Ergebnis 1 bis 3 von 3

Thema: Der Mongolensturm - Erste Schritte für Neuanfänger

  1. #1
    Zurück im Norden
    Registriert seit
    01.05.12
    Beiträge
    17.163

    Der Mongolensturm - Erste Schritte für Neuanfänger




    Schön, dass du Interesse an unserer kleinen Spielerunde zum Mongolensturm hast. Einen kurzen Abriss der Geschichte zwischen 1206 und 1410 findest du in der Chronik. Die bespielten und nicht bespielten Länder kannst du im Länderfaden ansehen. Auch ein Blick in den Regelbereich lohnt sich vielleicht.

    Eine kurze Zusammenfassung des Spielprinzips, der offenen Länder und der Ereignisse der letzten Jahre findest du hier und im neuen Jahrhundert.
    Geändert von Jon Snow (28. Juli 2019 um 17:49 Uhr)

  2. #2
    Zurück im Norden
    Registriert seit
    01.05.12
    Beiträge
    17.163
    Das Spielprinzip

    Jeder Spieler übernimmt die Figur des Herrschers oder eines gewählten Oberhauptes seines jeweiligen Staates. Jedes Jahr wird er in den Ereignissen und der Jahresauswertung Entwicklung und gegenwärtige Herausforderungen erfahren und darauf reagieren können. Mit einem Schwerpunkt ist es ihm jeweils zu Jahresbeginn möglich, die Entwicklung des Landes zu steuern. Politische oder militärische Initiativen und Reaktionen sind aber natürlich das ganze Jahr über möglich.



    Die Geschichte der letzten Jahre
    Geändert von Jon Snow (29. Juli 2019 um 12:28 Uhr)

  3. #3
    Zurück im Norden
    Registriert seit
    01.05.12
    Beiträge
    17.163
    Die freien Länder


    Khanat Tirol: (von Dave übernommen)

    Das Khanat Tirol wurde nach der Niederschlagung des Wittelsbacher-Aufstandes 1318 geschaffen, um die Alpenpässe kontrollieren zu können und die Bergwerke des Landes unter mongolische Aufsicht zu stellen, hatte Ludwig der Bayer doch vor allem Silber aus Tirol verwendet, um seine Söldner zu bezahlen. Das Khanat greift weitgehend auf Söldner aus Oberitalien und der Ostschweiz zurück, weil sich eine Ansiedlung von Mongolen als nur schwer durchführbar erwies. Wegen der großen strategischen Bedeutung erhielt das Land 1322 das Recht, mongolische Silbermünzen zu prägen, um so das eigene Silber direkt verwenden und genügend Söldner anwerben zu können. Auch die Prachtentfaltung des Innsbrucker Hofes erhielt dadurch starke Impulse, so dass er manchmal als „Klein-Sarai“ bezeichnet wird. Nachteilig erwies sich allerdings die starke Konzentration der Khane auf den monetären Bereich, weil sich dadurch die Entwicklung und das Zusammenwachsen des heterogenen Landes stark verzögerte.

    In den letzten Jahren hat die Konzentration des Reichtums auf Innsbruck sogar noch zugenommen, und 1417/18 tobte in mehreren Randprovinzen ein (mittlerweile weitgehend niedergeschlagener) Aufstand. Der Wiederaufbau und die Integration der ländlichen Gebiete des Khanats dürfte in den nächsten Jahren eine wichtige Aufgabe des Khans sein.





    Königreich Italien: (von Lao-Tse übernommen)

    Das Königreich Italien, das ursprünglich eng mit der Machtpolitik der deutschen Kaiser in Oberitalien verknüpft war und seit dem Ende der Staufer meist nur noch ein Schattendasein geführt hatte, gewann durch die mongolische Herrschaft neue Bedeutung. 1288 mussten die Städte Oberitaliens hohe einmalige Tribute versprechen, um eine Plünderung abzuwenden. 1296 wurde dieser Tribut in eine jährliche Zahlung umgewandelt, was eine gemeinsame Anstrengung der oberitalischen Städte und Adelsherrschaften erforderte. Schließlich wählte man 1298 unter mongolischem Einfluss einen König von Italien, ohne sich um die Ansprüche der Kaiser zu kümmern. Dieser sollte als Ansprechpartner der Mongolen dienen und die Einziehung und Übergabe der Tribute organisieren. Dem Monarchen wurde ein Rat der Städte zur Seite gestellt, so dass alle Kommunen ein gewisses Mitspracherecht bei der Verwendung der überschüssigen Einnahmen erhielten. Da sich die Stadtaufgebote nicht dafür eigneten, die vereinbarte mongolische Heeresfolge auszuführen, griff man zunehmend auf Söldner zurück, was einerseits einen florierenden Söldnermarkt in Genua schuf und andererseits noch mehr Geld erforderte, so dass König und Rat ein immer größeres Gewicht gewannen, auch wenn das Land noch immer sehr föderal organisiert ist.

    In den letzten Jahren nahm der Wohlstand von Händlern und herausragenden Handwerkern besonders an der ligurischen Küste und in der Toskana zu. Zugleich wuchs aber auch die Kritik an der wachsenden Ungleichheit und der Zurschaustellung von Reichtum, die besonders von den Bettelorden formuliert, aber offenbar von vielen Menschen geteilt wird.





    Königreich Frankreich:

    Frankreich gehört zu den ältesten Ländern Europas und führt sich sowohl auf das römische Gallien wie auf die Reiche der Merowinger und Karolinger zurück. Nach einer Phase der Zersplitterung gelang es den Kapetinger-Königen allmählich, das Feudalsystem stärker zu zentralisieren und Adel und Geistlichkeit zu disziplinieren. Diese Entwicklung verstärkte sich im 14. Jh., weil die eher abwartende Haltung der französischen Könige im Wittelsbacher-Aufstand vom Großkhan mit einer signifikanten Erhöhung des Tributes bestraft wurde, was den Finanzbedarf deutlich erhöhte und zu einem recht durchgreifenden Steuersystem führte. Im Norden des Landes hat die königliche Macht bereits eine fast übermächtige Stellung erreicht, während der Süden eher eigenständig geblieben ist, was auch an der starken Position des Johanniterordens und der römischen Kurie dort liegt. Seit dem Erlöschen des Kaiseramtes gilt der französische König als ranghöchster Monarch der nichtmongolischen europäischen Staatenwelt.

    Das Land nahm in den letzten Jahren eine recht gute wirtschaftliche Entwicklung, verschuldete sich aber auch recht stark. Ein großer Coup gelang dem mittlerweile verstorbenen König Ludwig XII., als er für eine äußerst günstige Summe die englischen Lehen in Guyenne für die französische Krone zurückgewinnen konnte.




    Erzbistum Mainz:


    Die Erzbischöfe von Mainz gehörten bis zum Ende des Kaisertums zu den wichtigsten Fürsten des Reiches und hatten eine große Bedeutung bei der Königswahl. In der mongolischen Zeit gelang es den Mainzer Oberhirten, allmählich in die Rolle der Ansprechpartner für die Großkhane hineinzuwachsen, was ihnen den scherzhaften Titel augustuli einbrachte. Tatsächlich übernahmen die Erzbischöfe damit Aufgaben, die früher die Kaiser erfüllt hatten und erhielten dafür vom Papst auch besondere Privilegien verliehen. Die beiden wichtigsten waren die Übertragung eines Teils der von deutschen Bistümern und Klöstern erhobenen Gebühren und das Recht, neben dem Hochstift Mainz auch das Hochstift Konstanz zu übernehmen. Im Mainzer Domkapitel gibt es allerdings auch warnende Stimmen, die darauf drängen, das Erzbistum auf eine bessere Grundlage zu stellen, so dass es auch einen Machtverlust der Mongolen überstehen würde.

    Das Erzbistum nahm in den letzten Jahren einen deutlichen ökonomischen Aufschwung, was auch mit dem zunehmenden Weinanbau und den Maßnahmen zur Verbessrung der Infrastruktur zu tun hatte. Auch die Stellung des Kanzlers im Politikgefüge des Heiligen Römischen Reiches hat sich weiter gefestigt.




    Despotat Trapezunt:

    Das Kaiserreich Trapezunt wurde 1204 wenige Monate der Eroberung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer von der ehemaligen, mittlerweile gestürzten byzantinischen Kaiserdynastie der Komnenen gegründet. Bereits 1243 musste Trapezunt den Mongolen Tribut leisten, als sich auch ein großer Teil der Seldschuken den Reitern aus der Steppe unterwarf. Seit 1250 kam es zur Zuwanderung zahlreicher mongolischer Kämpfer ins Innere Kleinasiens, die sich dort mit den bereits ansässigen türkischen Stämmen vermischten oder verbündeten und mehrere kleine Reiche bildeten. Nach dem Aufstand in Vorderasien (1276-1280) ordnete Kublai Khan als Oberbefehlshaber des Reichsheeres die Region neu: 1279 wurde mit Syrien das erste Vasallenkhanat geschaffen, während Ägypten und die Staaten und Stämme in Kleinasien und Arabien künftig jährliche Tribute in genau festgelegter Höhe zu bezahlen hatten, womit für Trapezunt zugleich ein gewisser Schutz vor den anatolischen Stämmen gegeben war. Allerdings mussten sich die Herrscher Trapezunts und vier Prätendenten aus Griechenland und Makedonien 1282 verpflichten, den Kaisertitel und damit den Anspruch auf das alte Reichsgebiet mit der Hauptstadt Konstantinopel aufzugeben, die zwischen 1259 und 1404 ohnehin mehrfach den Besitzer wechselte.

    Trapezunt konzentrierte sich in den letzten Jahren stark auf den Handel mit West-Taman. Politisch kam es zu einem Bündnis mit Syrien und Izmir, so dass territoriale Ansprüche auf Konstantinopel gegenwärtig nicht mehr erhoben werden.
    Geändert von Jon Snow (06. August 2019 um 19:47 Uhr)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •