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Thema: Der Mongolensturm - Das neue Jahrhundert

  1. #61
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    30. Juli 1413: Die im Vorderen Orient operierende mongolische Reiterei erleidet eine schwere Niederlage gegen eine Koalition einheimischer Stämme. Am Unterlauf des Tigris gelingt es arabisch-iranischen Verbänden, fast fünf Minghan Muhammad Khans (darunter auch 400 Reiter aus Trapezunt, 300 aus Ägypten, 400 aus Syrien und 500 ägyptische Kamelreiter) in sumpfiges Gelände zu locken und mit Hilfe eines beherzten Angriffs von gut aufeinander abgestimmten Fußsoldaten und Reitern zu besiegen. Fast 3 000 Mongolen fallen oder werden schwer verwundet. Eine Rebellion der arabischen Vasallen bleibt jedoch aus, wofür viele Beobachter die reichstreue Haltung des ägyptischen und des syrischen Khans verantwortlich machen. Die Stämme fürchten wohl, von zwei Seiten angegriffen zu werden, sollten sie ihr Treueversprechen zurücknehmen.


    3. August 1413: Auch in Livland und an der Ostseeküste des Großkhanats treffen nun irische Händler ein. Dort wird angeblich vor allem Fisch verkauft. Eines der Schiffe legt auf dem Rückweg auch in Kopenhagen an, um beschädigte Wasserfässer zu ersetzen.


    10. August 1413: Die Niederlage des mongolischen Heeres ermutigt offenbar Bahadur Khan, den inzwischen abgesetzten Herrscher des Vasallenkhanates Debul, seine Rückkehr in die Wege zu leiten. Er bricht mit einigen Getreuen aus seinem Exilsort in Samarkand auf und versucht, einen Teil seiner früheren Armee zum Aufruhr zu bewegen. Die Regentin des Khanates, Bahadurs Halbschwester Malika, die das Land im Namen ihres vierjährigen Sohnes verwaltet, bittet dringend um die Hilfe des Großreiches und verbündeter indischer Fürsten. Fürst Prithviraj II. von Jalna erklärt sich bereit, Hilfstruppen zu entsenden.

  2. #62
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    12. August 1413: Am Flussübergang des Uskelanjoki trifft die schwedische Streitmacht auf eine finnische Festung, die sich nicht umgehen lässt, zumal das Heer eine große Anzahl von Feldgeschützen mitführt. Der umsichtige Kommandeur Gustav von Södermalm bezieht daraufhin ein festes Lager etwa vier Meilen weiter westlich und bittet um Anweisungen des schwedischen Königs.


    13. August 1413: In einem Ordenshaus in Tirol treffen sich mehrere hohe Würdenträger der Johanniter, um über den künftigen Kurs des Ordens zu beraten. Details der Versammlung werden nicht bekannt.


    17. August 1413: Der „Rothenburger Kompromiss“ wird von den beteiligten Adligen, wenn auch etwas widerwillig, akzeptiert. Dazu trägt auch bei, dass die Entschädigungen recht großzügig bemessen sind und Bayern einen beträchtlichen Teil davon übernimmt. Man war in Schwaben und Hessen in den vergangenen Jahrzehnten ein anderes Verhalten der dortigen Khane gewohnt gewesen. Die „Rothenburger Händel“ werden auch in anderen deutschen Regionen bekannt und gelten als Beleg dafür, dass Timur Khan tatsächlich die bayrische Politik ändern möchte und einen in Stil und Sache verbindlicheren Stil pflegt, als man dies gewohnt war. Auch Ebeart Khan und Alim Khan scheinen an Ansehen zu gewinnen, nachdem es ihnen gelungen ist, die Rechte ihres Adels zu schützen. Bislang war man in Hessen und Schwaben meist vor den überlegenen bayrischen Machtmitteln zurückgewichen.

  3. #63
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    26. August 1413: Bei Larkana kommt es zu einem ersten Gefecht zwischen den Getreuen Bahadur Khans und der Armee Debuls. Da viele der Krieger Malikas zu ihrem früheren Herrn überlaufen, erringt dieser einen glänzenden Sieg. Dadurch erhält er noch mehr Zulauf, so dass fast 15000 Mann von Norden her auf Debul zumarschieren. Im Süden erreichen die Hilfstruppen von Fürst Prithviraj II. (die auch weitere Aufgebote indischer Fürsten umfassen) mit etwa 8500 Mann die Stadt.


    27. August 1413: Die schwedische Armee fordert die Festungsbesatzung der Festung Oni [so habe ich die jetzt einfach mal genannt] zur Übergabe auf, was diese jedoch ablehnt. Außerdem behaupten die Männer, sie stünden als Vasallen unter mongolischem Schutz. Gustav von Södermalm gelingt es, die Schiffe mit der Artillerie in Stellung zu bringen und einen Teil der Reiterei über den Fluss zu setzen, um einen Entsatz der Festung zu vermeiden. Nur die Anlandung im Süden scheitert mit leichten Verlusten, weil sich hier finnische Bogenschützen versteckt hatten.


    31. August 1413: Die Ernte gibt in diesem Jahr Anlass zur Sorge. Der kalte Winter und ein eher kühles, regenarmes Frühjahr haben die Entwicklung zahlreicher Pflanzen gehemmt, so dass auch der gute Sommer nicht alles ausgleichen konnte. Besonders in Nord- und Osteuropa, in den Mittelgebirgen und in den Alpen ist die Situation kritisch.

  4. #64
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    1. September 1413: Bei Oni tauchen Schiffe unter der Flagge Nowgorods auf, die behaupten, von den Vasallen in der Festung zur Hilfe gerufen worden zu sein. Sie verlangen, dass die Belagerung sofort abgebrochen wird, da man sonst gezwungen sei, in die Kämpfe einzugreifen.


    4. September 1413: In Pisa beginnt der italienische Städtetag. Stadtoberhäupter und Adlige aller Kommunen Oberitaliens treffen sich mit dem König, um die Politik der kommenden Jahre zu besprechen.


    8. September 1413: In den umkämpften Gebieten des Vorderen Orients treffen weitere mongolische Truppen ein. Außerdem haben mehrere Verbündete des Großreiches (Ungarn, Böhmen, Bayern, Ägypten, Syrien, der Johanniterorden und einige indische Fürstentümer) ihre Unterstützung angekündigt. Die in ihrer Treue schwankenden Stämme und Ortschaften im Zweistromland und im Iran bleiben daraufhin weitgehend ruhig.
    Geändert von Jon Snow (29. Oktober 2018 um 21:43 Uhr)

  5. #65
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    9. September 1413: Die schwedische Armee erobert nach heftigen Kämpfen die Flussfestung Oni, nachdem die Schiffsartillerie eine Bresche geschossen hatte und einige der Gebäude zudem durch Brandpfeile in Flammen aufgingen. Die Finnen kämpfen aber mit äußerster Erbitterung, was auch auf schwedischer Seite zu Verlusten führt. Außerdem gelingt einer überraschend auftauchenden mongolischen Reitertruppe ein erfolgreicher Angriff gegen die am Ostufer des Flusses stehende schwedische Reiterei. Die Männer aus Nowgorod ziehen sich jedoch zusammen mit den überlebenden Finnen nach dem Fall der Festung Richtung Osten zurück. Auch die Schiffe verlassen den Kampfplatz wieder.


    11. September 1413: Der ungarische Herrscher Merek Khan eröffnet den regionalen Kuriltai seines Reiches in Estergom. Die Vasallen sind fast vollzählig eingetroffen oder haben zumindest hochrangige Vertreter geschickt. Nach den wichtigsten Beratungen werden die für den Kampf gegen die Rebellen im Vorderen Orient vorgesehenen Reiter verabschiedet. Auch böhmische, bayrische und johannitische Kontingente finden sich ein, um gemeinsam mit den Ungarn in die Schlacht zu ziehen.


    14. September 1413: In Tours findet eine ungewöhnliche hessisch-französische Trauung statt, bei der es kaum zur Prachtentfaltung kommt, in deren Umfeld aber viele Werke der Barmherzigkeit gewirkt werden. In ganz Nordfrankreich wird im Sinne des heiligen Martinus Brot an die Armen verteilt.

  6. #66
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    18. September 1413: In Vilna wird eine große Hochzeit des 19-jährigen Herrschers Jurul Khan mit der Tochter des Khans von Nowgorod, der gleichaltrigen Inara gefeiert. Neben dem Regenten Kabul Khan sind auch Vertreter aus dem Großreich, Moskau, Dänemark, Hessen, Böhmen, Trapezunt und dem Johanniterorden gekommen.


    18.-24. September 1413: Um Debul tobt eine mehrtägige Schlacht zwischen den Anhängern des alten Khans und denjenigen der Regentin, die auf indische Hilfe zurückgreifen kann. Am Ende gelingt Bahadurs Truppen aber die Erstürmung der Stadt. Seine Halbschwester Malika flieht mit dem kleinen Herrscher über das Meer nach Indien, während der Eroberer von der Stadtbevölkerung erneut zum Khan ausgerufen wird.


    19.-26. September 1413: Hellas feiert in diesen Tagen die Eröffnung der neuen Akropolis, die als Repräsentations- und Herrschaftszentrum des Khanats dienen soll. Das architektonische Meisterwerk findet in der gesamten Mittelmeerwelt Aufmerksamkeit, und zu den Feierlichkeiten erscheinen auch Gäste aus Süditalien, Kleinasien und Makedonien.
    Geändert von Jon Snow (30. Oktober 2018 um 15:34 Uhr)

  7. #67
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    21. September 1413: In Nordspanien wird erneut ein Dorf überfallen und niedergebrannt. Diesmal ist es ein vorwiegend von Christen bewohnter Weiler südöstlich der merinidischen Stadt Vigo. Wieder berichten die Überlebenden von einem Ketzerprozess, den Ritter mit dem Habit der Johanniter geführt hätten und der ausnahmslos mit Schuldsprüchen wegen Kooperation mit den Heiden geendet habe. Die Ritter seien nach der Hinrichtung der erwachsenen Dorfbevölkerung nach Norden geflohen. Diesmal nehmen Truppen aus Vigo die Verfolgung auf und stoßen an der Grenze auf eine Patrouille der Johanniter, die aber jede Beteiligung an der Schandtat abstreitet. Trotzdem kommt es zwischen den beiden Reiterabteilungen zu einem Kampf, bei dem 59 Johanniter und 86 Mauren fallen oder schwer verwundet werden. Auch in anderen Gegenden der an vielen Stellen stark befestigten Grenze kommt es in den folgenden Tagen zu Zusammenstößen, bei denen auf beiden Seiten fast 150 Mann getötet werden.


    22. September 1413: Die nachsetzenden schwedischen Kämpfer treffen bei Merikulma erneut auf mongolisch-finnische Truppen, die nach anfänglichen Verlusten standhalten und sogar einen kleinen Teil der Feldartillerie erobern können. Als eine an Zahl überlegene Flotte des Khanates außerdem zwei der 25-Mann-Schiffe zerstört und das 100-Mann-Fahrzeug kapert (wobei allerdings auch fünf Schiffe aus Nowgorod von der Schiffsartillerie der Schweden getroffen werden und sinken), gibt Gustav von Södermalm den Befehl zum Rückzug. Da die Festung von Oni bei den Kämpfen weitgehend zerstört wurde, könnte man entweder am Paimionjoki das bereits gesicherte Lager zum Überwintern verwenden oder einen vorgeschobenen Stützpunkt an der Bucht Halikonlahti errichten, der aber leicht von der Versorgung abgeschnitten werden könnte, sobald die Schifffahrt nicht mehr möglich ist.

  8. #68
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    30. September 1413: In Gent findet eine Hochzeit des Thronfolgers und Bruders des Königs mit einer böhmischen Prinzessin statt, die in eher klassischer Weise gefeiert wird. Einige Tage später nehmen er (Heinrich der Jäger) und seine frisch vermählte Frau ihren Wohnsitz im neu geschaffenen Herzogtum Dijon, das ihnen König Johann anvertraut hat.


    5. Oktober 1413: In Tunis heiraten Prinz Aadil Yazid aus dem Emirat und die Prinzessin Dilara Muhammad aus dem Kalifat. Das Bündnis der beiden Reiche wird dadurch gestärkt.


    8. Oktober 1413: Auch in Alexandria wird geheiratet: Die Tochter Mehmed Khans, Alisha, ehelicht den Sohn des Scherifen von Mekka, den berühmten Reiterkrieger Abdul. Die Mitgift des Khanates gilt als äußerst großzügig.


    20. Oktober 1413: Die Ankunft zahlreicher Reiterkrieger aus Syrien und Ägypten (die ägyptisch-syrische Verstärkung reitet mit 8000 Mann durch Bagdad, was sehr eindrucksvoll wirkt) verändert die Kräfteverhältnisse im Nahen Osten deutlich zugunsten des Großreiches, zumal auch noch europäische Khanate ihre Truppen in Marsch gesetzt hatten. Muhammad Khan kann durch die überwältigende Treue der Vasallen mehrere eigene Minghan nach Indien abziehen, um dort in die Offensive zu gehen und dadurch auch den Rückraum für die Operationen im Vorderen Orient zu sichern. In zahlreichen kleineren Gefechten werden die Aufrührer allmählich in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt.
    Geändert von Jon Snow (31. Oktober 2018 um 10:29 Uhr)

  9. #69
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    22. Oktober 1413: In diesem Jahr versuchen die Seeleute, ihre Schiffe möglichst lange auf den Meeren zu lassen, um die Verluste vom Jahresbeginn wieder hereinzuholen. Nach mehreren sturmbedingten Schiffbrüchen endet die Saison dann aber doch. Einige Fahrzeuge müssen jedoch in ungünstigen Häfen überwintern, weil sie zu lange draußen blieben.



    30. Oktober 1413: Die mongolischen Khane erhalten in diesen Tagen eine Einladung zum nächsten Kuriltai.

    Wie abgesprochen kommen Ort, Termin und Themen diesmal direkt im Kuchen-Faden. Bis zum Jahresbeginn 1414 könnt ihr noch eigene Vorschläge einbringen, dann öffne ich sofort den Kuriltai-Faden, damit wir in Ruhe parallel zum Fortgang des Jahres diskutieren können. Ich würde in diesem Jahr auch ausprobieren, ob das mit den Leserechten funktioniert. Jeder Spieler, der keine Einladung eines Khans ergattern kann, darf auf Wunsch Spione schicken. Diese kosten pauschal 500 S und müssen im Jahreszug angegeben werden, dann kann derjenige im Kuritlaifaden von 1414 mitlesen.

  10. #70
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    10. November 1413: Der ägyptische Kronprinz, der sich als wilder Kämpfer hervorgetan hatte, zeigt ein ganz anderes Gesicht, als er seine Männer nach einem besonders erbitterten Gefecht gegen arabische Aufständische daran hindert, in ihrem Zorn die Toten zu entehren und stattdessen auf eigene Kosten deren Bestattung durch einen Imam sicherstellt. Das bringt ihm besonders bei den arabischen Vasallen große Sympathie ein. Außerdem wird er von den Geistlichen verschiedener Religionen als vorbildlicher Kriegsmann bezeichnet, ist doch die Bestattung der Toten ein wichtiges Werk der Barmherzigkeit in der Bibel, in der Thora und im Koran.


    12. November 1413: Die schwedische Expeditionsstreitmacht in Finnland legt ein festes Quartier für den Winter an. Dieses wird an der Paimionjoki-Mündung errichtet, wo man bereits auf einen festen Platz zurückgreifen kann.


    20. November 1413: In der Nähe von Burgos kommt es zu einem Gefecht patrouillierender Fußsoldaten des Ordens und der Meriniden. 55 Ordensmänner und 53 Mauren fallen den Kämpfen zum Opfer, als beide Seiten Verstärkung erhalten. Schließlich ziehen sich beide Seiten wieder aus dem umkämpften Gebiet zurück, weil niemand in der kalten Herbstnacht draußen übernachten möchte.
    Geändert von Jon Snow (09. November 2018 um 11:39 Uhr)

  11. #71
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    10. Dezember 1413: Der Winter ist bislang zur großen Erleichterung der Menschen in Europa relativ milde. Die Versorgungslage könnte aber Anfang des neuen Jahres in einigen Gegenden schlechter werden, wenn die Vorräte allmählich zur Neige gehen.


    12.-30. Dezember 1413: Gegen Ende der Feldzugssaison (die in diesem Jahr wegen eines sehr milden Winters im Süden besonders lange währt) kommt es nach der Ankunft der europäischen Hilfskontingente nochmals zu heftigen Kämpfen am Tigris und am Persischen Golf. Trotz einiger Verluste gehen die Truppen des Großreichs und der loyalen Vasallen meist siegreich aus den Gefechten hervor. Besonders die ungarischen und bayrischen Soldaten tun sich durch ihre Tapferkeit und ihren Kampfesmut hervor.


    24. Dezember 1413: Der Weihnachtstag bringt in vielen Gegenden Schnee, der aber in mäßigen Mengen fällt und eher zur Erheiterung der Kinder als zur Sorge Anlass gibt

  12. #72
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    6. Januar 1414: In Marburg findet ein gemeinsamer Dreikönigsgottesdienst des hessischen Hofes und der örtlichen Johanniterkommende statt. Dabei wird auch der dritte Sohn Alim Khans namens Grisos als Novize in den Orden aufgenommen. Die Ritter nehmen wohlwollend zur Kenntnis, dass der Khan sich ihrer Ehre gewiss ist.


    10. Februar 1414: Der milde Winter ermöglicht in diesem Jahr einen außerordentlich frühen Beginn des Seehandels und der Fischei im Mittelmeer und in der Ostsee. Nur an der Nordsee warten die meisten Seeleute noch ein wenig, um nichts zu riskieren. Durch die frühen Fahrten dürfte es den meisten Kapitänen gelingen, den Zeitverlust auszugleichen, den sie wegen einer schlechten Hafenwahl im Herbst ansonsten in einigen Fällen wohl hinzunehmen hätten.


    17.-18. Februar 1414: In Nowgorod trifft eine dänische und einen Tag später auch eine schwedische Delegation ein. Surgot Khan, der vom Großkhan die Erlaubnis erhalten hat, eine Vertretung zum Kuriltai zu entsenden, erklärt sich bereit, beide Gruppen nacheinander zu empfangen. Den in der Stadt auf Ehrenwort internierten schwedischen Gesandten des Vorjahres (die nach Kriegsbeginn darum gebeten hatten, für den Winter bleiben zu dürfen) wird gestattet, sich ihren Landsleuten anzuschließen. In der Stadt sind offenbar auch zahlreiche Reiter und Fußsoldaten unterwegs.

  13. #73
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    20. Februar 1414: Auf Wunsch der Mutter des Großkhans wird ein neuer leitender Erzieher für die politische und militärische Ausbildung des Heranwachsenden ausgewählt. Es handelt sich um den langjährigen Gouverneur Polens und der Ostseeküste, den fast 65-jährigen Marek Khan, dem ein enger Kontakt zu Kabul Khan nachgesagt wird. Für die geistliche Begleitung Yunus Khans wird der Dominikanerprediger Vinzenz Ferrer ausgewählt, der bereits seit drei Jahren Beichtvater Yasmina Theodoras ist. Einige der Khane aus dem Vorderen Orient und aus Zentralasien äußern ihre Besorgnis, dass die Politik des Reiches dadurch eine zu starke religiöse Komponente erhalten könnte.


    21. Februar 1414: Während seiner Hochzeitsreise trifft einer der Söhne des hessischen Khans, der frisch verheiratete Hankis, mit dem Erzbischof von Mainz zusammen. Das Gespräch verläuft sehr freundlich, und der Kanzler des Reiches sagt zu, die geplante Baumaßnahme bei Fritzlar in Kürze anzugehen.


    22.-28. Februar 1414: In Tirol kommt es erneut zu mehreren Schneelawinen an den Pässen der Alpenstraßen. Diesmal wurden die Sicherungsmaßnahmen aber offenbar sehr ernst genommen, so dass es nur zu kleineren Schäden kommt, die mit lokalen Mitteln behoben werden können.

  14. #74
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    26. Februar 1414: Ein Buchhändler aus Breslau bietet der böhmischen Bibliothek ein angeblich einzigartiges Werk über die Ereignisse der Jahre 1313-1318 in Mitteleuropa und zudem eine „Geschichte des Hauses Khyargas“ (das ist das böhmische Herrschergeschlecht) an. Er verlangt jedoch die unverschämte Summe von 10 000 S für je ein Exemplar (für beide Werke zusammen also 20000 S).


    1. März 1414: Im Mittelmeerraum und an der Nordsee werden zu Beginn der Handelsreisen wieder mehr Piratenüberfälle gemeldet. Möglicherweise hat die Hungerente des Vorjahres in einigen Regionen dazu geführt, dass verarmte Landarbeiter in küstennahen Gebieten oder auch Fischer sich den Seeräubern angeschlossen haben.


    3. März 1414: Eine weitere Streitmacht der indischen Tributstaaten unter Fürst Jaichandra von Mankal erreicht Debul und beginnt mit der Belagerung der Stadt. Insgesamt stehen mittlerweile fast 20000 indische Krieger am Mündungsdelta des Indus. Da die Inder auch die Seeüberlegenheit besitzen, ist die Lage Bahadur Khans relativ kritisch. Es wird damit gerechnet, dass seine Männer in Kürze kapitulieren müssen, zumal von Norden her unter dem Kommando Erem Khans, eines Höflings aus Täbris, eine Streitmacht des Großreiches von fast 10000 Mann heranrückt.

  15. #75
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    4.-12. März 1414: Im Vorderen Orient beginnen wieder zahlreiche Scharmützel zwischen den Truppen des Großkhans und seiner Verbündeten und den persisch-arabischen Aufrührern. Offenbar hatten diese die Kampfpause der letzten Monate genutzt, um feste Positionen einzunehmen. Besonders die handstreichartige Einnahme der starken Festung Isfahan am 7. März gilt als großer Erfolg der Aufständischen. In Sarai wächst angesichts dieser Probleme die Kritik an Muhammad Khan, dem man eine mangelhafte Koordination der Kriegsführung vorwirft. Dennoch folgen die Regenten seiner Bitte und detachieren weitere vier Minghan, fünf Regimenter Fußtruppen und zwei Belagerungseinheiten ins Kampfgebiet.


    16. März 1414: Ein dänisches Handelsschiff gerät in der Nähe von Arensburg in Seenot und sinkt. Die Männer können allerdings von einem Hanseschiff und einem Fahrzeug Nowgorods gerettet werden. Die schnelle Hilfe zeigt auch, wie sehr sich das allgemeine Klima in der Ostsee im letzten Jahr verbessert hat.


    18. März 1414:
    Die Gesandten Trapezunts, die an der livländisch-nowgorodischen Hochzeit teilgenommen hatten, sind mit einigen Exemplaren der Pelze in die Hauptstadt am Schwarzen Meer zurückgekehrt. Der Despot kann sie sich jederzeit ansehen.

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