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Thema: Eine These zur Diskussion

  1. #1
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    Eine These zur Diskussion

    "Je spezialisierte die von mir ausgeübte Profession, desto eingeschränkter bin ich in der Entwicklung meiner Persönlichkeit."

    Der Threadtitel wäre zu lang. Ich gebe später meinen Senf dazu. Erstmal ist es an euch, so ihr denn Lust habt, die Behauptung zu bestätigen, zu widerlegen, oder im Idealfall Pro- und Kontraargumente vereint zu posten. Es geht nicht um mich als Person sondern ist eher allgemein zu werten. Optional sind persönlicher Erfahrungen deinerseits.

    Soviel erstmal von mir.

  2. #2
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    Selbst wenn man der These zustimmt, dann muss die Einschränkung nicht negativ sein. Die Gründung einer Familie bringt schwerwiegende Einschränkungen mit sich, wird aber trotzdem von vielen Menschen als erstrebenswert erachtet.

    Je spezialisierter man ist, desto weniger werden andere Menschen in der Lage sein dir qualifizierte Anweisungen zu erteilen, was umgekehrt ein höheres Maß an Unabhängigkeit bedeutet. Ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen zu können ist ein hoher Wert.
    Zitat Zitat von d73070d0 Beitrag anzeigen
    Ach, das darfst Du nicht so eng sehen. Aus justanick kriegt man nur eine konkrete Antwort raus, wenn man Müll erzählt und dann zurechtgewiesen wird. Wenn Du also was von ihm willst, frag' nich, sondern stell' falsche Behauptungen in den Raum - die werden dann umgehend korrigiert. ;)

  3. #3
    Modrak Avatar von hi2u
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    Puh, sehe jetzt nicht was mein Job (das meinst du mit Profession in dem Fall, oder?) mit meiner Persönlichkeit zu tun hat? Ich würde insofern zustimmen, als das jeder Job einen anderen Einblick in die Realität erlaubt, aber warum da eine Spezialisierung dies weiter einschränken sollte, kann ich nicht nachvollziehen.

  4. #4
    Infrarot Avatar von Der Kantelberg
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    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
    "Je spezialisierte die von mir ausgeübte Profession, desto eingeschränkter bin ich in der Entwicklung meiner Persönlichkeit."

    Der Threadtitel wäre zu lang. Ich gebe später meinen Senf dazu. Erstmal ist es an euch, so ihr denn Lust habt, die Behauptung zu bestätigen, zu widerlegen, oder im Idealfall Pro- und Kontraargumente vereint zu posten. Es geht nicht um mich als Person sondern ist eher allgemein zu werten. Optional sind persönlicher Erfahrungen deinerseits.

    Soviel erstmal von mir.
    Man hat doch für seine Persönlichkeit Entwicklungsmöglichkeiten außerhalb des Jobs? Beispiel Physikprofessoren - das wäre wohl relativ spezialisiert oder? Mein Prof hatte einige Interessen außerhalb seines Forschungsfeldes.

    Was genau verstehst du unter einer "entwickelten Persönlichkeit?". Was ist weiter entwickelt, was ist weniger weit entwickelt?
    Die Macht des Verstandes ... sie wird auch im Fluge dich tragen - Otto Lilienthal

    Schweinepriester: Ihr habt euch alle eine Fazialpalmierung verdient.


  5. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von klops
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    Sehe das ähnlich wie Hi2u. Profession (=Arbeit?) steht doch in keinem direkten Zusammenhang mit der Persönlichkeit.

    Da würde ich eher sagen: je höher die Position innerhalb der Profession desto mieser der Charakter
    (gemein ausgedrückt, aber grundsätzlich muß man sich gegen andere durchboxen, was im Gegensatz steht zu nett, hilfsbereit, bescheiden)

  6. #6
    Süß und knuddlig Avatar von Schlumpf
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    Um so spezialisierter man ist umso eher ist man eine Inselintelligenz, welche sich nur in den Anforderungen des Fachbereichs bewegt, was natürlich Einfluss auf die Persönlichkeit hat => zb gute Informatiker sind eiskalte asoziale roboter.
    Meine Liste:
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  7. #7
    Piratesk Avatar von Rince Wind
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    Ich würde eher sagen, dass je mehr und je härter man für seinen Lebensunterhalt arbeiten muss, desto eingeschränkter ist man in der Entwicklung seiner Persönlichkeit.
    Wer nach 8 Stunden harter Arbeit müde nach Hause kommt und dann nur ca. 55€ (nach Steuern) verdient hat, hat viele Möglichkeiten gar nicht.

  8. #8
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    Das ist natürlich sehr überspitzt ausgedrückt aber veranschaulicht meine Grundidee gut.

    Zitat Zitat von justanick Beitrag anzeigen
    Selbst wenn man der These zustimmt, dann muss die Einschränkung nicht negativ sein.
    Sicher doch.

    Die Gründung einer Familie bringt schwerwiegende Einschränkungen mit sich, wird aber trotzdem von vielen Menschen als erstrebenswert erachtet.
    Zugegeben. An diese Facette habe ich nicht gedacht. Mehr folgt gleich. Ich formuliere gleich mal um weil...

    Zitat Zitat von Der Kantelberg Beitrag anzeigen
    Man hat doch für seine Persönlichkeit Entwicklungsmöglichkeiten außerhalb des Jobs? Beispiel Physikprofessoren - das wäre wohl relativ spezialisiert oder? Mein Prof hatte einige Interessen außerhalb seines Forschungsfeldes.

    Was genau verstehst du unter einer "entwickelten Persönlichkeit?". Was ist weiter entwickelt, was ist weniger weit entwickelt?
    ...ich Hobbies tatsächlich vergaß. Fiel mir auch im Nachhinein auf. Gehen wir einfach von einem Idealfall aus. Einem Menschen der nur arbeitet. Oder lassen es ganz bleiben. Der Faktor Zeit spielt bei deiner Frage wohl die entscheidene Rolle. Vielleicht passt da das Wort "gereift" besser?

    Was hat die ausgewählte Arbeit mit der Persönlichkeitsentwicklung zu tun? Ich denke, dass es im Beruf oft darum geht Probleme zu lösen. Unterschiedliche Berufe erfordern unterschiedliche Problemlösungstrategien und verfestigen sich durch tägliche Anwendung. Ein sehr pauschales Beispiel: Ein Mathematiker (be)rechnet also handelt er überlegt... WENN -> DANN während ein anderer im Beruf eher seiner Intuition folgt und aus dem Bauch ehraus handelt. Beide sind mit ihrer Strategie erfolgreich und eine positive Verstärkung tritt ein.

    Familie und Hobby finden da keinen Platz. Dennoch bin ich der Meinung, dass es etwas ausmacht was ich wie tue. Denn wenn ich erfolgreich damit bin mache ich es erneut und wende es nicht nur im Beruf sondern mehr oder weniger unbewusst auch darüber hinaus an.

    Man wird mir vielleicht beipflichten, dass viele Polizisten einen Sinn für "Recht und Ordnung" haben. Jedoch werden nicht alle Menschen mit einer Anlage "Recht und Ordnung" werden Polizist. Besteht nun die Möglichkeit, dass dieser Sinn verlorengeht wenn er nicht gepflegt wird?

    @Klops: Niemand spricht von einem direkten Zusammenhang. Was aber ist mit einem indirekten Zusammenhang. Ich finde schon, dass sich das durchaus gegenseitig beeinflussen kann. Dein Beispiel könnte man aber auch durchaus umdrehen. Ich musste mich im Beruf durchboxen und war erfolgreich damit. Also mache ich weiter so. Das "durchboxen" ist mMn etwas das man erlernt. Es wird einem nicht in die Wiege gelegt.

  9. #9
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    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
    Gehen wir einfach von einem Idealfall aus. Einem Menschen der nur arbeitet.
    Das schränkt die Entwicklung natürlich sehr ein. Das mag im Einzelfall für das Individium sogar erstrebenswert sein, als Massenmodell taugt es mMn nicht.
    Zitat Zitat von d73070d0 Beitrag anzeigen
    Ach, das darfst Du nicht so eng sehen. Aus justanick kriegt man nur eine konkrete Antwort raus, wenn man Müll erzählt und dann zurechtgewiesen wird. Wenn Du also was von ihm willst, frag' nich, sondern stell' falsche Behauptungen in den Raum - die werden dann umgehend korrigiert. ;)

  10. #10
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  11. #11
    Infrarot Avatar von Der Kantelberg
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    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
    Der Faktor Zeit spielt bei deiner Frage wohl die entscheidene Rolle. Vielleicht passt da das Wort "gereift" besser?
    Es ist tatsälich egal, ob du das gereift oder entwickelt nennst. du musst erklären, was du damit meinst, du musst deine Begriffe definieren. Sonst redet man aneinander vorbei.

    Wann genau ist denn eine Persönlichkeit/Person gereift/entwickelt? Wenn sie weniger agressiv ist? Wenn sie im Ernstfall doch agressiv ist? Wenn sie aktiv ist und Dinge anpackt? Wenn sie passiv ist, und viele Dinge ertragen kann? Wenn sie offen auf Leute zugeht und schnell Freundschaften schließt? Wenn sie in sich zurückgezogen ist, aber tiefe Gedanken zu Papzier bringt, die die Menschheit voranbringen?

    Genauso die Frage: Welcher Beruf ist spezialisierter?
    Der Physikprofessor oder der Verkäufer?
    Der Professer hat wesentlich mehr Ausbildung. Ist er spezialisierter? Das Arbeitsfeld des Professer ist wesentlich vielfältiger als das eines Bäckereiverkäufers. Ist der Verkäufer spezialisierter?
    Was genau verstehst du unter Spezialisierung?

    Und wenn die Fragen geklärt sind, kann man anfangen sich über deine These Gedanken zu machen.
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  12. #12
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    Zitat Zitat von Der Kantelberg Beitrag anzeigen
    Es ist tatsälich egal, ob du das gereift oder entwickelt nennst. du musst erklären, was du damit meinst, du musst deine Begriffe definieren. Sonst redet man aneinander vorbei.

    Wann genau ist denn eine Persönlichkeit/Person gereift/entwickelt? Wenn sie weniger agressiv ist? Wenn sie im Ernstfall doch agressiv ist? Wenn sie aktiv ist und Dinge anpackt? Wenn sie passiv ist, und viele Dinge ertragen kann? Wenn sie offen auf Leute zugeht und schnell Freundschaften schließt? Wenn sie in sich zurückgezogen ist, aber tiefe Gedanken zu Papzier bringt, die die Menschheit voranbringen?
    Das kann ich alles verneinen. Die Frage kann ich auch so nicht beantworten da Entwicklung ein Prozess ist der nicht abschließbar ist. Deine Fragestellung setzt dies aber vorraus.

    Genauso die Frage: Welcher Beruf ist spezialisierter?
    Der Physikprofessor oder der Verkäufer?
    Der Professer hat wesentlich mehr Ausbildung. Ist er spezialisierter? Das Arbeitsfeld des Professer ist wesentlich vielfältiger als das eines Bäckereiverkäufers. Ist der Verkäufer spezialisierter?
    Was genau verstehst du unter Spezialisierung?
    Ich denke jeder Beruf ist auf seine Art spezialisiert im Sinne von "beeinflusst" das eigene Sein in einer anderen Art und Weise. Du bist zum Beispiel Physiker. Und hier im Gespräch willst du, dass ich alles genau auseinandernehmen und vordefiniere. Würde das ein Verkäufer Kantel auch tun? (Ich hoffe du nimmst das rein sachlich auf... Aber das Beispiel ist gerade recht verlockend gewesen.)

    Jedenfalls hat diese (vielleicht sehr, sehr weit hergeholte Unterstellung) dann tatsächlich weniger mit einer Spezialisiserung zu tun als mit dem Berufsfeld an sich. Auch ein Physiker kann sich ja innerhalb seines Berufes spezialisieren. Dieses Wort erweist sich daher tatsächlich als unpassend.

    Vielleicht ist es besser zu sagen, dass sich bestimmte Menschenschläge in bestimmten Berufen wiederfinden? Männliche BEamte tragen zum Beispiel, wobei das natürlich meiner selektiven Wahrnehmung geschuldet sein kann, fast immer karierte Sachen. Manchmal sogar kleinkariert. Also...

    Ein kleinkariertes Hemd bringt gewisse Anlagen mit in den Beruf die dort benötigt werden. Durch die Pflegung dieser Anlagen werden die entsprechenden Neuronenautobahnen im Gehirn ausgebaut und eher genutzt. Ich finde das klingt eher nach dem was ich "meine". Ein Verkäufer muss sicher andere Hirnareale "trainieren" als ein Physiker. Und die gehen ja nicht plötzlich aus. Nur, weil man mit der Arbeit fertig ist.

  13. #13
    Kein bisschen betrunken Avatar von Questor
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    Zitat Zitat von Der Kantelberg Beitrag anzeigen

    Genauso die Frage: Welcher Beruf ist spezialisierter?
    Der Physikprofessor oder der Verkäufer?
    Der Professer hat wesentlich mehr Ausbildung. Ist er spezialisierter? Das Arbeitsfeld des Professer ist wesentlich vielfältiger als das eines Bäckereiverkäufers. Ist der Verkäufer spezialisierter?
    Was genau verstehst du unter Spezialisierung?
    Das ist ein wichtiger Punkt. Der Mathematiker ist ein spannendes Beispiel: Ist er hochspezialisiert weil er mit seinem Studium in der realen Welt kaum etwas anfangen kann oder ist er der Generalist schlechthin weil die Mathematik des Studiums im Grunde nichts als Logik und damit fast überall anwendbar ist.

    Eine andere Frage die ich mir gestellt habe war was die Charakterbildung angeht. Das sehe ich mit

    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
    Was hat die ausgewählte Arbeit mit der Persönlichkeitsentwicklung zu tun? Ich denke, dass es im Beruf oft darum geht Probleme zu lösen. Unterschiedliche Berufe erfordern unterschiedliche Problemlösungstrategien und verfestigen sich durch tägliche Anwendung. Ein sehr pauschales Beispiel: Ein Mathematiker (be)rechnet also handelt er überlegt... WENN -> DANN während ein anderer im Beruf eher seiner Intuition folgt und aus dem Bauch ehraus handelt. Beide sind mit ihrer Strategie erfolgreich und eine positive Verstärkung tritt ein.
    beantwortet.

    Diesen Einfluss sehe ich ausgesprochen stark. Für den Mann mit dem Hammer in der Hand sieht jedes Problem ein bißchen wie ein Nagel aus:
    - Seit dem Studium lege ich gedanklich Freundeskreise als Teilmengen ab.
    - Neue Theorien hinterfrage ich zunächst indem ich einen Widerspruch suche.
    - Problemstellungen werden abstrahiert (so gut wie möglich, ich bin kein Roboter) und mit anderen Variablen durchgespielt um zu prüfen ob mein Lösungsansatz weiterhin passt.
    - Lösungen sind zufriedenstellend wenn sie auf spieltheoretischer Ebene stabil sind. Das ist immer wieder ein spannender Kontrast zu meiner religiösen Perspektive
    - Probleme werden in gedanklich automatisch in Teilprobleme zerlegt.

    Ich ticke seit dem Studium deutlich anders. Wobei das nicht unbedingt repräsentativ sein muss, direkt in der Orientierungseinheit wurde uns erklärt dass es nicht das Fachwissen ist das uns für den Arbeitsmarkt attraktiv macht sondern "Logisches Denken, Teamfähigkeit und Frusttoleranz"

    Wobei ich auch ein Ursache-Wirkung-Problem sehe. Spreche ich auf meine Problemlösung an weil ich Mathe studiert habe oder bin ich durchs Mathestudium gekommen weil ich immer eine Affinität zu dieser Denke hatte die erst durch's Studium kultiviert wurde?
    In fearful day, in raging night,
    With strong hearts full, our souls ignite.
    When all seems lost in the War of Light,
    Look to the stars, for hope burns bright!


    Damit Du Frieden finden kannst, musst Du den Krieg erleiden

  14. #14
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    Der eltzte Satz ist eine spannende Frage die ich hier auch noch aufbringen wollte... falls ich daran gedacht hätte. Bisher ging ich bei dieser Frage von einem "es bedingt sich gegenseitig" aus.

  15. #15
    Infrarot Avatar von Der Kantelberg
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    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
    Das kann ich alles verneinen. Die Frage kann ich auch so nicht beantworten da Entwicklung ein Prozess ist der nicht abschließbar ist. Deine Fragestellung setzt dies aber vorraus.



    Ich denke jeder Beruf ist auf seine Art spezialisiert im Sinne von "beeinflusst" das eigene Sein in einer anderen Art und Weise. Du bist zum Beispiel Physiker. Und hier im Gespräch willst du, dass ich alles genau auseinandernehmen und vordefiniere. Würde das ein Verkäufer Kantel auch tun? (Ich hoffe du nimmst das rein sachlich auf... Aber das Beispiel ist gerade recht verlockend gewesen.)

    Jedenfalls hat diese (vielleicht sehr, sehr weit hergeholte Unterstellung) dann tatsächlich weniger mit einer Spezialisiserung zu tun als mit dem Berufsfeld an sich. Auch ein Physiker kann sich ja innerhalb seines Berufes spezialisieren. Dieses Wort erweist sich daher tatsächlich als unpassend.

    Vielleicht ist es besser zu sagen, dass sich bestimmte Menschenschläge in bestimmten Berufen wiederfinden? Männliche BEamte tragen zum Beispiel, wobei das natürlich meiner selektiven Wahrnehmung geschuldet sein kann, fast immer karierte Sachen. Manchmal sogar kleinkariert. Also...

    Ein kleinkariertes Hemd bringt gewisse Anlagen mit in den Beruf die dort benötigt werden. Durch die Pflegung dieser Anlagen werden die entsprechenden Neuronenautobahnen im Gehirn ausgebaut und eher genutzt. Ich finde das klingt eher nach dem was ich "meine". Ein Verkäufer muss sicher andere Hirnareale "trainieren" als ein Physiker. Und die gehen ja nicht plötzlich aus. Nur, weil man mit der Arbeit fertig ist.

    Gut.
    Oder auch nicht. Es hört sich alles sehr wischi-waschi an.
    Du kannst oder willst deine Begriffe nicht definieren. Du kannst oder willst nicht erklären, was du genau damit meinst. Ich vermute, dass du dir meine Fragen bisher noch nicht gestellt hast und deswegen davon überrascht bist.

    Damit kann dir bei der Verteidigung oder Kritik deiner Anfangsthese keiner vernünftig weiter helfen. Du musst deine These halt erst vernünftig kommunizieren können.
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