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Thema: [EU IV] Imperium Romanum Extended Timeline

  1. #46
    Imperator Avatar von Oberst Klink
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    Ich habe selber bei der Textstelle geschmunzelt. Fand so ein bisschen nachträgliche Verklärung ganz witzig.


    Zitat Zitat von racebear75 Beitrag anzeigen
    Hier bin ich als Leser natürlich dabei. Schon jetzt sehr interessant!
    Ich freue mich über jeden Mitleser

  2. #47
    Imperator Avatar von Oberst Klink
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    Augustus Part III - Tod des ersten Kaisers



    Kurz nachdem die Nachricht von der Niederlage Armeniens am Kaiserhof eintraf, erkrankte der Imperator und musste für mehrere Wochen das Bett hüten. Zwar besserte sich dann zu Neujahr der Zustand des Augustus wieder, aber auch nachdem die mysteriöse Krankheit abklang, empfand er nur noch selten sexuelles Verlangen.
    Anm. Augustus hat Glück, dass der User Bruder Jakob nicht an der Modentwicklung beteiligt war. Sonst wäre für seine Infertilität irgendetwas in der Art die Ursache:

    Zitat Zitat von BruderJakob Beitrag anzeigen
    [Vorgeschichte zu "der Gebrochene Kontinent"]
    ...
    Und eben jener Zufall - oder auch die Tatsache, dass Kaiser Elamin II. in seiner Jugend einen harten Tritt seines Pferdes abbekommen hatte - wollte es so, dass eben jener während seiner Regentschaft und seinen drei Ehen keine Kinder gezeugt hatte. So kam nach seinem Tod (und hier wird es schon abstrus, denn er war vom Pferd gefallen und hatte sich das Genick gebrochen) die Frage nach seiner Nachfolge auf.
    So bleibt der wahre Grund im Nebel des Verborgenen.



    Jedenfalls ließ sich der Kaiser davon nicht von seinen Pflichten abbringen und ein glücklicher Zufall wollte es, dass er den Familien oppositioneller Senatoren wertvolle Ländereien im Umland von Arretium wieder entziehen konnte. Nachdem die örtlichen Priesterschaften Dokumente hervorbrachten, welche eindeutig den Anspruch der Tempel auf die umstrittenen Ländereien belegten.



    Zu Beginn des Jahres 28 wurde das in Abhängigkeit zu Rom stehende Königreich Mauretanien von einer Revolte erschüttert. Ein charismatischer Halbbruder und Heerführer des mauretanischen Königs ließ sich von seinen Truppen zum König ausrufen und untergrub damit indirekt auch die Autorität Roms.



    Rom entsandt zur Unterstützung des Verbündeten die dritte und die vierte Legion. Während es den Aufständischen in der Schlacht von Quarsenis noch gelang die von Eilmärschen und Wüstenhitze geschwächten Legionäre zu besiegen, schlug Rom sie unter günstigeren Wettergegebenheiten am 23. Oktober in der Schlacht von Titteri vernichtend. Im Folgejahr wurde der Thronprätendent Ptolemäus von den Truppen seines Halbbruders ergriffen und grausam hingerichtet.



    Ein Blick jenseits des Limes Orientalis ließ uns lächeln. Nicht nur Rom hatte sich mit lästigen Rebellen herumzuschlagen. Auch Parthien musste mehrmals separatistische Aufständische niederkämpfen. Immerhin geht es dem Rivalen im Osten nicht besser.



    Ein Eklat im Senat drohte zu einer Privatfehde zwischen rivalisierenden Fraktionen im Senat und der Ritterschaft zu eskalieren. Um die drohenden Unruhen abzuwenden, sprach der Kaiser höchstselbst ein Machtwort und zwang den verfeindeten Parteien einen Kompromiss auf, welcher dem augustinischen Gerechtigkeitsempfinden am ehesten entgegenkam.
    Jedoch zeigten sich damit nur wenige Betroffene zufrieden. (Anm. natürlich wurden es die -25 Legitimität)



    Anm. Dieses nicht unwichtige Feld habe ich erst sehr spät entdeckt. Und die 80 % Einfluss der Generalität waren schon besorgniserregend. Vielleicht wurden mir in meinem Testspiel auch deswegen so viele Kaiser gelyncht, weil ich die Fraktionen nicht kannte.
    Hier sorge ich jedenfalls dafür, dass die Imperiale Fraktion leicht stärker als die Generäle wird. Der Senat kann von mir aus in der Bedeutungslosigkeit
    versauern.



    In den Jahren 28 bis 30 sorgte eine Reihe kleinerer bis mittelgroßer Bauprojekte zu einem Aufblühen Roms. Der Kaiser ließ die Stadtmauern instantsetzen, neue Thermen und Theater anlegen, sowie auch die Mietshäuser der ärmeren Stadtbewohner renovieren.


    Doch in den letzten Jahren seiner Regentschaft erschien es den Göttern als gefällig den Kaiser heimzusuchen. So brach zum Novemberanfang des Jahres 30 eine große Seuche in der Provinz Syria aus.



    Quarantänemaßnahmen wurden unverzüglich angeordnet und die Statthalter angewiesen jene zur Not auch mit militärischer Gewalt durchzusetzen.



    Zum anderen erhob sich kurz vor Jahresende ein machtgieriger Thronprätendent in Makedonien. Er behauptete von sich, der verschollene Caesarion und somit der leibliche Sohn von Gaius Julius Caesar und Königin Kleopatra zu sein.



    Eine derartige Anmaßung konnte der Imperator nicht tolerieren und ließ umgehend zwei Legionen in Marsch setzen. Die 6. Legion „Victrix“ und die VIII. Legion „Augusta“ sollen dem Hochstapler und dem ihm anhängenden Abschaum zeigen, wie Rom mit Hochverrätern und Rebellen verfährt.



    Nicht einmal ein halbes Jahr dauerte der Aufstand des Caesarion. Er hatte gehofft aufgrund der griechischen Herkunft der Dynastie seiner Mutter oder besser formuliert der Frau, von welcher er behauptete ihr Sohn zu sein, die Unterstützung der griechisch-makedonischen Bevölkerung zu gewinnen. Doch aufgrund ihrer rechtlichen Gleichstellung durch Kaiser Augustus empfanden die Griechen dem wahren Herrscher gegenüber zu viel Loyalität, um sich auf die Seite eines Thronräubers zu stellen. Völlig gleich, wie jener sich nun nannte.
    Caesarion starb im Kampf durch das Schwert, wie auch die meisten seiner Anhänger. Wer sich den kaiserlichen Truppen ergab, wurde noch an Ort und Stelle auf Geheiß des Legaten Kosmas ans Kreuz geschlagen.
    Eine deutliche Warnung an all jene, die sich gegen die Herrschaft des wahren Kaisers aufzulehnen gedachten.



    Während römische Truppen in Makedonien noch für die Ehre des Kaisers kämpften, ereignete sich Anfang März in Rom eine große Katastrophe. Die Stadt brannte und viele alte Stadtviertel wurden ein Raub der Flammen. Tausende starben den Feuertod und der Wiederaufbau wird Unsummen kosten, welche dank der Haushaltspolitik des Kaisers zur Verfügung standen.



    Die schnellen Wiederaufbaumaßnahmen führten zu einem steigenden Ansehen der imperialen Autorität im Reich. Augustus bewies wieder einmal, dass er in der Lage war schnell und entschlossen zu handeln, wenn es um das Wohl des römischen Volkes ging.

    Dennoch wog das Herz des alternden Prinzeps ob der Unglücke der Jahre 30 und 31 schwer. Man sah ihm nach all den Jahren die schwere Bürde seines Amtes an und sein Gesundheitszustand verschlechterte sich zusehends. So lange sein Geist noch wach blieb, kümmerte er sich weiterhin um die Amtsgeschäfte, aber irgendwann ging es nicht mehr.



    Am 1. Dezember des Jahres 32 verschied der erste und wohl auch größte römische Kaiser in seiner Winterresidenz in Capua. Sein einziger Sohn Konstantinos folgte ihm auf den Caesarenthron und es hieß jetzt schon, dass der Erbe in Vielem seinem Vater nicht heranreichte Es mangelte ihm am diplomatischen Gespür des göttlichen Augustus und auch seine militärischen Kenntnisse erwiesen sich als begrenzt. Nur in der Verwaltung schien er etwas von seinem Vater mitbekommen zu haben.

  3. #48
    Altes Mann Avatar von goethe
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    sehr interessant


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  4. #49
    Seufz Avatar von GarfieldMcSnoopy
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    Moment. Laut meldung war ein röm. General der rebell. Und es haben röm. Truppen rebelliert oder?wenn du die ans kreuz schlägst hättest du im rl einen echten aufstand gehabt. Stabilität minus drei und Legitimität minus 800 oder so 😁
    Das ist alles, was wir tun können: immer wieder von neuem anfangen, immer und immer wieder. (Thornton Wilder)

  5. #50
    Imperator Avatar von Oberst Klink
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    Zitat Zitat von goethe Beitrag anzeigen
    sehr interessant
    Danke.

    Zitat Zitat von GarfieldMcSnoopy Beitrag anzeigen
    Moment. Laut meldung war ein röm. General der rebell. Und es haben röm. Truppen rebelliert oder?wenn du die ans kreuz schlägst hättest du im rl einen echten aufstand gehabt. Stabilität minus drei und Legitimität minus 800 oder so 😁
    Ja laut Meldung. In diesem Fall habe ich meine eigene Geschichte hereininterpretiert, weil ich einen römischen Aufstand gegen Augustus für naja, merkwürdig hielt.

    Aber es ist gut zu wissen, dass ich mich im RP gegenüber römischen Aufständischen etwas milder zeigen muss.

  6. #51
    Βασίλισσα της Μακεδονίας Avatar von Teuta
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    Civis romanus sum.

    Einen Römer zu kreuzigen geht gar nicht, erniedrigen, foltern und Co auch nicht. Hinrichtung nur bei Hochverrat und dann auch die "humane" Variante durch das Schwert oder die Erlaubnis zum Suizid. Gut, oder für vogelfrei erklären und abmeucheln und dann deren Besitz für sich einziehen.
    Arche Makedonia und die Sieben Weltwunder

    Auferstanden aus Ruinen: England im DMS (Forenspiel)


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    ~Von Beginn an besaßen sie [die Römer] nichts, was sie nicht zuvor Anderen geraubt hatten: Heimat, Frauen, Länder, Reiche.~
    frei nach Sallusts Briefen von Mithridates an den Partherkönig.

  7. #52
    Seufz Avatar von GarfieldMcSnoopy
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    Römische Bürger durften nicht gefoltert werden. War schonvor der republik so. Kreuzigung war das demütigendste überhaupt. Keine ahnung ob überhaupt je jemand mit römischer Staatsbürgerschaft gekreuzigt wurde, aber jemand wie augustus hätte es nie getan. Decematio (jeden zehnten soldaten hinrichten) vielleicht, aber nicht am kreuz. Für die tolle story.natürlich völlig schnuppe,aber es fiel mir auf 😉ich fände es übrigens schön, wenn du die reichsteilung verhinderst oder es zumindest versuchst. Viel glück jedenfalls
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  8. #53
    Seufz Avatar von GarfieldMcSnoopy
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    Teuta ich schreib vom handy ich kann nicht so schnell!
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  9. #54
    Registrierter Benutzer Avatar von Herbert Steiner
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    Sehr interessant geschrieben, ich lese gerne mit

  10. #55
    Βασίλισσα της Μακεδονίας Avatar von Teuta
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    Zitat Zitat von GarfieldMcSnoopy Beitrag anzeigen
    Römische Bürger durften nicht gefoltert werden. War schonvor der republik so. Kreuzigung war das demütigendste überhaupt. Keine ahnung ob überhaupt je jemand mit römischer Staatsbürgerschaft gekreuzigt wurde, aber jemand wie augustus hätte es nie getan. Decematio (jeden zehnten soldaten hinrichten) vielleicht, aber nicht am kreuz. Für die tolle story.natürlich völlig schnuppe,aber es fiel mir auf 😉ich fände es übrigens schön, wenn du die reichsteilung verhinderst oder es zumindest versuchst. Viel glück jedenfalls
    Gaius Verres, ein Staathalter von Sizilien, der von Cicero vor Gericht gezerrt und zerlegt wurde, hat Römer gekreuzigt. Passiert ist es schon, wenn's bis nach Rom drang war man halt mindestens politisch tot, wenn man Pech hatte hat einen das Volk gelyncht.
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  11. #56
    Seufz Avatar von GarfieldMcSnoopy
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    Zitat Zitat von Teuta Beitrag anzeigen
    Gaius Verres, ein Staathalter von Sizilien, der von Cicero vor Gericht gezerrt und zerlegt wurde, hat Römer gekreuzigt. Passiert ist es schon, wenn's bis nach Rom drang war man halt mindestens politisch tot, wenn man Pech hatte hat einen das Volk gelyncht.
    Wirklich? Hör ich zum ersten Mal. Dachte, er habe "nur" Sizilianer gequält? Hast Du da ne Quelle? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Cicero sich auf die Unterschlagungen konzentriert hätte, wenn der echt Römer gekreuzigt hätte. Bin aber natürlich kein Experte, das würd ich gerne nachlesen

    Im Strafrecht wurde übrigens schon gefoltert - soweit ich mich erinnere, wurden Vatermörder in einen Sack eingenäht und in den Tiber geworfen. Ich predig meinen beiden Kleinen immer, sie sollen lieb zu ihrem Papa sein
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  12. #57
    Βασίλισσα της Μακεδονίας Avatar von Teuta
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    Ciceros eigene Anklageschrift? Die Unterschlagung war ja nur der Auftakt, dann kam der Pakt mit den Piraten als Mittelteil und die Kreuzigung war das Finale. Das Ganze hatte doch überhaupt nur funktioniert, weil Cicero den Mob aufgebracht hat und die ganzen korrupten Senatoren dann nicht mehr ihren Freund schützen konnten (zusammen mit dem Deal mit dem Prätor, dass er das Verfahren straffen konnte, vermutlich über Pompeius). Ansonsten am schnellsten Wikipedia und dann die "Biographie" Imperium, deren einzige wesentliche künstlerische Freiheit es war, Cicero erst mit dem Verres Prozess zu einer bekannten Persönlichkeit zu machen. Auch wenn der Prozess natürlich entscheidend war, da mit dem Sieg Cicero vom Hinterbänkler direkt in den Konsulrang aufstieg und im Senat daher nicht mehr am Reden gehindert werden konnte.

    Cicero ist erst später zu den Optimaten übergewechselt, zu Beginn war er noch einigermaßen popular unterwegs. Hat ja auch die Wiederherstellung der Rechte der Volkstribunen unterstützt.

    Zischen Anspruch und Wirklichkeit gibt es immer Unterschied, insbesondere, je weiter unten man in der Beißhierachie steht. Die Sack-geschichte wird man zudem nicht als Folter gewertet haben. Genauso wie das lebendige Begraben von Vestalinnen keine Hinrichtung war, denn das durfte man ja nicht. Übrigens wussten da auch die Römer selber nicht mehr, warum die überhaupt Jungfrauen sein mussten.
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  13. #58
    Imperator Avatar von Oberst Klink
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    Ich bedanke mich bei den Beteiligten für die historischen Hintergrundinformationen. Wer etwas über Alltag/Kultur/Sitten/Lebensweise/Gesetze und Wertevorstellungen des alten Roms weiß, darf es gerne posten. An passender Stelle könnte es in den AAR durchaus einfließen.

    Ansonsten: Ich habe schon weitergeschrieben, vermutlich kommt heute oder morgen das nächste Update.

  14. #59
    Prinzessin Fiu Avatar von BruderJakob
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    Ich habe meinen Namen gelesen
    "Vor euch ist eine Straße."
    "Wir wollen in den Wald gehen."
    "VOR EUCH IST EINE STRASSE."
    "Wir gehe in den Wald!"
    DU WIRST VON EINEM ZOMBI GEFRESSEN UND BIST TOT!

  15. #60
    Imperator Avatar von Oberst Klink
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    Konstantinos Part I - De Bello Amsivarico

    Zu Beginn seiner Regentschaft ließ Konstantinos ausschweifende Totenfeierlichkeiten für seinen erhabenen Vater Augustus veranstalten, zu dessen Ehren in Rom bereits zu Lebzeiten der Bau eines prachtvollen Mausoleums begonnen hat. Eine würdige Ruhestätte für den ersten Kaiser und dessen Nachkommen.



    Die Trauerrede für seinen Vater hielt der neue Kaiser höchstselbst und im Gegensatz zu den Befürchtungen seiner Ratgeber vermied der nicht gerade für sein diplomatisches Fingerspitzengefühl bekannte Prinzeps jeglichen Fauxpas.



    Ein Jahr nach dem Tod des göttlichen Kaisers heiratete Konstantinos eine Hochadlige aus einem römisch-griechischen Geschlecht mit reichhaltigem Besitz in Makedonien und Thrakien. Sie gilt seitdem in der Diplomatie als die in Wahrheit treibende Kraft.



    Innenpolitisch musste Konstantinos sich den Vorwurf gefallen lassen seine Pflichten zu vernachlässigen. „Sein Vater hätte nie zugelassen, dass das römische Staatswesen derart zerfällt“ – wurde in den Tavernen unter vorgehaltener Hand gelästert.



    Statt sich der Kritik zu widmen, richtete der Imperator sein Augenmerk auf die Ländereien jenseits des Rheins. In einem großangelegten Feldzug sollten die Friesen und die mit ihnen verbündeten Amsivaricer unterworfen werden. Als Mindestziel galt es zumindest die Rheingrenze zu sichern.



    Während im Norden römische Truppen über den Rhein setzten, sahen sich die spanischen Legionen unterdessen mit einem Aufstand der kürzlich unterworfenen Vaskoni konfrontiert. Natürlich wurde die Rebellion letztendlich blutig niedergeschlagen.



    Roms Legionen führten den Feldzug gegen die Germanen auch im November ungeachtet der sich verschärfenden Wetterbedingungen weiterhin durch. Man hatte Vorkehrungen für die Führung eines Winterkrieges getroffen und tief im Stammesgebiet der Amsivaricer kam es zu einem ersten Aufeinandertreffen zwischen den Barbaren und den tapferen Legionären Roms. Letztere gingen siegreich aus der Schlacht hevor.



    Im Februar des Jahres 35 brach eine weitere barbarische Revolte im Stammesgebiet der Noriker aus. Sie trugen sich ermutigt durch den Tod des großen Imperators und die verschiedenen Kampfhandlungen in und außerhalb des Reiches mit der Absicht, sich nun vom Joch des Imperiums zu befreien.



    Die Friesen und Amsivaricer hatten für ihren Gegenschlag hingegen den Winter abgewartet und bedrängten Anfang April mit einer gewaltigen Heeresmacht die Linien der 10. Legion, welche die Rheinübergänge und die Nachschubwege sicherte.



    Die Legion hielt jedoch tapfer stand, bis die Verstärkungen eintrafen und mit vereinten Kräften schlugen die Söhne Roms die vorwitzigen Barbaren zurück. Aus dem Süden drang kurz nach der siegreichen Schlacht jedoch die Kunde ins Heerlager vor, dass sich die Treverer ebenfalls gegen Rom erhoben haben und mit starker Heeresmacht Colonia Agrippina belagerten.



    Statt sich von den Strapazen der vergangenen Schlacht zu erholen, zogen die Legionen gen Süden und befreiten Colonia Agrippina aus dem Würgegriff der Barbaren. Die Treverer wurden anschließend nach Süden verfolgt und Ende Mai in der Nähe von Treverorum zur entscheidenden Schlacht gestellt.



    An der Front im Germanengebiet fiel knapp einen Monat später mit Utrecht eine für germanische Verhältnisse relativ mächtige Festungsanlage in die Hand Roms.



    Und auch die aufständischen Noriker mussten sich vor den Toren Vindobonas ihrem Schicksal stellen. Völlig gleich, ob sie im Kampf fielen oder sich ergaben, sie fanden alle nur eines: Den sicheren Tod.



    Das abschreckende Beispiel hielt jedoch die direkt von Rom beherrschten thrakischen Stämme nicht davon ab, sich ebenfalls in offener Rebellion gegen die Autorität des Imperators zu erheben.



    Auch in Memphis entluden sich gewaltsame Proteste gegen die als bedrohlich empfundene Romanisierung Alexandrias. Die zivile Verwaltung in der Stadt brach zusammen und als schließlich die 2. Legion verstärkt durch anatolische Auxiliar Memphis erreichte, fand sie die Straßen der Stadt verlassen vor. Der ägyptische Pöbel sammelte sich in der Wüste, wo er auf die Hilfe der alten Götter Ägyptens hoffte. Vergeblich hoffte.
    Obwohl die judäischen Hilfstruppen fehlten und die Römer in Unterzahl antraten, hatten die Ägypter nicht den Hauch einer Chance.



    Auch in Spanien und Afrika erhoben sich im Herbst desselben Jahres Rebellen, deren Ziel es war die römische Herrschaft abzuschütteln. Die Lage erwies sich als bedrohlich. Denn in Afrika stand nur eine schwache Legion, während in Spanien die Aufständischen auf Tarragona marschierten.



    Um die Götter dem inneren Frieden Roms gewogener zu stimmen, beschloss der Imperator besonders dem Kult des Quirinus zu huldigen. Er versprach sich von der Hilfe der Preister des Qurinius eine Beruhigung der erhitzten Gemüter.



    In diesen Tagen traf die junge Kaiserin bei ihrem Mann auf offene Ohren, als sie ihm ihre Pläne für ein weitreichendes Sozialprogramm vorlegte, welches helfen sollte die Akzeptanz der Herrschaft Roms gerade in den ärmlicheren und rückständigen Provinzen zu erhöhen.



    In manchen Regionen musste jedoch zunächst mit dem Schwert wieder die Ordnung hergestellt werden, ehe man an Wiederaufbau oder eine Verbesserung der Lebensumstände dachte.
    Um die thrakischen Rebellen zog sich die Schlinge in Form von drei Legionen zu und strangulierte sie zu Tode.



    Die jenseits des Rheins hausenden Barbaren akzeptierten zu Winterbeginn die Forderungen Roms. Zwar blieben die Geländegewinne unter den Mindesterwartungen, trotzdem ließ der Kaiser diesen Feldzug in der Öffentlichkeit als siegreich verkaufen. Rein aus militärischer Sicht war diese Beurteilung gar nicht mal so falsch. Römische Truppen waren tief ins Feindesland vorgestoßen und entschieden jede Schlacht für sich. Für die magere Ausbeute zeichneten sich die innenpolitischen Probleme gepaart mit der Furcht vor einer germanischen Kriegskoalition ausgerechnet zur Unzeit verantwortlich.



    Im Sommer des Jahres 36 wurde der numidische Aufstand in Afrika ebenfalls gnadenlos beendet und die Überlebenden in die Sklaverei verkauft.



    Einhergehend mit dem Kriegsende stießen die siegreichen Legionen in Eilmärschen in Iberien vor. Ihr Ziel bestand darin die bis dato belagerte römische Hafenstadt Tarragona vor der Plünderung und Schändung durch die Aufständischen zu bewahren. Tarragona hielt lange genug stand, bis Roms Armee die Belagerung der Stadt beendete und die Belagerer dem Schwert übereignete.



    Gegenüber dem Königreich Judäa zeigte sich der Imperator streng. In Folge dessen, dass Jerusalem keine Hilfstruppen gegen die aufständischen Ägypter entsandte, wurde das Vasallenkönigreich komplett ins Imperium eingegliedert.

    ____________________

    Die diversen Unruhen lassen sich dadurch erklären, dass ich nach Augustus' Tod den Pax Romana nicht sofort aktiviert hatte. Weil ich gegen die Germanen im Norden Krieg plante, wollte ich nicht riskieren dne wichtigen Modifikator gleich zu Beginn der Herrschaft des neuen Kaisers wieder zu verlieren und dann bis zu dessen Ableben mit Revolten klar kommen zu müssen. Ein paar Jahre Revolten kann man verdauern, 20/30 Jahre davon sind hingegen eine andere Hausnummer.

    Mittlerweile glaube ich, muss man nicht so übervorsichtig sein. Es gab bereits einen weiteren Krieg, in welchem der Pax Romana aktiviert blieb. Wichtig ist wohl vor allem, dass man den Krieg beendet, ehe die Kriegsmüdigkeit zu hoch wird. Ich schätze das ist der ausschlaggebende Punkt, ob man den Pax Romana verliert oder nicht.

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