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Thema: [Colonization 1994 Classic] - Pro Patria y Dinero

  1. #1
    Herzog von Duran Avatar von Frederick Steiner
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    [Colonization 1994 Classic] - Pro Patria y Dinero

    "Wie kommt Ihr darauf, dass es gut ausgehen könnte?"
    Vom Erfolg verwöhnt, dieser generierte Blaublüter. Kann seine Linie siebzehn Generationen zurück verfolgen. Meist nicht schwer. Kann die wenigen Vorfahren, die nicht kreuz und quer durch die eigenen Vettern und Tanten gehurt haben an seinen zwölf Fingern abzählen.
    Wobei, ich will gerecht sein. Er hat keine zwölf Finger. Spricht viel dafür, dass irgendwo in seiner Linie ein Stallbursche oder eine Küchenmagd oder beides für etwas Abwechslung im Stammbaum gesorgt haben.
    "Majestät, ich sage Euch: Die Erde ist rund. Wir müssen nur nach Westen fahren, um im Osten anzugelangen. Und im Osten befinden sich die Reichtümer von Indien. Ihr müsst nicht Sarazenen, das Heilige Römische Reich oder die heidnischen Reiche im Heiligen Land bezwingen..."
    "Das will ich aber! König von Jerusalem!"
    Waren das Spuckebläschen? Und er schielt auf einem Auge. Okay, neuer Versuch.
    "Nun gut. Ihr könntet dies dann von zwei Seiten tun. Heere aus dem Westen, Heere aus dem Osten. Zwischendurch bekehren wir die Wilden in Indien zum Christentum und bringen ihnen bei, wie man eine gute Sangria macht. Die eine oder andere Tonne Gold wird dabei sicher auch abspringen. Ich brauche nur eine kleine Flotte..."
    Der innere Kompass des Königs bewegte sich. Das war deutlich zu sehen. Es dauerte eine Weile, dann zeigte er genau auf: Geld. Und eine Spur von 'Heiden auf dem Scheiterhaufen grillen'. Damit hatte das Königshaus in den letzten Jahren gute Erfahrungen gemacht.
    Prestigeträchtiges kleines Barbecue mit der Tendenz ordentlich Penunze abzuwerfen - oder wie immer sich diese verschnittene Währung nennt, die man hier benutzt. War das ein Grunzen? Ein Nicken.
    Da kommt ein Lakai. Sie flüstern. Ich höre Schiff. Macht zwei Fuß Wasser. Seelenverkäufer. Ich hoffe nur, dass es Segel hat und keine Ruder.
    "Dann höret! In Unserer unendlichen Weisheit haben Wir uns dazu entschieden..."
    Wir haben uns entschieden? Er und sein unsichtbarer Freund? Oder sein Doppelkinn?
    "... mutig dorthin zu gehen, wo noch nie zuvor jemand gewesen ist!"
    Den Spruch hat er geklaut. Wenn ich nur wüsste, wo. Wenigstens habe ich das Schiff.
    Und was mache ich damit jetzt?

    Bild

    Natürlich einen Klassiker ausgraben! 1994, Sid Meier's Colonization. Das Original. Nicht dieses halbgare Remake von 2008. Wer von Euch lag 1994 noch in den Windeln?
    Jedenfalls ist es ein Spiel, dass ich ungezählte Stunden gespielt habe. Es muss mindestens 15 oder eher 20 Jahre her sein, dass ich zum letzten Mal meine Kolonisten durch die neue Welt gescheucht habe. Und jetzt seid Ihr mitten drin dabei.


    Session 1:

    Anno 1492 bis Anno 1578 - Spanien kommt in der neuen Welt an und verschafft sich Gehör; Karibik, Guyana, erste Siedlung in Mexico

    Session 2:

    Anno 1579 bis Anno 1600 - Expansion des Kolonialreiches; Groß-Mexico und Florida

    Session 3:

    Anno 1601 bis Anno 1611 - Konsolidierung
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    Geändert von Frederick Steiner (07. Januar 2020 um 20:27 Uhr)

  2. #2
    Kampfhamster Avatar von BruderJakob
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    Zitat Zitat von Feldherr Amal von Corosh
    Wer ohne Schwert in den Kampf zieht muss sich nicht wundern wenn er ohne Kopf vom Schlachtfeld zurückkommt.

  3. #3
    Quizduellchampion ☆☆☆☆☆☆☆ Avatar von Brutus78
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    Zock ich zwischendurch auch mal ne Runde.

  4. #4
    Zurück im Norden
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    Darf man sich eine Nation wünschen?

  5. #5
    Herzog von Duran Avatar von Frederick Steiner
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    Hier geht es los. In Europa.

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    Am rechten Bildschirmrand seht Ihr noch die Hauptstädte von Europa, die in diesem Spiel zählen. London, Paris, Amsterdam und Madrid. Das sind auch die vier Länder, die wählbar sind. England, Frankreich, Holland und Spanien.
    Schön weit auf dem Weltmeer begegnen uns Seeungeheuer, Stürme, spitze Kompassnadeln und der Name des Mannes, der hier schon mehrmals erwähnt wurde:

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    Siehe am unteren Bildschirmrand. Ja, die Grafik ist monumental (wartet nur auf die Spieloberfläche), aber die Spielemechanik ist top und macht mir immer noch enorm Spaß.
    Kurz vor Ende unserer Reise krachen wir mit dem Schiff gegen Land und werden dafür belohnt mit dem Game-Bildschirm.

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    Da steht es tatsächlich. 19. September 1994. Irre. Gestartet wird auf der Amerika-Karte. Das ist bei der Erkundung der Karte dann etwas weniger spannend, aber die Zufallskarten sind immer so fürchterlich gestückelt. Da finden sich kaum mal 3 Felder mit dem gleichen Gelände nebeneinander. Die Amerika-Karte ist da deutlich ausgewogener.
    Zum Anfang gehe ich auf die mittlere Schwierigkeitsstufe. Lange nicht gespielt und eine ordentliche Story soll es ja auch geben.

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    Außerdem passt Konquistadort sehr gut, denn...

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    Ich starte mit Spanien. Und das Motto der Spanier ist 'Eroberung'. Klar, ich hätte die Kolonisten-spammenden Engländer wählen können, die französischen Indianer-Schmuser oder die holländischen Käsehändler. Aber für eine gute Geschichte braucht es Action. Und da müssen die Eingeborenen halt als Sandsack herhalten. Sidekick in der Geschichte sein zu müssen ist hart.
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  6. #6
    Herzog von Duran Avatar von Frederick Steiner
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    Zitat Zitat von Jon Snow Beitrag anzeigen
    Darf man sich eine Nation wünschen?
    Leider zu spät
    Was wäre denn der Favorit gewesen?

  7. #7
    Herzog von Duran Avatar von Frederick Steiner
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    Und da steht es auch schon. Die Spanier machen kurzen Prozess mit den Heiden in Europa und ziehen das dann in Amerika auch gleich weiter durch. Wo man schon dabei ist... uns so weiter.

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    Das macht In-Game dann 50 % Bonus beim Angriff auf Indianer. Das ist meiner Meinung nach einer der schwächsten Boni im Spiel. Die Engländer, die schneller Kolonisten generierten und die Holländer, die mit einem größeren Schiff starten und stabilere Preise haben, sind deutlich stärker. Die Franzosen, die mit einem erfahrenen Pionier starten und die Eingeborenen nicht so schnell verärgern, sind etwa auf dem gleichen Niveau. Aber was tut man nicht so für eine gute Geschichte.

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    Wir haben ja schon über den König gesprochen. Da ist er und er wird uns im Laufe des Spiels noch ein paar Mal über den Weg laufen. Wenn man sich seine Nase und die Schnauze von seinem Windhund ansieht, könnte man glauben, auch da gäbe es verwandschaftliche Beziehungen.

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    Also Ruhm und Ehre für Spanien, ein morsches Schiff für mich und ein Auftrag wie ein Himmelfahrtskommando. Damit geht es los.
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  8. #8

  9. #9
    Registrierter Benutzer Avatar von Bavarius
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  10. #10
    Herzog von Duran Avatar von Frederick Steiner
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    Zitat Zitat von Rince Wind Beitrag anzeigen
    Hat man nicht auch mehr Schätze beim Plündern bekommen?
    Dazu braucht man Cortez als Gründervater. Aber der steht natürlich oben auf meiner Wunschliste.
    Aber so oft spiele ich Spanien nicht. Mehr Gold ist immer besser.
    Ich werde es testen.

  11. #11

  12. #12
    Herzog von Duran Avatar von Frederick Steiner
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    Und da wären wir auch schon. Es ist 1492, wir haben kein Geld, ein kleines Schiff und zwei Kolonisten auf unserem Pott. Damit ist das Schiff auch schon voll. Zwei Felder Frachtraum, mehr hat die Karavelle nicht.


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    Das krisselige Blau im Nordosten ist der Seeweg nach Hause. Jedes Mal, wenn ich Fracht einlade und nach Europa bringen möchte, muss ich mein Schiff darauf ziehen. Grün ist Land. Ahoi! Also keine lange Suche nach einem Landeplatz. Der Zug nach 1 (klassischer Nummernblock) ist wohl die natürliche Variante.
    Land in Sicht! Was für herrliche Retro-Bilder.

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    Der Mann im Mastkorb schreit förmlich nach einem Aloha-Heja - Hey! Aloha-Heja - Hey! Aloha Heja - Hehe!
    Neuspanien will der komische Typ die neuen Ländereien nennen, die wir da erkundet haben. Aber nix davon.

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    Ich war als erster da. Also mein Name. Feierabend.
    Der Name steht, aber ich muss kurz darauf feststellen, dass ich doch nicht der Erste bin.
    Da haben wir sie schon. Die unangenehmsten Zeitgenossen auf dem neuen Kontinent. Die Araukaner.


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    Kannibalen in der Karibik. Tolle Sache und das Land ist nur knapp bemessen. Drei-Felder-Insel und gleich ein Indianerdorf darauf. Spannend.

    Ich ziehe weiter nach Süden und finde eine noch kleinere Insel. 2 Felder - hurrah!

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  13. #13
    Herzog von Duran Avatar von Frederick Steiner
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    Ja, hier wird es erst mal schwierig was aufzubauen. Aber ganz so dramatisch ist es nicht.

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    Das hier ist gutes Bauholz. Damit ist ein Ausbau der Kolonie schon mal sicher. Viel produzieren werde ich hier nie können, aber ich muss erst mal an Land und ich will schon von Beginn an eine Siedlung bauen.
    Der Landgang bringt positive Erkenntnisse. Es gibt Fische in der Nähe, da ist die Ernährung der Siedler schon mal sicher.

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    Keine Sorge, die Karavelle ist nicht untergegangen oder sonst wie abhanden gekommen. Die aktive Einheit blinkt und ich muss wohl in der Sekunde des Blinkens fotografiert haben. Das Schiff steht nun auf 8 von dem Soldaten.
    Auf dem Schiff habe ich noch einen Freien Siedler mit Werkzeugen, der Straßen bauen oder Wälder roden kann. Was mache ich also mit dem Knaben?

    Variante 1: Ich bringe ihn nach Norden zum Indianerdorf und besuche die Kannibalen. Eine Siedler ohne spezielle Qualifikationen kann in einem Indianerdorf einen Job erlernen. Das könnte erst mal helfen, um früh Rohstoffe zu bekommen, die ich dann verkaufen kann.
    Variante 2: Der Pionier kommt zum Soldaten, baut eine Straße auf dem Nutzholz und fällt den Wald unter dem Soldaten. Danach könnte er der kommenden Siedlung beitreten.
    Variante 3: Im Süden ist Land. Neues Land, neues Glück. Ich könnte dort eine zweite Siedlung bauen, die unfasstbar nahe an der ersten Siedlung liegt. Beide könnten sich gegenseitig mit Rohstoffen versorgen. Damit kann ich dann auch meine Karavelle im Mid- und Lategame nutzen.

    Das Schiff kann noch 1 Feld ziehen. Also bitte, wie soll es weiter gehen?
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  14. #14
    Herzog von Duran Avatar von Frederick Steiner
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    Hier noch was jenseits des eigentlichen Spiels:
    Die vier Civs in Colonization haben unterschiedliche Eigenschaften.
    Dieses Spiel aus Anno 1994 nimmt also eine grundlegende Praxis vorweg, die bis heute die Civilization-Reihe bestimmt. Civ2, noch ohne Eigenschaften, erschien 1996, zwei Jahre nach Colonization. Erst in Alpha Centauri von 1999 werden unterschiedliche Eigenschaften und sogar Civics wieder mit aufgenommen. Civ III von 2002 hat die Eigenschaften wieder an Bord und erst mit Civ IV von 2005 kommen beide Features endlich gemeinsam in der Civilization-Reihe an.
    Ich weiß nicht, ob unterschiedliche Eigenschaften der spielbaren Civs hier erfunden wurden. Klassiker wie Dune oder Command and Conquer haben auch unterschiedliche Fraktionen, wobei dort zwei oder mehrere unterschiedliche Gruppierungen gegeneinader spielen. Die Civ-Reihe spielt ja mehr mit dem Faktum, dass nur an bestimmten Punkten unterschiedliche Elemente vorhanden sind, um die herrausragende Zeit einer Zivilisation hervorzuheben, sich aber alle Civs grundsätzlich mit der gleichen Situation zurechtfinden müssen.
    Das ist hier auch so. Mindestens 8 Jahre bevor es auch in Civ angekommen ist. Das finde ich bemerkenswert.

  15. #15
    Frühstücksbonze Avatar von Gullix
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    ...also, die erste Siedlung kommt auf das Feld vom Soldaten?

    Würde sagen, geh in das Dorf und lern etwas. Schön die Eingeborenen ausnutzen, bevor man sie, äh, christianisiert.
    Zitat Zitat von Eleanor Roosevelt
    Great minds discuss ideas, average minds discuss events, small minds discuss people.
    Zitat Zitat von Harald Lesch
    Mit Naturgesetzen kann man nicht verhandeln.

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