170000 Dublonen, für sein fortschrittliches Wissen wollte er mehr, als wir in unserer Schatzkammer hatten, und wir konnten es nicht riskieren, zu warten, sonst würde er den Herrscherkult noch von seinem Lehnsherrn erhalten.
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  6. #81
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    917 n. Chr.
    Muharram kam sehr zufrieden, mit einem Fass Honigwein unter dem Arm und einem Mädchen im anderen, nach Hause. "Cathy, wir müssen feiern!" rief er.

    Die erbeuteten Sioux-Langschiffe, die bei uns als Dreiruderer geführt wurden, hatten bei Chicago einen Angriff feindlicher - also neugranadischer - Langschiffe abgewehrt.
    Das änderte aber nichts daran, dass wir vor Roanoke und Boston immer noch 40000 Pfund je fünf Jahre verloren.

    Erneut startete eine Zivilisation die Aufgabe zur Nationalen Sportliga - aber im Gegensatz zum Meisterschmied wurde diese wohl nicht lange verfolgt.

    920 n. Chr.
    Der Patrizier Conrad Hirschvogel aus Nürnberg wurde in Neugranada einer der führenden Händler.

    Bei den Sioux wurde König Little Hawk IX. bei einem Überfall getötet. Sein Stiefvater Spotted Tail wurde daraufhin neuer König der Sioux und führte dort den Pazifismus ein.

    Auch Hans Edege X. wurde abgesetzt. Sven Gabelbart XXIII. machte den Norweger Gunnbjørn zu seinem Statthalter. Der führte ein strenges Kastenwesen auf der Insel ein, betätigte sich aber auch als Mäzen.

    Außerdem war er wohl ein kluger Händler, der bei seinen Nachbarn die grönländische Polygamie verbreitet hatte (was wir nun nicht mehr konnten) und dafür eigenes Wissen erhalten hatte.
    Bei seinem Antrittsbesuch brachte er mehrere seiner Töchter mit, um sie mit Muharram Bey, aber natürlich vor allem mit John Smyth zu verheiraten.
    Er erhielt mehrere Töchter aus gutem Haus im Austausch, die die Aristokratie nach Grönland brachten, dazu lehrten wir ihn die Kunst des Handels (die er eigentlich ganz gut beherrschte) und lieferten Sklaven für die Feldbewässerung, sowie ein Hochzeitsgeschenk von 250000 Pfund als Mitgift.
    Im Austausch lieferte er uns einfache Maschinen (wobei so eine Liburne oder Balliste schon sehr komplex werden konnte) und Mechaniker für diese, die in unseren Städten Waffenschmieden bauen sollten.

    Zudem verständigten wir uns auf eine neue Strategie, was den Bau von Dreiruderern und Marineakademien mit sich bringen sollte, um die Piratenplage zu bekämpfen. Die Einführung eines Söldnerheeres kam allerdings nicht in Frage, der alte Kriegeradel war billiger bzw. nützlicher, solange man nicht in Geld schwamm.
    Wir empfahlen seinen Mäzenen noch, sie auch die Entwicklung einer neuen Philosophie zu konzentrieren.

    Um etwas Geld zu bekommen, wurden bei Tanasi Korallen geerntet, aber die 470000 Pfund, die sie einbrachten, reichten auch nur für 5 Jahre.

    Bei Boston griffen wir die Piraten an - und wieder konnten die Navis Lusoria, die eigentlich nur wegen ihrer Rückzugsschance den ersten Angriff durchführten, die Langschiffe entern.

    Damit kehrte erst einmal Ruhe ein.
    Erst 10 Jahre später wurde wieder eine Blockade eingerichtet. Da die Navis Lusoria aber inzwischen zu wertvoll für eine Opferung waren, konnten wir nicht direkt dagegen vorgehen. Zwar liefen 20 Seeräuberschiffe aus, aber sie kaperten nur einige Dreiruderer, die die Neugranadier vorher woanders gekapert hatten. Die Schiffe blieben zwar als Köder draußen, aber der wurde nicht geschluckt. Statt dessen plünderten die Neugranadier 40000 Pfund über die Jahre.

    930 n. Chr. wurde in Neugranada das Astrolabium erfunden, ein Gerät, das den Sternenhimmel darstellt und durch Drehung die Sternbilder zu verschiedenen Jahreszeiten abbildete.

    935 n. Chr. reichte ein geplündertes Korrallenriff schon nicht mehr für ein ganzes Jahrfünft.

    Muharram nahm mich in Atlanta mit auf sein neues Flaggschiff, eine gewaltige Katapulttrireme. Die Flottille aus 3 Triremen war zwar zu schwach, um gegen 10 Langschiffe zu gewinnen, aber sie hatten den Vorteil, eine unerreichte Reichweite zu haben.

    Mit einer Salve konnten sie 2 Langschiffe beschädigen und 130 Mann verletzen. Nur waren keine Schiffe da, die sie nun angreifen konnten. Die Atlaktikflotte war ihnen jedoch auf den Fersen.

    Auch Guglielmo Embriaco X. hatte in Plymouth seine Flotte verstärkt und eine Flottille Katapulttriremen aufgestellt. Vor der Stadt gab es ebenfalls Langschiffe, die er mit seinen Katapulten beschoss.
    Anschließend liefen auch hier Navis Lusoria aus, die allerdings diesmal, nach dem Verlust von 2 ihrer 20 Schiffe, den Rückzug antraten. Aber auch sie hatten ein Langschiff versenkt und 8 weitere beschädigt.

    Eine Flotte Konteren unter Kapitän Ito Sukeyuki konnte danach die restlichen Langschiffe bequem entern.
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  7. #82
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    936 n. Chr.
    "Kapitän Ito Sukeyuki, für Eure Tapferkeit im Kampf befördere ich Euch hiermit zum Admiral. Mögt Ihr in Kriegszeiten die Plymouth-Flotte kommandieren, und in Friedenszeiten eine Marineakademie in Jamestown leiten. Unser Land braucht Leute wie Euch." Der Japaner verneigte sich, als ich ihm stellvertretend für John Smyth den Orten überreichte.

    Die Neuaufteilung des Flottenkommandos war dringend geboten, wie mein Mann Muharram Bey noch am selben Abend ausgeführt hatte. Admiral Guglielmo Embriaco X. musste noch am Abend der Seeschlacht von Plymouth nach Nekwasi reisen, um die dortige Anti-Piraten-Flotte zu kommandieren. Da zwischen Plymouth und Nekwasi die halbe Insel lag, konnte er das nicht so schnell, wie Muharram, wenn er von Boston nach Chicago musste (da lag nur ein Viertel von Hispaniola dazwischen, was immer noch zu viel war).

    Emriaco kam dann auch zu spät: 10 Langschiffe der Sioux-Piraten versenkten 20 erbeutete neugranadische Seeräuberboote, die als Erkundungsboote von dort nach Osten fahren sollten, um Länder jenseits der Sioux zu entdecken.

    Es war der Auftakt der Seeschlacht von Nekwasi (937)

    Neuengland: Admiral Guglielmo Embriaco X.
    20 schwere Erkundungsboote (20 versenkt: neugranadische Piratenschiffe, 1000 Tote), 20 Biremen (20 versenkt: Anti-Piraten-Flotte, 2000 Tote), 10 Liburnen (1 beschädigt, 100 Verletzte), 20 Küstenschiffe
    Total: 5000 Mann (3000 Tote, 1000 Verletzte), 70 Schiffe (40 versenkt, 1 beschädigt)

    Sioux: lokaler Piratenkapitän (gefallen)
    19 Langschiffe (10 versenkt, 9 gekapert, 1000 Tote, 900 Gefangene)

    Guglielmo Embriaco sah, dass beide Flotten der Piraten angeschlagen waren - nur eine durch das Gefecht mit den Erkundungsbooten.

    Dennoch hatten die englischen Schiffe eigentlich keine Chance, jede Flottille für sich. Er befahl trotzdem 20 Biremen der Anti-Piraten-Flotte, auszulaufen. Die schlugen sich gut, versenkten schon einmal zwei Langschiffe und beschädigten 16 der übrigen. Das war für einen Opferangriff nicht schlecht. Vor allem erlaubte es, mit gekaperten Sioux-Piraten-Liburnen auszulaufen, obwohl die Ruderer mit den Piraten sympathisierten und rebellierten. Nur eine Liburne wurde beschädigt, aber 8 der beschädigten Langschiffe versenkt. Die übrigen Langschiffe konnten von Küstenschiffen gekapert werden und teilweise die verlorenen Schiffe ersetzen. Aber sie konnten sie nicht ganz ersetzen und waren im Kampf gegen Sioux unzuverlässig, darum bestellte er neue Schiffe im Kriegshafen von Plymouth.

    Antonius von Padua wurde Anfang 937 n. Chr. abgesetzt. Der Spanische König setzte Rodrigo de Bastidas als neuen Vizekönig ein. Dieser änderte das Erbrecht zugunsten von Königen, die sich vorher als Krieger einen Namen gemacht hatten. Außerdem führte er einen Gesellschaftliche Arbeitsteilung anstelle der Sklaverei ein - und seltsamerweise den Pazifismus, was so gar nicht zu den Kriegerkönigen passte.

    In einem fernen Land gründete die deutsche Hanse ihre erste Niederlassung in Amerika.

    Außerdem wurde irgendwo ein Werk der Herzzerreißenen Liebeslyrik verfasst.

    945 n. Chr.
    Ich fühlte mich schon alt, als erstmals die Schaukämpfe auf dem Ballplatz vor den Opferpyramiden stattfanden. Die neuen Sportereignisse dienten der Volksbelustigung - im Gegensatz zu den Chibcha opferten wir die Verlierer, was keine Ehre mehr war, sondern ein Ansporn, zu gewinnen - und es gab nicht nur blutige Sportarten, sondern auch Wettläufe und Ringkämpfe, die die Stärke unserer Krieger darstellen sollten.

    Mit etwas Fortschritt bei der Baukunst sollten größere Zuschauertribünen, die Arenen, errichtet werden. Die Idee dazu kam von Bastidas, der uns besuchte und an einem solchen Schaukampf als Zuschauer teilnahm - er wollte gerne des Konzept dieses Sports übernehmen.

    Wir mussten seinen Bauarbeitern zwar noch 450000 Pfund zahlen, aber dafür konnten wir nun endlich auch tatsächlich die Steinmetzen einrichten, und weitere große Bauwerke standen in Aussicht.

    Mit der Regierung Rodrigo de Bastidas endete ein goldenes Zeitalter in Neugranada - trotz der dort nun aufkommenden Sportstätten.

    In einem fernen Land wurde eine weitere Sammlung der Liebeslyrik von einer Prinzessin verfasst.
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  8. #83
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    Tagebuch von Cathy XXXVIII. Smyth, geborene Bint Muharram
    946 n. Chr.
    Ich wurde bei einer großen Sitzung der Generäle in die Gesellschaft eingeführt und lernte dort auch John Smyth kennen.
    Die alten Generalsfamilie - Römmel, Barefoot und Muharram - sahen es an der Zeit, nach den Jahre der Friedens an Land und des Kriegs auf See zurückzuschlagen und die Ursachen der Piraterie in Neugranada zu bekämpfen.

    Die Piraterie blieb immer noch ein Problem, insbesondere die Neugranadische. So wurde Atlanta derzeit von Langschiffen bedroht, und unsere Katapulttriremen konnten zwar darauf schießen, hatten aber wenig Chancen, sie zu versenken - und der Rest der Atlantikflotte ebenso.

    Der neue Admiral der Plymouth-Flotte, Ito Sukeyuki, berichtete, dass wir in Cartega das Indias einen sehr erfolgreichen ersten Schlag landen könnten, wenn es uns gelang, die neugranadische Flotte im Hafen zu erwischen. Neben 21000 Soldaten - darunter auch schwer gepanzerte Reiter und sehr viele Kompositbogenschützen - lagen dort auch 7000 Matrosen mit ihren Schiffen vor Anker, darunter auch eine Flottille Langschiffe. Das wäre Rechtfertigung genug für den Angriff mit dem Kriegsziel "Piraterie bekämpfen". Als Stoßrichtung war dies sowieso die einzig mögliche.

    Ebenso war klar, dass es danach nach Guamo gehen müsste. Dort jedoch gab es unterschiedliche Möglichkeiten: Ein Vorstoß nach Südosten, um die Piratenhäfen dort zu erobern, oder nach Westen gegen die Hauptstadt Bogota.
    Ebenso klar war aber, dass wir noch zu schwach waren und vor allem gegen die Panzerreiter und die Elefanten mehr und bessere Speerkämpfer brauchten.


    Am Abend meinte mein Bruder Muharram Ben Muharram Bey: "Cathy, wir haben gesehen, dass Smyth ein besondere Auge auf dicht hat. Wo der alte Smyth sich noch nicht besonders für Frauen interessierte, möchte John Smyth offenbar mehr mit dir anfangen. Daher wirst du ihn heiraten - und unsere Graue Eminenz im Hintergrund sein. Smyth interessiert sich vor allem für seine Religion, die Generäle für die Rüstung, alles andere wirst du leiten müssen."

    950 n. Chr. landete ich meinen ersten Erfolg: Mein Mann wünschte sich zur Hochzeit einen grönländischen Philosophen, der ihn mit neuen Gedanken versorgte. Ich konnte mit Gunnbjørn II aushandeln, dass dieser uns einen überließ, wenn wir ihm die neugranadische Braukunst und die neugranadische Baukunst beibrachten.

    Den Generälen gefiel das allerdings nicht so, da sie erhöhte Unzufriedenheit im Krieg fürchteten.

    Im selben Jahr blockierten frische Langschiffe den Hafen von Boston und die Zufahrt nach Roanoke. Muharram und seine Atlantikflotte mussten handeln - allerdings ging es nicht verlustlos.

    10 erbeutete neugranadische Langschiffe sanken beim Ausfall, auch wegen Sabotage durch ihre Ruderer. Allerdings eroberten die Navis Lusoria danach die Piraten-Langschiffe, so dass wir am Ende genau da standen, wo wir auch vorher gestanden hatten, aber das Meer wieder frei war und Neugranada 10 Langschiffe weniger hatte. So gesehen war es also ein Erfolg.
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    Kapitel 10: Neue Gesichter am Horizont

    951 n. Chr.
    Unsere - also Gugliemo Embriacos - Schiffe hatten erstmals den Ozean zwischen Sioux und Hispaniola überquert und eine Siedlung der Santee-Sioux entdeckt. Alles in allem schienen sie nicht stark zu sein, und nach der Piraterie in der Vergangenheit hatten wir auch gegen sie einen Kriegsgrund - allerdings würden wir den erst durchsetzen, wenn wir mit den Neugranadiern abgerechnet hatte. Die Generäle drängten mich täglich, das bei Smyth durchzusetzen.

    Grund genug dazu hatten wir, denn die Langschiffe vor der Shawmut-Halbinsel kaperten gleich die sichergestellten Langschiffe wieder zurück.

    Allerdings konnten auch diese Langschiffe in Nachgang von Muharrams Pentekonteren versenkt werden.

    955 n. Chr.
    Römmel zeigte bei einer Parade die neuen Fähigkeiten unserer Speerkämpfer: Er hatte die Speerkämpfer und schweren Speerkämpfer von der starren Phalanxformation inzwischen umgruppiert, so dass sie als flexiblere Truppe, die Manipel, antraten. Diese Formation war im schwierigen Gelände leichter einzusetzen und bot ein schlechtester Ziel für Katapulte.

    Die Piraten machten weiter Ärger, bei Atlanta und Roanoke wurden in den letzten 5 Jahren 40000 Pfund geraubt und Handelswege blockiert.

    In einem fernen Land wurde eine Gilde gegründet, die Schiffe bauen sollte, die unseren aktuellen Schiffen weit überlegen sein sollten.

    "Cathy, komm! Wir haben einen wichtigen Termin in Nekwasi", verlangte Smyth. Wir mussten in aller Eile dorthin reisen, es war eine unbequeme Reise. Wir ritten den ganzen Weg auf Lamas, da diese schneller waren als Ochsenkarren, allerdings langsamer als Pferde. "Was ist los? Sind die Sioux mit einer Armee gelandet?" "Viel besser. Oder schlimmer. Man weiß es nicht. Guglielmo hat uns einen reitenden Boten geschickt. Es sind fremde da, die darauf brennen, den hiesigen Gouverneur kennenzulernen - also mich. Und sie scheinen ungeduldig."
    Nekwasi war nicht eben ein gastlicher Ort, die Stadt war noch von der Eroberung gezeichnet und noch nicht so stark ausgebaut wie unser Kernland. Nun sah ich dort auch Leute mit Krankheiten, die ich bisher nicht kannte. "Das La Plata-Fieber", sagte der berittene Bote. "Eine miese Sache. Seit der Ankunft der Fremden breitet es sich aus - vor allem bei denen, die mit dem Anführer oder seinen Seeleuten Kontakt hatte. Er selbst scheint dagegen resistent zu sein."
    Ich Hafen lag eine Galeere, größer und stärker bewaffnet als alle Ruderschiffe, die wir hatten, einschließlich der Katapulttriremen. Wir mussten an Bord kommen wie Bittsteller.

    In der Kapitänskajüte traten wir auf eine Gruppe von drei Fremden - und Kapitän Guglielmo, der ebenfalls am La-Plata-Fieber litt, welches sich bald im ganzen Land ausbreiten sollte. Die Fremden waren zwei Männer und eine Frau. Einer der Männer war ein herrischer Offizier mit Marineuniform, neben ihm stand wie ein Leibwächter ein Mann mit eisernem Helm, während die Frau im Lederkleid vor ihm kniete und eher unterwürfig aussah.
    Als erstes trat der Mann mit dem Helm vor. Wie ein Herold rief er: "Seine Exzellenz, Sebastián de Belalcázar, Eroberer und Vizekönig von Equador..." Er verneigte sich vor uns. "...Das bin ich. Zu Euren Diensten - aber nur, wenn Sie nicht den Diensten meines großen Herrn, des Vizekönigs von La Plata widersprechen."

    Insgesamt begutachtete er uns vorsichtig. Aber er war gerne bereit, mit uns einige Verträge abzuschließen: Die Öffnung der Häfen von Equador und Neuengland für die Händler der jeweiligen anderen Nation, sowie die Lieferung von Kupfer gegen equadorianische Dramen bzw. Aufführungen - vielleicht war Equador das Land, das gerade ebenfalls neue Liebeslyrik veröffentlicht hatte?
    Das lange Gespräch jedoch hatte den Marineoffizier verärgert. Vielleicht ärgerte es ihn auch, dass sowohl Smyth wie auch ich immer wieder zu der Indianerin gesehen hatten, die uns beiden eine geeignete Geliebte erschien.
    "Genug. Stellt mich vor, Sebastian, und macht Euch vom Acker", sagte er verärgert. De Belalcazar verneigte sich und sagte: "Ladies and Gentlemen: Unser Oberherr. Vizekönig Pedro de Cevallos, Gouverneur von Buenos Aires und Vizekönig von Río de la Plata. Verneigt Euch!"
    Der "Marineoffizier" war also Gouverneur einer Macht, die uns weit überlegen war, und der dieses Equador untertan war. Er war wie de Belalcázar Spanier und damit dem selben König untertan wie Neugranada, aber er hatte mit diesem nichts zu tun. Mehr noch, er beanspruchte sogar Panama für sich.
    Mit ihm konnten wir ebenfalls eine Öffnung der Hafen vereinbaren, sowie Wildbret gegen unseren Honig tauschen.
    Schließlich durfte sich auch die Indianerin - Cockacoesce - vorstellen. Sie war eine Geliebte von de Cevallos, und ihr Stamm unterstand seinem Schutz. Auch sie war uns gegenüber misstrauisch - wohl deswegen, weil ihre Vorväter von den Virginia-Lenape und den Mascoutin-Algonkin abstammten und von Engländern und Holländern aus ihrer Heimat vertrieben worden waren und unter den Schutz La Platas geschlüpft waren - was allerdings auch hieß, dass sie sich dort prächtig entwickelt hatten, denn alle drei Nationen waren deutlich weiter entwickelt.
    Doch auch sie erlaubte den Händlern, ihr Land zu bereisen (war kaum noch einen Effekt hatte - Equadors Außenhandel brachte unser Defizit von 300000 Pfund auf 120000, zusammen mit La Plata kamen wir sogar auf ein Plus von 800000 Pfund.) Außerdem kaufte sie Honig für 4000 Dublonen und Geflügel für 2000 Dublonen.
    Smyth war danach sogar bereit, das Kampftrainingsprogramm mit 30 statt 20% unserer Steuereinnahmen zu fördern.

    Das Treffen wurde allerdings abrupt unterbrochen, als ein Matrose von Guglielmo hereinstürmte. "Herr! Herr! Die erbeuteten Sioux-Langschiffe, die den Kontakt hergestellt hatten, werden angegriffen! Von Langschiffen!" "Wieder Santee-Sioux?" "Wir wissen es nicht. Es könnte auch andere sein. Wir wissen ja jetzt, dass da draußen noch mehr Völker leben."

    "Äh, ja, wir müssen dann jetzt gehen", sagte Pedro de Cevallos, ohne uns seine Virginia-Anführerin einmal zu überlassen.

    965 n. Chr.
    Die Krankheit verschärfte sich noch, als im nächsten Jahrzehnt Feuerameisen die Orangenplantagen auf den Orange Hills verwüsteten. Das führte dazu, dass es an frischen Orangen mangelte - und offenbar enthielten die etwas, was das La-Plata-Fieber abschwächte, und nun brach es ganz besonders stark aus. Auch mein Mann erlag ihm, wurde aber vom nächsten John Smyth - unserem Sohn - beerbt.

    In Neugranada war Klearchos zum Nauarch (eine Art Admiral) ernannt worden.

    In der uns unbekannten Stadt Chesapeake, die wohl einem unserer Nachbarn gehörte (vermutlich den Sioux) kam es zu einem Wunder, das die nordische Religion bei ihnen noch etwas festigte.

    In diesem Jahr erklärte Pedro de Cevallos, seine Ansprüche auf Panama durchsetzen zu wollen - und erklärte Pedro Arias Dávila III, der gerade eingesetzt worden war, den Krieg, mit der Begründung, dieser sei kein legitimer Gouverneur. Natürlich zogen seine Vasallen mit.
    Pedro Arias Dávila III wandte sich daraufhin an uns mit der Bitte, ihn zu unterstützen - doch wir hatten keinen Kriegsgrund gegen La Plata, und erst Recht keine Kriegsschiffe oder das technische Niveau, uns an diesem Krieg zu beteiligen.

    970 n. Chr. bat Gunnbjørn III. für seine Grönländer um die Lieferung von besserem Schuhwerk und die Ausbildung einiger Schuster in diesem Handwerk, was wir gewährten.

    In Neugranada erfand Robert Garbe ein neues Fahrzeug für Bergwerke: Eine von hölzernen Schienen geführte Karre. Er meinte, dass dieses Prinzip langfristig auf im Überlandtransport angewendet werden könnte und Reisen bequemer als mit dem Ochsenkarren und schneller als mit dem Pferd machen konnte.

    Cockacoesce II führte bei ihrem Reservat das Vasallentum ein, was um so deutlicher machte, dass auch sie eine Vasallin war.

    Für eine Vielzahl wilder Völker, barbarischer Indianer und abtrünniger Kolonisten begann ein goldenes Zeitalter.

    975 n. Chr. wagte es ein Herr namens Pontius Pilatus, mich als Witwe von meinem Witwenstatus zu erlösen - ohne mich zu fragen, mein Sohn entschied das für mich. Für Pilatus, der einmal Statthalter anstelle des Statthalters werden wollte, war dies ein Einstieg in die Politik. Zunächst einmal aber wurde er nur Außenminister.
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    975 n. Chr.
    Während einer Beratung über die alltäglichen Belange der Kolonie - mein Sohn John Smyth hörte auf mich, und ich hörte manchmal auf Pontius oder meinen Bruder Muharram - schleppte mein Bruder einen gefesselten Mann herein. "Was ist das?" fragte Smyth. "Ein Spion, den wir in Boston gefasst haben. Interessant ist, was er zu erzählen hat." "Ist er aus Neugranada?" "Nein, er hat gestanden, Kubaner zu sein, der sich nur als Neugranadier ausgibt." "Warum ist das bedeutend?" fragte Smyth. "Weil uns das einen Kriegsgrund gegen Kuba gibt." "Wozu benötigen wir das?" fragte Smyth. "Kuba wird uns den Krieg erklären, sobald wir Neugranada angreifen." "Nun", meinte Muharram. "Weil wir damit einen weiteren Krieg rechtfertigen können. Gegen Neugranada haben wir 3 Kriegsgründe, und wenn sie sich nach einem Krieg jeweils darauf einlassen, von dem Kriegsgrund abzulassen, können wir vielleicht später noch Kuba angreifen." "Gut. Richtet den Spion hin und schreibt ein förmliches Beschwerdeschreiben, in dem wir Konsequenzen ankündigen, falls das noch einmal passiert, aber jetzt nichts unternehmen", sagte Smyth zu Pilatus.

    Die Kriegsgründe, die wir inzwischen gesammelt hatten, würden einen Krieg gegen unser ganzes Umfeld rechtfertigen:
    Grönland: Stoppt die Piraterie (Nicht durchsetzbar wegen Vasallenvertrag)
    Neugranada: Stoppt die Piraterie, Stoppt die Spionage, Rückeroberung von Bilbao
    Kuba: Stoppt die Spionage
    Sioux: Stoppt die Piraterie

    Allerdings waren wir noch nicht in der Lage, auch nur einen Kriegsgrund durchzusetzen, da wir nicht genug Speerkämpfer gegen die neugranadische Kavallerie hatten - und die Aufrüstung auch nicht sehr nachdrücklich betrieben, weil wir lieber das Cherokee-Gebiet aufbauen wollten.

    980 n. Chr. führte auch Pedro de Cevallos III ein verschärftes Vasallentum in La Plata ein. Die Wirtschaft wurde auf der "Ripartimento"-System der Grundherrschaft umgestellt und Staatsbedienstete mussten eine Eignungsprüfung ablagen, damit Fähigkeit wichtiger wurde als Beziehungen und Geburt, und damit die Verwaltung effektiver wurde.

    In einem fernen Land wurde die Walhalla, der Schrein der nordischen Germanen, errichtet.

    Offenbar hatte Kuba von unserem neuen Kriegsgrund erfahren, denn sie hatten ihre Streitkräfte um den Admiral Pedro Ignacio Meza verstärkt.

    985 n. Chr. versuchte es mein Mann, bei den Kubanern ein Geschenk zu erbetteln: Rüstungen für Pferde. Leider war die Freundschaft dann doch nicht so eng.

    Bei Roanoke wurde wieder ein Spion gefasst, dessen Herkunft allerdings ungeklärt blieb.

    990 n. Chr.
    In den letzten Jahren hatte sich aus den sportlichen Schaukämpfen als Nebenlinie ein ernsthaftes Trainingsprogramm für Soldaten entwickelt. Neben neuen Sportarten erlaubte dies auch das Aufstellen neuer Speerwerfer-Einheiten, die den Pilum, einen Wurfspeer mit Eisenspitze benutzten, der Schilde unbrauchbar machen konnte.

    Nebenbei stellte sich heraus, dass Gladiatoren, die richtig ausgebildet waren, für das Publikum interessanter waren. Mit Hilfe von Kriegsgefangenen konnten Gladiatorenschulen erreichtet werden.

    Leider ging die körperliche Fitness der einen mit einer nachlassenden Fitness und Sittsamkeit der Oberschicht einher. Wir wurden immer träger, fauler und gieriger. Auch ich nahm auf meine alten Tage immer öfter an irgendwelche Orgien teil.
    Bei einer dieser Orgien stellte uns Gunnbjørn auch seinen neuen Admiral, den Entdecker Martim Afonso de Soussa, vor.

    Um unseren sündigen Lebensstil zu finanzieren schickten wir unsere Sportler nach Kuba auf Tournee, wo sie sich für 220000 Dublonen gegenseitig erschlugen und die Gladiatorenspiele nach dort brachten.

    Lodewijk van der Grinten XXII., der Lebensmittelalchimist, machte uns bei einer dieser Orgien die Aufwartung. Er erzählte wirres Zeug über die Alchimie. Allerdings konnten wir mit ihm vereinbaren, dass er seine Theorien am nächsten Morgen noch einmal nüchtern unseren Weisen erzählte - dafür würden wir auch Schaukämpfer nach Grönland schicken und seine Kollegen in der Arithmetik unterrichten. Er musste allerdings noch 500000 Pfund mitbringen.

    Seiner Theorie zufolge bestand alles aus Vier Elemente: Luft, Erde, Wasser und Feuer. Eine Form des "festen Feuers" sei Schwefel - davon hatten wir ein Vorkommen bei Plymouth in der ehemaligen Wüste. Bisher war uns das vor allem als Problem für die Landwirte vorgekommen. Außerdem konnte man mit Feuer und Wasser irgendwie Erde (in Form von Salz) produzieren. Also, in großem Stil, in kleinem Stil nutzten das die Küstenanrainer in Tanasi, Jamestown und Keowee bereits. Da konnten wir einige unserer alten erbeuten Arbeitsboote sinnvoll einsetze.

    Muharram musste die Orgie frühzeitig abbrechen, da bei Chicago 14 Langschiffe herumfuhren, die ein Auslaufen unserer Arbeitsboote behindern wollten. "Es ist Zeit, dass Ihr das Problem löst", meinte Smyth. "Wir halten Euch noch ein paar Eichhörnchenzungen warm."
    So kam es zur Schlacht an der Sankt-Lorenz-Straße.

    Neuengland: Muharram Bey
    200 Ballisten, 3 Katapulttriremen, 10 leichte Triremen (Sioux-Langschiffe, 10 versenkt, 1000 Tote), 10 Biremen
    Total: 4000 Mann (1000 Tote), 200 Kriegsmaschinen, 23 Schiffe (10 versenkt)

    Neugranadische Piraten: Lokaler Piratenfürst
    14 Langschiffe (7 versenkt, 700 Tote)

    Als besondere Überraschung hatte Muharram in Chicago eine Batterie Ballisten aufgestellt. Diese rückten als erste aus und beschossen die Piraten.

    Auch seine Katapulttriremen feuerten aus sicherer Entfernung auf die Schiffe. Leider konnten beide Einheiten nur eine einzelne Flottille treffen und keine Kollateralschäden mehr anrichten. Ein erster Versuch, sie mir unseren mittlerweile erprobten Sioux-Langschiffen anzugreifen, endete damit, dass wir diese Verloren. Allerdings waren aus der einen Flottille nur noch 2 Schiffe einsatzbereit. Diese konnten dann von einer Flottille Biremen versenkt werden. Die anderen Langschiffe aber entkamen vorerst.

    991 n. Chr. errichteten die Katholiken in einem fernen Land die Geburtskirche.

    In Neugranada gründete Menno Simons die "Mennoniten" als Abspaltung der Täuferbewegung.

    In Kuba wurde Diego Velázquez de Cuéllar V. abgesetzt. Sein Nachfolger wurde der Admiral Edouard Suenson XVI., der ein drakonisches Strafrecht einführte und auch seinen Vorgänger köpfen ließ.

    Allerdings konnte man mit dem Mann durchaus reden - wenn man als Gesandter Immunität besaß wie Pilatus und ich. Suenson hatte Interesse an unseren Trainingsprogrammen und bot an, wenn wir dieses seinen Soldaten zukommen ließen und noch 850000 Pfund dazugaben, würde er uns Kriegsmaschinen liefern, die unsere Ballisten wie Kinderspielzeuge aussehen ließen.

    Ein Handel, den wir uns nicht entgehen lassen konnten - und so konnten auch wir Steinkatapulte und Belagerungsschmieden errichten. Für die Karrenballisten fehlte uns die Unterstützung eines passenden Stadtstaats und die Bolzenschleuder war auch noch zu weit weg.

    Bei Tanasi wurden Cherokee-Erkundungsboote zur Errichtung einer ersten Salzsiede ausgesandt.

    Auch bei Jamestown waren schon Arbeitsboote in Position, wurden aber von den verbleibenden Langschiffen der Neugranadier verfolgt.
    Allerdings mussten diese dazu durch die Sankt-Lorenz-Straße - und damit durch die Stellungen unserer Küstenwache. Wieder feuerten die Ballisten und die heimkehrenden Katapultriremen auf die Flotte.
    Die Biremen, die im letzten Kampf siegreich gewesen waren, versuchten auch hier ihr Glück, wurden aber abgeschlagen. Dafür konnten nur noch 2 Schiffe und 120 Männer der Piraten kämpfen - so wenige, dass sogar die Küstenschiffe der Grönlandfähren sie entern konnten. Aus den erbeuteten Schiffen und den Resten der Biremen wurde eine neue Triremenflottille gebildet.

    Danach konnten auch die kubanischen Arbeitsboote, die wir vor Ewigkeiten gekapert hatten, vor Jamestown eine zweite Salzsiede für den Export einrichten.
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  11. #86
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    1000 n. Chr.
    Tagebuch von Cathy XL. Pilatus, geborene Smyth

    Ich war aufgeregt, als meine erste Orgie anstand. Ich hatte schon Erzählungen davon gehört, aber heute sollte ich ins Haus der Pontius Pilatus eingeführt werden - des Witwers von Großtante Cathy, der jetzt, wo seine Frau das zeitliche gesegnet hatte, einen Ersatz brauchte, uns sich für eine jüngere Version ihrer selbst entschieden hatte. Die Orgie begann damit, dass sich alle erst einmal betranken und dann bis zum Erbrechen die Bäuche vollschlugen - ich verstand nun, warum einige Priester, die ich bisher für Spielverderber gehalten hatte, diese Dekadenz für unsere Abstieg verantwortlich machten. Wenn durch den Alkohol die Hemmschwelle ausreichend gesunken war, zogen sich die ersten Gäste und Dienerinnen aus, und es wurde spannend. Natürlich durfte Pilatus mich als erster beglücken, danach reichte er seine junge Braut herum, selbst Verwandte von mir kamen einmal zum Zug, aber danach durfte auch ich mich frei bedienen, was mir einige Erfahrungen mit seinen Dienerinnen, Nichten und einer Schwester von ihm einbrachte, die ich in Zukunft nicht missen wollte.

    Wir waren also gerade alle mehr oder weniger gut beschäftigt, als Leo XXVIII. eintrat. Er war einer von den "Spielverderbern", und jetzt trat er wieder als das aus. "Was ist das hier für ein Sauhaufen?" fragte er mit donnernder Stimme. "Ist das ein Aufzug, in dem ein Außenminister eine Delegation empfängt? Ich werde Euer Verhalten Hochwürden Smyth melden." "Das ist nicht nötig", sagte mein Bruder. "Ich bin hier!" Leo musterte ihn kritisch. "Ach, Ihr seid das? Ohne Euer Priestergewand erkannt man Euch kaum. Ich wusste nicht, dass Ihr so eine Plautze habt. Nun, dann werde ich es König Gabelbart melden. Zustände sind das! Ihr habt Gäste, Pilatus." "Moment... Ich wasche rasch meine Hände in Unschuld... Sagt Ihnen, sie können hereinkommen und teilnehmen." "Untersteht Euch! Es sind Ausländer, die einen ersten Kontakt herstellen wollen." Doch auch das war Pilatus nicht zu peinlich, sondern er meinte nur: "Dann sollen sie sich gleich die schönsten Damen aussuchen. Husch, husch, Mädels, macht euch noch einmal fein."

    Die Delegation, die die Villa betrat, war ein Kulturschock für uns. Bisher hatten wie die Sioux für fortschrittlich und La Plata für mächtig gehalten. Doch das Reich, das uns nun besuchte, war noch einmal doppelt so mächtig wie La Plata und deutlich fortschrittlicher.

    Der erste Herr stellte sich als Rodríguez de Fonseca, Bischof und Vizekönig von Neuspanien vor - einer weiteren spanischen Kolonie, die allerdings nicht mehr unabhängig war. Er trat uns gegenüber sehr vorsichtig auf und äußerste sich abwertend über die hier herrschende Barbarei. Immerhin kannten wir ein paar Dinge, die er nicht kannte, und so lehrten unsere Priesterinnen ihm den Okkultismus, er bekam einen Gärtner geschenkt, der ihm Gartenbau beibringen sollte und einen Mathematiker, der die Arithmetik nach Neuspanien bringen sollte.

    Dafür lieferte er uns Hufeisen für unsere Kavallerie. Zwar hatten wir keine Pferde, aber wir nutzten das neue Wissen, um mit Hilfe unserer Kamele (Lamas) eine berittene Infanterietruppe aufzustellen, die zum Kampfplatz ritt, um abgesessen zu kämpfen. Im Grunde genommen begann damit ein neues Zeitalter, das der Völkerwanderung, was aber schon vorab durch unsere spätantike Dekadenz etwas angekündigt worden war.
    Leider konnten wir das selbe Wissen danach nicht mehr mit den anderen Neuankömmlingen teilen, sie besaßen es wohl schon. Es waren (nach der Reihe, in der Pilatus ihnen seine Frau anbot):
    Ein Herr namens Enriquillo, der die Stämme der Awarak anführte.
    Pocahontas, eine Prinzessin der Irokesen (der bot Pontius mich nicht an, ich drängte mich ihr selber auf. Sie hatte aber mehr Interesse an John Rolfe XLIX.
    Quanna Parker, Häuptling der Commanche, und der erste der neuen Delegation, der wirklich erfreut schien.
    Duncan Taylor, Gouverneur der Cayman-Inseln, der zur Begrüßung gar nichts sagte, so sehr widerte ihn das barbarische Verhalten hier an (er lehnte mich auch ab, was selbst der Bischof von Neuspanien aus Höflichkeit nicht getan hatte).
    Touissant L'Ouverture, Gouverneur von Haiti.
    Ragnar Lodbrok, der Jarl von Vinland, einer Wikingersiedlung in Amerika.
    Zuletzt kam die Chefin von all dem: Yohl Ik'anal, die Herrscherin des Mayareiches. Sie sagte auch nichts zur Begrüßung, lehrte im Gegensatz zu Pocahontas auch mein Ansinnen vehement ab und stauchte ihre Leute zusammen, die sich auf der Niveau (Matratze) von Barbaren begaben.

    Trotz allem konnten wir mit allen von ihnen eine Öffnung der Grenzen für Händler vereinbare. Wir standen allerdings danach bei all den Ländern in dem Ruf, ein Haufen williger Barbaren zu sein, was nicht ganz passte, da das nur für die Oberschicht galt, wenn die sich zu ihren Orgien trafen.
    Zudem wurden bei diesen Orgien neue (nicht nur Geschlechtskrankheiten) eingeschleppt, die ein großes Sterben in unserem Land verursachten. Vor allem Arawaken, Comanchen, Caymaner (die noch dazu unsere Wirtschaft schädigten, weil einige besonders Reiche bei ihnen ihr Vermögen vor der Steuer versteckte), Haitianer, Wikinger und Maya galten als ansteckend. Neuspanier und Pueblo hatten den Ruf, eher sicher zu sein.

    Die Lage verschärfte sich noch, als ein weiterer Abgesandter sich dazugesellte. Wir glaubten erst, dass er zur Delegation der Maya gehörte (und tatsächlich hatte er uns wohl über sie kennengelernt), aber so richtig gehörte er nicht dazu,

    Er führte den Stamm der Pueblo an, und der war nach seiner Aussage unabhängig von den Maya. Das bestritt Yohl, aber Pope erklärte vor unseren Augen Neuspanien den Krieg und sagte sich vom Schutz der Maya los. Was ein Stadtstaat damit erreichen wollte, war unklar. Denn natürlich erklärte die Maya-Kaiserin ihm umgehend den Krieg, und Arawaken, Irokesen, Commanchen, Caimans, Haitianer und Vinländer zogen mit.
    Zu allem Überfluss erklärten die Pueblo auch Rio de La Plata den Krieg, wo die Algonkin und Equador sofort mitzogen. Letzteres lag daran, dass sich Panama dem Schutz der Pueblo unterstellte.

    Die Sioux ehrten in dieser Zeit erstmals einen ihrer Verstorbenen als Nationalheiligen.

    Im selben Jahr wurde das Inkareich vernichtet.

    In Kuba stellte Henry Lambertz erstmals seine "Havannaer Printen" her.

    Für Vinland begann ein goldenes Zeitalter.

    Am nächsten Morgen, mit einem gewaltigen Kater und Bauchschmerzen, trat das Außenministerium im verschmutzten Palast zusammen. "Lasst uns die neue Lage rekapitulieren", meinte Pontius Pilatus und wusch sich wieder seine Hände. "Unübersichtlich", fasste ich zusammen. "Ich habe da mal was vorbereitet..."

    "In der Tat. Viele bunte Striche. Und sehr viel Rot. Was sind denn nun unsere neuen bekannten?"

    "Hier, die Maya. Das bislang mächtigste bekannte Volk in Amerika. Sie haben alleine 7 von 18 bekannten Völkern als Tributstaaten verpflichtet. Und sie mögen es nicht, wenn ein Tributstaat ausschert. Wie Pope sich mit denen und gleichzeitig den 3 Mitgliedern des Vizekönigreichs La Plata anlegen, kann, ist mir schleierhaft. Damit stehen 11 von 18 Zivilisationen gegen ihn und Panama. Zwei Stadtstaaten." "Und was bedeutet das für uns?" "Dass wir zu klein sind und auf uns acht gegen müssen", meinte ich. "Und uns am besten schnell weitere Vasallen suchen oder Land erobern, ehe Yohl auf die Idee kommt, uns zum Tributstaat zu machen."
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    1001 n. Chr.
    Der Kater dieser großen Orgie verfolgte uns noch lange - bis ins nächste Jahr. Die schlechte außenpolitische Stellung machte Pilatus und Smyth Angst, und kaum ein Treffen verging, ohne dass die beiden darüber sprachen.

    Die Neugranagier machten es uns immer noch leicht, einen Kriegsgrund zu erhalten - zugleich waren sie aber die Zivilisation, die mit uns am besten befreundet tat und als einige technisch auf einer Ebene, mit uns Wissen auszutauschen.

    "Man darf aber nicht vergessen, dass sie hinter der freundlichen Fassade immer noch gegen uns arbeiten", erinnerte uns Admiral Ito Sukeyuki III. bei einem dieser Treffen (am Morgen, als wie wieder - oder noch - nüchtern waren). "Philadelphia wurde schon wieder blockiert. Ich habe meine Flotte ausgeschickt, und das Problem gelöst - aber es hat uns Schiffe und Männer gekostet. Sie verdienen eine Abreibung für ihre Piraterie."

    "Was ist passiert?" "Ich habe 6 Katapulttriremen geschickt, die die Langschiffe im Fernkampf beharkt haben. Nach dem vorbereitenden Beschuss sollten die Navis Lusoria das Problem lösen, aber die Seeräuber haben die ganze Flotte versenkt. Danach waren nur noch 3 Schiffe und 230 Mann kampftauglich und meine Konteren haben sie erobert. Aber die erbeuteten Schiffe mit einer unerfahrenen Besatzung und Rudersklaven aus Neugranada, die nicht kuschen, sind ein Rückschritt im vergleich zu den alten Flussschiffen, die schon viel Erfahrung hatten."

    "Für den Krieg sind wir noch nicht bereit", warnte ich. "Wie ihr sehen könnt, ist das Abstand zwischen uns und Neugranada immer noch schön konstant. Und ihr Vasall, lange mit unserem Vasall gleichauf, hat sogar einen Sprung nach vorne gemacht. Wir brauchen mehr und bessere Waffen."

    Bei Wolf Hill wurden die letzten Salzvorkommen durch alte Cherokee-Küstenschiffe erschlossen.

    Hinter der Tür hörte ich ein Geräusch. Ich sah zu Pontius, der sah zu meinem Bruder, das sah auf mich. Doch Sukeyuki machte eine plötzliche Bewegung und schlug zu. Hinter eine Vorhang brach jemand mit einem leisen "Uff" zusammen.
    Mitten in New Amsterdam war ein feindlicher Spion erwischt worden - aber nach der Handkante nicht mehr in der Lage, irgend etwas auszusagen.

    1005 n. Chr.
    Nicht nur die steigende Dekadenz machte uns zu schaffen, auch die Bedrohung an den Grenzen. Barbaren - und damit meine ich nicht Neugranadier - bedrohten unser Land, ganze Bevölkerungsschichten flohen und Landstriche wurden durch die Völkerwanderung entvölkert. Das betraf ganz besonder New Amsterdam, von wo viele in ihre Heimat nach Europa zurückzogen.

    Für die Sioux unter König Spotted Tail IV. begann mit seiner Krönung dagegen ein goldenes Zeitalter.

    Die Pueblo schienen über eine besondere Pyramide zu verfügen, die ihr Staatswesen stabilisierte, denn Popé führte eine hochmoderne Räterepublik ein, dazu eine Grundherrschaft und eine Eignungsprüfung für Staatsdiener.
    In Vinland wurde die Demarchie eingeführt, ein Wahlverfahren, bei dem der Jarl vom Thing durch das Los bestimmt wurde.

    Neuspanien konnte noch immer etwas von uns lernen. Unsere Mathematiker brachten ihnen das Dezimalsystem, dafür vollendeten sie das, was uns beim Brückenbau noch fehlte und gaben 50000 Dublonen dazu.


    Wegen der ständigen Spione regte ich an, unsere Forschungsmittel danach der Spionageabwehr zukommen zu lassen - was mein Bruder und mein Mann mit übertrugen.
    Dabei stellte ich fest, dass wir längst eigene Spione ausbilden konnten, um Wissen von Neugranada oder Kuba auch ohne deren Zustimmung zu erhalten.

    1010 n. Chr. stellte ich meine erste kleine Spionagetruppe zusammen.

    Die Piraten stellten bei Boston wieder ein Problem dar, wo 20000 Pfund gestohlen wurden.

    In Quito (Equador) kam es zu einem Feuer, bei dem das Theater der Stadt abbrannte.

    Der Brückenbau interessierte auch Kuba, und für die Entsendung unserer Ingenieure und 450000 Pfund Zuzahlung lieferte uns Kuba auch Rüstungen für unsere Pferde.

    Der größte Nachteil dabei war: Wir hatten gar keine Pferde, die wir ausrüsten konnten, und unsere Lamas waren sowieso an der Lastgrenze, weitere Rüstungen konnten sie nicht tragen. So konnten wir dann auch keine Panzerreiter ausbilden.

    Muharram Bey ging das Piratenproblem vor Boston entschlossen an. Zunächst hatte er auch dort 200 Ballisten versammelt, die das Feuer auf die Langschiffe eröffneten.
    Seine Navis Lusoria scheiterten beim Ausfall, 2 der 20 Boote wurden versenkt und 14 beschädigt, nur vier schleppten sich noch unbeschädigt zurück in den Hafen. Aber mit einem Ausfall von früher erbeuteten neugranadischen Langschiffen (bei uns als leichte Trieren eingesetzt) konnten wir die Blockade beenden und wieder 9 Langschiffe erbeuten.

    Unsere Flotte war inzwischen zumindest im Atlantik und der Michigan-See großteils von anderen gebaut worden - und entsprechend illoyal und durch neue Besatzung unerfahren.
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    1010 n. Chr.
    Der Palast, der in New Amsterdam mit der Einführung der Palastwirtschaft erbaut worden war, verfiel im Zeitalter der Völkerwanderung mehr und mehr. John Smyth wohnte lieber in seinem Haupttempel, und ich verbrachte mehr Zeit auf Gut Wakefield. Das war weniger prachtvoll, aber billiger in Schuss zu halten und lieferte immer Honig. Außerdem hielt ich hier meine privaten Orgien ab, an denen nur Frauen teilnahmen.

    Tagsüber widmeten wir uns der Politik, was immer auch hieß, die Aufrüstung gegen Neugranada voranzutreiben, ohne denen zu sagen, warum es uns ging.

    Guglielmo Embriaco X. besuchte mich - bzw. eigentlich Pontius - dort, um sich bei ihm zu beklagen. "Es scheint so, als wolle Spotted Tail uns daran erinnern, dass wir auch gegen ihn noch einen Kriegsgrund haben. Seine Langschiffe haben eine Flotte Erkundungsboote angegriffen und die Hälfte von ihnen - 20 alte grönländische Seeräuberboote - versenkt. Natürlich haben wir keine Beweis, dass es Sioux waren, nur einen hinreichend starken Verdacht. Die Boote sollten eigentlich zur weiteren Erkundung der Sioux-Küste nach Nekwasi verlegt werden."

    "Und was sollen wir tun?" "Nun, wir müssen noch stärker aufrüsten, denn die Sioux sind noch stärker als die Neugranadier, und wir brauchen zusätzlich noch eine Flotte, um überzusetzen. Eigentlich ist es aussichtslos derzeit. Wir haben ja nicht einmal genügend Schiffe, um die Langschiffe vor unserer Küste zu zerlegen."

    1015 n. Chr. kamen Gesandte der Irokesen und der Vinländer zu uns und forderten beide das gleiche: Dass wir sie im Krieg gegen die Pueblo unterstützten. Ich weiß nicht, was sie mehr verärgerte - unsere Ablehnung oder die Bemerkung von Smyth: "Soll das heißen, die Maya-Föderation ist zu schwach, um ohne unsere Hilfe zwei verbündete Stadtstaaten zu zerlegen? Nein, das ist nicht unser Krieg."

    In Panama waren zusätzlich zu der bisherigen Bedrohung noch Barbaren gelandet, deren Camp Dávila gerne loswerden würde und wozu er um Hilfe bat, was auch ohne Kriegseintritt möglich wäre, ihm aber den Rücken freihalten würde.
    Im Allgemeinen endete für die Barbaren damit ein goldenes Zeitalter.

    In Jamestown wurde Ibn Battuta, ein Entdecker und ziviler Seefahrer, bekannt.

    Battuta zog von dort weiter nach Wolf Hill, um über die Michigansee zu segeln und dort die sicheren Seewege für Neuengland zu erkunden. Das immerhin bedeutete, dass wir mehr Handelswege betrieben und die Forschung um 1/5 (von 25% auf 30% der Einnahmen) erhöhen konnten.

    1020 n. Chr. fiel der General Gustav Wasa I. im Kampf - vermutlich ein Pueblo, denn in diesem Jahr eroberten Maya-Truppen zahlreiche Wunder: Mahabodhi, die Felsenstadt Petra, den großen Leuchtturm, den Koloss, die Mauern von Babylon, die Buddhastatuen von Bamiyan und den Artemis-Tempel - mutmaßlich alle in einer Stadt.
    In einer anderen Stadt wurde der Aachener Krönungsdom fertiggestellt.

    1025 n. Chr. führte Rodríguez de Fonseca die Ratsherrschaft in Neuspanien ein. Zugleich rechtfertigte er das bisherige Königtum neuerdings mit Hilfe von Kriegerkönigen, das heißt, derjenige war König, der das grüßte Heer hatte. Er führte ein drakonisches Strafrecht, eine Ständeordnung, eine zentralistische Palastwirtschaft und den Pazifismus ein. Als höchster Wert des Landes galt dagegen Wissen.

    1030 n. Chr. schrieb Machiavelli sein Werk über die fortschrittlichsten Zivilisationen Amerikas - das waren zunächst die Maya und Pueblo, dann deren Tributstaaten (Arawak, Haiti und Commanche). Dann erst kam La Plata, Panama und schließlich wieder ein Tributstaat der Maya, die Cayman-Inseln. Neuengland tauchte in der Auflistung gar nicht auf.

    Im selben Jahr traf eine weitere Delegation bei uns ein: Eine sprachlose Frau, die von ihrem Begleiter als Atotozli, Herrscherin des Aztekenreichs, vorgestellt wurde. Er selbst war Wooden Rogers, Gouverneur der Bahamas und ihr treuster Diener.

    Beide waren erfreut, uns kennenzulernen, obwohl wir auch für sie rückschrittliche Barbaren waren. Aber sie öffneten ihre Grenzen für den Handel.

    Im selben Jahr entwickelte ich neue Methoden der Kryptografie. Das wiederum erlaubte es, Nachrichten geheimer und schneller zu transportieren und ein neues Grenzsystem, den Limes, einzurichten.


    Auf Neugranada baute Henry Nestlé sein ein größeres Plantagenimperium aus, das zu einem beherrschenden Lebensmittelunternehmen werden sollte.
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  14. #89
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    1031 n. Chr.
    Gunnbjørn V. war ein wertvoller Verbündeter - und offenbar ein guter Verhandlungspartner, denn seine Grönländer hatten eine eigene Literatur und neue Piratentaktiken gelernt, die sie nicht selbst entwickelt hatten. Also hatten sie dieses Wissen irgendwo erkauft. Und so, wie wir es machten, kauften sie nun neues Wissen dafür - von uns. Wir verbreiteten das Dezimalsystem unter ihren Händlern und Mathematikern und brachten sie dazu, Gunnbjørn wie einen Halbgott zu verehren, indem wir dort einen ähnlichen Herrscherkult installierten. Außerdem lieferten wir Pferderüstungen und Kriegsmaschinen, um dieses Wissen zu erhalten.

    Das erlaubte, neben dem Schreiben des Helden- und des Nationalepos, auch die Ausbildung von stärkeren Piratenlangschiffen und eine neue Generation Flussschiffe, die Langboote.

    Ein weiterer Verhandlungspartner für uns war Neugranada. Auch, wenn wir nach Krieg mit ihnen strebten, behandelten sie uns wie beste Freunde - und lieferten uns sogar Kettenrüstungen, wofür ich sie allerdings in die Geheimnisse unserer Kryptografie einweisen musste.

    Die Kettenrüstungen würden langfristig viele alte Einheiten ersetzen, im Moment waren vor allem Schwertkämpfer betroffen. Statt des Kurzschwerts mit Bronzerüstung galten bald Spatha bzw. sogar das Wikingerschwert und die Kettenrüstung als Standard für neue Schwertkampftruppen - genau die Truppen, die ausgehoben wurden, um die Städte Neugranadas zu erstürmen.

    1035 n. Chr. versuchte Yohl Ik’nal II., uns für ihren Krieg gegen Panama zu gewinnen. Wieder lehnten wir einen Beitrag ab - Panama war viel zu weit weg, wir hatten keine Flotte und nichts zu gewinnen, und Yohl Ik’nal hatte das größte Reich Amerikas, da würde sie wohl zwei Stadtstaaten besiegen können. Dennoch, dass wir ihnen nicht den Krieg erklärten und damit die Unterstützung entzogen nahm die Maya-Kaiserin uns übel.

    Bei Enriquillos Arawak galt Tapferkeit inzwischen als höchster anzustrebender Wert.

    Atotozli von den Azteken führte statt der Sklaverei eine gesellschaftliche Arbeitsteilung ein.

    Popé von den Pueblos bat darum, eine Prinzessin für seinen Prinzen zu erhalten - aber wer würde schon eine seiner Töchter in ein Land schicken, das dem Untergang geweiht war?

    Auch Grönland wurde nun von einer Völkerwanderung heimgesucht.

    Gunnbjørn hatte in unserem Auftrag eine neue Form der Machtaufteilung entwickelt: Die Oligarchie, bei der eine Clique von (meist Adeligen) die Geschicke des Landes lenkte, statt nur eine Herrschers. Und Pontius Pilatus sowie andere, die jetzt schon wichtige Posten unter Smyth hatten, waren an diesem Wissen interessiert. So erlaubte Pontius mir, unserem Vasallen nicht nur Hufeisen zu schenken (die sollten angeblich Glück bringen, auch wenn man keine Pferde hatte), sondern auch eine Einweisung in unsere Kryptografie zu geben.

    Die Oligarchie erlaubte es, ein Triumvirat für die Regierung zu bilden (was wir aber ließen - John Smyth VIII., mein Neffe, bestand darauf, die Priesterschaft beizubehalten), und andererseits ein geregeltes Rechtssytem einzuführen, das deutlich schärfer war als das bisherige Faustrecht der Barbarei. Mit dem Ende der Barbarei sollten auch die Orgien etwas eingedämmt werden.
    Wir in Neuengland waren uns da weitgehend einig, das Problem war der König Sven Gabelbart XXVIII. von Dänemark und England, für den das Recht auf Besäufnisse, Küstenüberfälle und eine weitgehende Rechtslosigkeit aller Bürger ein hohes Gut war. Aus diesem Grund unterstützten wir eine Loslösung Englands von Dänemark unter einem König, der sich vor allem als Britisch (und der hieß: Keltisch-Britisch) verstand: Arthus.
    Natürlich war Sven Gabelbart darüber nicht glücklich, da er nicht nur England und Neuengland, sondern auch Neudänemark bzw. Grönland aufgeben musste. Es kam zu einem Bürgerkrieg, der fast 5 Jahre dauerte.
    Das neue Strafrecht war scharf, ein drakonisches Recht, das auch viele von uns Revolutionären auf den Richtblock brachte - aber nur so konnten Korruption, Dekadenz und Verschwendung eingedämmt werden. Das Defizit der Kolonie halbierte sich immerhin von 890000 Pfund auf 400000 Pfund. Auch war Arthus derjenige, der ein Ende des niederländischen Namens für unsere Hauptstadt verlangte und, da es New London schon gab, New York vorschlug.

    Während der Phase des Umsturzes wurde Nekwasi von Langschiffen bedroht. Guglielmo Embriaco glaubte, dass es wieder Sioux waren. Die Seeschlacht von Nekwasi (1035 n. Chr) erwies sich als sehr verlustreich.

    Neuengland: Guglielmo Embriaco
    200 Ballisten, 20 Navis Lusoria (20 versenkt, 1000 Tote), 10 leichte Trieren (neugranadische Langschiffe, 10 versenkt, 1000 Tote), 10 Biremen
    Total: 4000 Mann (2000 Tote), 200 Belagerungswaffen, 40 Schiffe (30 versenkt)

    Piraten: lokaler Piratenkapitän
    10 Langschiffe (10 gekapert, 1000 Gefangene)


    Zwar hatte Guglielmo inzwischen Ballisten aufgestellt, aber trotz deren Vorarbeit konnten die Langschiffe eine Flottille von 20 Navis Lusoria abwehren - die Flucht, auf die die Schiffe gesetzt hatten, gelang ihnen nicht. Danach waren noch 6 Langschiffe einsatzbereit, gegen die wir 10 neugranadische Langschiffe schickten, was einem Opfer gleichkam. Immerhin bewirkte dieses Opfer, dass eine Flottille Biremen die Langschiffe danach ohne weitere Verluste kapern konnten.
    Die Gefangenen stellten sich dabei als Azteken heraus, nicht als Sioux. Damit hatten wir auch gegen dieses Volk einen Kriegsgrund erhalten.

    1040 n. Chr.
    Die Irokesen führten als eines der ersten Völker steinerne Zinnen zur Verteidigung ihrer Burgen ein.

    Zur besseren Fleisch- und Fellversorgung kauften wir von Neugranada einen Überschuss an Kaninchen gegen wichtiges Salz - und erhielten 15000 Dublonen je 5 Jahre als Dreingabe.

    Quanna Parker II, Häuptling der Commanche, war gerade dabei, uns zu erklären, was er von uns verlangte - nämlich, dass wir seinen Krieg gegen die Pueblo unterstützte. Das war seit Jahren das einzige, was das Mayareich verlangte.
    In dem Moment brach draußen ein Tumult los. Und dann stürmten sie herein: Dänische Barbaren, dutzende, hunderte. "Hiermit erklären wir die Herrschaft der Kelten für beendet! Ab heute stehen wieder Orgien auf dem Programm!" rief ihr Anführer. Ich glaube, es war Grönländer, denn in Grönland breitete sich nun auch spätantike Dekadenz aus. Auch war Gunnbjørn dieses Jahr ausgesprochen zickig, er wollte uns keinen Preis für sein Wissen über Geometrie nennen (wir hätte Gymnastik und bis zu 2000000 Pfund bieten können), und wollte uns auch kein Geschenk machen, obwohl wir doch auch schon einmal unser Wissen geteilt hatten.
    Aus dem Fenster sah ich, dass im Nordwesten der Stadt, westlich des Hudson River, eine Gemeinde brannte. "Ah, ja?" meinte John Smyth. "Und ihr glaubt, das lasse ich, John Smyth, Statthalter von Neuengland von König Arthus Gnaden, mit bieten?" "Wir fragen nicht. Wir brennen den Palast nieder, schänden deine Tante und dann gibt es wieder eine Orgie. Neuengland muss dänisch bleiben!" Allerdings hatten sie da die Rechnung ohne Erwin Römmel gemacht, der immer noch Statthalter von Neuholland war. Während das Vorauskommando der Dänen sich mit sinnlosen Diskussionen mit Smyth die Zeit vertrieb und mich bedrohte - was aussichtslos war, denn Smyth war der bessere Redner - überquerte Römmel mit den Prodromoi der Leibgarde Peter Minuits den Fluss - und konnte dank der Brücken sofort angreifen. Ballisten beschossen die Rebellen. Die Plünderer in der brennenden Gemeinde im Nordwesten wurden von ihnen erschlagen, und die Vorhut-Reiter kehrte ohne Verluste zurück. Damit konnten größerer Schäden in der Stadt abgewendet werden. Der Sprecher der Dänen floh zwar mit seinen Leuten, wurde aber von Axtkämpfer der "Operation Iglu" eingeholt und gefangen genommen. Bei ihm wurden 50000 Kronen sichergestellt, und die letzte Orgie, an der er teilnahm, war seine Opferung auf den Altären der Stadt.

    Doch noch waren die Dänen nicht besiegt, 1000 Schwertkämpfer standen noch im Wald nördlich der Stadt, wo sie außer der Straße aber nichts plündern konnten. Und doch, für die Unabhängigkeit Englands von Dänemark musste auch dieses Hindernis beseitigt werden.
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  15. #90
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    1041 n. Chr.
    In diesem Jahr kam Popé von den Pueblo, um um Unterstützung gegen Haiti zu bitten - was natürlich bedeutete gegen das ganze Maya-Reich. Nun war diese Anfrage sehr viel berechtigter als die Bitte der Maya-Tributstaaten, sie zu unterstützen, denn Pueblo-Panama dürfte tatsächlich seine liebe Not mit ihrem übermächtigen Gegner haben. Nur stellte sich die Frage, warum sie dann diesen Krieg vom Zaun gebrochen hatten. Da das aber nicht unser Krieg war lehnten wir ab. Gegen das Maya-Reich hätten auch wir keine Chance.
    Panamas Regierung konnte den Krieg nicht mehr wirklich rechtfertigen. Pedro Arias Dávila V. musste zurücktreten. Neuer Herrscher wurde Manuel Noriega - der durch das Losverfahren bestimmt wurde, da Panama die Demarchie als Wahlsystem einführte. Er führte eine Ständeordnung und eine zentralistische Palastwirtschaft ein. Außerdem verkündete er den Pazifismus - was ihm aber niemand abnahm.

    Für die Sioux endete ein goldenes Zeitalter.

    Römmel erledigte nun auch das dänische Problem für uns. Die Ballisten beschossen den Wald mit den Schwertkämpfern darin. Daraufhin konnten die Prodromoi sie festnehmen.

    Es gab einen triumphalen Einzug der Reiter mit ihren Gefangenen. Mehrere Häuptlinge wurden zu den Opferpyramiden gebracht, die meisten Krieger aber behielten ihr Leben. Sie sollten erst als Sklaven in irgendwelche Steinbrüche geschickt werden - doch später kam man auf die Idee, sie anders zu verwenden, nämlich als das, was sie gut konnten: Mit dem Schwert auf andere einschlagen, oder in diesem Fall aufeinander. Sie sollten die ersten Kriegsgefangenen sein, die eine Gladiatorenschule errichteten.

    1050 n. Chr.
    Bei den Sioux starb Spotted Tail, kurz nach dem Ende seines Goldenen Zeitalters, und der Kriegerkönig He Dog gelangte an die Macht. Das war natürlich ungünstig, etwas früher hätte er noch das goldene Zeitalter für den Machtwechsel ausnutzen können. He Dog änderte das Erbrecht, so dass immer Kriegshäuptlinge zum König gemacht wurden.

    Unser Admiral Ito Sukeyuki VI. brachte von seiner Ausbildung einen Landsmann mit, Arai Ikunosuke. Da Neuengland gerade keinen weiteren Admiral einstellen wollte, erhielt er eine Empfehlung, sich bei Gunnbjørn in Grönland vorzustellen - und wurde dort auch zum neuen Admiral. Allerdings nicht unter Gunnbjørn, der gerade verstorben war.
    Neuer Herrscher war Herjólfr, der nun auch den Bruch mit Dänemark endgültig machte und sich nur noch als Vasall Neuenglands sah. Er führte ebenfalls ein drakonisches Strafrecht ein, stellte ein Söldnerheer auf und schwor uns die Treue.

    1055 n. Chr. endete in Vinland ein goldenes Zeitalter.

    Ich traf die schöne Spanierin in Boston. Sie kam geradewegs aus Cartagena das Indias. "Herrin", flüsterte sie. "Wir sind bereit." "Auch wenn es euch euer Leben kosten könnte?" "Das würde es vielleicht, wenn ich noch einmal zurückkehren würde. Aber ich bin hier. Und ich habe etwas..." Sie schnürte ihre Bluse auf und zog etwas heraus - einen Bogen Pergament. "5 von 6 unserer Teammitglieder hatten das Gefühl, dass wir es schaffen. Natürlich habe ich etwas investiert - Gasthaus, Einbruchswerkzeuge, Bestechung, und natürlich ein paar persönliche Unannehmlichkeiten..." Das Pergament war eine Rechnung an mich: 28650000 Pfund hatte sie ausgelegt. "Und, hat es sich gelohnt?" fragte ich. Die beugte sich vor und erlaubte mir, ein zweites Pergament, das sich zwischen ihren Brüsten befand, herauszuziehen.

    "Neugranadische Schiffbaupläne", stellte ich fest. Sie nickte. "Das hier... ist eine Knorr. Ein Handelsschiff, viel seetüchtiger als eine Bireme. Das ist eine Pamphile, schnell wie eine Liburne, aber stärker bewaffnet. Mit diesen Schiffen können wir endlich richtige Seefahrt betreiben." Es war der Aufbruch in ein neues Zeitalter - das frühste Mittelalter, das auch als dunkles Zeitalter bezeichnet wurde.
    Ihr Gesicht verdüsterte sich etwas. "Bevor wir zum angenehmen Teil des Abends kommen..." Damit meinte sie den Moment, wo sie die Münzen zahlen konnte, die ich ihr - symbolisch - in den Ausschnitt steckte, alles wäre zu viel. "Da ist noch etwas..." Sie zog noch eine Rechnung hervor. 30560000 Pfund - für das zweite Team aus Guam. "Sie hatten ebenfalls eine Chance von 5 / 6. Aber sie waren weniger glücklich. Die Kosten müssen wir trotzdem bezahlen." Ich war nur froh, dass ich das nicht aus dem allgemeinen Haushalt zahlen musste, sondern durch Mittel, die lange schon in Neugranada eingesetzt waren. "Zwei Versuche, ein Misserfolg - das klingt eher nach 50% als nach 84%." "Es war kein Misserfolg", rechtfertigte sie sich. "Sie haben mir etwas mitgegeben. Einer von ihnen, ehe er verblutete. Aber ja, sie sind von den Stadtwachen Guams aufgeschlitzt worden. Vielleicht haben sie sogar gesagt, dass wir für Neuengland da sind. Aber wir haben immerhin den Aufbau ihrer wattierten Rüstungen verstanden."

    Sie reichte mir ein weitere Stück Pergament, dazu eine Probe der Rüstung. "Habt Ihr heute Abend schon etwas vor?" fragte ich, während ich weitere Münzen abzählte. "Klar - und zwar nicht mit Euch." Zu schade.

    Die neue Rüstung erlaubte uns immerhin, Römmels Schleuderer - die aus irgend einem Grund keine Pilumschleuderer werden wollten - neu auszustatten. Wir wählten dabei die Ausstattung mit Wurfäxten anstelle der schweren Speere.

    1060 n. Chr.
    Ein trauriger Anlass führte zu einer Wende in Neuengland: Hochwürden John Smyth IX. starb. Sein Begräbnis war jedoch von Bedeutung: Er wurde nicht im Tal der Könige beigesetzt, sondern in Philadelphia, wo eine Armee aus tönernen Kriegern sein Mausoleum bewachen sollte. Das Begräbnis war noch einmal ein Ausdruck der Verschwendung und Dekadenz seines Zeit - und wirkte wie eine Inspiration. mit Smyth Tod begann ein goldenes Zeitalter. Sogar König Arthus kam, um von seinem langjährigen Gouverneur Abschied zu nehmen.
    Allerdings bestimmte er, dass ihm kein weiterer Smyth auf den Thron folgte. Petrus XVI. wurde statt dessen neuer Gouverneur. Er konnte besser Maß halten als die Sippe Smyth, und brachte damit das Land weiter nach vorne als die Sünder vor ihm.
    Mit ihm einher ging allerdings eine Bewegung, die aus der bisherigen Oppulenz eine neue Form der Verachtung für alles Schöne und angenehme machte (was dann auch die Bezeichnung "Dunkles Zeitalter" für dieses Zeitalter erklärte, das die Gläubigen als "Goldenes Zeitalter" bezeichneten): Die Puritaner, die die bisherige Lebensweise in der Kolonie ablehnten. Sie waren es, die die Theater in allen Städten schlossen und verbrannten und diejenigen anschwärzten, die noch Orgien feierten. Damit einher ging aber auch ein Zeitalter von Dummheit und Ignoranz.

    Manuel Noriegas Regime endete, als Yohl Ik'anal III. in Panamas letzter Stadt einmarschierte und die Zeusstatue dort publikumswirksam eroberte und ihr Publikumswirksam den Kopf des Diktators zu Füßen legte, den sie eigenhändig enthauptete. Damit verband sie eine Drohung an Popé und alle, die sich ihr widersetzten.

    Sebastián de Belalcázar IV. von Equador starb. Gonzalo Pizarro wurde neuer Vizekönig, er führte die Ständeordnung als Rechtssystem ein.

    Touissant L'Ouverture III. von Haiti führte auf seinem Gebiet das Repartimento-System der Grundherrschaft ein.

    Die Puritaner waren nicht eben meine Freunde, hatte ich doch in meiner Jugend stets Freude an ausschweifenden Orgien gehabt. Trotzdem gehörte ich zu jenen, die sie nicht beseitigten - wohl auch, weil ich nicht mehr lange zu leben hatte.
    Ich pflegte noch gute Kontakte zu Herjólfr, der sich sehr für die Beute meiner Spione interessierte. Für die Lieferung ausgebildeter Seefahrer und wattierter Rüstungen brachte er uns einige Mathematiker, die unsere Mathematiker in der Kunst der Geometrie unterrichteten.

    Das erlaubte Konstruktion kleiner, tragbarer Bolzenschleudern. Unsere Baumeister entwickelten auf diese Basis die Möglichkeit, Flussstädte mit Wassergräben zusätzlich zu sichern. Die Waffenschmiede stellten sich vor, eines Tages auch größere Katapulte konstruieren zu können - so groß wie die bisherigen Steinschleudern, aber wirksamer.

    Auch die Azteken kannten die Seefahrt noch nicht und gaben unseren Seefahrern beim Besuch eine interessante Konstruktion mit: Schlaufen, die man an einen Sattel befestigen konnte, um im Kampf sicherer zu sitzen. Uns die gaben uns noch 170000 aztekische Goldmünzen mit, groß wie Dublonen.

    Die nützten vor allem unserer Kamelreitern. Die Lamas waren inzwischen kräftiger gezüchtet worden, so dass wir damit nicht nur leichte Prodomoi und Streitwagen, sondern echte Kameltruppen ausbilden konnten, sowohl für den Kampf mit dem Speer wie auch für den Fernkampf mit dem Bogen.
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