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Thema: Überleben in Himmelsrand

  1. #31
    Ewig unbezähmbar! Avatar von LegatBashir
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    Mal schön ne andere Sichtweise zu sehen... daher:
    ex flammis orior

  2. #32
    Registrierter Benutzer Avatar von Karleon
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    26.Letzte Saat, 4E-201; Der Drachenstein und eine geheimnisvolle Mauer
    Als ich nach einigen Stunden Schlaf erwachte lag Jenassa friedlich schnarchend einige Schritte neben mir in einem Schlafsack. Ich war fassungslos, das sie so sorglos war, doch kaum war ich wach drehte sie sich zu mir rum und meinte:
    "Eine Dunkelelfe schläft immer mit einem offenen Auge, mein Herr Karenson."
    Konnte sie jetzt etwas auch Gedanken lesen? Jedenfalls packten wir unsere Sachen und zogen weiter. Seltsamerweise fühlte ich mich recht gut, das Vertrauen in meine Fähigkeiten war gewachsen, immerhin hatte ich schon einige Abenteuer schadlos überstanden. Draugr bekamen wir keine mehr zu Gesicht, doch schließlich standen wir vor einem gewaltigen steinernen Tor, das wir unmöglich mit Muskelkraft öffnen konnten. Wie hatte Arvel in seinem Tagebuch geschrieben?
    "Die Lösung liegt auf der Hand."
    Ich betrachtete mir also die Klaue mal etwas genauer und konnte drei Tierzeichen darauf entdecken. Diese Zeichen waren identisch mit jenen auf den Steinringen der Tür und ich beschloss mein Glück zu versuchen. Die Ringe bewegten sich knirschend wenn ich sie berührte und einen Moment würdigte ich die Konstruktionskunst jener unbekannten Erbauer, die einen Mechanismus erschaffen hatten der auch nach Jahrhunderten noch funktionierte. Jenassa machte keinerlei Anstalten mich zu unterstützen, sie beschäftigte sich bereits mit jenen Gefahren die wohl hinter dem Tor lauerten und das war mir auch ganz recht. Immerhin war es ihr Job mich am Leben zu halten.
    Schließlich hatte ich ich die Ringe so angeordnet das die Tierzeichen in derselben Reihenfolge wie auf der Klaue angeordnet waren. Ich steckte die Finger der Klaue in einige Öffnungen, von denen ich richtig vermutete sie dienten als "Schlüsselloch" und das Tor begann knirschend im Boden zu versinken.
    Jenassa nickte anerkennend und wir betraten die natürliche Höhle die nun offen vor uns lag. Zweifellos waren hier einige bedeutende Personen bestattet worden, denn überall standen reich verzierte Sarkophage. Was mir jedoch allen Mut raubte war die Tatsache das alle Gräber leer waren . Jemand war uns zuvorgekommen, hatte alle Sarkophage geplündert und, so fürchtete ich, auch den Drachenstein entwendet.
    Stumm und enttäuscht schritt ich die Stufen zu einem kleinen Podest hoch und da, vor einer Mauer in die seltsame Runen eingraviert waren, fand ich noch einen ungeöffneten Sarkophag vor. Es war der prachtvollste von allen und meine Zuversicht wuchs. Ohne darüber nachzudenken warum die unbekannten Plünderer wohl ausgerechnet die fetteste Beute ignoriert hatten, stürmte ich auf den Sarkophag zu. Augenblicklich vernahm ich seltsame, hypnotische Stimmen in einer fremden und doch irgendwie vertrauten Sprache. Die Runen auf der Mauer schienen zu leuchten während die Umgebung unscharf wurde. Wie gebannt machte ich Schritt um Schritt auf die Mauer zu während die Stimmen immer lauter wurden.
    Wie aus weiter Ferne hörte ich Jenassa schreien.
    "Drachenmauer, du Narr! Bleib da weg, sonst verlierst du den Verstand. Verflucht, hörst du mich nicht.... Du...."
    Ich hörte Stein, der beiseite geschoben wurde, danach das Fluchen der Dunkelelfe und Stahl der auf Stahl traf. Es interessierte mich nicht, nur die Runen zählten.
    Ich berührte sie und ein Schlag durchzuckte mich, ließ meine Knie einsacken. Dann war es vorbei...
    Es war als sei ich aus einem Traum erwacht. Ich sah entsetzt wie Jenassa sich gegen einen gewaltigen Draugr zur Wehr setzte, der aus dem eben noch unversehrten Sarkophag entsprungen war. Augenblicklich spannte ich den Bogen und griff in den Kampf ein. Jenassas Augen zeigten sichtbare Überraschung als sie meiner Hilfe gewahr wurde. Sie schien neuen Mut zu fassen und griff mit neuem Elan an. Gemeinsam gelang es uns den Draugr zu überwinden!
    Völlig außer Atem fragte mich die Dunkelelfe wie ich dem unheilvollen Einfluss der Drachenmauer entkommen war? Offenbar waren diese Mauern dafür berüchtigt aus jedem der so unvorsichtig war sich ihnen zu nähern, sabbernde Idioten zu machen. Das erklärte auch warum der Sarkophag unversehrt gewesen war als wir eintrafen.
    Ich konnte es selbst nicht erklären. Seltsamerweise fühlte ich mich besser wie je zuvor, als sei ich von einer unbekannten Macht beseelt die ich nicht in Worte fassen noch begreifen konnte.
    Wie dem auch sei, ich beschloss den Sarkophag des Draugrfürsten zu durchsuchen, denn wo konnte man etwas besser verstecken als in unmittelbarer Nähe einer Drachenmauer? Und da fand ich ihn!
    Der Drachenstein war ebenfalls mit Runen bedeckt die aber weder zu mir sprechen noch leuchten wollten, also packte ich ihn triumphierend in den Rucksack und befahl Jenassa die Abreise. Die Höhle hatte einen natürlichen Ausgang in unmittelbarer Nähe, weshalb wir nicht mehr durch das ganze Grab zurückmussten, wofür ich sehr dankbar war. Bevor wir ins Freie traten betete ich noch an einem alten Schrein, den wohl die Dorfbewohner errichtet hatten, für den Seelenfrieden der unglücklichen Draugr, dann traten wir ins Freie.
    Es war früher morgen, noch dunkel und bitterkalt. Dennoch war ich zunächst vor allem von der wilden Schönheit der Landschaft und des Sternenhimmels, die sich mir darboten, fasziniert. Dieser Himmel fühlte sich nicht mehr fremd an und die Landschaft schien zu einem Teil meiner selbst zu werden. Selbst die Kälte, obschon sie mir durch Mark und Bein ging, konnte dieses "Heimatgefühl" nicht vertreiben.
    Was zum Geier wa los mir mir?
    Ich stand auf einem Felsvorsprung und unter meinen Füßen breitete sich bis zum Ufer des Ilinaltasees ein Mammutfriedhof aus. Die Dämmerung setzte nun ein und nachdem es hell genug war beschlossen wir über Flusswald nach Weisslauf vorzustoßen. Denn mich erwartete sicherlich ein triumphaler Empfang durch den Jarl!
    Der Plan war auf dieser Seite des Ufers entlang der Weisslauf bis nach Flusswald zu marschieren wo wir trockenen Fußes den Fluss überqueren wollten. Ein Zweigling der riesigen und wütenden Sorte, machte diesem Vorhaben aber einen Strich durch die Rechnung. Auf Höhe der Wächtersteine jagte die Kreatur uns in den Fluss und wir waren gezwungen um unser Leben zu schwimmen. Am anderen Ufer, klatschnass und durchgefroren, wärmten wir uns am Lagerfeuer jenes Fischers auf der mir bereits vor 6 Tagen das Leben gerettet hatte als ich mit Haddvar aus Helgen gekommen war.
    "Seid wohl vor der alten Morla geflohen, was? Die Alte mag es nicht wenn jemand in ihren Wald läuft, aber zu euerm Glück mag sie Wasser noch viel weniger."
    Weitere Bemerkungen verkniff sich der Fischer angesichts eines eiskalten Blickes von Jenassa.
    Nachdem wir endlich Flusswald erreichten war die Mittagsstunde bereits angebrochen, doch der Handelskontor hatte durchgehend geöffnet. Zu meiner Enttäuschung war Camilla Valerius nicht anwesend als ich die Goldene Klaue präsentierte und ihr Bruder war wohl sehr begabt darin seine Begeisterung nicht offen zu zeigen. Zu gerne hätte ich im "Schlafenden Riesen" Quartier bezogen, wo ich den Abend damit verbracht hätte Camilla genauestens über meine heroische Rettung der Klaue zu unterrichten, doch ich wollte den Jarl in Weisslauf nicht warten lassen. Das die Gelassenheit von Lucan Valerius nur gespielt war erkannte ich an der Belohnung die er mir für meine Dienste anbot. Um 400 Septime reicher machte ich mich auf den Weg.
    Es war Nachmittag und der Weg nach Weisslauf nicht sonderlich fordernd, dennoch spürte ich nun plötzlich wie mir jeder Schritt schwerfiel. Ich begann zu zittern obschon ich in der Nachmittagssonne lief und eine bleierne Müdigkeit breitete sich in mir aus.
    Mit letzter Kraft erreichte ich endlich die Stadt, wo mir jeder der mir über den Weg lief attestierte das ich "krank" aussah. So konnte ich nicht vor den Jarl treten, deshalb beschloss ich den Tempel der Kynareth aufzusuchen. Ein Priester erklärte mir das ich an "Ataxie" litt und wirkte einen Heilzauber. Sofort fühlte ich mich besser, wenn auch die Müdigkeit mich fast zu übermannen drohte.
    Ich habe nun ein Zimmer in der "Beflaggten Mähre" bezogen und werde mich erstmals ausschlafen. Morgen werde ich frisch und ausgeruht dem Jarl den Drachenstein überbringen. Er wird mich sicher mit Gold überhäufen, mir einige dralle Weiber zur Gesellschaft überlassen und mich zum Thane ausrufen. Ach, ich kann es kaum erwarten...


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  3. #33
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  4. #34
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