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Thema: Kathys Mod: Die vereinigten Staaten von Amerika

  1. #121
    Moderator Avatar von Kathy
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    1411 n. Chr.
    Ich stand am Hafen und wartete auf die Schiffe, die uns mit dem Nötigsten versorgten. Luxusgüter für die Bevölkerung kamen durch den kolumbianische Kontrolle des Umlandes nicht hier an, nur selten schickte Alfred Ritter den Kommandanten ein Päckchen. Aber die Schiffe brachten Nachschub für die Truppen, im Moment vor allem Korn, aber bald würden auch neue Pfeile, Reparaturmaterial, Rekruten und Lamas gebraucht werden. Für mich war das Wichtigste allerdings: Informationen.
    "Wie sieht es in der Heimat aus?" fragte ich einen der Kapitäne. "Schlecht. Die Shawmut-Halbinsel wurde von einem Wirbelsturm getroffen und eine ganze Gemeinde ausgelöscht. Es scheint, als wollte Quetzcoatl unseren Verrat an unseren Nahuatl-Brüdern bestrafen. Man hat angefangen, dort wieder Menschen zu opfern." "Und in anderen Ländern?" "Der Evangelist Markus hat in La Plata die Imam-Ali-Schreinmoschee eingeweiht. In Neuportugal stellt John Stuart Mill seine eigenen Wirtschaftstheorien auf. Aber man sieht, was man davon hat: Neuportugal wird nun auch von spätantiker Dekadenz erschüttert. Jaureybo III. von den Kariben tritt neuerdings als Kunstmäzen auf. Die Absarokee haben einen Versorgungsengpass und wünschen sich eine Handelsmission. Und Sibille von Jerusalem hat wieder einen Neuen - ich meine einen neuen Spieler in ihrem Gefolge. Diesmal einen, der das Maya-Ballspiel beherrscht. Toni Turek, der Fußballgott, nennen sie ihn. Heinrich Tudor ist, sehr zum Verdruss von unserem König Richard, zu einem neuen Glauben übergetreten, dem anglikanischen Christentum, das mit ihm in Aztecia Einzug erhalten hat. Seine Heiligtümer ziehen nun Pilger aus allen Ländern an, unter anderem Otto und Dr. Paul Fromm, zwei Marmeladenhersteller aus Schwartau."

    Ein weiterer Kapitän berichtete, dass Pilatus den Gartenbau für 200000 Escudos auch zu den Mormonen gebracht hatte. Die Araukaner mussten 40000 Eagle für die Verbreitung der Epostikratie in ihrem Stamm zahlen.

    Danach wurden die Berichte beunruhigender - auch für unsere Versorgung. Muharram Bey hatte die Koggen gestellt, die unsere Seeräuber aufgebracht hatten.

    Doch die Schlacht bei der Zuckerinsel verlief nicht wie erhofft. Natürlich wehrten die Koggen die ersten 10 leichten Triremen (neugranadische Langschiffe) ab, das war erwartet, diese sollten nur zur Ablenkung angreifen. Aber die Schwächung war nicht stark genug, die Koggen konnten auch 10 Knorren versenken, die als nächstes Angriffen. Erst danach konnten die Navis Lusoria der Atlantikflotte sie entern. Die Koggen selbst waren eine wertvolle Beute, die zu einer Handelsmission nach Grönland geschickt werden sollten.

    "Geh ins Haus", befahl mir Buddenbrock unvermittelt. "Warum?" "Es gibt gleich Kämpfe." Das war lächerlich, denn die Kämpfe fanden vor der Stadt und mit Nahkampfwaffen statt, ich konnte gar nicht von einem Querschläger getroffen werden. Buddenbrock machte mit der berittenen Infanterie einen Ausfall, um die großkolumbianischen Hellebardiere vor der Stadt zu verhaften. Er konnte sie nicht in die Stadt führen, also blieben sie draußen - als Köder für weitere Angreifer.

    Die Reiterei hätte auch weiter westlich noch Ballisten zerstören können, aber dann stünde sie schutzlos und verloren auf dem Feld, und das war nicht wünschenswert.

    Weitaus bedeutsamer und für den Kriegsverlauf entscheidender war jedoch die Schlacht, die diesen Sommer anstand: Die Schlacht von Medellin. Magnus Barefoot wollte Arturo Prat keine Gelegenheit zur Verstärkung geben, sondern statt einer langwierigen Belagerung sofort angreifen.

    Neuengland: Magnus Barefoot
    weitere beteiligte Offiziere: Römmel
    1 Spionageteam, 1000 Indio-Rebellen, 10 gedeckte Belagerungstürme, 20 Belagerungstürme (1 zerstört, 10 beschädigt, 100 Tote, 1000 Verletzte), 100 gedeckte Rammen (10 beschädigt, 100 Verletzte), 400 schwere Katapulte (210 zerstört: 2. Neugranada-Armee, Garde Gouverneur See-Ath, 90 beschädigt, 2100 Tote, 900 Verletzte), 600 Mangonelle (60 zerstört, 540 beschädigt, 300 Tote, 2700 Verletzte), 800 Katapulte (200 zerstört: 1. Neugranada-Armee, 220 beschädigt, 1000 Tote, 1100 Verletzte), 400 Ballisten (100 beschädigt, 500 Verletzte), 5000 Rammenträger (2000 Tote: 1. Neugranada-Armee, Nahuatl-Anhänger, 900 Verletzte, 500 von 1250 Rammen zerstört, 225 beschädigt), 6000 Schwertkämpfer (1100 Tote: 1. Neunavarra-Armee, 2000 Verletzte), 1000 Hellebardiere (500 Verletzte), 1000 Axtwerfer, 4000 Langschwertkämpfer (200 Verletzte), 7000 Kurzschwertkämpfer (500 Verletzte), 3000 Föderaten (100 Tote, 900 Verletzte), 1000 Speerkämpfer, 1000 Kampfhunde (200 Verletzte), 100 Hundeführer (20 Verletzte), 1000 berittene Infanteristen (1000 Tote: 1. Neunavarra-Armee), 1000 Bolzenschleudern, 1000 Kamelbogenschützen (100 Tote, 900 Verletzte), 1000 Kamelreiter (100 Tote, 900 Verletzte)
    Total: 50100 Mann (7900 Tote, 13120 Verletzte), 4580 Belagerungswaffen (971 zerstört, 1205 beschädigt), 1000 Hunde (200 verletzte), 3000 Kamele (1200 Tote, 1800 Verletzte), Tiere insgesamt: 4000 (1200 Tote, 2000 Verletzte)

    Großkolumbien: Arturo Prat (geflohen nach Manizales)
    Garnison: 100 schwere Katapulte (100 zerstört, 1000 Tote), 2000 Hellebardiere (2000 Tote), 1000 Kriegersklaven (1000 Tote), 1000 Axtwerfer (1000 Tote), 1000 Ritter (1000 Tote), 1000 Langschwertkämpfer (1000 Tote), 5000 schwere Bogenschützen (5000 Tote), 200 Mangonelle (200 zerstört, 1000 Tote), 3000 berittene Infanteristen (3000 Tote), 1000 Schildträger (1000 Tote), 1000 Schildknappen (1000 Tote), 1000 Elefantenbogenschützen (1000 Tote, 500 Elefanten getötet), 500 Kriegselefanten (500 getötet, 1000 Tote Reiter), 1000 berittene Kompositbogenschützen (1000 Tote, 1000 Pferde erbeutet)
    Bauernmiliz: 2000 Bogenschützen (1000 Tote, 500 Verletzte), 3000 Hellebardiere (1000 Tote, 2000 Gefangene)
    Total: 26000 Mann (23000 Tote, 2000 Gefangene, 500 Verletzte), 300 Katapulte (300 zerstört), 1000 Elefanten, 5000 Pferde, Tiere insgesamt: 6000 (5000 Tote, 1000 Pferde erbeutet)

    In Bogota wie auch in Medellin hatte meine Großmutter Spione eingeschleust. Während der Spion in Bogota aber noch abwartete, erhielt der von Medellin - Nachkomme der Spione, die schon Guamo und Cartagena das Indias für uns geöffnet hatte - nun sein Zeichen, und unterdrückte Indios und Basken gingen auf die Barrikaden und warfen Arturo Prat aus seinem Gouverneurssitz. Der Admiral fühlte sich bei seiner Flotte sicherer - auch wenn es keine Kriegsschiffe im Hafen hatte - und verschanzte sich auf einem Handelsschiff, von wo aus der das Kommando leitete.

    So konnte es sich Barefoot ersparen, die Mauern zu zerstören, und direkt angreifen. Seine gedeckten Belagerungstürme vertrieben die schweren Bogenschützen unter Verlusten (auf kolumbianischer Seite) von einem Mauerabschitt. Die gedeckten Rammen konnten die Elefantenställe zum Einsturz bringen und damit die Elefantenbogenschützen empfindlich schwächen. Die weiteren schweren Bogenschützen wurden von den schweren Katapulten beschossen - hier verliefen die Kämpfe nicht ganz glücklich, trotz guter Chancen wurde die Hälfte der schweren Katapulte zerstört und ein Viertel beschädigt. Doch es erfüllte seinen Zweck, die Hauptverteidiger waren von den Mauern vertrieben worden. Allerdings formierten sie sich bald neu, und so mussten die Mangonelle gegen die letzten Bogenschützen und die Ritter einige Verluste einstecken, alle Einheiten waren danach reparaturbedürftig.
    Ehe weitere Belagerungswaffen zum Einsatz kommen konnten mussten zunächst die schweren Katapulte mit ihrem Vorteil gegen Belagerungswaffen weg. Also griffen Schwertkämpfer deren Stellungen an. Weitere Schwertkämpfer fielen gegen die Schildknappen, andere konnten Hellebardiere und Kriegersklaven besiegen, ehe sie sich zurückzogen und den schwächeren, älteren Katapulten das Feld überließen. Die griffen die Kriegselefanten und die von der berittenen Infanterie gehaltenen Stellungen an, verloren aber auch eine Batterie gegen die berittenen Kompositbogenschützen. Die älteren Belagerungstürme schickten einen Pfeilhagen auf die Mangonellen - wobei 9 von ihnen durch die Steine beschädigt und einer vollkommen zerstört wurde - und die Schildträger. Danach konnten die Ballisten die Reiterschützen und die berittene Infanterie schwächen. Leichte getragene Rammen zerstörten einige Barrikaden, die Hellebardiere schützen, aber ein Rammentrupp wurde von den Langschwertkämpfern abgewehrt. Keiner dieser Angriffe war ein Opferangriff gewesen, aber bei einer solchen Masse an Feinden waren andererseits Verluste anzunehmen gewesen.
    Die Verteidiger waren nun schon so geschwächt, dass Magnus Barefoot mit seinen Hellebardieren vorrückte und einen Trupp Axtwerfer zerschlagen konnte. Die Ritter und Langschwertkämpfer wurden von unseren Schwertkämpfern besiegt, unsere Langschwertkämpfer konzentrierten sich auf 4 der angeschlagenen Truppe schwerer Bogenschützen, die Kurzschwertkämpfer konnten die Mangonelle, Schildträger, einige berittene Infanteristen und die Elefantenbogenschützen zernichten. Nur noch 7000 meist verwundete Verteidiger blieben, die Schlacht war im Grunde genommen gewonnen, aber Barefoot wollte niemanden abziehen lassen und bot keine Kapitulation an. Die Armee sollte hier zerschlagen werden.
    Zu diesem Zeitpunkt lichtete Arturo Prat wohl den Anker, bleib aber noch im Hafen, um auf Zuruf zu kommandieren - der genügte auch bald, denn die Innenstadt war der letzte Bereich, den die Verteidiger noch hielten. Römmels Axtwerfer erledigten die letzten schweren Bogenschützen, Föderaten einen Trupp Schildknappen, Kurzschwertkämpfer weitere Hellebardiere und die Kriegselefanten. Damit gab der Admiral die Schlacht verloren und setzte Segel. Seine Soldaten kämpfen weiter, doch die Kurzschwertkämpfer und Limetai besiegten die letzte berittene Infanterie. Die berittenen Kompositbogenschützen wurden von Speerkämpfern der Quäker besiegt, die so erste Kampferfahrung sammelten und 1000 Pferde erbeuteten.

    Einige wenige Soldaten gerieten in Gefangenschaft. Sie beschimpften uns, wie unritterlich die Neuengländer kämpften, und erklärten uns so mehr oder weniger zwischen den Zeilen das Rittertum von Großkolumbien. Einige Generäle forderten dann auch gleich, Tapferkeit als obersten Wert zu deklarieren, was aber abgelehnt wurde - Nathan war Wissen immer noch wichtiger. Ritter konnten wir ohne Pferde nicht aufstellen, dafür waren die Lamas zu schwach - zum Transport abgesessener Ritter dagegen wären sie wohl geeignet, es mangelte aber noch an Kenntnissen im Rüstungsbau dafür.
    Mit Medellin fiel nicht nur der Rest der Halbinsel von Cartagena das Indias in unsere Hand, sondern auch gleich ein Teil des Umlands der Stadt, wodurch sich unsere Armee sofort in einem von uns kontrollierten Gebiet befand. Damit sank auch das Unterhalt, selbst wenn die Schiffe für den Nachschub nicht in der Stadt, sondern an der Nordküste des Golfs von Guamo anlegen konnten. Zusammen mit 457000 Dublonen, die erbeutet wurden, bedeutete dies, dass wir uns einen weiteren Krieg erlauben konnten - auch wenn Belagerungswaffen neugebaut werden musste, da diese die Hauptverluste in dieser Schlacht getragen hatten.
    Die Eroberung von Medellin war allerdings noch nicht komplett. Die Bewohner der Stadt und vor allem des Umlandes griffen zu ihren Waffen: Selbstgebastelte Bögen und Hellebarden - um die Besatzer zu vertrieben. Der Aufstand war nur bedingt erfolgreich, vor allem, weil sie so verstreut waren.

    So hatten sich Bogenschützen mit Steinzeitbögen in der Apfelplantage im Norden verschanzt - ein gefundenes Fressen für die alten Rammen, die dort die Tore eindrückten, bevor Kampfhunde die Häuser stürmten. Im Westen der Stadt, wo in einem Handwerksbetrieb Holz verarbeitet wurde, schossen Bolzenschleudern die Hellebardiere sturmreif. Diese ergaben sich, nachdem sie 100 Kamelbogenschützen getötet hatten. Die übrigen Kamelbogenschützen gaben ihnen Pardon, denn sie waren selbst am Ende ihrer Kräfte. In der Felswüste wurden noch 1000 Hellebardiere von Föderaten verhaftet.
    Am schwersten waren die Kämpfe im Süden der Stadt.

    Dort wehrten die Hellebardiere einen Ansturm der berittenen Infanterie ab. Die Kamelreiter hatten ebenfalls schwere Verluste, ehe sie den Hellebardenwall durchbrachen. Hier wurde kein Pardon gegeben. Hinter den Hellebardieren standen noch Bogenschützen, die mit schlechten Pfeilen mit Feuersteinspitzen auf die Neuengländer schossen. Der Versuch, sie mit einem Rammentrupp zu schwächen, endete damit, dass sie die Rammen der Nahuatl-Anhänger zerstörten. Erst ein zweiter Trupp konnte die Hälfte von ihnen verletzen. Besiegen konnten wir sie aber nicht, da dann eine Truppe als leichte Opfer draußen vor der Stadt stünde. Das waren sie nicht wert.

    Medellin selbst wurde vorerst der Piratenküste zugerechnet.
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  2. #122
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    Guamo, 1411 n. Chr.
    Auch wenn das neue Hauptquartier in Medellin lag, das sich besser versorgen ließ als Guamo (einfach, weil wir auch das Meer dazwischen kontrollierten), und das näher an Navarra lag, fand die heutige Besprechung ein letzte Mal in Buddenbrocks Haus in Guamo statt - diesmal, weil es auf halbem Weg zwischen Medellin und Cartagena das Indias lag uns so alle Generäle teilnehmen konnten.
    Ich selbst trat als Gastgeberin auf und konnte daher zu jedem Zeitpunkt alles mithören, was ich auch später Vetter Nathan berichten sollte.

    "Wir haben einen großartigen Sieg errungen", meinte Barefoot. "Nach dem Sieg in Medellin ist Arturo Prats Armee besiegt und Neunavarra steht uns offen. Manizales ist von nur 11000 Mann verteidigt, Bilbao gar nur von 10000. Leider müssen auch wir einige Truppen zurücklassen, nicht nur zur Verteidigung Medellins, sondern auch zur Reparatur der Geschütze und zur Versorgung der Verwundeten.

    Ein direkter Marsch auf der Kriegsziel Bilbao wäre möglich, aber nicht klug. Besser wäre es, erst einmal Manizales zu besetzen - zum einen ist der Aufmarsch kürzer, was bedeutet, dass Prat weniger Zeit hat, Truppen zusammenzuziehen, zum anderen würden wir bei einer Befreiung Bilbaos erst einmal eine längere Front haben und eine Stadt erbeuten, die direktem kulturellen Einfluss von allen Seiten ausgesetzt ist, weshalb wir sie dereinst verloren haben.
    Es wäre wünschenswert, in den nächsten Monaten frische Truppen nach Medellin zu schicken."
    "Alternativ könnten wir auch von Guamo aus Bogota angreifen. Das würde den nachrückenden Truppen einen kürzeren Weg bereiten, Eure Armee könnte sich komplett ausruhen und würde danach auch schneller Unterstützung erhalten. Allerdings ist Euer Urahn schon einmal vor Bogota gescheitert, unser Spion ist schon wieder verschwunden, und dort sammeln sich viele Truppen - alleine neben der Stadt stehen 8000 Mann, die uns noch Schwierigkeiten bereiten könnten", schlug Römmel vor.
    Eine Entscheidung fällten die Herren noch nicht, statt dessen sollte Barefoot erstmal seine Leute in Medellin sammeln und Buddenbrock alle Verstärkung nach Guamo geschickt bekommen, und dort jede Verstärkung abfangen, die die Kolumbianer nach Medellin schickten.

    Kolumbianische Aktionen bei Guano gab es tatsächlich, ein Trupp Langschwertkämpfer befreite dort die Kriegsgefangenen, noch während wir berieten. Das war abzusehen und nicht einmal ganz schlecht, standen so doch Truppen vor unseren Stadttoren, die sich einfach besiegen ließen. Auch bei Medellin wurden 2000 Kriegsgefangene von Hellebardieren befreit, während unter den Indios und Basken ein neuer Aufstand gegen die neuenglische, aber auch gegen die kolumbianische Besatzung erhob. Die angeschlagenen Bogenschützen dort wurden mit neuen Kompositbögen ausgestattet - statt sie erst einmal in Sicherheit abzuziehen.

    In Cartagena das Indias konnten feindliche Agenten eine politische Hochzeit arrangieren, die die Beziehungen zu einer andere Nation - mutmaßlich Kolumbien - verbessern sollte.

    1412 n. Chr. brachen die Sioux die Lieferungen von Mais gegen Honig ab. Für den Honig zahlten sie nur von 4000 Eagle, was bedeutete, dass es uns an Korn mangelte. Entsprechend sollten die beiden Maisvorkommen des letzten kolumbianischen Austauschs lieber früher als später erschlossen werden. Bis dahin kauften wir Mais von den Sioux, mussten aber noch Tee liefern. Außerdem kauften die Sioux Nutzholz für 21000 Eagle.

    In Kolumbien predigte der Hassprediger Tipu Sultan gegen Neuengland und wurde dafür als großer Prophet verehrt.
    Auch der Arawak Samuel wurde als Prophet verehrt.

    In Neuportugal wurde Maximilian Graf Spree zum Admiral ernannt.

    Die Kariben wurden sowohl von einem Dunklen Zeitalter wie auch von der Völkerwanderung heimgesucht.

    Bjarni Herjúlfsson V. von Vinland starb. Neuer Jarl wurde Tyrkir, der eine bürokratische Monarchie erreichtet und auch die Grundherrschaft einsetzte.

    Auch Henry Tudor legte sich nun mit seiner Regierung fest. Er führte das Erbrecht, basierend auf einer Ständeordnung und drakonischen Strafen (vor allem gegen Frauen, die ihm keinen Sohn schenkten), Leibeigenschaft, Grundherrschaft, sowie ein Söldnerheer ein und erklärte den Pazifismus zu seiner religiösen Grundeinstellung. Oberstes Ziel sollte Wissen sein, er sorgte mit Brot und Spielen für Zufriedenheit, und führte eine Eignungsprüfung für Staatsdiener ein. Erste Absolventin war seine Leibärztin Barbara McClintock.

    Viel Geld aus Auslandsgeschäften konnte Pilatus nicht einbringen. Die Inuit lernten unsere Heiratspolitik kennen, mussten dafür aber Nathan eine Braut und eine Mitgift von 300000 Escudos geben.
    Neuportugal zahlte 500000 Escudos um einige einfache kryptographische Methoden von uns zu lernen.

    Mein Mann fackelte nicht lange mit den Eindringlingen bei Guamo - die sich streng genommen ja immer noch auf ihrem Gebiet befanden, aber Buddenbrock beanspruchte die Pferde dort schon einmal für sich.

    Er ließ die Hellebardiere von 200 mobilen Ballisten und 200 Stellungsballisten beschießen. 200 Mangonelle rückten dagegen in die Feldschlacht aus. Nachdem sie unbeschädigt in die Stadt zurückgezogen worden waren, machten die Prodromoi einen Ausfall, besiegten die Langschwertkämpfer und standen dann schon mit 2000 Kriegsgefangenen da, die sie leider nicht direkt in die Stadt hineintreiben konnten. Damit blieb allerdings ein Köder erhalten für weitere Truppen.
    Diese wurde auch von 5000 Mann - meist Reiter und einige Elefanten und Kriegersklaven - unter Hamilkar Barkas bedroht.
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    Geändert von Kathy (18. November 2020 um 11:52 Uhr)
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  3. #123
    Moderator Avatar von Kathy
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    1412 n. Chr.
    Während wir Guamo wieder unter Kontrolle hatten, reiste Magnus Barefoot wieder nach Medellin, um dort den Aufstand von Medellin zu bekämpfen. Rebellen und Großkolumbianer wimmelten um die Stadt herum, und bevor er weiterzog, sollten sich die Truppen, die noch auf dem Feld standen, mit denen in der Stadt vereinigen, die feindlichen Kräfte um die Stadt zerschlagen werden und den bereits in der Stadt befindlichen Truppen eine Pause gönnen, ehe es nach Manizales weiterging. Zudem war für ihn noch eine Frage offen: Wenn er den Feldzug anführte, wer sollte dann Medellins Garnison führen? Buddenbrock, der auch Guamo kommandierte? Buddenbrock, der Guamo dann unter Römmels Kommando stellte, weil an der Grenze ohnehin nichts passierte? Oder Admiral Muharram Bey, nachdem Prat gezeigt hatte, dass Admirale nicht die besten Kommandanten für diese Stadt waren? Er selbst aus der Ferne?
    Während des Herbst erhielt ich in Guamo einen Bericht über die Schlacht - eigentlich an meinen Mann gerichtet, aber ich last sowieso alle seine offizielle Post, um Nathan zu berichten. Der Brief wurde von einem englischen Adeligen überbracht, der erst jüngst von König Löwenherz in die Kolonien versetzt worden war.

    Neuengland: Magnus Barefoot
    weitere beteilige Offiziere: Römmels Sohn, John Talbot, 1. Earl of Shrewsbury (befördert)
    110 schwere Katapulte, 10 gedeckte Belagerungstürme (1 beschädigt, 100 Verletzte), 100 gedeckte Rammen, 80 Mangonelle (aus 3 Batterien), 380 Ballisten, 340 Katapulte (3 Batterien, 40 beschädigt, 200 Verletzte), 11 Belagerungstürme (1 zerstört, 9 beschädigt, 100 Tote, 900 Verletzte), 1000 Bolzenschleudern, 1000 Hellebardiere (500 Verletzte), 1000 Langschwertkämpfer, 1000 Axtwerfer, 1000 Kurzschwertkämpfer, 1000 Kamelreiter, 1000 schwere Speerkämpfer, 1000 Steinbeilkämpfer (1000 Tote: Basken-Feldzug)
    Total: 16200 Mann (1100 Tote, 1600 Verletzte), 1000 Kamele, 2031 Belagerungsmaschinen (1 zerstört, 50 beschädigt)

    Großkolumbien: Arturo Prat (aus Manizales)
    2000 Hellebardiere (1000 Tote, 1000 Gefangene), 1000 Sklaven (1000 Gefangen), 1000 Bauarbeiter (1000 Versklavt), 1000 Kompositbogenschützen (1000 Gefangen und befreit), 500 Kriegselefanten (500 getötet, 1000 Reiter getötet), 1000 schwere Speerwerfer
    Total: 7000 Mann (2000 Tote, 4000 Gefangene, davon 1000 befreit), 500 Elefanten (500 getötet)

    Rebellen: 2 lokale Feldherren (2 gefangen, 100000 Dublonen Lösegeld erhalten)
    1000 Bauernsoldaten (1000 Tote), 200 Leibwächter (200 Tote)
    Total: 1200 Mann (1200 Tote)

    Die Eröffnung des Kampfes war, dass schwere Katapulte die Hügel im Südosten angriffen, wo sich mit den Kriegselefanten die gefährlichsten und vermutlich auch wertvollsten Gegner befanden. Diese wurden jedoch erfolgreich dezimiert, lediglich beim zweiten Angriff mit den gedeckten Belagerungstürmen konnten sie einen Turm umstoßen und beschädigen.

    Die nachgerüsteten Kompositbogenschützen wurden von deckten Rammen angegriffen und ihre notdürftige Deckung entfernt.

    Gleichzeitig beschossen die eingerückten beschädigten Mangonelle die Stellungen der Rebellen im Gewerbegebiet.

    Bolzenschleudern griffen die Hellebardiere in der Geröllwüste im Norden an, unterstützt von 10 schweren Katapulten einer schwer beschädigten Truppe, die gerade in die Stadt gezogen worden war, sowie 180 Ballisten und 2 angeschlagenen Katapulttruppen. Weitere Belagerungstürme rückten in die Stadt und beschossen die Kompositbogenschützen im Süden, so auch die Ballisten von Johns Smith Leibgarde in den offenen Kampf gingen. Die letzten Katapulte griffen die Bauernsoldaten der Rebellen offen an.
    Dann begann das Aufwischen der Gegner, welches Barefoot unter das Kommando des jungen Adeligen stellte. Dieser besiegte mit seinen Langschwertkämpfern verlustlos 1000 Hellebardiere in der Geröllwüste. Die übrigen Hellebardiere und die von ihnen befreiten Kriegsgefangenen gaben auf, als Barefoot selbst ihnen in die Flanke fiel.
    Römmel Sohn, der die väterlichen Axtwerfer kommandierte, griff nun die Bauernsoldaten der Rebellen an. Daraufhin waren nur noch die beiden Warlords mit ihrer Leibgarde übrig, die ein gutes Übungsziel für unsere Belagerungstürme waren - von denen eine schwer angeschlagene Truppe mit nur einem einzelnen Turm die Stellungen beschoss. Die Rammenträger kamen schon nicht mehr zum Zuge. Statt dessen töteten Kurzschwertkämpfer die eine Leibgarde, und Kamelreiter die zweite. Die Kamelreiter brachten auch die beiden Warlords mit, die für reiches Gold ausgelöst wurden.
    Die Kompositbogenschützen standen ungünstig auf der verschmutzten Tundra, selbst eine Reiterei konnte sie nicht besiegen und dann wieder umkehren. Im Vergleich zu den Steinzeitbogenschützen vorher waren sie aber auch zu wertvoll, um sie entkommen zu lassen. Barefoot schickt also einen Trupp Steinbeilkämpfer, um sie zu entwaffnen und gefangen zu nehmen, auch wenn es sehr wahrscheinlich war, dass diese getötet würden. Auch diesen Kampf führte der junge Adelige.
    Zu guter letzte sollten noch die Elefanten getötet und die von ihnen begleiteten Bautrupps gefangen werden. Wegen der Hügel konnte auch hier keine Reiterei angreifen und sich zurückziehen, wohl aber auf Vorschlag des Adeligen ein Trupp schwerer Speerkämpfer mit Guerilla-Ausbildung. Der Vorteil war nun, dass an insgesamt drei Stellen Köder um die Stadt standen - auf den Hügeln die versklavten Bauarbeiter, in der Geröllwüste 2000 Kriegsgefangene und in der verschmutzten Tundra die Steinbeilkämpfer mit ihren Gefangenen - was entweder noch mehr großkolumbianische Truppen anzog oder die Chance erhöhte, dass wir irgendeinen dieser Köder retten konnten.

    Tatsächlich griff nur ein Trupp schwerer Speerkämpfer einen der beiden Köder an - und tötete die Steinbeilkämpfer, die Nachkommen einer Truppe waren, die schon beim ersten Baskenfeldzug dabei gewesen waren. Die Kompositbogenschützen wurden befreit, waren aber unbewaffnet.

    Ich las den Bericht des Adeligen, und bemerkte ein Begleitschreiben, das Barefoot beigefügt hatte. "Wie ist Euer Name, Sir?" "Ich bin John Talbot, 1. Earl of Shrewsbury", sagte er und verbeugte sich vollendet. Ich nickte, sah auf das Schreiben, und schrieb nur zwei Worte darauf: "Befürwortet - Cathy." Dann siegelte ich es wieder und sagte: "Geht damit zum Patriarchen, und legt ihm den Bericht vor."

    John Talbot traf Nathan nicht in New York, sondern erst in Keetowah, wo dieser die Aufrüstung inspizierte. Nathan nahm den Bericht zur Kenntnis und stimmte dem Vorschlag von Barefoot vollumfänglich zu: Talbot sollte das Kommando über Medellin führen und in die Reihe der Generäle aufgenommen werden.

    Der Gegenschlag Großkolumbiens fiel schwach aus. Lediglich die Gefangenen bei Guamo wurden von Hamilkar Barkas befreit.


    Vor Boston griffen Langschiffe die Flotte Muharram Beys an, und versenkten 10 zu leichten Triremen zurückgestufte neugranadische Langschiffe. Es war aber nicht klar, ob es wirklich kolumbianische Piraten waren oder grönländische - aufgrund der Abfolge der Ereignisse lagen allerdings kolumbianische Piraten näher.
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  4. #124
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    Es war eine finstere uns stürmische Nacht, als Muharram Bey uns in Guamo besuchte. "Sauwetter", meinte er. "Wünscht Ihr einen Tee, Admiral?" "Sicher." "Ich würde Euch gerne einen kochen, aber die Versorgungslage hier ist schlecht. Wenn Eure Schiffe die Teetransporte nicht schützen, kommt leider nichts an." "Zu meinem großen Bedauern sind militärische Nachschubgüter für eine Stadt mit 48000 Soldaten wichtiger als Teeblätter", meinte er sarkastisch. "Oh, Tee ist auch wichtig. Es heißt, wir Engländer würden dafür sogar einen Krieg anfangen." "Hm..."
    Er setzte sich. "Der Seefahrt stehen raue Zeiten bevor. Immer mehr Europäer kommen nach Amerika, darunter auch Abschaum... Piraten, gegen die die Kolumbianier verlässliche Partner sind. Bukanier... So nennen sie sich. Gesocks aus aller Herren Ländern, auf Gold aus. Die schlimmste von ihnen aber ist... eine Frau. Mary Read, ihre Anführerin. Von Rechts wegen hat sich nichts als den Tod durch den Strang verdient, aber die Regierung hat mit ihnen verhandelt. Solange sie nur das Gold der Maya plündern, sind sie uns egal. Eine Grenzöffnung lehnen sie allerdings selber ab." Er zeigte mir einen Steckbrief.

    "Sieht hübsch aus." "Das werden Sie anders sehen, wenn Ihnen das Miststück einen Säbel in den Bauch rammt und in Ihre Eingeweiden herumstochert. Erstmal allerdings hat sie nur neue Krankheiten zu uns eingeschleppt."

    Er brachte noch weitere Nachrichten mit. "In Nassau ist das Theater abgebrannt. Ein Bühnenunfall - sagt man.
    In Neufrankreich wurde gewählt - oder vielmehr gelost, denn ihr Wahlrecht wurde auf eine Demarchie geändert. Samuel de Champlain wurde durch Pierre Dugua de Mons ausgetauscht.
    Bei den Absarokee hat Robert Wilhelm Bunsen einen neuen Brennofen erfunden.
    Sibille von Jerusalem hat wieder einen neuen Champion, den Wintersportler Bjørn Dæhlie. Mit Henri Victor Regnault hat sie sich aber ausnahmsweise auch einen Chemiker und Physiker in ihr Gefolge geholt.
    Heinrich Tudor hat Ana de Mendoza, Fürstin von Eboli geheiratet - sie tut mir schon fast leid, wobei man sagt, sie sei auch keine besonders liebreizende Person.
    In den 13 Kolonien hat sich auch die Fruchtwechselwirtschaft ausgebreitet, ich finde, die könnten uns mit ihrem Wissen auch mal unterstützen."
    Der Admiral setzte den Humpen mit lauwarmem Bier - das war auch hier unter seinen Nachschubgütern zu bekommen - ab. "Euer Vetter Nathan hat eine umstrittene Entscheidung gefällt. Römmel musst Jumping Buffalo in die Werte des englischen Rittertums einweisen. Dafür bekommt Nathan 550000 Eagle. Aber so stärken wir natürlich einen potentiellen Gegner, den wir noch für seine Piraterie bestrafen müssen. Einerseits. Andererseits ist er derzeit ja auch unser Verbündeter, und bis wir die Sioux angreifen, wird er das Wissen sowieso haben. Also ist es Jacke wie Hose.

    Mein Kollege Ito Sukeyuki will übrigens seine Flotte nach Cartagena das Indias verlegen. Ist aber unterwegs in ein Gefecht verwickelt worden." "Piraten?" "Ne, kolumbianische Kauffahrer. 10 Koggen.

    Ito hat ihnen mit seinen 6 Katapulttriremen erstmal ein paar Schüsse vor den Bug gegeben. Die haben aber trotzdem nicht aufgegeben. Ihre Koggen tragen leichte Bliden und eine Form von Ballisten, die 'treibendes Werk' heißt. Ito wollte die Schiffe schnell kapern, aber die haben die ersten 10 Schiffe - neugranadische Pamphilen, von uns als Liburnen geführt - abgewehrt. Natürlich haben wieder die Rudersklaven gegen ihre Landsleute gestreikt. Denke ich, denn wir haben keine Überlebenden. Die Koggen haben wir schon, die sind von 10 leichten Triremen - auch mit neugranadischen Rudersklaven - gekapert worden. Immerhin, die können eine Handelsmission für uns durchführen."

    "Wie sieht es mit Eurer Mission gegen die Piraten aus, die Euch angegriffen haben?" "Hrm, später. Wo ist Ihr Mann?" "Der schlägt gerade eine Schlacht gegen Hamilkar Barkas, die Schlacht auf den Feldern von Guamo."

    Neuengland: Buddenbrock
    Unterstützt von Lord Talbot, Römmel Junior
    200 Ballisten, 200 Stellungsballisten, 200 Katapulte, 200 Mangonelle, 200 schwere Katapulte (60 beschädigt, 600 Verletzte), 1000 Bolzenschleudern (1000 zerstört, 1000 Tote: 2. Neugranada-Armee), 1000 Prodromoi (400 Verletzte), 2000 Kamelbogenschützen, 1000 Kamelreiter, 1000 Hellebardiere, 1000 Axtwerfer
    Total: 13000 Mann (1000 Tote, 1000 Verletzte), 1800 Belagerungswaffen (1000 zerstört, 60 beschädigt), 3000 Kamele

    Großkolumbien: Hamilkar Barkas V. (gefallen)
    500 Kriegselefanten (500 getötet, 1000 Reiter getötet), 1000 Kriegersklaven (1000 Tote), 2000 Schildknappen (2000 Tote, 1000 Pferde erbeutet und verloren), 2000 Sklaven (2000 gefangen und befreit), 1000 schwere Speerwerfer (1000 Tote), 200 schwere Katapulte
    Total: 9000 Mann (5000 Tote, 2000 gefangen und befreit), 500 Elefanten, 2000 Pferde (Tiere Insgesamt: 2500, davon 2500 Tote), 200 Belagerungswaffen

    Die Stellungen in Guamo waren äußerst günstig, um einen Angriff der Kolumbianer auf Medellin zu vereiteln, wenn der aus Bogota erfolgte, da die feindlichen Truppen in einer langen Linie an der Stadt vorbeiziehen mussten. Letztlich war es nur eine Vorhut, die Buddenbrock angriff, denn die Hauptarmee hatte den Lago Tolima noch nicht passiert, aber Hamilkar war mit seiner persönlichen Truppe im Mittelfeld dabei.

    Der Angriff erfolgte zunächst mit Ballisten auf die vorderen Kriegselefanten und den Stellungsballisten gegen die Schildknappen in der Mitte, die Barkas persönlich unterstanden. Auch die leichten Katapulte griffen die Elefanten an. Die Mangonellen wagten dagegen einen Ausfall gegen die Führungstruppe mit ihren Elefanten, die Schildknappen in der Mitte wurden von schweren Katapulten angegriffen und wehrten sich als erste Truppe, aber nur leicht. Als allerdings Bolzenschleudern die Knappen unter Beschuss nahmen, konnten diese die allzu sicheren Soldaten einkreisen und töten.
    Zugleich griffen Prodromoi die vordere Truppe an und schalteten dort die Kriegersklaven aus. Die Elefanten konnten von Kamelbogenschützen besiegt werden. Die Schildknappen gerieten in Bedrängnis, als Buddenbrock die Hellebardiere von Jeffersons Leibgarde in ihre Flanken schickte. Die stärker angeschlagenen Knappen starben, um Barkas zu schützen. Aber es nützte ihnen nichts, denn weitere Kamelbogenschützen überfielen auch Barkas Knappen und töteten ihn, ehe sie die Pferde erbeuteten. Lange behielten wir weder Kriegsgefangene noch Pferde, denn schwere Katapulte rückten an und nahmen sie uns wieder weg bzw. zerstreuten die Pferdeherde.
    Hinter dieser Armee waren zunächst nur die mehrfach eroberten Sklaven, die von einfachen Kamelreitern übernommen wurden.

    Das Schlachtfeld erstreckte sich bis zum Stadtrand von Medellin, wo einige schwere Speerkämpfer eingesickert waren, nachdem sie unsere Steinbeilkämpfer getötet hatte. Ihr Versuch, sich mit Hamilkars Armee zu vereinigen, scheiterte, da Talbot sie von hinten mit schweren Katapulten angriff. Römmels Sohn mit seinen Axtwerfern tötete sie dann.

    Magnus Barefoot ließ die 1000 Sklaven - befreite Kompositbogenschützen - in der verschmutzten Tundra laufen, da er keine Truppen dafür opfern wollte. Statt dessen sah er mit Freuden, dass in Manizales nur noch 6000 Mann unter Arturo Prat standen - eine wunderbare Gelegenheit für einen Angriff.

    1414 n. Chr.
    Gouveneur Gaspar de Vigodet VI. von Rio de La Plata heiratete die Prinzessin Josephine.

    Kaiser Macuilxochitzin III. von den Azteken starb, und sein Bruder Chimalpopoca wurde Nachfolger. Er führte die Sklaverei bei den Azteken ein. Der erste Sklaven, den er kaufte, war Dr August Oetker, der ihm als Koch dienen sollte.

    Für die Maya endete ein goldenes Zeitalter.

    Sir John Warburton Paul IV. von den Bahamas suchte eine Prinzessin für seinen Sohn.

    Jaureybo III. von den Kariben ließ sich Taufen und trat als Jeremias I. dem koptischen Christentum bei.

    Bjarni Herjúlfsson VI. starb auf Grönland. Martim Afonso de Soussa XVIII. übernahm die Herrschaft und führte dort die Grundherrschaft ein.

    Der Entdecker Johan Björnsson Printz (vermutlich ein Sohn von Dæhlie trat dem Gefolge Sibilles bei.

    Zwischen Utah und Joao Pessoa entdeckte Ibn Battutas Expedition eine Schatzinsel, von der sie 41 große Goldstücke zu je 10000 Pfund Stirling Gegenwert nach New York schickten.

    Muharram ließ den Teil der Atlantikflotte, der in Atlanta lag, auslaufen, um 10 Langschiffe, die mutmaßlich aus Großkolumbien kamen, zu vernichten. Sein Flaggschiff und zwei weitere Katapulttriremen feuerten auf die Schiffe, ließen sie aber nicht herankommen.

    Für den Nahkampf hatte er 10 Pamphilen mitgenommen, die die Langschiffe angriffen, kurz beschossen und dann enterten. Eine blockierende Flotte war besiegt, ehe sie Schaden anrichten konnte.
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  5. #125
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    1414 n. Chr.
    "Euer Tee, Madame." Ich sah verwundert auf. Seit wann hatten wir einen Butler - mit arabischem Akzent? Bisher hatten wir in Guamo doch nur kolumbianische Senoritas mit spanischem Akzent beschäftigt. Doch es war Muharram Bey, und der Tee war auch nicht gekocht, sondern in einem großen Sack in seiner Hand. "Die Seewege um Guamo sind zwar immer noch von Großkolumbien blockiert, aber ansonsten ist die See wieder sicher", sagte er und setzte sich.
    "Wo ist Euer Mann?" "Schlägt mal wieder ein Gefecht vor den Mauern Guamos." "Schade. Dann muss ich es ihm nachher noch einmal erzählen. Der Preis für die Sicherung der Seewege war hoch, aber es musste sein - nicht nur wegen Eurem Tee, auch wegen dem Truppennachschub und dem Handel im Atlantik.

    Zunächst einmal dürfte Magnus nicht erfreut sein, denn ich habe in Boston eine Gruppe Bad Neighbors abgefangen, auf die Shawmut-Halbinsel zurückgezogen und damit die Langschiffe an der Küste beschießen lassen - die werden ihm nun natürlich später angeliefert werden. Trotz dieser Vorarbeit und der Hoffnung, dass sie sich zurückziehen, hat Atlantikflotte außerdem in der Schlacht 20 hocherfahrene Navis Lusoria verloren, ehe die alten Konteren die Reste der Langschiffe entern konnte.
    Auch das wird Magnus sicher nicht erfreuen, denn auch wenn es nicht seine Schiffe waren: Ich habe angesichts der letzten Kämpfe eine Verstärkung der Flotte mit neuen Galeeren angefordert - und Magnus hat eigentlich Belagerungsgeräte angefordert. Jeder Baum kann aber nur einmal verarbeitet werden, und die Zahl der Bäume, die wir schlagen, hängt eben stark davon ab, wie viele Männer arbeiten können. Wir werden also in den nächsten Jahren miteinander konkurrieren."
    Buddenbrock kam zurück - etwas zu früh, das Dienstmädchen hatte uns noch keinen frischen Tee aufbrühen können. "Und? Wie ist es gelaufen?" "Schreib deinen Bericht an Nathan: Alles bestens... Ah, Muharram, Ihr könnt den Bericht gleich mitnehmen.

    Die Deppen haben 200 schwere Katapulte ohne Bedeckung geschickt, um die Pferde und Gefangenen zu sichern. Die Pferde sind futsch, aber ich habe meine schweren Katapulte - mit Feldschlacht-Ausbildung - im Osten angreifen lassen. War ein knappes Ding, 10 Katapulte ins verbrannt, die anderen müssen repariert werden, gut, dass Ihr Nachschub bringt. Danach konnten die Kamelreiter die Stellung mühelos einnehmen, 100 Katapulte erobert und 2000 Sklaven wieder eingefangen. Die Stellung im Süden, wurde von unseren Schildknappen erobert. Noch einmal 100 beschädigte schwere Katapulte." "Na, Bestens", meinte Muharram. "200 Katapulte, die könnt ihr Magnus schicken..." "Immer mal langsam mit den jungen Lamas. Erst müssen wir die in die Stadt bringen, noch stehen sie ungeschützt auf dem Feld, und ich schätze, dass Sucre sich diese Gelegenheit nicht nehmen lassen wird, uns zu "schwächen" - wobei er nur sein eigenes Kriegsmaterial zurückerobert. Und selbst dann wären sie erstmal nur in Guamo, wir müssten eine ausreichend große Eskorte zusammenstellen, die die Schleudern nach Medellin bringt."
    "Selbst das reicht nicht", meinte ich. "Denn Magnus hat Medellin verlassen und ist auf dem Weg nach Manizales. Nur 6000 Verteidiger und 10 Koggen im Hafen sind ein verlockendes Ziel. Seine schweren Speerkämpfer vom Ishtartor haben unterwegs 2000 Dublonen aus einer Hütte geplündert - oder Versorgungsgüter, die uns diese Summe ersparen. Das heißt, von Medellin aus müsste Talbot auch noch eine Truppe zusammenstellen, die die Geschütze hinterherschickt. Wobei das natürlich die selbe Eskorte sein kann."
    "Talbot ist gar nicht da", meinte Muharram. "Er ist zur Zeit zwischen Boston und Cartagena, wo er von Nathan sein persönliches Kommando übernimmt - 1000 Krieger der Hispano-Lenape, alte Veteranen. Denen bringt er noch den Kampf mit Langschwertern bei, die er selbst bezahlen muss, um aus den billigsten alten Kriegern eine Elitetruppe zu machen. Und dann müssen sie noch über Land marschieren, dann Transporter habe ich keine. Aber Talbot selbst wird nächstes Jahr wieder sein Kommando übernehmen."

    Es kam, wie Buddenbrock vorhergesehen hatte: 100 schwere Katapulte griffen zunächst die Beutekatapulte bei der Pferdeherde an, die dann von Langschwertkämpfern zurückerobert wurden - ein trauriger Rest der einstigen Einheit. Weitere Langschwertkämpfer eroberten die zweite Batterie, und natürlich waren damit auch die Kriegsgefangenen wieder versklavt.
    Die Hauptarmee Sucres marschierte aber bislang weder nach Guamo noch nach Medellin und ließ sich so auch nicht schlagen.

    1415 n. Chr. forderte Cristóbal Vaca de Castro IV. aus Equador Nathan auf, seinen barbarischen Nahuatl-Glauben aufzugeben - und gegen den fast genauso barbarischen Nordischen Glauben einzutauschen. Doch Nathan wäre kein Patriarch, wenn er wankelmütig im Glauben wäre.

    In Montreal, Neufrankreich, schlug der Straßenbaumeister Fulgence Bienvenüe ein neues, unterirdisches Verkehrsmittel vor, das seiner Zeit aber noch zu weit voraus war.

    Tuglawina IV. führte zu seiner Amtseinführung bei den Inuit die Priogenitur und ein Kastensystem ein. Außerdem wurde sein Land zum bedeutenden Ananas-Produzenten.
    Wir erlaubten ihm, für nur 300000 Escudos neuenglische Dramen bei sich aufzuführen.

    Bei den Maya wurde erstmals die Taubenpost eingeführt.

    Die Algonkin führten nun auch die Vierfelderwirtschaft ein.
    In den 13 Kolonien ging man sogar noch weiter, mit John Deere gab es dort einen Schmied, der in großem Stil Ackermaschinen herstellte.

    Auf Haiti entwickelte Berthold Schwarz eigene Pulverwaffen, in Equador beschäftigte sich der Physiker Richard Phillips Feynman mit den drängenden wissenschaftlichen Fragen seiner Zeit. Auch die Kreuzfahrer hatten mit Charles Thomson Rees Wilson einen Physiker in ihre Reihen berufen.

    Über Captain Mary Read wurde bekannt, dass sie ein monarchisches Machtverständnis hatte, eine Bürokratie eingeführt hatte, mit Ständeordnung, Grundherrschaft und Leibeigenschaft ein sehr feudales Regierungsverständnis hatte - und natürlich auch angeblich dem Pazifismus anhing. Ihre Armee bestand aus Söldnern - oder eher freischaffenden Piraten - aus anderen Ländern, sie strebte nach Wissen, verteilte Brot und Spiele (eher Schnaps und Glücksspiel) und betätigte sich als Kunstmäzen. Auch sie betonte, dass bei ihr nur geeignete Leute nach einer Prüfung aufsteigen und Verantwortung übernehmen durften.

    Mein Mann suchte wieder die Felder von Guamo heim. Zunächst griff er die südliche Stellung mit seinen Mangonellen an, die die Langschwertkämpfer dort dezimierten. 200 erbeutete neugranadische Mangonelle beschossen mit einigen Verlusten die dortigen Reste der schweren Katapulte, Peter Minuits Ballisten setzten nach und verletzten noch einige der Langschwertkämpfer. Die schwerst beschädigten schweren Katapulte wurden dann von Streitaxtkämpfern zerschmettert, die Langschwertkämpfer von Kamelreitern eingefangen.

    Die westliche Stellung bestand nur aus schweren Katapulten bzw. deren Resten. Diese wurden von Kamelreitern überrannt, die wenigen überlebenden Gefangenen wurden zu den anderen 2000 Kriegsgefangenen gesteckt.
    Zudem erhielten wir in diesem Jahr einigen Nachschub von Römmel geschickt, nicht nur die sporadisch eintreffenden Reiter, sondern auch Föderaten und Katapulte, so dass die Überlegung, Magnus Truppen hinterherzuschicken langsam Gestalt gewann.
    Die Kriegsgefangenen wurden von der nächsten Truppe schwerer Katapulte wieder gefangen genommen - was Buddenbrock kommentierte: "Dann werden wir eben noch mehr Katapulte von ihnen erobern. Solange können die uns nicht woanders gefährlich werden." Auch die Langschwertkämpfer wurden von Kriegselefanten befreit, woraufhin Buddenbrock mir ein Schmuckkästchen aus Elfenbein versprach.

    Ito Sukeyuki wollte mit seiner Flotte Bogota blockieren, traf aber auf dem Weg dorthin auf eine Hexere von Admiral Abe Hiroaki XIII. Zwar schossen alle 6 Katapulttriremen auf die Hexe und beschädigten sie auch - knapp 250 Mann waren verletzt - aber die Hexere erwiderte der Feuer, und keine der leichteren Flottillen wagte es, sie zu versenken oder zu entern.

    Und dann griff die Hexere selbst an. Ihre Geschosse versenkten 3 Katapulttriremen der Philadelphia-Flotte - allerdings nicht die des Admirals - und beschädigten 2 weitere Schiffe von anderen Flottillen. Wie eine schwimmende Festung versperrte sie dem Admiral den Weg nach Westen.

    Guglielmo Embriaco meldete bei Miami zweierlei: Erstens Langschiffe, die unsere Jadesteinbrüche bedrohten - und zweitens, dass diese Langschiffe sich bei einer Insel aufhielten, wo es bislang unerschlossene Oliven gab. Da sie von 3 Galeeren der Sioux begleitet wurden, war unbestreitbar, wem die Piraten dienten. Guglielmo lief aus, um die Jadesteinbrüche zu schützen oder zumindest zu rächen, kam aber erstmal nur bis in die Mangroven von Nekwasi.

    Als ich am Abend schlafen gehen wollte, gab es einen Tumult auf der Straße. Wächter trieben einen Mann vor sich her, sowie eines unserer Dienstmädchen, das sich mit ihm getroffen hatte. Es ging aber nicht um ein harmloses Techtelmechtel, das Mädchen hatte ihm Unterlagen zustecken wollen und dafür Gift erhalten - und das natürlich nicht für sich. Ehe wir eine Befragung ansetzen konnten waren die beiden gelyncht - aber es war auch so klar, dass sie für Kolumbien oder Kuba spionierten.
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  6. #126
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    1415 n. Chr.
    Pontius Pilatus war aufgeregt. "Nach all den Jahren, in denen Ruhe herrschte, scheint Jumping Buffalo beschlossen zu haben, unseren Kriegsgrund 'Stoppt die Piraterie' nicht überflüssig werden zu lassen. Diesen Monat wurde die Flotte von Admiral Guglielmo Embriaco, die zum Schutz unserer Jade ausgelaufen ist, von hinterhältigen Piraten angegriffen, die diese Warnung nicht wahrhaben und sich auf ihr Territorium zurückziehen wollten, sondern frech unsere Strände bedroht haben. Und das von einem Verbündeten! Ich sage euch: Wenn Großkolumbien erst einmal unser ist, dann werden die Sioux sich rechtfertigen müssen! 20 Navis Lusoria wurden von ihren Langschiffen versenkt!"

    Der Rat des Nathan stimmte Pilatus weitgehend zu, nur Nathan selbst beschwichtigte sie und stellte klar: "Wir werden diese Piraten zur Rechenschaft ziehen, aber wir werden Jumping Buffalo nicht in die Flanke fallen - noch nicht." Immerhin war er inzwischen unser bester Abnehmer für Wissen, auch wenn er sein eigenes Wissen nicht teilen wollte. "Macht, wie ihr wollt. Aber wenn die Sioux uns weiterhin auf der Nase herumtanzen - ich wasche meine Hände in Unschuld", meinte Pilatus.

    "Da ist noch etwas", sagte Pilatus nachher zu Nathan. "Intriganten der Tupi haben den Maya-Kalender von uns gestohlen." "Tupi? ich dachte, das sei ein legendäres, ausgestorbenes Volk." "Sie sind wohl befreit worden von ihrem Unterdrücker. Ich habe nur Gerüchte gehört. Demzufolge dienen sie nun den Irokesen - die damit eine Doppelrolle als Vasall und Hegemon eingenommen haben. Emil Berliner versucht sich dort als Erfinder für Musikinstrumente und 'Tonwiedergabegeräte'. Gleichzeitig ist im Land der Kreuzfahrer ein Bürgerkrieg ausgebrochen. Mit dem Fall ihrer Hauptstadt - vermutlich sind dort die Tupi befreit worden - hat sich das Land ein einen loyalen Kreuzfahrerstaat und ein neues Königreich Byzanz aufgespalten. Hier ist noch ein Geheimdienstdossier zu den Tupi."
    Achtung Spoiler:
    Die Tupi (portugiesisch: tupi, spanisch: tupí; Aussprache: [tu'pi]) waren – neben den verwandten Guaraní – eine der größten Ethnien Brasiliens vor der Kolonialzeit und dominierten zur Zeit der Conquista die gesamte Atlantikküste.

    Die Tupi bildeten keine politische Einheit, sondern zerfielen in eine Reihe regionaler ethnischer Gruppen. Sie bauten Häuser aus Holz und Palmstroh (maloca) und lebten in von Palisaden umschlossenen Dörfern (taba). Die Tupi lebten hauptsächlich von der Landwirtschaft – insbesondere Maniok und Mais – und vom Fischfang.

    Den Europäern bekannt waren sie vor allem durch Berichte über ihren Kannibalismus, ihre ständigen Kriege mit Nachbarvölkern, ihr Nacktsein und ihre sexuelle Freizügigkeit. Einige der überlieferten Berichte – insbesondere zum Ausmaß des Kannibalismus – werden von Forschern inzwischen angezweifelt.

    Ihre Ursprünge waren vermutlich in Amazonien, von wo aus sie sich vor etwa 3000 Jahren bis an die Atlantikküste ausbreiteten. Um 1500, bei der Ankunft der ersten Portugiesen, belief sich die Bevölkerungszahl auf schätzungsweise eine Million. Es ließen sich Volksstämme von jeweils etwa 300 bis 2000 Menschen unterscheiden, Beispiele sind die Tupinambá und die Potyguara.

    Vom sechzehnten Jahrhundert an wurden die Tupi, wie auch andere Indigene der Region, von den Jesuiten missioniert und mit der Zeit assimiliert. Für viele bedeutete der Kolonialismus jedoch Versklavung oder physische Vernichtung. Ihre Sprache, das Tupi, diente noch bis zur Vertreibung der Jesuiten 1759, ähnlich wie bis heute das Guaraní in Paraguay, als allgemeine Verkehrssprache in Brasilien, auch für die weißen Siedler.

    Im Nordosten Brasiliens machten die Tupi einen großen Anteil der Vorfahren der heutigen portugiesischsprachigen Bevölkerung aus. Nachkommen leben heute vor allem in Paraíba, Pernambuco und Espírito Santo.


    1416 n. Chr.
    In Neufrankreich begann unterdessen ein goldenes Zeitalter.
    Bei den Araukanern wurden die Krähenfüße ebenfalls eingeführt.

    In Tenochtitlan wurde die Gilde der Ölmüller gegründet.

    Über die Tupi konnte Pilatus nun noch mehr berichten. Sie waren eine Bürokratische Monarchie mit einem Kastensystem, einer zentralen Palastwirtschaft, die die Leibeigenen kontrollierte. Auch die gaben sich als Pazifisten aus, hatten aber statt Söldnern ein Milizsystem. Die obersten Ziele waren Wissen, es gab Brot und Spiele, und ihr König trat als Mäzen auf.
    Ihr König war Cunhambebe, ein sehr wenig kooperativer Mensch. Er öffnete zwar seine Grenzen für unsere Händler, war aber nicht bereit, Wissen auszutauschen oder für unser Wissen zu zahlen.


    Kuba litt unter Versorgungsengpässen und wünschte sich daher eine Handelsmission.

    Georges Biassou IV. wurde auf Haiti von Jean-Jacques Dessalines gestürzt, der ein Kastensystem durchsetzte.

    Henry Tudor stellte den Propheten Abraham als obersten Erzbischof ein.

    Nathans Bezeichnung von Jumping Buffalo als unseren treuen Verbündeten bekam Risse, als bekannt wurde, dass Die Sioux - und mit ihnen Araukaner und Absakrokee - mit Kuba und Kolumbien Frieden schlossen.
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    Geändert von Kathy (24. November 2020 um 19:55 Uhr)
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  7. #127
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    1416 n. Chr.
    Es regnete stark, als Admiral Muharram zu Besuch kam. "Könnte ein heißer Winter werden", meinte er. "Jetzt, wo die Sioux uns im Stich gelassen haben, könnte da noch einiges auf denen Mann zurollen. Und die Flotte zeigt auch Schwächen durch die systematische Vernachlässigung der letzten Jahre." "Inwiefern?" fragte ich und bot ihm einen Tee an. "Ito Sukeyuki und die Plymouth-Flotte... Wie kommen nicht gegen die kolumbianische Flotte an. Also, doch, schon, aber zu welchem Preis? Du erinnerst dich, dass Abe Hiroaki XIII. seine Hexere geschickt hat?" Ich nickte. "Nun, auch nach der Versenkung von 3 Katapulttriremen ist die ein Problem gewesen.

    Sukeyuki wollte nachsetzen und das Teil versenken. Hat also seine verbliebenen 3 Katapulttriremen auf der Schiff schießen lassen, die haben natürlich zurückgeschossen, aber schon Schaden genommen. Trotzdem konnten sie 3 Triremen - neugranadische Galeeren - abwehren und versenken, ehe die erbeuteten Piratenliburnen sie gekapert haben. Aber das Schiff ist zu nichts mehr zu gebrauchen. Die Restflotte ist nach Cartagena das Indias zurückgekehrt. Also, wenn es hier demnächst gegen Bogota geht, wird es keine Unterstützung mit Schiffsgeschützen geben."
    Er schlürfte Tee mit Honig und meinte dann: "Wo ist dein Mann? Schlägt er wieder eine Schlacht?" "Nein, er testet das neue Dienstmädchen, um sich von der Schlacht zu erholen. Die diesjährige Schlacht auf den Feldern vor der Stadt ist geschlagen. Waren ja diesmal nicht viele Kolumbianer da. Zunächst haben die Stellungsballisten aus der Ferne ihre Kriegselefanten angegriffen.

    Die haben dann trotz guter Chancen - für uns - 200 Mangonelle zerstört, die in die Feldschlacht ziehen wollten, und 90 weitere beschädigt." "Schlecht, denn wenn jetzt Schiffe gebaut werden, bekommt ihr keine neuen Belagerungswaffen." "Die Elefanten und die von ihnen verteidigten Sklaven wurden dann von einer berittenen Infanterie erledigt, noch einmal 200 Verletzte für uns. Und die 2000 anderen Sklaven, die jedes Jahr zweimal den Besitzer wechseln, wurden von den Prodromoi eingefangen. Aber ich mache mir keine Illusionen, die Kolumbianer werden wieder jemanden in die Falle schicken, sie zu erobern." In dem Punkt hatte ich nur zur Hälfte Recht: Schildknappen fingen die 2000 Kriegsgefangen im Westen ein, aber die zweite Truppe - ebenso wie die Beute vom Kampf bei Medellin - wurden von ihnen vernachlässigt.
    "Bei Talbot lief es auch nicht gut. Am Südausläufer des Schlachtfelds, in der Geröllwüste, wollte er 100 schwere Katapulte erobern. Aber die haben sich gewehrt, 1000 Kamelbogenschützen der 1. Neunavarra-Armee sind gefallen. Heißt, dass er von dem Nachschub, den wir Magnus hinterherschicken, auch ein paar Leute abzwacken wird.

    Für die Kolumbianer war es ein Pyrrhussieg, denn die letzten 14 Katapulte konnten dann von Steinzeit-Bogenschützen erobert werden. Ihre Hellebardiere auf dem Bergland konnten nur zuschauen."
    "Wie sieht es mit Magnus aus?" "Er ist bei Manizales - aber ohne Spion ist so eine Belagerung mühsam. Er hat 100 gedeckte Rammen, 600 Katapulte und 2000 Rammenträger - aber damit hat er dieses Jahr kaum ein Siebtel der Verteidigungswerke geknackt. Seine Ballisten wagen auch keine Fernangriffe, da die schweren Katapulte in der Stadt sie in Stücke schießen würden."

    Muharram machte ein unzufriedenes Geräusch. "Vermutlich wird er wieder nach neuen Geschützen schreien." "So sieht es aus." "Aber nicht nur Ito braucht Schiffe, auch Guglioelmo musste lernen, dass seine Schiffe nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen. Du erinnerst dich an Pilatus Rede?" "Ziemlich unklug, wenn du mich fragst. Wir können uns keinen zweiten Krieg leisten." "Nun, Nathan hat ja versprochen, dass wir uns an den Piraten rächen.

    Von deren Langschiffen waren 7 noch intakt, als die Flotte sie eingeholt hat. Guglielmos Katapulttriremen haben daraus 6 gemacht, indem sie einmal darauf geschossen haben, aber mit nur 3 Schlachtschiffen kommt man nicht weit. Wir haben 10 erfahrene leichte Triremen - die aztekischen Langschiffe, die wir mal erobert haben - verloren, dann waren noch 4 Langschiffe unbeschädigt. Das hat aber gereicht, um auch noch 10 erfahrene Konteren zu versenken. Dann blieb nur noch 1 Langschiff und 8 beschädigte. Die wurden von Biremen gekapert. Aber wir haben damit 3 Flottillen verloren, um eine zu kapern."
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  8. #128
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    1417 n. Chr.
    Ich besuchte Nathan zum ersten Mal seit einigen Jahren persönlich, auch, um mich zu überzeugen, dass er die Nachrichten von der Piratenküste auch wirklich erhielt, und dass man uns an der Front nichts vorenthielt. Doch soweit war alles in Ordnung. Die Kriegsmüdigkeit im Land hielt sich noch in Grenzen, es waren frische Katapulte auf dem Weg, und in den Häfen liefen tatsächlich Schiffbauprogramme an, die allerdings unseren Nachschub in Guamo etwas einschränken würden.

    Während ich in New York war - die Stadt war kaum wiederzuerkennen, sie wuchs unablässig und war zugleich ein Moloch, in dem sich Krankheiten ausbreiteten - kam ein Botschafter der Tupi zu Besuch. Er forderte uns auf, die Bukanier anzugreifen, wo wir doch Krieg gegen die Piraterie führten. "Kommt nicht in Frage. Die Bukanier haben uns nichts getan", meinte Pilatus, und ich stimmte dem zu, also ließ Noah dies antworten - abgesehen davon, dass wir uns keinen zweiten Krieg gegen eine Seemacht erlauben konnten, die nicht bei uns auf der Insel präsent war. Euch die Bahamas wollten uns in einen Krieg gegen Equador ziehen. Aber so sehr es La Plata verdient hätte, von uns nach dem Diebstahl des Kölner Doms bestraft zu werden: Gegen La Plata waren wir zu schwach, und wir hatten keinen Brückenkopf auf Sioux-Gebiet, von dem aus wir angreifen konnten.

    Bei einem Tee erzählte mir mein Vetter, wie sich die Lage in der Welt entwickelt hatte.
    "Pierre Dugua de Mons hat sich eine Braut besorgt - oder besser: Geraubt. Seine Leute haben Helena von Sparta entführt." "Wenn das mal keinen Krieg gibt." "Kaum, Neufrankreich ist etwas größer als Troja. Mehr Sorge bereitet mit John Ericsson. Der Schwede baut in La Plata neue Kriegsschiffe, mit denen unsere Flotte es zu tun bekommen könnte, wenn wir den Bahamas folgen würden.
    Die Araukaner ziehen mit ihren Heiligtümern jetzt Pilger aus allen Ländern an."
    "Sollen sie machen. Seit wann sind die Bukanier mit den Tupi im Krieg?" "Anfang des Jahres. Der Maya-Kaiser hat den Piraten den Krieg erklärt, und Neufrankreich, Neuspanien, Arawak, Irokesen, Comanchen, Cayman-Inseln, Haiti, Vinland und Tupi ziehen nach. Takeo Tagaki, ein Admiral der japanischen Schule, führt die Flotte der Maya im Piratenkrieg."
    "Ich habe gesehen, in New York gibt es nun auch eine Tengri-Gemeinde?" "Ja. Ich weiß noch nicht, was ich dagegen tun soll. Die halten sich für was Besseres, nur weil ihre Religion die des Apostolischen Palasts ist. Und viele Stämme haben diesen Glauben als Stammesreligion - auch die Algonkin. Herzogin Ellen Johnson Sirleaf, die nordischen Glaubens war, wurde von Tcakabesh gestürzt. Unter seiner Ägide haben die Leute gelernt, einen neuen Schwertkampfstil, den Halbschwert-Kampf, zu nutzen.
    Sir John Warburton Paul IV auf den Bahamas wurde durch Sir Milo B. Butler ersetzt, der nun eine Ständeordnung eingeführt hat.
    Auch Joseph Smith Jr von Utah hat sich, zumindest Vordergründig, dem Tengrismus verschrieben.
    Eelápuash IV. von den Absarokee wurde von seiner Frau Clodia III. gestürzt. Die setzt nun auf eine Kombination aus Kriegerkönigen an der Spitze des Landes, eine Bürokratie und Grundherrschaft.
    Sibille von Jerusalem scheint den Ernst der Lage zu begreifen und hat mit Frederick L. Riefkohl einen Admiral in ihren Dienst gestellt."

    "Ich schlage vor, mit dem Tengrimus stellen wir uns erst einmal gut", meinte ich. "Heirate eine Prinzessin aus Utah, bring ihnen unsere Heiratspolitik, Smith bietet gerade 300000 Escudos Mitgift.
    Damit wir in anderen Bereichen den Einfluss auf den Glauben nicht verlieren, lehren wir Vizekönig Martim Afonso de Soussa von Grönland die Investitur. Er kann uns mit 700000 Kronen unterstützen, und wir können seine Hohepriester beeinflussen."
    "Grönland hat außerdem Hunger auf unser Schweinefleisch. Helmut Horten hat einen Deal ausgehandelt: Schweine gegen Salz - und 20000 Kronen. Ihr müsst nur unterschreiben", merkte Pilatus an. Nathan unterzeichnete das Dokument.

    "Und wie sieht es bei euch an der Front aus?" fragte Nathan. "In Medellin gab es einen Aufstand unzufriedener Indios. Talbot hat sich darum gekümmert.

    Zunächst ist er mit 100 schweren Katapulten ausgerückt, die nur 2 beschädigte Schleudern hatten, und 200 Mangonellen, wo wir auf 45 beschädigte Katapulte kommen. Dann waren die Bauernsoldaten soweit dezimiert, dass auch unsere frisch eroberten großkolumbianischen Katapulte risikolos die Leibgarde des Kriegsherrn angreifen konnte.
    Danach haben 2000 Föderaten die Bauernsoldaten besiegt, und ein Trupp Lamareiter hat den Kriegsherrn gefasst. 500000 Pfund Strafe wegen Sachbeschädigung an unseren Katapulten hat er bezahlt, damit er aus der Sache rauskommt."

    Ich machte eine Pause und wechselten dann die Front. "Magnus Barefoot wird etwas nervös. Das ganze Jahr über haben seine Truppen Manizales belagert, aber die Verteidigung steht immer noch zu mindestens 5/7. Zugleich hat Arturo Prat 23000 Mann in Bilbao zusammengezogen, darunter Rittern und Mangonellen. Barefoot fürchtet, dass ihm die Leute in den Rücken fallen."

    "Sag ihm, er soll Geduld haben. Wir möchten diesen Krieg nicht wieder mit nur einer Stadt Gewinn beenden, aber er darf es dann nicht vermasseln. Ich habe Nachschub geschickt, der aber noch zwischen Cartagena und Guano steht. Wenn wir Bogota hätten, könnten wir die Straße frei benutzen, so..." Er zuckte mit den Schultern. "Ich habe den Schildknappen erlaubt, dort den Steinbruch zu plündern, 2000 Dublonen für die Kriegskasse, und wenn wir Bogota in diesem Krieg nicht einnehmen, muss Sucre ihn wieder aufbauen lassen. Was macht dein Mann?"
    "Die Kolumbianer haben die Umgebung von Guamo gemieden. Wir konnten 1000 Kriegsgefangene in die Stadt bringen, und die 2000 im Westen wurden mal wieder von den Prodromoi gefangen genommen."


    Ein Bote trat ein. "Eine Nachricht von Admiral Paul Behnke." "Ja?"

    "Wir haben die Langschiffe der Sioux-Piraten bei Chicago gestoppt. Nach einer Salve meiner 3 Katapulttriremen konnten 3 unserer Galeeren sie entern, diesmal ohne dass wir vorher alte Schiffe opfern mussten." "So muss das sein."

    Nathan wandte sich an mich. "Um Magnus zu beruhigen, verhandle du mit Sucre. Zugleich soll Nachschub ausgeschickt werden, und Magnus soll den Druck auf Manizales aufrecht erhalten. Ich glaube nicht, dass Sucre uns Bilbao gibt - aber wenn er es tut, schlag ein, damit Magnus nicht die Nerven verliert."

    Antonio José de Sucre IV. empfing mich in Bogota. Als ich ihn fragte, was ihm Frieden wert sei, meinte er: "Ich biete an, dass ihr Medellin bekommt und die Basken dorthin umziehen, wenn sie die Freiheit Kolumbiens nicht mehr ertragen. Dazu bin ich bereit, ihnen 100000 Dublonen für verlorenes Eigentum und 19000 Dublonen je 3 Jahre, 30 Jahre lang, für die Wiedereingliederung zu zahnen."
    Er hatte also begriffen, dass er den Krieg verloren hatte, und war bereit, wie seine Vorgänger Buße zu tun. Doch ich meinte: "Ich bin nur befugt, einem Frieden zuzustimmen, bei dem wir neben Medellin auch Bilbao erhalten." "Das könnt Ihr schlichtweg vergessen." Ich stand auf. "Das ist dumm von Euch. Denn dann wird Magnus Barefoot auf dem Weg nach Bilbao auch Manizales einnehmen, das Ihr ansonsten behalten könntet." "Oder wir holen uns Medellin zurück."
    Nach den gescheiterten Verhandlungen rückte Sucre tatsächlich mit einigen Tausend Mann nach Medellin aus und holte sich unterwegs die Kriegsgefangenen bei Guano zurück, sie wir bei einem Friedensschluss hätten behalten können.

    1418 n. Chr. versuchten nun auch die Komanchen, uns in den Krieg gegen die Bukanier hineinzuziehen, aber wir verwiesen auf unseren laufenden Krieg, der bereits alle unsere Ressourcen forderte.

    In Medellin gab es wieder einen Aufstand, von dem die Kolumbianer allerdings nicht viel übrigließen. Offenbar hassten sie die Indios mehr als uns.

    Sibille von Jerusalem stellte nun auch einen General, den griechischen Byzantiner Timoleon, ein.
    Die Neuspanier stellten den Admiral Gustav Wattrang ein.

    Sucre trat als Präsident von Großkolumbien wegen der gescheiterten Friedensverhandlungen zurück, blieb aber General der nach Medellin vorgerückten Truppen. Neuer Präsident wurde Simon Bolivar, der die Ripartimento-Grundherrschaft einführte.

    Pedro Álvares Cabral III. trat, ebenso wie Tuglawina III, nun auch dem Tengrismus bei.
    Auch Sir Milo B. Butler, der neue Gouverneur der Bahamas, folgte nun diesem Glauben.

    Mary Read dagegen ging einen ungewöhnlichen Weg und wurde Schiitin. Dadurch konnte auch sie einen Verstorbenen zum Märtyrer und Nationalheiligen ernennen, und ihre Heiligtümer zogen Pilgerströme an.

    Die Algonkin führten bei ihren Burgen neuerdings Zinnen zum Schutz der Bogenschützen ein.

    Joseph Smith Jr führte in Utah die Priogenitur ein.

    Cristóbal Vaca de Castro IV. von Equador trat ab. Nachfolger wurde Pascual de Andagoya, der ein Kastensystem errichtete.

    Bei den Vinländern stieg der Italiener Ottone Visconti zum Oppositionsführer auf.

    In Byzanz wurde Georges Pompidou als großer Politiker bekannt.

    Die Azteken schlossen Frieden mit La Plata, was natürlich eine Welle von Friedensverträgen nach sich zog. Die Algonkin begruben das Kriegsbeil gegen Bahamas und Azteken, die Bahamas schlossen Frieden mit La Plata und Equador, und Equador schloss Frieden mit den Azteken.

    Dagegen ging es in Guamo, mehr aber noch in Medellin, heiß her. Mein Mann schloss mich und die Dienstmädchen sicher ein, wobei die Felder von Guamo diesmal nur ein Randgebiet bildeten - eigentlich war es die Schlacht am Fuße des Monte Aburrá, wo Nachschubtruppen aus Guamo auf die Armee Sucres stießen.

    Neuengland: Buddenbrock (Guamo und Nachschubtruppen), Talbot (Medellin)
    1000 Prodromoi, 1000 Schildknappen, 1000 berittene Infanteristen, 100 schwere Beutekatapulte, 180 Mangonellen, 90 schwere Katapulte, 1000 Bolzenschleudern (500 beschädigt, 500 Verletzte), 1000 schwere Speerkämpfer (700 Verletzte), 1000 Föderaten (700 Verletzte), 1000 Langschwertkämpfer (100 Tote, 800 Verletzte), 1000 Kamelreiter (500 Verletzte), 1000 Speerkämpfer (100 Tote, 800 Verletzte)
    Total: 11800 Mann (200 Tote, 3800 Verletzte), 4000 Kamele (500 Verletzte), 1370 Belagerungswaffen (500 beschädigt)

    Großkolumbien: Antonio José de Sucre IV (gefallen)
    2000 Sklaven (2000 gefangen), 200 Ballisten (200 zerstört, 1000 Tote), 2000 Schildträger (2000 Tote), 1000 berittene Kompositbogenschützen (1000 Tote, 1000 Pferde erbeutet), 1000 Kriegersklaven (1000 Tote), 1000 Hellebardiere (1000 Tote), 1000 Elefantenbogenschützen (500 Tote Elefanten, 1000 Reiter getötet), 100 schwere Katapulte
    Total: 10000 Mann (7000 Tote, 2000 Gefangene), 1000 Pferde (100 erbeutet), 500 Elefanten (500 getötet), 300 Belagerungswaffen (200 zerstört)

    Der Kampf begann routinemäßig mit der Eroberung der Sklaven im Westen von Guamo. Dann aber musste Buddenbrock eine Entscheidung fällen: Wollte er seinen Nachschub vorwärts, auf sicheres Gebiet, ziehen, oder die Kriegsmaschinen zerstören, die am Fuß des Monte Aburrá im Hügelland standen?

    Er entschied sich, die Kriegsmaschinen mitzunehmen und seinen Reiterverband geschlossen im Feindesland zu lassen, um sich zu schützen, und vielleicht noch ein paar Fußtruppen mitzuschicken. Die Schildknappen überfielen daraufhin die Geschützstellung und zerstörten 200 Ballisten. Dabei wurde auch der gegnerische General Sucre getötet.
    Des weiteren griff eine berittene Infanterie der Nachschubtruppen die Schildträger in der Geröllwüste nordwestlich Medellins an und tötete sie.
    Talbot kümmerte sich derweil um die Hauptarmee, die sich im Westen der Stadt aufhielt. Mit allen verfügbaren Katapulten griff er diese Truppe im Fernangriff an. In der Geröllwüste zwischen Nachschub und Medellin lagerten noch berittene Kompositbogenschützen, die von schweren Speerkämpfern überfallen und getötet wurden, während ihre Pferde erbeutet wurden. Die Elefanten der Hauptarmee wurden von Bolzenschleudern angegriffen, schossen aber selber zurück, wodurch einige Männer verwundet wurden. Der Ausfall wurde von Föderaten begleitet, die sich vor allem auf die Kriegersklaven konzentrierten, und von Langschwertkämpfern, die eine blutigen und für beide Seiten verlustreichen Kampf gegen die Hellebardiere hatten. Weitere Schildträger wurden von Kamelreitern niedergeritten. Schließlich wurden die Elefanten von einem Trupp Speerträger der Quäker niedergemacht, der allerdings so gut wie verloren war, denn er stand nun auf freiem Feld.
    Einzig die schweren Katapulte auf dem Vorgebirge des Monte Aburrá bleiben verschont, da ansonsten eine weitere Einheit schutzlos im Gebirge stehen würde. Falls sich nun allerdings ein Frieden ankündigte, sollten sie vorher noch erobert werden.
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    Geändert von Kathy (22. November 2020 um 12:33 Uhr)
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    1418 n. Chr.
    Arturo Prat hatte inzwischen seine Garnison in Manizales auf 10000 Mann erhöht. Das war eigentlich nicht besonders viel, aber Barefoot fühlte sich unter Druck gesetzt - und mehr noch fühlte er sich von den 24000 Mann in Bilbao bedroht, die auch Offensiveinheiten umfassten, darunter zahlreiche Ritter. Der General fürchtete, dass ihm diese Entsatzungsarmee in den Rücken fallen könnte. Dies führte zu einer Nervosität, die schließlich in der Schlacht von Manizales gipfelte.

    Neuengland: Magnus Barefoot
    weitere beteilte Offiziere: Römmel Junior
    600 Katapulte, 100 gedeckte Rammen, 100 schwere Katapulte, 400 Mangonelle, 3000 Rammenträger (750 Rammen), 400 Ballisten, 10 gedeckte Belagerungstürme (10 zerstört, 1000 Tote: 1. Neunavarra-Armee), 20 Belagerungstürme (10 zerstört, 1000 Tote: 1. Neugranada-Armee), 1000 Kamelreiter (100 Tote, 900 Verletzte), 9000 Föderaten (7200 Tote: 2x 2. Neugranada-Armee, 1800 Verletzte), 4000 Schwertkämpfer (1200 Tote: 2. Neugranada-Armee, 1800 Verletzte), 3000 Langschwertkämpfer (400 Verletzte), 1000 Hellebardiere (400 Verletzte),1000 Kurzschwertkämpfer (1000 Tote: 1. Neugranda-Armee), 1000 Axtwerfer, 1000 Prodromoi
    Total: 36000 Mann (11500 Tote, 4900 Verletzte), 2380 Belagerungswaffen (20 zerstört), 2000 Kamele (100 Tote, 900 Verletzte)

    Großkolumbien: Admiral Arturo Prat
    Garnison:
    2000 schwere Bogenschützen (1000 Tote, 1000 Gefangene), 1000 Ritter (1000 Tote), 2000 Kriegersklaven (2000 Tote), 2000 berittene Infanteristen (2000 Tote), 2000 Schildträger (1000 Tote), 1000 berittene Kompositbogenschützen (1000 Tote), 1000 Bauernsoldaten (Nachschub, 1000 Gefangene)
    Miliz:
    1000 Speerwerfer (1000 Tote), 3000 Hellebardiere, 1000 Bogenschützen, 4000 unidentifizierte Truppen
    Total: 20000 Mann (10000 Tote, 2000 Gefangene), 4000 Pferde (4000 Tote)

    Magnus ließ die Stadt zunächst einmal fast das ganze Jahr belagern. Rammen, Katapulte, aber auch die Mangonellen und schweren Katapulte der Verstärkung, die er erhalten, hatte, sowie eine Gruppe Belagerungstürmen mit eingebauten Rammen bearbeiteten die Mauern, 400 Ballisten schossen im Fernkampf auf die Stadt, da es dort keine Verteidiger mit hoher Reichweite gab.

    Doch die Verstärkung jetzt war auf absehbare Zeit die einzige Verstärkung, die er bekommen konnte, während Prat ständig Nachschub erhielt. Zwar hatte Neuengland eine gewaltige Übermacht, aber jeder Mann in der Festung zählte laut Einschätzung des Verteidigungswertes für zwei, und um die Burg komplett zu schleifen, würden noch mindestens 5 Jahre nötig sein.

    Magnus Kamelreiter fingen einen Trupp Bauernsoldaten vor der Stadt ab, dabei wurden durch die scharfen Sensen und die langen Mistgabel allerdings einige Leute getötet.
    Die Schlacht begann mit einer folgenschweren Entscheidung: Barefoot befragte die Kommandanten seiner gedeckten Belagerungstürme, wie sie die Angriffschancen auf die schweren Bogenschützen einschätzten. 7 gaben sich siegesgewiss, 2 rechneten mit einer Niederlage und einer war unentschlossen. Magnus befahl ihnen daraufhin den Angriff - und die beiden Pessimisten behielten Recht, was ihnen allerdings nichts mehr nützte, denn natürlich kamen auch sie um.
    Vielleicht sah Magnus Barefoot angesichts der ständig nachströmenden Verstärkung seine Felle wegschwimmen, vielleicht wollte er auch nur, dass die Männer im Belagerungsturm nicht umsonst gestorben waren, sondern mit ihrem Opfer eine Bresche geschaffen hatten. Als der letzte Turm einstürzte, befahl er jedenfalls den Großangriff.

    Den Preis dafür zahlten zunächst einmal ausländische Truppen, die am Limes angeworbenen Föderaten. Ihre Chancen waren zwar schlechter als die der Langschwertkämpfer, aber diese wollte Barefoot schonen, und so schickte er 4000 Föderaten vor, die von den verbliebenen schweren Bogenschützen nach und nach abgeschossen wurden, aber auf die Mauern gelangten und dort die Bogenschützen schwächten.
    Zugleich konnten Schwertkämpfer - wenn auch mit hohem Blutzoll - die komplette berittene Infanterie ausschalten. Barefoot befahl nun seinen ungedeckten Belagerungstürmen den Angriff, doch die Kriegersklaven warfen diese um. Der General wurde zusehends verzweifelt, da ihm die guten Truppen ausgehen, ohne dass die Chancen sich merklich besserten (in der Regel rechnete die Mehrzahl der Kommandanten mit dem Tod in der Schlacht, kaum 1/3 bis 1/4 schätzte die Chancen auf einen Sieg ein - wobei auch diese manchmal Recht behielten, wie bei den ersten Schwertkämpfern). Um so entschlossener war er, einen Angriff jetzt erst Recht zum Sieg zu bringen, um die bisherigen Opfer zu rechtfertigen - eine fatale Dynamik, die am Ende mehr Neuengländer und Föderaten als Kolumbianer den Kopf kostete. Die Ritter, Schildträger und eine Truppe Kriegersklaven war bislang kaum angeschlagen. Doch Barefoot befahl seinen Leuten immer wieder den Angriff. Und tatsächlich konnten die Schwertkämpfer 1000 Schildträger besiegen, während zugleich 1000 von ihnen durch die Kriegersklaven abgeschlachtet wurden. Weitere 2000 Föderaten wurden geopfert, um Ritter und Schildträger zu binden, ein Trupp gewann mehr durch Glück gegen die Kriegersklaven, doch die Bogenschützen schossen noch einmal eine hocherfahrene Einheit von ihnen nieder.
    Doch die schiere Masse begann, die Kolumbianer zu erdrucken, und so wurden den Langschwertkämpfern inzwischen gute Aussichten bescheinigt. Und die bewahrheiteten sich. Mit knapp 100 Verletzten rieben sie einen Trupp Bogenschützen auf, säuberten die Wälle und erlaubten Barefoot, mit seinen Hellebardieren anzugreifen. Der erledigte die letzten Kriegersklaven. Die Langschwertkämpfer besiegten die Schildträger und Reiterschützen mit unterschiedlichen, aber überschaubaren Verletzten. Dagegen konnten die Ritter Kolumbiens noch einmal 1000 Kurzschwertkämpfer töten - diesmal mit gar nicht so schlechten Chancen. Doch die Stadt war längst nicht mehr zu halten, und Prat hatte sich mit seinen Koggen abgesetzt. Die letzten Ritter wurden von Föderaten besiegt, die zwar keine Häuserkampfausbildung hatten (und daher nicht schon geopfert worden waren), aber mit ihrer disziplinierten Formation gut für den Kampf gegen Reiter waren. Die Ehre, die Stadt zu befreien, wurde Römmel und seinen Aytwerfern zuteil, die auf den Widerstand von 66 schweren Bogenschützen stießen - oder auch nicht auf deren Widerstand, denn um 1000 Verwundete zu retten streckten diese die Waffen.

    Allerdings griffen noch einmal 9000 Bürger zu den Waffen und verschanzten sich um die Stadt herum. Es war jedoch nur eine Reiterei aus Prodromoi übrig, die diese Rebellen angreifen konnte, und die meisten Fußtruppen mussten in die Stadt einrücken, um diese zu verteidigen. Ein Angriff auf die übrigen Milizionäre schied aus. Immerhin waren sie aber nicht ausreichend gefährlich für die gesamte Armee.

    Ich bekam nach dem Sieg ein Paket aus einem seltsamen Material. Es wirkte wie Pergament und ließ sich etwa so gut beschreiben, wenn nicht sogar noch besser. In dem Paket waren 407000 Dublonen für Nathan, die jedoch nicht nach New York geschickt wurden, sondern bei mir landeten, damit ich davon die Soldaten in Guamo, Medellin und Manizales bezahlen konnte, so dass Nathan sich den Geldtransport sparen konnte.

    Von dem seltsamen Packmaterial war noch ein Stück darin enthalten, und Barefoot beschrieb es als "Papier", ein Schreibmaterial, das aus Lumpen gewonnen wurde und sehr viel billiger war als Pergament. Auf dem Papier stand auch, wie genau man es herstellte.

    Manizales wurde mit Medellin in die Baronie "Neunavarra" zusammengefasst. John Talbot wurde dort als Gouverneur eingesetzt, da er auch derjenige war, der Medellin - und sobald Barefoot nach Bilbao vorrückte, auch Manizales - verteidigen musste.

    Ich schrieb Simon Bolivar einen Brief auf dem neuen Papier, wo ich ihn bat, ihn während eines Waffenstillstands in Guamo zu treffen und kennenzulernen. Als Vertreterin meines Vetters hatte ich volle Verhandlungsvollmacht.
    Ich sprach mit Bolivar über die Lage, ein wenig über das Schicksal seines Vorgängers Sucre, dann über die blutigen Schlachten in Manizales, die auf beiden Seiten 10000 Witwen und noch mehr Waisen hinterlassen hatte, und die wir doch in Zukunft gerne vermeiden würden. Damit kam ich auch zum Kern: Was war sein Vorschlag, um die Basken-Frage zu lösen. "Wir sehen dieses Volk immer noch bedroht und um seine Freiheit betrogen. Daher können wir uns einen Frieden nur vorstellen, wenn Ihr Bilbao räumt", sagte ich unverblümt zu beginn der Verhandlungen. Sicher wäre es möglich, den Krieg auch mit Gold zu beenden, doch warum sollten wir das tun, solange wir auf der Siegesstraße waren? Doch Simon Bolivar fasste das Angebot als "eine Beleidigung für Großkolumbien" auf.
    Ich erhob mich. "Senor, vielleicht solltet Ihr besser noch einmal über das Angebot schlafen. Wenn Ihr es ablehnt, könnte es schon bald angebracht sein, das Wort 'Groß' vor Kolumbien zu streichen. Zunächst einmal aber zahlen Eure Soldaten den Preis für Eure Sturheit."

    Ich bat ihn, mit zu folgen, und vom Dach unseres Hauses blickten wir hinüber zum Monte Aburrá und seinem Nordausläufer. Auf ein Zeichen vor mir verließ mein Mann mit 1000 Kamelreitern die Nachschubtruppe und stürmte auf die Hügel, wo er die schweren Katapulte eroberte. "Das ist Euer Werk, Bolivar, Ihr hättet es verhindern können", teilte ich mit. "Aber keine Sorge, Ihr habt freies Geleit und dürft nun nach Bogota zurückkehren."
    Der Angriff war nicht risikolos, wir riskierten nun die Kamelreiter, die bei den Katapulten auf den Hügeln blieben. Das Kalkül war, die Zahl der "leichte Ziele" zu erhöhen - Kriegsgefangene bei Guamo und Manizales, Pferde bei Medellin und nun Katapulte und Kamelreiter", die verwundeten Speerkämpfer der Quäker - so dass die Kolumbianer gar nicht alle Ziele angreifen konnten. Und tatsächlich verhielten sie sich passiv. Sie zettelten war Anti-Kriegs-Demonstrationen in Guamo an, aber sogar die exponierten Kriegsgefangene Bauernsoldaten bei Manizales blieben verschont, obwohl ein Trupp Rebellen-Hellebardiere einmal um sie herumlief. Nicht einmal die 2000 Gefangenen bei Guamo, sonst ein verlässlicher Köder, wurden geschluckt.
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    Geändert von Kathy (24. November 2020 um 20:03 Uhr)
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  10. #130
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    1419 n. Chr.
    Ein wütender equadorianischer Abgesandter erreichte New York. "Seine Exzellenz, Pascual de Andagoya, sieht mit Besorgnis, dass Ihr immer noch einen primitiven Kriegeradel habt. Es wäre an der Zeit, dass auch Ihr die Vorteile eines Söldnerheeres erkennt, und vielleicht einige equadorianische Hidalgos anwerbt." "Danke", meinte Nathan. "Aber meine Adelskrieger machen ihre Sache sehr gut und sind nicht so teuer in der Anwerbung."

    Dunkler Rauch wehte über Manizales, als die Hellebardiere der Bürgerkriegsmiliz das Gewerbegebiet im Norden der Stadt in Brand steckten und bis zur letzten Werkstatt niederbrannten. Sie wollten auf keinen Fall, dass dieses Viertel in die Hand der Eroberer fiel. Magnus Barefoot war dagegen froh, dass diese Leute nicht seine geschwächte Armee angriffen, die nun etwas Zeit finden würden, sich zu erholen.

    Keine gute Idee war es, mit der Beute die Bogenschützen im Westen der Stadt zu Kompositbogenschützen aufzurüsten, denn die hatten gegen unsere Prodromoi keine Chance und wurden von ihnen gefangen genommen, das Geld war also verschwendet. Diese Gefangenen wurden später von den Rebellen befreit - nicht aber 1000 gefangene Bauernsoldaten, die unserer Armee folgten und schutzlos auf dem freien Feld standen.

    Während die karibische Kultur zu einer Kultur der Dekadenz wurde (zu viel Jamaika-Rum) errichtete Haiti den Porzellanturm.

    Herzogin Clodia von den Absarokee konvertierte nun ebenfalls zum Tengrismus, der wichtigsten Religion Amerikas. Dadurch zogen auch ihre Heiligtümer Besucher aus aller fernen Ländern an.

    Diego Velázquez de Cuéllar XXIII., Nachkomme des kubanischen Gouverneurs, heuerte als Konquistador und Entdecker bei Henry Tudor an - und begründete so einen englischen (aber nicht neuenglischen) Anspruch auf Kuba.

    Jacob Christoph Rad wurde ein wichtiger Zuckerverarbeiter in Byzanz.

    Nathan schaffte es, für unsere Weltkarte bzw. die kleinen Entdeckungen, die Ibn Battuta ihr hinzugefügt hatte, in Grönland zumindest 100000 Kronen zu verdienen.
    Mehr Geld brachten 10 erbeutete kolumbianische Koggen, die in San Francisco auf Handelsmission gingen und 4600000 Kronen erlösten. Das reichte fast für den Sold eines Jahres.

    Die Generäle und Nathan trafen sich wieder in unserem Haus in Guamo, das als inoffizielles Hauptquartier diente, obwohl Medellin zentraler lag. Die Frage war, wie wir weiter vorgehen wollten, und entsprechend, wie der Nachschub geleitet werden sollte.
    "An meiner Grenze ist es nicht sonderlich spannend", meinte Römmel. "Ich würde gerne einen Zug gegen Bogota anführen, dann kann Magnus sich erholen, und die Straße nach Guamo würde auch endlich frei." "Aber ich bekomme dann auch keinen Nachschub für Bilbao, das eigentlich Kriegsziel." Die Herren Generäle stritten sich eine Weile, dann wandten sie sich an Nathan, damit er entschied. "Ich bin nur ein Kirchenmann. Ich segne ab, was mich überzeugt, aber das sind im Moment beide Pläne - Cathy, was sagst du?"
    "Bogota ist ein heißes Pflaster. Ich habe keine Spione dort - keine verlässlichen - nur Informanten. Die berichten von 20000 Mann in der Stadt und 12000 davor. Das ist recht viel, wenn man die Stadt noch belagern muss. Heißt, lieber Vetter: Ich brauche Spione von dir. Am besten 2 Teams, damit eines erhalten bleibt, wenn das andere geschnappt wird.
    Insofern wäre Bilbao das bessere Ziel. Hier stehen zwar auch 25000 Mann in der Stadt und 2000 sind davor, aber ich habe einen Agenten - und zwar einen erfahrenen, der schon in Medellin die Tore geöffnet hat und dessen Großvater in Guamo dabei war - postiert. Da gerade auch Nachschub nach Medellin geschickt wurde, könnte Talbot das frische Fußvolk behalten und die anderen Leute weiterschicken.
    Zwischen beiden Städten liegt noch El Soccoro. Hier rechnet Simon Bolivar nicht mit einem Angriff, denn er hat nur 13000 Mann - gleichzeitig ist der Ort aber auch weit weg von unseren Armeen und würde, wenn das Krieg hiernach endet, im kulturellen Einflussgebiet Großkolumbiens liegen.
    Meine Tendenz ist es also, erst einmal die Truppen Talbots und Barefoots zu vereinen - natürlich, nachdem eine ausreichende Garnison in beiden Städten zurückbleibt - und Bilbao einzunehmen. Es ist das Haupt-Kriegsziel und würde die Front nicht verlängern, da dadurch Manzizales nicht mehr angreifbar ist.
    Zugleich bilden wir neue Agenten für Bogota aus und rüsten in Guamo eine Truppe aus, die Bogota einnehmen soll. Es ist ein wichtiges Kriegsziel, hat enormen Einfluss auf unsere Städte und hindert den freien Verkehr zwischen den Städten an der Piratenküste. Zudem fallen damit einige Ressourcen an uns, zum Beispiel das Papyrusvorkommen bei Cartagena das Indias. Wir sollten unbedingt versuchen, die Stadt noch in diesem Krieg zu nehmen.
    Die Alternative wäre, dass Bolivar uns Bilbao kampflos überlässt. Das aber ist derzeit nicht absehbar. Ich habe ihn noch einmal angeschrieben, ob er seine Meinung ändert, und was sein Vorschlag wäre." Ich zeigte den Herren einen Brief. "Er schlägt 320000 Dublonen Entschädigung für die vertreibenen Basken aus Bilbao und 17000 Dublonen Eingliederungshilfe alle 3 Jahre, 10 Jahre lang, an. Ich werde auf dieses Schreiben nicht antworten. Das machen Sie, meine Herren, mit Ihren Taten." Nathan nickte das ab.

    Zu Ende des Jahres endete der Sonderfrieden mit den Sioux, aber wir sahen derzeit keinen Grund, einen Krieg anzufangen.

    1420 n. Chr.
    Als ich Nathan einmal in New York besuchte - meine Kinder sollten die Stadt schließlich auch kennenlernen - herrschte am Palast rege Betriebsamkeit. Einige Baumeister stellten Pläne auf. "Ich habe vor, den Palast durch eine feste Burg zu ersetzen", erklärte mein Vetter. "Dabei bedienen wir uns einer neuartigen Bauweise, der Fachwerkbauweise."

    Er zeigte mir die Pläne, doch aus technischer Sicht verstanden ich sie genauso wenig wie er. Nur, dass das irgendwie revolutionär war.

    Pedro Álvares Cabral IV. wurde in Neuportugal abgesetzt. Neuer Gouverneur wurde Gonçalo Coelho, der ein drakonisches Strafrecht, die gesellschaftliche Arbeitsteilung und ein Wanderpriestertum einführte. Mit Brot und Spielen machte er sich zusätzlich beliebt.

    Bei den Sioux wurde König Jumping Buffalo VI. von Crow Dog erschossen, der eine Senatsrepublik einführte.

    Die Maya errichteten den Stephansdom.

    Rio de La Plata erklärte den Bukanier-Piraten den Krieg, woraufhin natürlich auch Equador und die Algonkin mitzogen.

    Die Mormonen machten Yi Sun Shin zu ihrem Admiral.
    Bei den Comanche wurde Ignaz Mautner zum Gründer der Brauerei Mautner.
    Marie François Xavier Bichat wurde 2. Hofarzt bei Henry Tudor.

    Der Fachwerkbau war etwas, was wir gut anderen Ländern bringen konnten, auch auf das Risiko hin, dass diese uns mit der neuen Burganlage zuvorkamen.
    Zunächst allerdings machten wir mit Grönland einen Handel: Hermann Wedigh lieferte uns Messinglegierungen und -Geräte, vor allem für den Bau neuer Kathedralen. Dafür lehrte Nathan unsere Freunde, die Exkommunikation und das Mönchtum in ihrer Kirche durchzusetzen.

    Die Möglichkeit, Kathedralen zu bauen, machte die Eroberung von Bogota noch lukrativer, da wir dadurch den Marmorsteinbruch von Guamo auf unser Gebiet bekommen konnten, was die Nathuatl-Pyramiden beschleunigen würde.

    Clodia fand den Fachwerkbau sehr interessant, und gegen eine Zuzahlung von 11400000 Pfund versprach sie, unsere öffentliche Verwaltung zu revolutionieren. Neben der Möglichkeit, eine Bürokratie einzuführen, senkte die effizientere Verwaltung auch unsere Kosten sofort von 6190000 Pfund auf 3850000 Pfund pro Jahr, so dass sich die Zuzahlung in weniger als 5 Jahren bezahlt machen würden.
    Erfreulich war, dass auch Henry Tudor sein Wissen mit uns teilen wollte - und uns nicht nur den Schiffbau brachte, sondern noch 900000 Pfund dazuzahlte.

    Die neuen Schiffbaupläne waren, auch wenn einige von ihnen noch weiteres Wissen oder die Unterstützung bestimmter Handelsgilden brauchten, revolutionär. Vor allem, wenn wir irgendwann einmal Neuportugal oder die Sioux angreifen wollten waren die neuen Segelschiffe ein besserer Transporter als die bisherigen Knorren. Auch konnten unsere Arbeitsboote endlich das Treibgut in der Sankt-Lorenz-Straße Bergen, das eine Gefahr für die Schiffe dort war und zugleich 7 Tonnen Material für die Ausrüstung der neuen Bogenschützen in Chicago einbrachte.
    Andere zahlten nur Geld dafür, dass wir ihnen das Fachwerk brachten: Die Maya 1750000 Maya-Münzen, die Irokesen 750000, Equador 400000 Dublonen. Nathan fürchtete, dass so seine Burg das selbe Schicksal teilen würde wie der Dome de Cologne, aber das Risiko war es uns wert, denn wir brauchten das Geld und das Wissen.

    Bei den Keowee wurde ein Mann geboren, von dem die einem meinte, dass er einen Vogel hätte, andere ihn jedoch als großen Visionär betrachteten:

    Otto Lilienthal befasste sich mit Möglichkeiten, den Menschen in die Lüfte zu tragen und das Fliegen beizubringen.

    Seine Versuche waren nicht alle erfolgreich, und da der Prophet im eigenen Lande nichts galt, zog er zu den Tanasi. Dort, von den hohen Bergen, mit Hilfe des Anland-Windes des Meeres, hoffte er, einen Segelflug zu schaffen. Große Erfolge hatte er zunächst nicht, aber er wurde dort als Techniker und Forscher mehr geschätzt und ließ sich dort nieder, was der Stadt, die mit ihrer Produktion ohnehin zurücklag, sehr guttat.
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    1420 n. Chr.
    Wir trafen uns wieder in unserem Haus in Guamo. Es war immer noch das Hauptquartier, auch wenn es längst nicht mehr so zentral lag - da an der Grenze von Cartagena das Indias nichts passierte, wäre Medellin viel zentraler gelegen - und obendrein viel schlechter versorgt war als die anderen eroberten Städte, da diese Häfen mit freien Handelswegen hatten. Es gab keinen Tee, keinen Zucker, keinen Wein, als die Generäle eintrafen. "Nächste Jahr treffen wir uns lieber bei mir", meinte Talbot. "Schätze, das ist auch sicherer für Euch, Cathy." "Danke, aber mein Mann ist hier stationiert." "Seit wann interessiert Euch Euer Mann? Die Stadt ist groß und hat viele schöne Senoritas zu bieten."
    "Könnten wir bitte zur Sache kommen?" meinte Buddenbrock etwas säuerlich. "Was denn, hier, am Tisch?" fragte Talbot provokant. "Ja - und zwar damit." Buddenbrock deutete auf die Karten. "Zum Thema Sicherheit in Medellin: Da sind 4000 kolumbianische Ritter und 4000 weitere Fußsoldaten auf dem Weg nach Südosten, entweder Bilbao oder unsere Städte. Hier in Guamo gibt es nur 2000 Elefantenbogenschützen, von denen zunächst nur der erste Trupp in Reichweite ist. Meine Männer kümmern sich gerade darum, dazu brauchen die mich."

    Tatsächlich schossen gerade unsere Katapulte und Stellungsballisten (je 200) auf das Lager, während eine Truppe mit 100 schweren Katapulten in die Feldschlacht zog. Nachdem 40 Katapulte beschädigt waren, konnten die berittenen Infanteristen die Elefantenbogenschützen töten, und es gab Elefantenspeck zum Abendessen und Elfenbeinschmuck für später.
    "Pah", meinte Talbot. "Viel gefährlicher ist es bei mir auch nicht. 1000 Kriegersklaven vor der Haustür - die werden gerade von 200 Ballisten und 200 Katapulten weichgeklopft.

    300 Katapulten eher, denn auch die erbeuteten schweren Katapulte von den Hügeln kommen noch dazu. Danach sollen meine Mangonellen sie anreifen."
    Nachdem 60 Mangonelle beschädigt worden waren konnten hier Schildknappen (400 verletzte), die Kriegersklaven gefangennehmen.
    In Medellin wurden außerdem 1000 Sklaven für 500000 Pfund zu einen richtigen Bautrupp aufgewertet, um schneller die Stellungsballisten in der Stadt bauen zu können.
    Mit der Sicherheit war es aber bald wieder vorbei, da die Kolumbianer sich ihre Kriegsgefangenen zurückholten und mit der Ritterarmee direkt vor der Stadt vorbeiliefen.
    "Wenn meine Leute ihren Kampf gewonnen haben, Magnus, kann ich darüber nachdenken, aus dem jüngst hinzugekommenen Nachschub eine Nachschubtruppe für dich zu bilden, Magnus." Der nickte und meinte: "Das ist gut. Meine Leute erholen sich langsam, aber ich muss ja auch welche als Stadtwache zurücklassen, und brauche dann frische Männer für den Marsch nach Bilbao. Ich schlage vor, dass sich unsere Truppen in der Tundra südwestlich von Manizales vereinigen. Allerdings kann es sein, dass ich noch ein paar Leute verliere, denn die Miliz von Manizales muss noch besiegt werden, und vermutlich habe ich jetzt die letzte Chance dazu, bevor sie nach Bilbao marschieren und mir da das Leben schwer machen." "Dann mach dich lieber auf", meinte ich. "Nicht, dass deine Leute ohne dich scheitern." "Pah - es sind nur Milizionäre. Gut bewaffnet, aber nicht ausgebildet."

    So kam es dann kurz darauf tatsächlich zur Schlacht in der Ebene von Manizales.

    Neuengland: Oberkommando Magnus Barefoot
    weitere Offiziere: Römmels Sohn
    600 Katapulte, 400 Ballisten, 400 Mangonelle, 100 schwere Katapulte (5 beschädigt, 50 Verletzte), 1000 Axtwerfer, 100 gedeckte Rammen (10 zerstört, 90 beschädigt, 100 Tote, 900 verletzte), 1900 Langschwertkämpfer, 1000 Schwertkämpfer, 2000 Axtkämpfer (300 Verletzte), 1000 Rammenträger (600 Verletzte, 150 von 250 Rammen beschädigt), 10 Belagerungstürme (5 beschädigt, 500 Verletzte), 700 Hellebardiere, 500 Prodromoi
    Total: 18100 Mann (100 Tote, 2350 Verletzte), 1860 Belagerungswaffen (10 zerstört, 250 beschädigt), 500 Kamele

    Großkolumbianische Rebellen: Arturo Prat (von Bilbao)
    6000 Hellebardiere (6000 Tote), 1000 Peltasten (1000 Tote), 1000 Bogenschützen (1000 Tote), 1000 Sklaven (1000 gefangene)
    Total: 9000 Mann (8000 Tote, 1000 Gefangene)

    Während Magnus noch zur Koordination der Schlachten in Guamo war, beschossen seine Katapulte, Ballisten und Mangonellen munter die Stellungen der Miliz. Erst als er eintraf gab es einen Ausfall. Der begann mit den schweren Katapulten, von denen nur wenige durch Hellebardiere beschädigt wurden.

    Römmels Sohn führte den Ausfall an, und seine Axtwerfer waren die ersten, die - ganz ohne Verluste - 1000 Hellebardiere niederstreckten. Verluste gab es dagegen, als unsere gedeckten Rammen das Lager der Miliz angriffen und mehrfach von Hellebardieren angegriffen wurden. In den engen Rammen konnten die Leute sich nicht wehren und wären massakriert worden, wenn nicht 1900 Langschwerkämpfer und 1000 Schwertkämpfer weitere Hellebardiere getötet und die Rammen gerettet hätten.
    Als Magnus Barefoot Axtkämpfer dazuschickte flohen die Hellebardiere und schickten den Axtkämpfern leichte Peltasten entgegen, die aber ziemlich schnell besiegt wurden. Ein weiterer Rammentrupp wagte es, die Befestigung einiger Bogenschützen anzugreifen und ihre Einpfählung niederzureißen, wenn auch mit Verletzungen. Die Axtkämpfer konnten daraufhin einen weiteren Trupp Hellebardiere erwischen.
    Magnus selbst rückte mit 10 Belagerungstürmen aus, die Pfeile auf Hellebardiere schossen, die mit ihren Hellebarden zumindest einige Kerben in das Holz schlagen konnten. Doch als Magnus seine eigenen Hellebardiere auspackte wurden letzten Hellebardiere der Kolumbianer geschlagen. Nur noch ihre Indio-Bogenschützen standen, wurden aber von Prodromoi überrannt, die auch die dortigen Kriegsgefangenen wieder gefangennahmen und mit den Überlebenden der Miliz auffüllten. Die Prodromoi kehrten allerdings schnell wieder um, da Elefantenbogenschützen im Anmarsch waren.
    Die Kriegsgefangenen wurden allerdings nicht von den Elefantenschützen, sondern von Indio-Rebellen befreit, die einen Aufstand gegen die Besatzung und gegen Kolumbien probten.

    Nathan schrieb mit einen aufgeregten Brief. Ibn Battuta XVII. war tot. Die Knorren seiner Expedition wurden auf dem Rückweg von 10 Piratenliburnen bei Joao Pessoa gekapert.

    Damit hatten wir einen Kriegsgrund gegen das reichlich primitive Neuportugal und seine Verbündeten erhalten - und Pilatus würde dafür sorgen, dass der Kriegsgrund am Köcheln blieb, damit mir nach Kolumbien auch dieses Gebiet angreifen und einnehmen konnten.

    - Stoppt die Piraterie (Sioux)
    - Stoppt die Piraterie (Grönland)
    - Rückeroberung von Bilbao/Baskenland (Großkolumbien - Kriegsgrund in Verwendung)
    - Verstöße gegen die Verträge gegen Cartagena das Indias (Piraterie) und Guamo (Spionage) gegen Großkolumbien
    - Eroberung des Kölner Doms (La Plata)
    - Stoppt die Piraterie (Neuportugal)

    1421 n. Chr.
    Der Arzt Garcia de Orta erlangte in La Plata eine übergroße Bedeutung.

    Die Irokesen nahmen Mesa Verde von den Kreuzfahrern ein - und befreiten gleich die dortigen Pueblo, die unter Pablo Montoya wiedererstanden und das zweite Schutzgebiet der Irokesen wurde.
    Die Pueblo bauten ihre Porzellanmanufaktur wieder auf und schlossen mit allen ihren bisherigen Feinden im Mayareich - das sie schließlich damals besiegt hatte - Frieden, ebenso mit denen, die sich damals dem Kriegszug gegen die Pueblo angeschlossen hatten. Dafür erklärten sie den Bukaniern den Krieg.
    Die Sphinx, die Pyramiden und Chichen Itza waren wieder in der Hand ihrer Erbauer.
    Auch sie profitierten von der Einführung der Vierfelderwirtschaft.

    Die Maya gewannen die Botanikerin Jeanne Baret als Forschungsreisende für ihr Land.
    Bei den Tupi wurde Hans Holbein zu einem bedeutenden Maler.
    Die Kreuzfahrer holten sich den General Juri II. Wsewolodowitsch an ihre Seite, um sich gegen die Maya zur Wehr zu setzen.
    Der Philosoph David Hume zog an den Hof von Henry Tudor.

    Inzwischen stieg auch Neuportugal mit seinen Verbündeten, den Inuit, Kariben und Utah in den Krieg gegen die Piratin Read ein.
    Damit endete das goldene Zeitalter der Piraterie - zumindest für die Bukanier.

    Auf Grönland war die Forstwirtschaft sehr viel fortgeschrittener als bei uns, also bot Nathan seinem Vasallen Martim Afonso de Soussa an, dass dessen Leute an unserem Kriegshafen die Kunst des englischen (also wirklich englischen, nicht neuenglischen) Schiffbau erlernen und seine Adeligen als Knappen bei uns das Rittertum erlernen durften. Dafür sollten unsere Landlords bei ihm die Forstwirtschaft kennenlernen, was Holz für bessere Langbögen mit sich bringen sollte.
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    1421 n. Chr.
    Pablo Montoya, Anführer der zurückgekehrten Pueblo, traf sich auch mit Nathan. Sie vereinbarten eine gemeinsame Grenzöffnung. Da die Pueblo im Gegensatz zu vielen anderen nicht der Meinung waren, dass wir zu fortschrittlich werden würden, boten sie außerdem an, uns ihre Dogmen zu lernen und dafür Bauarbeiter für den Fachwerkbau und 16250000 Pfund zu nehmen.

    Einen wirklichen Nutzen brauchten uns diese Dogmen allerdings nicht.

    Haiti zahlte 350000 Maya-Münzen, damit wir ihnen Fachwerkbauten errichteten, La Plata 970000 Dublonen, damit waren die Dogmen schon fast wieder bezahlt.
    Thomas Twining XXXII. konnte mit den Maya auch zwei Verträge abschließen, die unsere Kriegskasse dauerhaft entlasteten: Salz für 31000 Maya-Münzen und Honig für 26000 Münzen verkaufte er im Jahr. Das waren deutlich mehr als 10% unseres derzeitigen Defizits.

    Medellin war eine schöne Stadt, viel schöner als Guamo. Guamo war unter endlicher Besatzung geschrumpft, viele Häuser standen leer und waren Baufällig, und das Umland ernährte auch nicht mehr Leute. Medellin dagegen hatte einen offenen Hafen, durch den neuenglische Konsumgüter in die Stadt gelangten und große befriedete Bereiche im Norden der Stadt, auch wenn dort noch einige rauchende Ruinen standen. Die Bevölkerung war 4 1/2 mal so groß und trotzdem schon nach dem Krieg befriedet, es gab nicht diese Überzahl neuenglischer Soldaten. Auch wenn es meinem Mann nicht passte, stimmte ich zu, das Hauptquartier nach hier zu verlegen.
    Die erste Sitzung fand in Talbots Haus statt, wo er seine kolumbianischen Sklavinnen hatte - genug für alle Generäle - , die er allerdings vor der Sitzung ausschloss. Wir konnten keine potentiellen Spioninnen gebrauchen, und selbst den Basken hier in der Stadt konnten wir nicht ganz trauen. Talbots Frau - ebenfalls Baskin - trat daher nur beim Abendessen als Gastgeberin auf, nicht aber bei der Besprechung. Die Rolle nahm, wie schon in Guamo, ich ein.

    "Also, zunächst einmal... Gibt es irgendwelche Berichte von der Front?"
    Magnus Barefoot: "Ich habe vor der Abreise in Manizales für Ruhe im Karton gesorgt. Ein paar rebellische Indios haben die Bison-Jagdgründe besetzt. Meine 560 Katapulte haben im Fernangriff Vorarbeit geleistet, 95 schwere Katapulte haben dann die Bauernsoldaten zusammengeschossen.

    John Smiths Ballisten haben sie weiter geschwächt, und eine andere Ballistentruppe hat die Leibgarde des Warlords unter Beschuss genommen. Danach konnten meine Hellebardiere mit 700 Mann die Bauernsoldaten aufreißen, und Römmels Sohn hat mit seinen Axtwerfern den Häuptling festgenommen. 50000 Dublonen Beute erlauben es uns, Versorgungsgüter hier zu kaufen und damit Nathans Schatzkästchen etwas zu entlasten." Wie hoch sein eigener Anteil und der von Römmel war, blieb unerwähnt - natürlich hatten sie und die beteiligten Soldaten sich etwas abgezwackt. "Braver Junge", meinte Römmel selbst, der mit seinem Posten in Cartagena das Indias seit Jahren nur Zuschauer war.

    Das Geräusch von Holz, das unter hoher Belastung ächzt, unterbrach unser Gespräch. Das war typisch für den Abschuss eines Katapults. Talbot stand auf. "Die Ritter sind in Schussweite gekommen. Ich muss los." Im Laufen gürtelte er sein Schwert, und noch ehe der Wächter ihn alarmieren konnte war der General aus der Tür. "Kommt", meinte ich. "Sehen wir uns die Schlacht in der Tundra von Medellin von einem hohen Turm aus an."

    Neuengland: John Talbot
    600 Katapulte, 200 Ballisten, 160 Mangonelle, 100 schwere Katapulte, 1000 Hellebardiere (1000 Tote: Leibgarde Thomas Jefferson), 1000 schwere Speerkämpfer (400 Verletzte), 1000 Bauernsoldaten (1000 Tote: 2. Neugranada-Armee), 2000 Kamelbogenschützen (100 verletzte), 1000 Kamelreiter (100 Tote, 900 Verletzte), 2000 Schildknappen (600 Verletzte), 1000 Kampfhunde, 100 Hundeführer, 1000 Bolzenschleudern (1000 zerstört, 1000 Tote: 1. Neunavarra-Armee), 1000 berittene Infanteristen (1000 Tote: Grabwächter der Terrakotta-Armee), 1000 Prodromoi
    Total: 16900 Mann (4100 Tote, 2000 Verletzte), 2060 Belagerungswaffen (100 zerstört), 1000 Huunde, 7000 Kamele (1100 Tote, 1600 Verletzte)

    Kolumbien: Arturo Pratt (aus Bilbao)
    4000 Ritter (4000 Tote), 1000 Schildknappen (1000 Tote), 1000 berittene Infanteristen (1000 Tote, 1000 Pferde erobert und verloren), 500 Kriegselefanten (500 getötet, 1000 tote Reiter), 1000 Hellebardiere (1000 Gefangene), 1000 Sklaven (1000 Gefangene), 1000 Langschwertkämpfer
    Total: 10000 Mann (7000 Tote, 2000 Gefangene), 500 Elefanten, 6000 Pferde, Tiere insgesamt: 6500 (5500 Tote, 1000 erobert und zurückerobert)

    Die Katapulte, Ballisten und Mangonellen beschossen die heranreitenden bzw. vorbeireitenden Kolumbianer aus sicherer Entfernung, bis diese sich aus dem Schussbereich zurückzogen. In dieser Zeit bereitete Talbot seinen Ausfall vor. Die Speerspitze bildeten dabei Leute mit Stangenwaffen, die sich gut für den Kampf gegen Reiter eigneten. Allerdings hatte dieser Ausfall eine Schwäche: Es waren nur sehr wenige Männer, und gegen die inzwischen schwer gepanzerten und gut ausgebildeten Ritter sahen einige von diesen Truppen schon wieder schwach aus. Es war Pech, dass ausgerechnet die Hellebardiere am Anfang umkamen, aber auch die Bauernsoldaten und eine Manipular-Phalanx aus schweren Speerkämpfern hatten starke Verluste: 2000 Mann und 400 Verletzte bei nur 1000 getöteten Rittern. Die verbleibenden Leute wurden in der Phalanx zusammengefasst, die von diesen noch am meisten überlebt hatten.

    Da auch jede Form von Kamelreitern effektiv gegen Ritter war, bestand der zweite Ausfall darin, die Ritter, die die abziehende Phalanx verfolgten, von Kamelreitern angreifen zu lassen. Das war erfolgreich, 3000 Ritter fielen, auch wenn sie im Nahkampf mit Lanze und Schwert den Kamelreitern schwere Verluste zufügten. Der Kampf wurde riskanter, da es keine wirklichen Anti-Reiter-Truppen mehr gab, und nur die Schwächung der Elefanten durch die Bauernsoldaten sorgte dafür, dass die Schildknappen sie zerschlagen konnten und weniger Verletzte hatten als gegen ihresgleichen. Was blieb war eine angeschlagene berittene Infanterie. Diese wurde von Kampfhunden überfallen, die Hunde bissen die abgesessenen Reiter tot und trieben die Pferde zusammen, konnten sie aber nicht in die Stadt treiben, da sie keine Hütehunde waren.
    Die Hunde flohen dagegen von einer Truppe Elefantenbogenschützen abseits des Schlachtfeldes, bei denen sich Arturo Pratt aufhielt, um das Gefecht zu kommandieren. Was blieb waren 1000 Hellebardiere mit ihren befreiten Sklaven im Westen der Stadt. Und dieser Kampf verlief noch einmal sehr ungünstig. 1000 Bolzenschleudern wurden von ihnen in den engen Gassen des Handwerkerviertels in die Falle gelockt, in den Nahkampf gezwungen und mit schweren Axthieben zerstört, die Besatzung getötet. Auch ein Ausfall der berittenen Infanterie endete, trotz einer Gassenhauer-Ausbildung, tödlich, die die Hellebardiere sie noch vor dem Absteigen erwischten. Doch danach waren so viele Verwundet, dass selbst eine leichte Reiterei sie einkesseln konnte. Die Kolumbianer gaben auf und übergaben sich und die Gefangenen.
    Lange behielten wir die Pferde nicht, ein Trupp Langschwertkämpfer vertrieb oder schlachtete sie, aber die Kriegsgefangenen holten sich Prats Leute nicht.

    Beide Kämpfe hatten jedoch zur Folge, dass sich einige Truppen nicht erholen konnten, neue Verletzte dazugekommen waren und, im Falle Talbots, 4000 Mann fielen, die nun für den Angriff auf Bilbao fehlten. Talbot forderte also, als wir wieder zusammensaßen, erst einmal Nachschub aus Guamo an, ehe er bereit war, Leute zur Unterstützung von Barefoot abzustellen. Die Kolumbianer hatten Zeit gewonnen.

    Wieder im Hauptquartier war ein Bote von Ito Sukeyuki eingetroffen. Der Admiral war mit der Philadelphia-Flotte - oder eher: Großkolumbien-Flotte, denn sie war ohnehin nicht mehr in Philadelphia stationiert - aufgebrochen und hatte unterwegs eine Blockade kolumbianischer Fischerboote durch seine Liburnen eingerichtet, die aber wegfallen würde, sobald die langsameren Schiffe aufgeholt hatte und es weiter ging. Sein Ziel war es, Bogota zu belagern, zu blockieren und mittels Katapulttriremen die Stadtbefestigung zu schwächen.
    "Bogota ist immer noch ein fernes Ziel in diesem Krieg, aber wünschenswert, um Guamo aus der Umklammerung zu befreien. Allerdings sind immer noch mindestens 18000 Soldaten in der Stadt, und 7000 im Umland. Da ich Truppen nach Medellin abtreten muss, kann ich hier nicht angreifen. Allerdings ist auch der bestellte Spion noch nicht in der Stadt - sagt meine Frau", fasste Buddenbrock zusammen.
    "In Bilbao sagen meine Quellen, dass es inzwischen sogar 25000 in der Stadt und 4000 im Umland sind, was auch gegen einen übereilten Aufbruch spricht. Allerdings ist der Angriff dort immer noch empfehlenswert, eben weil meine Quellen dort sitzen und eine lange Belagerung oder einen verlustreichen Angriff wie in Manizales verhindern können", meinte ich.

    "Übrigens kann dieser Krieg als Erfolg gelten. Unsere 'Punkte' steigen, im Gegensatz zu denen vorn Großkolumbien, rasant ab. Interessant ist noch: Der Abfall der Punkte hat den Azteken bei der Landung der anderen Engländer geschadet, die Maya dagegen sind trotz Kreuzfahrern und Piraten immer noch unangefochtene Nummer eins. Beim Militär sieht man schön, wie Kolumbien zusammenbricht, während wir trotz aller Verluste immer stärker werden."

    1422 n. Chr. versuchte Pablo Montoya, uns ebenfalls in den Krieg gegen die Bukanier hineinzuziehen, doch wir hatten mit Großkolumbien genug zu tun.
    Mit Grönland tauschten wir Weltkarten aus.

    Nathan bat mich, ihn bald wieder zu besuchen. Wir hatten in New York einen neuen Palast errichtet, in nur 3 Jahren, allerdings unter Einsatz enormer Sklavenarbeit und der Steine aus der Nähe - was immerhin die sehr kranke Bevölkerung New Yorks ausgedünnt hatte.

    Die neue Burg Himeji machte New York geradezu uneinnehmbar - und verhinderte vor allem, dass die, die unseren Fachwerkbau gelernt hatte, selber so eine uneinnehmbare Festung errichteten.
    Außerdem war in der Nähe von New York ein Vorkommen Störe entdeckt worden, deren Eier als Delikatesse galten und New York zu einem exklusiven Ort der Feinschmecker machten.

    In Neufrankreich war ein verstorbener zum Nationalheiligen ernannt worden.

    Die Irokesen rückten weiter gegen die Kreuzfahrer vor und eroberten Cobá von ihnen.
    In ihrer Stadt Tyendigana war der Krämer Dank Lieferungen von Jan ten Doornkaat Koolman IV. zu einem Feinkostgeschäft geworden, das an Qualität und Auswahl seinesgleichen suchte.

    Auch die Byzantiner feierten militärische Erfolge und machten Andrei Wlassow zu ihrem General.
    Er konnte aber nicht verhindern, dass die Maya Colon und damit den Baal Zephon, den Khan Tengri, sowie die Stadt Carrua einnahmen.

    In Kuba wurde Virginia Dare geboten, die als bedeutende Kolonistin galt - weil sie unter einer für Europäer besonders widrigen Zeit auf einer vorgelagerten Insel geboren wurde und trotzdem überlebte.

    In Equador setzte sich die Vierfelder-Fruchtwechselwirtschaft durch.

    Bei den Absarokee befasste sich Carl Roman Abt mit der Konstruktion von Weichen für die Bergwerksloren, so dass diese aneinander vorbeifahren konnten und der Betrieb effektiver wurde.

    In den 13 Kolonien gründete Hume die Gilde der Schreiber.

    Die Sioux boten 180000 Eagle und ihre Weltkarte für die Lehre der Pueblo-Dogmatik. Zusammen mit 2000000 Francs aus Neufrankreich für den Fachwerkbau reichte das, um den Krieg ein weiteres Jahr zu finanzieren.
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    1422 n. Chr.
    In Medellin wurde gerade gekämpft, als ich die Stadt mit dem Schiff verließ. Es war kein weltbewegender Kampf, die Langschwertkämpfer, die die erbeuteten Pferde abgeschlachtet hatten, wurden von 400 Katapulten und 200 Ballisten im Fernkampf beschossen und von 100 schweren Katapulten in einer Feldschlacht angegriffen. Danach konnten Kamelbogenschützen sie einfangen.

    Wir hatten inzwischen einige Tausend Kriegsgefangene angesammelt, und sobald die Straße nach Guamo frei war, würden sie in den Norden ziehen und in unserem Kernland Gladiatorenschulen aufbauen. Das war besser, als sie an irgendwelchen Gebäuden arbeiten zu lassen, denn Gladiatorenschulen waren sonst nicht zu bekommen.

    Der Grund, warum ich Medellin verließ, war ein Brief von Nathan - und nicht etwa, dass mein Mann mich nach Guamo zurückgepfiffen hätte. Nathan meinte, er wollte mir unbedingt Himeji Castle zeigen, der neue Hauptstadtpalast. Und es klang eilig, darum brach auch auf.
    Wir kamen an 20 barbarischen Küstenschiffen vorbei, die hier im Golf als Arbeitsboote eingesetzt werden sollten, um Muscheln zu ernten, vorher aber noch die dortigen Meeresfrüchte abernteten. Langsam brauchten wir alle diese Beute-Schiffe auf. Bei Miami begannen die alten baskischen Erkundungsboote, einen Koog auf einer Oliveninsel zu errichten.
    Die Koggen, die in San Francisco 4600000 Kronen einnahmen, waren dagegen keine Beuteschiffe, sondern extra für diesen Zweck gebaut worden.

    Als ich in Roanoke an Land ging, fand dort gerade eine Hinrichtung statt: Ein Spion, der ertappt worden war, aber seinen Auftraggeber nicht preisgegeben hatte. Die Bürger waren gezwungen, sich das mit anzusehen - so auch ich. Viele fanden es aber sogar unterhaltsam.

    1423 n. Chr. Ich überwinterte in Roanoke, erst im Frühjahr konnte ich zu Nathan weiterreisen. Die Burg war wirklich ein großes Bauwerk, sie überragte die Stadt.

    Als ich eintrat, wurde dort gerade ein Tupi-Abgesandter verabschiedet, der sich vergeblich bemüht hatte, uns die Leibeigenschaft schmackhaft zu machen. Nathan wirkte etwas angeschlagen, als er ihn aus dem Thronsaal entließ.
    "Cathy", meinte er erfreut, aber sein Lächeln wirkte etwas matt. "Schön, dass du kommst. Magst du dir die Burg vielleicht etwas ansehen? Ich habe noch Pontius Berichte zu hören." "Die höre ich mir doch auch an", meinte ich. "Und die Burg besichtigen wir gemeinsam."
    Pilatus faltete seine Papiere auseinander. "In Manizales gab es wieder Proteste unzufriedener Bevölkerungsteile - bewaffnete." "Dann soll Magnus sie auseinandertreiben, solange er noch auf seinen Nachschub wartet." "Nachschub ist unterwegs", versicherte ich. "Aus Guamo sind Reiter aufgebrochen, die Madellin verstärken sollen."
    Pilatus fuhr fort. "In Neuspanien ist ein gewisser Rasputin zum neuen Hofarzt und Ratgeber geworden. Er hat eine irgendwie magische Aura, die Bevölkerung beobachtet ihn mit Angst und Schrecken - die männliche Bevölkerung. Die weibliche sieht in ihm eher eine Art... besonderen Lehrmeister.
    Dagegen hat Bolivar sich mit Albert Schweitzer einen sehr normalen Arzt zugelegt.
    Bei den Arawak kommt es neuerdings zu vermehrten Fällen von Simonie, also dem Kauf kirchlicher Ämter.
    Bei den Irokesen versucht ein gewisser Atahualpa, der dort General ist, die Wiederbelebung des Inkareiches zu erreichen. Deren ehemalige Hauptstadt Cuzco haben die Maya soeben von Byzanz zurückerobert. Für die Maya war dies der Auslöser eines neuen goldenen Zeitalters. Bei den Byzantinern hat Marie-Catherine d’Aulnoy diese Erlebnisse in ihren Gedichten und Novellen verarbeitet.
    Bei den Inuit breitet sich nun auch spätantike Dekadenz aus.
    Die Comanchen werden von einem Barbarenheer bedroht und bitten um Hilfe, aber da können wir vermutlich wenig machen."
    Henry Tudor hat einen französischen Ingenieur, Marc Seguin, für den Bau von Hängebrücken, aber auch von Fahrzeugen, angeworben.

    Er wandte sich nun direkt an mich. "Schlechte Nachrichten für Euren Mann und seine Marsch auf Bogota: Das Spionageteam, das ich geschickt habe, stellt sich nicht so geschickt an wie Eure Spione. Ich habe seit Monaten keinen Bericht, ich schätze, sie sind entdeckt worden."

    Nathan sah wirklich schlecht aus, als ich nun näher kam. Er gab mir auch nicht die Hand. Seine Haut war von Flecken übersät. "Können wir nun einen Rundgang machen?" meinte er. "Gleich", sagte Pilatus. "Ich habe noch Verträge ausgehandelt, die Ihr absegnen müsst. Utah zahlt 300000 Escudos für die Aufführung neuenglischer Dramen - das ist nicht viel, aber wir brauchen Geld, und mehr können sie nicht geben. Nur noch 20 Jahre, dann ist unsere Kriegskasse leer." "Ich wollte, ich hätte noch 20 Jahre - ich gestatte diesen Tausch." "Neuportugal bietet sogar 600000 Escudos für den Brückenbau." "Genehmigt. Sonst noch wer?" "Leider nein. Niemand sonst bietet ausreichend Geld für unser Wissen - und den wirklich reichen können wir nichts geben." "Bedauerlich. Nun, in 20 Jahren können wir noch viel erreichen in diesem Krieg."

    Nathan entließ Pilatus, dann erhob er sich mühsam von seinem Thron. "Cathy", meinte er. "Schön, dass du da bist. Ich wollte dich noch einmal sehen, bevor..." Er sagte es nicht, aber ich hatte es eben schon so verstanden: Sein Leben würde nicht mehr lange andauern. Wir gingen durch die Burg, er zeigte mir die Räume, aber wir kamen nicht weit, ständig kamen Berichte.
    Ito Sukeyuki hatte Bogota erreicht, aber seine Katapulttriremen hatten nicht genug Feuerkraft, um die Mauern zu beschädigen.

    Die geänderte Strategie im nächsten Jahr, im Fernkampf auf die Garnison zu schießen, war auch nicht erfolgversprechender. Zwar wurden 3 Einheiten angeschlagen, aber ein Gegenschlag der schweren Katapulte beschädigte eine Katapulttrireme und verletzte 140 Mann.
    Mit 19000 Mann in der Stadt und 11000 im Umland würde Bogota ohnehin ein schwieriges Angriffsziel werden.

    "Ich weiß nicht, wie lange ich bleiben kann. Mein Mann wünscht, mich zu sehen. Er hat gerade einen kleinen Sieg errungen: Seine schweren Katapulte haben einen schutzlosen Trupp Mangonelle überfallen. Zwar wurden auch 30 unserer Katapulte beschädigt, aber die Kamelreiter konnten ihre Mangonellen erobern."

    "Ich möchte nicht, dass du gehst. Nicht, solange ich... Es wird nicht mehr ewig dauern, aber ich möchte, dass du mich pflegst und berätst. Und dich um meinen Nachfolger kümmerst. Alle meine Söhne sind vor mir gestorben. Ich weiß nicht, was nach mir kommt.
    Ein neuer Bote kam. "Magnus Barefoot hat den Aufstand bei Manizales niedergeschlagen.

    100 schwere Katapulte haben verlustlos die Bauernsoldaten angegriffen, 200 Ballisten haben ihnen nachgesetzt, dann haben sie sich Römmels Sohn ergeben. Sie warten nun auch darauf, in einer Gladiatorenschule zu enden."

    Wir schrieben an Bolivar, ob er seine Meinung zu Bilbao noch einmal überdenken wollte, aber er lehnte jede Übergabe weiterhin ab. Statt dessen griff er die eroberten Mangonelle mit seinen Mangonellen ab, versäumte es aber, die Wracks danach zu erobern.

    1424 n, Chr. Nathan ging es immer schlechter. Er lehnte es ab, sich von mir berühren zu lassen, aus Angst, mich anzustecken, und war doch auch eine Stütze angewiesen.
    Im Frühjahr baten die Maya uns, gegen die Bukanier zu kämpfen, aber so viele Länder kämpften nun gegen die Piraten, da war unsere Hilfe sicher nicht vonnöten.

    In Mexiko City, Neuspanien, begann ein Progrom gegen die Egyptians, die nach und nach in allen Ländern ausgerottet wurden. Seltsamerweise wurde keine neue Religion dort begründet, obwohl explizit davon die Rede war.
    Bei Plymouth kam es zu einer großflächigen Verschmutzung eines Vorortes.

    François Vatel wurde Hofkoch der Araukaner.

    Für die Tupi endete ein goldenes Zeitalter.

    Pascual de Andagoya von Equador konvertierte zum Tengrismus, der sich mehr und mehr Amerikaweit ausbreitete.

    Nathan schaffte es, von den Araukanern durch Drohung mit Exkommunikation 90000 Eagle zu erhalten, wobei diese die Drohung nun selbst innerhalb ihrer Kirche nutzten.
    Den Bahamas brachte er unsere Dogmen - abgewandelte Pueblo-Dogmen - gegen eine Spende von 160000 Maya-Münzen.
    Die Maya kauften für ihre Zuckerbäcker-Gilde Honig für 10000 Maya-Münzen pro Jahr.

    Im Februar starb Nathan XXIX., und mit ihm die Linie Nathans.
    Ich sollte einen fähigen neuen Patriarchen suchen, doch Richard Lionheart III. hatte andere Pläne.
    Die Priesterherrschaft brachte derzeit, wo kaum Gebäude gebaut wurden, keine Vorteile, nur enorme Kosten und eine Lähmung der Wissenschaft. Daher setzte er einen königlichen Gouverneur ein - John Rolfe LXVI., den bisherigen Gouverneur von Virginia, wurde Vizekönig von Englisch-Hispanola. Das Land wurde nun nach dem Prinzip des Erbrechts regiert. Bürgermeister Muharram Bey stieg zum Gouverneur von Virginia auf. Damit wurde vor allem Unzufriedenheit in der Bevölkerung unterdrückt und mehr Nahrungsabgaben generiert. Vor allem aber sollte es Geld sparen. Rolfe wurde von mir, die ich von Nathan die meisten Informationen erhalten hatte, ins Amt eingeführt. Die Priester dagegen stellten sich quer, und so kam es zu einer Phase der Anarchie.

    1425 n. Chr. forderten die Mormonen uns erneut auf, die Bukanier zu bekämpfen. Doch warum sollten wir das tun? "Du Bukanier haben, im Gegensatz zu Neuportugal, bislang keine Piraterie gegen uns begannen", wies Pilatus ihr Anliegen zurück.

    Inzwischen waren in Medellin und Manizales die Armeen aufgebrochen, die Bilbao angreifen sollten - und so sanken auch in der Monarchie die Kosten nicht, sondern stiegen so stark, dass Rolfe nur noch 16 Jahre blieben, um einen Erfolg nachzuweisen.

    La Plata erklärte den 13 Kolonien den Krieg, die Algonkin und Equador zogen nach.
    In La Plata wurde das Kloster Mont Saint-Michel eingeweiht.
    Außerdem heiratete Gaspar de Vigodet VIII. die Prinzessin Louise-Eleonore von Hohenlohe-Langenburg.
    Chimalpopoca von den Azteken starb jung. Neuer Kaiser wurde Tayauh, der allerdings eine Senatsherrschaft, die Leibeigenschaft und ein Wanderpredigertum einführte.
    Auch der Maya-Diadoche Ajen Yohl Mat III. starb. Seine Erbin und Gemahlin Eréndike führte ebenfalls eine Ratsherrschaft eine - als Regentschaftsrat, da sie als Frau keine Kaiserin werden sollte und ihr Sohn, Ajen Yohl Mat IV., noch gar nicht geboren war. Im Rat hatte sie allerdings eine gewichtige Stimme. Unter anderem organisierte sie die Arbeit durch das Verlagssystem neu und machte den Arzt Henrik Dam zu ihrem Berater.

    Ein Wunder, das an der Stadtmauer von Santiago de Cuba geschehen war, lockte Pilger aus fernen Ländern an.

    Die Mormonen unterstützten den Entdecker und Konquistador Georg Hohenmut von Speyer.
    Dessen Verhalten war allerdings anmaßend und rücksichtslos, so dass in Utah nun ein dunkles Zeitalter von Dummheit und Ignoranz anbrach.

    Auf Grönland erfand ein gewisser Louis Ballast den "Cheeseburger", also ein Käsebrötchen, das neben Käse noch ein Salatblatt, eine Frikadelle und Tomate enthielt. Dass später die Ballaststoffe nach ihm benannt wurden war dagegen ein Gerücht.

    Da Papier sich bei uns mehr und mehr durchsetzte, verkauften wir unsere Restbestände an Pergament für 300000 Escudos an die Inuit, die bald selbst lernten, dieses Material herzustellen.
    Die Sioux finanzierten mit 220000 Eagle für die Errichtung von Fachwerkgebäuden auf ihrem Gebiet für ein halbes Jahr unseren Kriegszug.
    Der neue Regentschaftsrat der Maya kaufte weiteren Honig für 1000 Maya-Goldmünzen im Jahr.

    Bei New York brannten rebellische Langbogenschützen Teile eines Vororts nieder, so dass aus der dortigen Gemeinde ein Dorf wurde.
    Damit platzte Rolfe der Kragen, und er befahl Römmel, den Protest gewaltsam zu unterdrücken.

    100 Bliden und 600 Stellungsballiste schossen über den Hudson River. Danach konnten die Schildknappen von Gouverneur Seattles Leibgarde und die Kamelbogenschützen von Papst Petrus Garde 2000 Langbogenschützen dort trotz Flussüberquerung schlagen. Allerdings starben 100 Kamelreiter und 850 wurden verletzt.
    Die schweren Speerwerfer von Thomas Jeffersons Garde nahmen den dortigen Anführer gefangen und beschlagnahmten Kirchenvermögen von 500000 Pfund. Der kleine Trupp in den Wäldern im Süden wurde vorerst verschont, auch wenn die Gefahr bestand, dass sie unsere Geflügelversorgung gefährdeten. Aber ohne Katapultbeschuss würden sie im Wald zu viele Männer töten.

    Rolfe rief mich zu sich, um die weitere Kriegsplanung zu erfahren. "Magnus Barefoot hat das Kommando über Manizales an Talbot übertragen und dafür die aus beiden Städten - Medellin und Manizales - abgezogenen Truppen vereint. Er ist auf dem Weg nach Bilbao, dem offiziellen Kriegsziel. Dort warten inzwischen 27000 Soldaten auf ihn. Ich rechne dennoch mit einem schnellen Sieg." "Diese Jahr noch?" "Dieses Jahr - und nächstes Jahr - kaum, denn noch sind seine Truppen nicht aufmarschiert. Aber ich schätze, dass wir uns eine lange Belagerung ersparen können." "Schreibt an Bolivar, damit er glaubt, dass wir an Frieden interessiert sind. Vielleicht räumt er Bilbao ja freiwillig." Davon ging ich nicht aus, aber ich fragte trotzdem, was dessen Vorstellungen von einem Frieden seien. Das Angebot - 160000 Dublonen sofort und 15000 Dublonen pro Jahr, 10 Jahre lang - wurde jedoch als vollkommen unzureichend zurückgezahlt. 160000 Dublonen pro Jahr war es uns ja alleine schon wert, unsere Truppen auf seinem Gebiet zu versorgen. "Ihr weißt unser großzügiges Angebot zurück? Unverschämtheit! Dafür wertet Ihr bezahlen!" verkündete Bolivar.
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  14. #134
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    1425 n. Chr.
    Römmel war äußerst überrascht: Bolivar reagierte tatsächlich auf die abgelehnten Friedensverhandlungen, und zwar an einem Ort, wo wir es nicht erwarteten, weil dort lange nichts passiert war. 1000 seiner Ritter griffen den Nachschub auf halbem Weg zwischen Cartagena das Indias und Guamo an.

    1000 Kurzbogenschützen der Suquamisch-Indianer wurden dort niedergemacht, weil nicht genug Hellebardiere den Zug begleiteten.
    Römmel war noch in New York und reiste nun übereilt an, ohne die letzten Rebellen zu besiegen. Aber die Beseitigung der Ritter wurde Anfang 1426 von Buddenbrock bereits aus Guamo heraus organisiert. Mit 600 Stellungsballisten griff er aus der Stadt heraus an, 100 schwere Katapulte und 1000 Kamelreiter besiegten die Ritter und erbeuteten deren Pferde. Die allerdings wurden kurz darauf von einer Truppe Schildknappen getötet.

    In Medellin wurde ein kolumbianischer Spion festgesetzt.

    Die Vinländer lernten auch, zu intrigieren, und konnten so von Artemisia die Ikonenmalerei erlernen, ohne dafür irgend etwas zu bieten.

    1426 n. Chr.
    Ich weilte immer noch in Himeji Castle, wo ich als Beraterin von John Rolfe seine Einführung ins Amt begleitet hatte und nun versuchte, seine Interessen bzw. die der Krone mit denen der Priesterschaft in Einklang zu bringen, um den neuen Frieden zu erhalten.
    In dieser Funktion empfing ich oft gemeinsam mit Außenminister Pilatus die ausländischen Gesandten in den großen Räumen der Burg, wo auch ich nun meine eigene Zimmerflucht mit eigenen Dienerinnen und Wächtern hatte. Spannend waren die Besuche der Abgesandten nicht: Arawak und Vinländer wollten uns in einen Krieg gegen die Bukanier verwickeln, aber dafür hatten wir keinen Grund - und keine Truppen übrig.

    Pilatus versorgte mich auch mit öffentlich bekannten Auslandsinformationen: General Andrei Wlassow von den Byzantinern war im Kampf gefallen. Besonders gut stand es nicht um die Kreuzfahrer und ihre Abspaltung. Mir Rjurik hatten sie immerhin einen neuen General gewonnen.
    Zugleich nahm der General Date Masamune von den Caymans die Stadt Izamal von den Kreuzfahrern ein.

    Die Sioux hatten dem verfolgten Propheten Mani (vielleicht, weil er sie an Manitu erinnerte) eine Zuflucht gewährt, der nun bei ihnen den Manichäismus verbreitete.

    Die Maya konnten den Arzt Edward Jenner für sich gewinnen.

    Auf den Caymans wurde Alden M. McLaughlin, Jr. von Martin Luther King IV. als Gouverneur abgelöst. King setzte eine Ratsherrschaft ein, zugleich versuchte er, die Thronfolge über Kriegerkönige zu regeln.

    Auf Haiti versuchte sich Wilhelm Haarmann als Alchimist, künstliche Vanille herzustellen, weil diese noch wertvoller als Gold sein sollte.

    Der Engländer Bill Tilden gewann den Tennispreis der 13 Kolonien.

    Pilatus schrieb noch die Vertreter oder die Oberhäupter aller Völker, mit denen wir im Frieden lebten an, um Geld aufzutreiben. Die Möglichkeiten waren begrenzt. Vorschläge, die weniger als 200000 Pfund einbrachten, lehnten wir ab (bzw. schlugen Rolfe vor, sie abzulehnen). Am Ende konnten wir Neuportugal überreden, 400000 Escudos als Philanthropen zu spenden und lehrten sie die Philanthropie. Bei den Sioux konnten wir 200000 Eagle erhalten, indem wir ihnen beibrachten, ihre öffentliche Verwaltung effektiver zu gestalten.
    Von La Plata erhielten wir zwar kein Geld, aber Wildbret im Austausch gegen Geflügel, was immerhin einige unserer Städte mit besserer Nahrungsauswahl versorgte und gesünder machte, so auch den Moloch New York.

    "Die letzten Rebellen der Priester müssen weg", meinte ich zu Rolfe, als er mich nach der Verabschiedung aller Außenpolitiker nach meiner Meinung fragte, wo unsere Prioritäten lägen. "Die Kämpfe in Kolumbien könnt Ihr Euren Generälen überlassen, aber Römmel kann sich nicht gleichzeitig um die Westgrenze und die Hauptstadt kümmern, und wir können nicht zulassen, dass sie unsere Geflügelversorgung lahmlegen, nun, wo wir keine Reserve mehr haben. Tretet ihnen selbst gegenüber."
    Wir hatten einen Teil der Stellungsballisten inzwischen in Himeji Castle eingebaut, und so konnten wir mit 600 Ballisten die Langbogenschützen im Wald sturmreif schießen.

    Auf einen Ausfall mit Katapulten verzichteten wir, die wurden dringender an der Front gebraucht. Aber die Schildknappen von Gouverneur Seattles Garde machten ihr Sache auch gut und nahmen die Langbogenschützen gefangen.

    Ito Sukeyuki setzte mit seinen drei Katapulttriremen den Beschuss von Bogota fort. Da dort offenbar alle Katapulte abgezogen worden waren konnte auch keines zurückschießen, so dass seine Schiffe keine Schäden erlitten.


    Inzwischen erreichte Magnus Barefoots Vorhut die Kohlfelder von Bilbao. Diese waren mit Schwerindustrie belastet, statt dort Bauernhöfe zu errichten - was eindeutig weg musste. Römmels Sohn und seine Axtkämpfer plünderten die ersten Schmieden und eroberten Waffen und Werkzeug für 49000 Dublonen, 1000 Kamelreiter holten noch 8000 Dublonen aus den Betrieben und Chief See-Aths Kamelbogenschützen 4000 Dublonen aus den letzten Werkstätten. Ein Angriff auf die Stadt war jedoch dieses Jahr noch nicht geplant.
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    Geändert von Kathy (02. Dezember 2020 um 12:39 Uhr)
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  15. #135
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    1427 n. Chr.
    Der Gesandte der Cayman-Inseln langweilte uns mal wieder mit seinen Vorschlägen, die Bukanier anzugreifen, als ein Herold ankündigte:
    "Ihre Majestät, Kaiserin Aelia Pulcheria von von Byzanz!"

    Die Dame die eintrat war wenig beeindruckend. Zwar stammte sie aus einem Land, das fortschrittlicher war als Byzanz, aber sie sich doch sehr herablassend gegenüber uns, obwohl wir deutlich mehr "Punkte" hatten als sie - also mehr Land, Soldaten und Bevölkerung. Ein Wissensaustausch kam nicht zustanden, nur auf eine Grenzöffnung konnten wir uns einigen.
    Leider schleppten auch die Byzantiner neue Krankheiten ein, gegen die wir noch nicht resistent waren.

    Innenminister Jefferson kam euphorisch zu uns und behauptete: "Wir haben eine neue Stufe der Bevölkerungsexplosion erreicht! In unserem Reich gibt es 50 Millionen Einwohner! Da wir keine 50 Städte hatten, bedeutete dies statistisch, dass in jeder Stadt über eine Millionen leben musste - das war nicht einmal in New York samt seinem gesamten Umland der Fall. Vermutlich hatte man wieder Tote mitgezählt.

    In Mexiko wurde ein neuer Palast errichtet: Der Apostolische Palast, eine Institution, in der sich alle Tengris zusammenfinden sollten, um Entscheidungen über die Belange der Religion zu fällen. Als erstes wählte der Rat ein Oberhaupt. Da wir inzwischen auch eine kleine Gemeinde hatten, konnte Nathan auch diese unterstützen - und schürte Unfrieden, indem wir den neuspanischen Kandidaten unterstützten und nicht etwa Maya oder Irokesen.

    Ich reiste mit der Tengri-Delegation mit, um diese zu kontrollieren, auch wenn ich selbst im Palast nichts zu suchen hatte. So lernte ich ein wenig über die Kultur des Maya-Reiches.
    Bei den Irokesen hatten ein gewisser Carleton Ellis einen pflanzlichen Butter-Ersatzstoff erfunden, der nun hier den Gästen aufs Brot geschmiert wurde.
    Die Inuit-Delegation wurde verspottet, weil in ihrem Land nun auch ein dunkles Zeitalter angebrochen war und eine Völkerwanderung zu einer massiven Abwanderung führte. Auch die Dekadenz der Mormonen-Delegation wurde verächtlich gemacht.
    Die Maya feierten den Tod von Juri II. Wsewolodowitsch im Kampf, was ein großer Sieg für den Tengrismus sei. Das war nicht übertrieben, denn er war bei der Verteidigung von Zama gefallen, der letzten Stadt der Kreuzfahrer. Das "Gelobte Land" war Geschichte, und Sibille von Jerusalem und ihre Sportler wurde als Trophäen vorgezeigt und danach versteigert - inklusive dem Recht, das Beutestück öffentlich oder heimlich hinzurichten.
    Die Comanchen wurden nicht von Pekan IV. vertreten, sondern von seiner Schwester Topsana. Ich unterhielt mich ein wenig mit ihr - Flirten wagte ich hier im Ausland nicht - und erfuhr, dass sie ihren Bruder beerbt hatte, indem sie sich auslosen ließ. Sie führte bei den Comanchen das Wanderpriestertum ein.
    Man sprach über der verheerende Erdbeben bei den Pueblo von Mesa Verde.
    Bei einem kurzen Gespräch mit Sir Milo B. Butler erfuhr ich, dass die Bahamas die verschollenen Angehörigen ihres Volkes suchten.
    Als Vertreter der Crow stellte sich der Edelmann Robert Cavelier de La Salle vor, der ein Entdecker der Franzosen war, der sich diesem Stamm angeschlossen hatte.
    Es wurde ein erbeuteter Schnaps gereicht, der Calvados, der von einem gewissen Gilles de Gouberville bei den Bukaniern gebrannt wurde.

    Man unterhielt sich über die Vinländer, die nun auch reiche Ernten durch neue Anbaumethoden einfuhren.

    Dann wurde das Ergebnis verkündet: Der Abgesandte der Maya war mit 2729 von 5019 Stimmen gewählt worden - gereicht hätten 2007. Für ihn stimmten Neufrankreich, Arawak, Maya, Comanchen, die Cayman-Inseln, Haiti und Vinland.
    Der irokesische Kandidat konnte die Stimmen von Großkolumbien, Neuportugal, Araukaner, Irokesen, Inuit, Tupi, Algonkin, Kariben, Pueblos, Bahamas, Kuba und Absarokee auf sich vereinigen, deutlich mehr Länder, aber manche nur mit sehr wenig Stimmen.
    Für Neuspanien stimmten neben unseren 52 Delegierten (und damit kaum 1%) noch Neuspanien, La Plata, Sioux, Azteken, Equador, die Mormonen, Grönland und die 13 Kolonien Englands.
    Die zwei Bukanier und immerhin 75 Byzantiner enthielten sich.
    Trotz ihres Sieges war Prinzessin Eréndike - mit 27 von ihrem Regentschaftsrat immer noch nicht für vollmächtig erklärt - sehr verärgert. Nicht, weil es Konkurrenz für ihren Kandidaten gegeben hatte, sondern weil zwei ihrer Vasallen eigene Kandidaten aufgestellt hatten und damit ihr Lager gespalten hatten.
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    Geändert von Kathy (03. Dezember 2020 um 12:00 Uhr)
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