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Thema: Tributkommission für Izmir

  1. #1
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    Tributkommission für Izmir

    Für die Bearbeitung der Tributminderungen werden sechs Kommissionen gebildet. Jede besteht aus dem jeweiligen Vorsitzenden und zwei Mitarbeitern der zur Prüfung bestellten Gesandtschaft, einem der Regenten, vier erfahrenen Khanen aus dem Großreich und zwei Herrschern der in der Region präsenten Vasallenkhanate (soweit es sie gibt). Die sechs Kommissionen sollen ein Votum abgeben, ob es im jeweiligen Fall zu einer Minderung des Tributs kommen soll und wenn ja, welcher Art diese Minderung sein soll.

    Dieses Votum bindet den Kuriltai natürlich nicht, hilft aber sicherlich bei der Entscheidung. Die Beratungen und Beschlüsse der jeweiligen Kommission sind vertraulich und sollen nicht an Außenstehende weitergegeben werden.


    Die Kommissionen sind wie folgt zusammengesetzt:

    Kommission IV (Izmir): Bertai Khan, Salim Khan, Ungarn, Hellas, vier weitere Personen aus dem Großreich und der Gesandtschaft

  2. #2
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    Historische Informationen:

    Türkische Stämme in Anatolien bezahlten bereits im frühen 13. Jh. Tribut, und die späteren Sultane von Izmir gehörten damals zu den „gewöhnlichen“ Stammesführern. Schließlich gelang es ihnen 1277, als Tributverantwortliche für den ganzen westanatolischen Raum anerkannt zu werden. 1304 übernahmen die Emire den Sultanstitel und reorganisierten die ihnen unterstellten Stämme in einer strafferen Hierarchie. Außerdem erhielten sie die Suzeränität über einige griechischsprachige Küstenstädte. Dafür wurde der Tribut fest auf 100 000 S festgelegt. Nach der Übergabe Südbulgariens mit der wichtigen Kaisermetropole Konstantinopel im Jahr 1404 erhöhte er sich auf 150 000 S. Izmir hatte in den letzten Jahren Einnahmen zwischen 370 000 S und 700 000 S, zuletzt waren es 440 000 S.

  3. #3
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    Argumente des Sultans:

    Also was mir so spontan einfällt, wäre der aktuelle Etat (370k bei 150k Tribut) Zum Vergleich: Marrakesch zahlt das nominell auch bei Durchschnittlichen Einnahmen von 700k - 1M und sorgt für Ärger
    Man kann ihm ja auch Konstantinopel zeigen. So eine tolle Stadt mit Potential und großer Geschichte, aber leider inzwischen heruntergekommen (bzw. halt nicht mehr glanzvoll).
    Man steht auch für Stabilität in der Region (Hafenbehörde, VB mit Trapezunt und dem Khanat Syrien), ein gemeinsames Projekt mit Ungarn (Straße), die auch Zentraleuropa anbindet. Gegen die Piraterie werden nun auch Gelder in die Hand genommen (100k über 3 Jahre).

  4. #4
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    Stellungnahme Salim Khans

    Izmir scheint ähnlich wie Burgund die eigene Situation besonders schlecht darzustellen. Die Einnahmen des Sultanats sind in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen, was vor allem an den Problemen im Vorderen Orient liegen dürfte. Hier ist aber anzumerken, dass der Sultan anders als beispielsweise das viel kleinere Despotat Trapezunt keinen Versuch unternahm, die Truppen des Großreiches zu unterstützen. Die finanzielle Belastung hängt künftig wohl vor allem davon ab, wie der Orienthandel sich weiterentwickelt. Eine Senkung oder Stundung des Tributs wäre also aus ökonomischer Sicht möglicherweise vertretbar, falls die Handelseinnahmen nicht wieder steigen sollten. Ob sie politisch opportun wäre, ist natürlich die Entscheidung des Kuriltai und der Kommission.

  5. #5
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    Gibt es Ratschläge der Vasallenstaaten?

  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von Caporegime
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    Der Khan von Hellas erhebt sich und resümiert ein wenig über die Lage:

    Es handelt sich bei dem Sultanat um einen überaus mächtigen und starken Vassalen, der Trotz des Verkaufs von Belagerungseinheiten noch über ein großes militärisches Potential verfügt. Das derzeitige Aufrüsten in Cordoba betrachtet man dabei etwas mit Sorge in Athen. Darüber hinaus sitzt es an der Schaltstelle zwischen dem Großreich und Athen, wie auch dem Restlichen Mittelmeer, was einen strategischen Vorteil einbringt, der nicht missachtet werden darf. Die vorangegangenen Punkte machen klar, dass das Sultanat ein wichtiger Vasall ist, dessen Treue gepflegt werden muss. Gleichzeitig ist aber gerade diese Stärke und das Potential auch ein Bedrohungsfaktor. Die Absichten des derzeitigen Sultans sind, soweit ich das persönlich sagen darf rein und anständig. Dennoch muss das Großkhanat auch langfristig im Auge haben, dass ein zu starker Vasall geneigt sein könnte, unter der Annahme eine schnelle Machtveränderung tritt ein, die Rebellion zu üben, wie bereits an anderer Stelle geschehen. Besonders von Athener Seite aus wäre dies überaus schmerzlich, verlöre man doch direkt den schnellen Kontakt zur See zum Großreich. Das Großreich muss daher an der Stelle genau abwägen, wie es langfristig die Stabilitätspolitik gestalten möchte.

    Mit Sicherheit ist es klug die Nicht-Khanats-Vasallen zu belohnen und durch Entgegenkommen ihre Treue zu sichern. Sicherer und verlässlicher sind an der Stelle aber die kleineren Khanate, deren Legitimität direkt auch vom Großkhan selbst abhängt und durch ihn erst mit Titel und Land gesegnet wurden. Aus Sicht meiner Person ist das Geld an die Stelle zu bringen, auf die sich die Macht in der jeweiligen Region stützen kann. Man legt daher Nahe genau abzuwägen, wo man diese Säulen verortet. In Athen würde man eine Minderung des Tributes für Izmir wohlwollend aufnehmen, mit der Prämisse vorangestellt, die freien Mittel werden für den Großkhan zweifelsohne treue Kämpfer, oder aber für die Infrastruktur ausgegeben, die den Handel beflügelt.

  7. #7
    Wishmaster Avatar von Sarellion
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    Tja, ist die Frage wie der Orienthandel wieder anläuft in den nächsten Jahren und das könnte ja zu besseren Verhältnis von Tribut zu Einnahmen führen, aber es ist wenig hilfreich, wenn man dem Sultanat in der Zwischenzeit den Hals abschnürt und ihm so die öglichkeit beraubt zu steuern und zu handeln.
    Meine Stories:
    Sim City Societies: England obsiegt, Großkanzler Sutler baut ein neues London
    ANNO 2070: Die Zukunft wird nass
    Fallen Enchantress - Legendary Heroes: Geschichten aus der Gruft

  8. #8
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    Bertai Khan dankt den ortskundigen Khanen für ihre Ansicht, die ein großes Gewicht habe. Khalid Khan aus Täbris gibt allerdings zu bedenken, dass das treue Despotat Trapezunt nur eine befristete Minderung für 1415 und 1416 erhielt, obwohl es einen Großteil seiner Reiterei ins Zweistromland und nach Persien schickte.

  9. #9
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    Nach intensiver Diskussion schlägt Bertai Khan schließlich vor, die bisherige Tributhöhe zu belassen, erklärt aber zugleich, eine Stimmenmehrheit für einen anderen Antrag zu respektieren und nach außen hin mitzutragen. Khalid Khan schlägt daraufhin vor, den Tribut Izmirs temporär um jeweils 30 000 S für 1417 und 1418 zu senken. Zugleich soll Trapezunt eine Minderung in derselben Höhe für die genannten Jahre erhalten.

    Wer stimmt für welchen Antrag?

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