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Thema: Der Mongolensturm - Erste Schritte für Neuanfänger

  1. #1
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    Der Mongolensturm - Erste Schritte für Neuanfänger




    Schön, dass du Interesse an unserer kleinen Spielerunde zum Mongolensturm hast. Einen kurzen Abriss der Geschichte zwischen 1206 und 1410 findest du in der Chronik. Die bespielten und nicht bespielten Länder kannst du im Länderfaden ansehen. Auch ein Blick in den Regelbereich lohnt sich vielleicht.

    Eine kurze Zusammenfassung des Spielprinzips, der offenen Länder und der Ereignisse der letzten Jahre findest du hier und im neuen Jahrhundert.
    Geändert von Jon Snow (28. Juli 2019 um 17:49 Uhr)

  2. #2
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    Das Spielprinzip

    Jeder Spieler übernimmt die Figur des Herrschers oder eines gewählten Oberhauptes seines jeweiligen Staates. Jedes Jahr wird er in den Ereignissen und der Jahresauswertung Entwicklung und gegenwärtige Herausforderungen erfahren und darauf reagieren können. Mit einem Schwerpunkt ist es ihm jeweils zu Jahresbeginn möglich, die Entwicklung des Landes zu steuern. Politische oder militärische Initiativen und Reaktionen sind aber natürlich das ganze Jahr über möglich.



    Die Geschichte der letzten Jahre
    Geändert von Jon Snow (29. Juli 2019 um 12:28 Uhr)

  3. #3
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    Bereits wieder besetzte Länder


    Khanat Tirol:

    Das Khanat Tirol wurde nach der Niederschlagung des Wittelsbacher-Aufstandes 1318 geschaffen, um die Alpenpässe kontrollieren zu können und die Bergwerke des Landes unter mongolische Aufsicht zu stellen, hatte Ludwig der Bayer doch vor allem Silber aus Tirol verwendet, um seine Söldner zu bezahlen. Das Khanat greift weitgehend auf Söldner aus Oberitalien und der Ostschweiz zurück, weil sich eine Ansiedlung von Mongolen als nur schwer durchführbar erwies. Wegen der großen strategischen Bedeutung erhielt das Land 1322 das Recht, mongolische Silbermünzen zu prägen, um so das eigene Silber direkt verwenden und genügend Söldner anwerben zu können. Auch die Prachtentfaltung des Innsbrucker Hofes erhielt dadurch starke Impulse, so dass er manchmal als „Klein-Sarai“ bezeichnet wird. Nachteilig erwies sich allerdings die starke Konzentration der Khane auf den monetären Bereich, weil sich dadurch die Entwicklung und das Zusammenwachsen des heterogenen Landes stark verzögerte.

    In den letzten Jahren hat die Konzentration des Reichtums auf Innsbruck sogar noch zugenommen, und 1417/18 tobte in mehreren Randprovinzen ein (mittlerweile weitgehend niedergeschlagener) Aufstand. Der Wiederaufbau und die Integration der ländlichen Gebiete des Khanats dürfte in den nächsten Jahren eine wichtige Aufgabe des Khans sein.




    Königreich Italien:

    Das Königreich Italien, das ursprünglich eng mit der Machtpolitik der deutschen Kaiser in Oberitalien verknüpft war und seit dem Ende der Staufer meist nur noch ein Schattendasein geführt hatte, gewann durch die mongolische Herrschaft neue Bedeutung. 1288 mussten die Städte Oberitaliens hohe einmalige Tribute versprechen, um eine Plünderung abzuwenden. 1296 wurde dieser Tribut in eine jährliche Zahlung umgewandelt, was eine gemeinsame Anstrengung der oberitalischen Städte und Adelsherrschaften erforderte. Schließlich wählte man 1298 unter mongolischem Einfluss einen König von Italien, ohne sich um die Ansprüche der Kaiser zu kümmern. Dieser sollte als Ansprechpartner der Mongolen dienen und die Einziehung und Übergabe der Tribute organisieren. Dem Monarchen wurde ein Rat der Städte zur Seite gestellt, so dass alle Kommunen ein gewisses Mitspracherecht bei der Verwendung der überschüssigen Einnahmen erhielten. Da sich die Stadtaufgebote nicht dafür eigneten, die vereinbarte mongolische Heeresfolge auszuführen, griff man zunehmend auf Söldner zurück, was einerseits einen florierenden Söldnermarkt in Genua schuf und andererseits noch mehr Geld erforderte, so dass König und Rat ein immer größeres Gewicht gewannen, auch wenn das Land noch immer sehr föderal organisiert ist.

    In den letzten Jahren nahm der Wohlstand von Händlern und herausragenden Handwerkern besonders an der ligurischen Küste und in der Toskana zu. Zugleich wuchs aber auch die Kritik an der wachsenden Ungleichheit und der Zurschaustellung von Reichtum, die besonders von den Bettelorden formuliert, aber offenbar von vielen Menschen geteilt wird.




    Königreich Frankreich:

    Frankreich gehört zu den ältesten Ländern Europas und führt sich sowohl auf das römische Gallien wie auf die Reiche der Merowinger und Karolinger zurück. Nach einer Phase der Zersplitterung gelang es den Kapetinger-Königen allmählich, das Feudalsystem stärker zu zentralisieren und Adel und Geistlichkeit zu disziplinieren. Diese Entwicklung verstärkte sich im 14. Jh., weil die eher abwartende Haltung der französischen Könige im Wittelsbacher-Aufstand vom Großkhan mit einer signifikanten Erhöhung des Tributes bestraft wurde, was den Finanzbedarf deutlich erhöhte und zu einem recht durchgreifenden Steuersystem führte. Im Norden des Landes hat die königliche Macht bereits eine fast übermächtige Stellung erreicht, während der Süden eher eigenständig geblieben ist, was auch an der starken Position des Johanniterordens und der römischen Kurie dort liegt. Seit dem Erlöschen des Kaiseramtes gilt der französische König als ranghöchster Monarch der nichtmongolischen europäischen Staatenwelt.

    Das Land nahm in den letzten Jahren eine recht gute wirtschaftliche Entwicklung, verschuldete sich aber auch recht stark. Ein großer Coup gelang dem mittlerweile verstorbenen König Ludwig XII., als er für eine äußerst günstige Summe die englischen Lehen in Guyenne für die französische Krone zurückgewinnen konnte.




    Erzbistum Mainz:

    Die Erzbischöfe von Mainz gehörten bis zum Ende des Kaisertums zu den wichtigsten Fürsten des Reiches und hatten eine große Bedeutung bei der Königswahl. In der mongolischen Zeit gelang es den Mainzer Oberhirten, allmählich in die Rolle der Ansprechpartner für die Großkhane hineinzuwachsen, was ihnen den scherzhaften Titel augustuli einbrachte. Tatsächlich übernahmen die Erzbischöfe damit Aufgaben, die früher die Kaiser erfüllt hatten und erhielten dafür vom Papst auch besondere Privilegien verliehen. Die beiden wichtigsten waren die Übertragung eines Teils der von deutschen Bistümern und Klöstern erhobenen Gebühren und das Recht, neben dem Hochstift Mainz auch das Hochstift Konstanz zu übernehmen. Im Mainzer Domkapitel gibt es allerdings auch warnende Stimmen, die darauf drängen, das Erzbistum auf eine bessere Grundlage zu stellen, so dass es auch einen Machtverlust der Mongolen überstehen würde.

    Das Erzbistum nahm in den letzten Jahren einen deutlichen ökonomischen Aufschwung, was auch mit dem zunehmenden Weinanbau und den Maßnahmen zur Verbessrung der Infrastruktur zu tun hatte. Auch die Stellung des Kanzlers im Politikgefüge des Heiligen Römischen Reiches hat sich weiter gefestigt.




    Despotat Trapezunt:

    Das Kaiserreich Trapezunt wurde 1204 wenige Monate der Eroberung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer von der ehemaligen, mittlerweile gestürzten byzantinischen Kaiserdynastie der Komnenen gegründet. Bereits 1243 musste Trapezunt den Mongolen Tribut leisten, als sich auch ein großer Teil der Seldschuken den Reitern aus der Steppe unterwarf. Seit 1250 kam es zur Zuwanderung zahlreicher mongolischer Kämpfer ins Innere Kleinasiens, die sich dort mit den bereits ansässigen türkischen Stämmen vermischten oder verbündeten und mehrere kleine Reiche bildeten. Nach dem Aufstand in Vorderasien (1276-1280) ordnete Kublai Khan als Oberbefehlshaber des Reichsheeres die Region neu: 1279 wurde mit Syrien das erste Vasallenkhanat geschaffen, während Ägypten und die Staaten und Stämme in Kleinasien und Arabien künftig jährliche Tribute in genau festgelegter Höhe zu bezahlen hatten, womit für Trapezunt zugleich ein gewisser Schutz vor den anatolischen Stämmen gegeben war. Allerdings mussten sich die Herrscher Trapezunts und vier Prätendenten aus Griechenland und Makedonien 1282 verpflichten, den Kaisertitel und damit den Anspruch auf das alte Reichsgebiet mit der Hauptstadt Konstantinopel aufzugeben, die zwischen 1259 und 1404 ohnehin mehrfach den Besitzer wechselte.

    Trapezunt konzentrierte sich in den letzten Jahren stark auf den Handel mit West-Taman. Politisch kam es zu einem Bündnis mit Syrien und Izmir, so dass territoriale Ansprüche auf Konstantinopel gegenwärtig nicht mehr erhoben werden.



    Republik Venedig:

    Die Republik Venedig, die sich bereits den deutschen Kaisern entziehen konnte, blieb im späten 13. Jh. außerhalb des Königreiches Italien und bezahlte zu diesem Zweck sogar besonders hohe Tribute an die Mongolen. Dafür legten diese der venezianischen Handelstätigkeit im Mittelmeerraum und im mongolischen Reich keine Steine in den Weg, so dass der Reichtum der Stadt mit ihrem Handelsnetz wuchs. Außerdem konnten die Venezianer zahlreiche hochwertige Schiffe aus ihrem berühmten Arsenal liefern, was sowohl den Großkhanen wie den Mittelmeerkhanaten eine große Hilfe war. Die Stadt entwickelte sich so zu einer Nutznießerin des mongolischen Weltreiches und seiner Möglichkeiten.

    Venedigs Wirtschaftskraft wuchs in den letzten Jahren nochmals beträchtlich an, da man sich konsequent aus allen Konflikten heraushielt, die Informationen über Handelsflüsse, Nachfrage und Warenangebot im Mittelmeerraum ausbaute und für Sicherheit auf den Meeren sorgte. Kritisch könnte ein Zusammenbruch des Mongolischen Großreiches sein, weil man einen beträchtlichen Teil des Handels mit dem Schwarzmeerraum bestreitet.



    Khanat Böhmen

    Das Khanat Böhmen stellt in mancherlei Hinsicht ein Gegenbild zum ungarischen Khanat dar, obwohl beide Khanate kurz nacheinander (Ungarn 1285, Böhmen 1287) gegründet worden waren. Böhmen wurde einem nur weitläufig mit dem Großkhan verwandten Heerführer namens Esbuq übertragen, so dass die Verbindungen zum mongolischen Großreich nie besonders eng waren, obgleich das Khanat stets loyal blieb. Da das Land vergleichsweise dicht besiedelt war und über eine blühende städtische Kultur verfügte, kam es zunächst kaum zur Ansiedlung mongolischer Krieger. Nach dem Aufruhr von 1314, bei dem Teile Böhmens von den wittelsbachischen Truppen erobert worden waren, bemühten sich die Khane allerdings um eine Verbesserung der militärischen Schlagkraft. Da die Anwerbung mongolischer Reiter zahlreiche Probleme verursachte und nur schleppend vorankam, entschied man sich schließlich für eine eher europäisch geprägte Streitmacht aus Fußtruppen und Belagerungsgerät, was für die Khanate eher ungewöhnlich ist. Die finanzielle Situation Böhmens ist sehr gut, weil Silberbergwerke, städtisches Handwerk und überregionaler Handel recht viel Geld abwerfen. Die Bevölkerung ist in den letzten Jahrzehnten stark gewachsen, so dass Nahrungsmittel eingeführt werden müssen.



    Khanat Hessen

    Das Khanat Hessen wurde nach der Niederschlagung des Wittelsbacher-Aufstandes 1318 geschaffen, um einerseits die Grafen zu enteignen, die sich König Ludwig angeschlossen hatten und um andererseits im Zentrum des ehemaligen Heiligen Römischen Reiches eine mongolische Bastion aufzubauen. Daher wurde auch ein besonders eng mit Putraq Khan verbundener Mann – sein Cousin Dambar – mit dem neuen Khanat bedacht. Dieser erwies sich rasch als erfahrener Organisator, so dass das kleine Land zu florieren begann und die Kriegsschäden schnell überwunden wurden. Allerdings blieb das direkte Herrschaftsgebiet ein Flickenteppich, weil man loyale Adlige nicht enteignet hatte und die hessischen Khane sich rasch der in Mitteleuropa üblichen Hausmachtpolitik anglichen, so dass sie immer wieder auch abgelegene Dörfer und Herrschaften erwarben. Militärisch stellt man aber eine ansehnliche Macht dar, weil das strategisch wichtige Hessen als einziges Khanat Subsidien des Großkhans erhält und so in Ernstfall relativ rasch Söldner anwerben kann. Dadurch hat sich das hessische Frankfurt auch zu einem Zentrum des Söldnerwesens nördlich der Alpen entwickelt.



    Khanat Schwaben

    Das Khanat Schwaben wurde nach der Niederschlagung des Wittelsbacher Aufstandes 1318 gegründet, um einen besonders tapferen Heerführer namens Kulik zu belohnen. Anders als die meisten Khane stammte dieser nicht aus den führenden mongolischen Sippen, sondern war der Sohn eines Uiguren und einer europäischen Frau. Dadurch entwickelte er rasch eine besonders enge Bindung zu seinen neuen Untertanen, die er vor willkürlicher Behandlung schützte. Die Ausbreitung mongolischer Viehzüchter beschränkte er im Wesentlichen auf die raue, vielfach nur dünn besiedelte Schwäbische Alb, die sich aber erstaunlich gut für diesen Zweck eignete. Militärisch wurde das Khanat dadurch ein durchaus wehrhaftes Land, ohne dass der landwirtschaftliche Ertrag darunter litt, was wiederum die Loyalität der Bevölkerung stärkte. Der gegenwärtige Herrscher Ebeart Khan ist bei der Bevölkerung so beliebt, dass sogar ein Lied kursiert, nach dem er sein Haupt kühnlich jedem Untertanen in den Schoß legen könne, was zweifellos nicht auf jeden mongolischen Khan zutreffen dürfte.
    Geändert von Jon Snow (18. April 2020 um 09:50 Uhr)

  4. #4
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    Die freien Länder



    Königreich Schweden

    Das Königreich Schweden hatte zunächst nur wenig von den Mongolen zu befürchten, zumal das Land als wenig wohlhabend und eine Eroberung daher als nicht sehr gewinnbringend galt. Als jedoch im frühen 14. Jh. der Ostseehandel immer mehr zunahm und im Norden die Bevölkerung allmählich wuchs, richteten die Großkhane ihre begehrlichen Blicke auch auf das letzte freie, nicht tributpflichtige europäische Reich. 1322 mussten die schwedischen Könige schließlich einwilligen, wie die anderen Länder jährliche Zahlungen an die Mongolen zu leisten. Die dazu nötigen finanziellen Mittel wurden zunächst von der Hanse vorgestreckt, wodurch Schweden sich hoch verschuldete und den Hansekaufleuten große Teile des Handels überlassen musste. 1369 wurde die Schuld schließlich in eine jährliche „Pacht“ umgewandelt, so dass Schweden im Prinzip eine doppelte Tributzahlung leistet, was die Entwicklung des Landes sehr hemmt. Um an Geld zu kommen, verpachteten die Könige schließlich zahlreiche Regalien, was allerdings auch positive Effekte mit sich brachte. Gerade im Bergbau siedelten sich erfahrene Männer an, so dass sowohl der schwedische Bergbau wie die schwedische Metallgusskunst stark modernisiert wurden. Im Bereich der Geschützherstellung hat das Land sogar eine Führungsrolle erreicht.

    Seit 1410 breitete sich das Heidentum im Norden des Landes stark aus, was auch mit den meist von dort stammenden Königinnen zu tun haben könnte, die diese Entwicklung angeblich massiv förderten. Nach einem Embargo durch die anderen Ostseemächte musste Schweden einwilligen, einer internationalen Kontrollkommission die Überprüfung der Häfen zu gestatten, was den Einfluss der beteiligten Reiche in Schweden ausweiten dürfte.
    Geändert von Jon Snow (18. April 2020 um 09:55 Uhr)

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