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Thema: [DMS] Khanat Böhmen: Von böhmischen Dörfern und sächsischen Tigern

  1. #31
    Oberst Klink
    Gast
    Vielleicht sollte ich eher was in Richtung Kornkammern und Haltbarmachung tun. Salz, Honig - damit konnte man Nahrung lange haltbar machen. Eingelagert in unterirdischen Speicheranlagen/Höhlen. Von denen es im Erzgebirge einige Natürliche geben müsste.

    Oder kann ich den Pflug jetzt gleich einführen?

  2. #32
    Wishmaster Avatar von Sarellion
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    Wahrscheinlich erst nach dem nächsten Kuriltai.

    Also meinte die Entwicklung
    Eisenschare (chin. guan) mit scharfer Spitze, anschließendem Mittelsteg und zwecks Reibungsverminderung leicht aufwärts geneigten Seitenflügeln zum Abstreichen der Erde gab es in China bereits seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. Schon zu dieser Zeit – vor der Zeitenwende – existierten in China vier Arten von Streichbrettern, die passgenau (d. h. ohne Reibung) in die Pflugschar übergingen und den Boden unterschiedlich wendeten und aufwarfen. Weiterhin konnte man an der Konstruktion die Tiefe einstellen, in der man die Erde pflügen wollte. Das Wissen um die Bauweise wurde im alten China von offizieller Seite verbreitet.

    Der im 15. Jahrhundert entwickelte Kehrpflug besaß ein umsetzbares Streichbrett und eine symmetrische Schar. Dadurch war es möglich, nach rechts und nach links zu pflügen. So konnte der Pflug am Ende der Furche gewendet und in die entgegengesetzte Richtung gepflügt werden.

    In Europa wurden Streichbretter erst im späten Mittelalter (zunächst aus Holz) eingeführt und danach bis ins 18. Jahrhundert noch sehr primitiv gebaut, so dass man große Reibungsverluste hatte und mehr Zugtiere für die gleiche Arbeitsleistung benötigte. Erst im 18. Jahrhundert begann mit dem Rotherham Plough ein ernsthaftes Umdenken, wahrscheinlich inspiriert durch die von den Niederländern aus China mitgebrachten Pflüge. Ein Pionier auf dem Gebiet war James Small (um 1730–1793), dessen Pflüge sich in England und Schottland (aber noch nicht in Deutschland) 150 Jahre lang durchsetzten.
    Meine Stories:
    Sim City Societies: England obsiegt, Großkanzler Sutler baut ein neues London
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  3. #33
    Oberst Klink
    Gast
    Also eine sehr gute Idee, aber für den diesjährigen SP brauche ich was anderes.

    Vielleicht mache ich tatsächlich ein Kornspeichersystem: Überschüsse aus dem Ausland ersteigern und einlagern. Kurz vor Ablauf der Haltbarkeit wird das Getreide auf den heimischen Markt geworfen und damit die Folgeeinfuhr bezahlt.

  4. #34
    Oberst Klink
    Gast
    So ich habe mich mal ein wenig eingelesen und bin auf etwas gestoßen:



    Um die Zeitenwende war die Landwirtschaft insbesondere in den römischen Gebieten sehr verbreitet (die Römer hatten auch die Zweifelderwirtschaft nach Mitteleuropa gebracht), aber auch auf den Sandböden jenseits dieser Gebiete. Das Ende des Römischen Reichs und die Völkerwanderung führten dazu, dass viele ehemals kultivierte Flächen wieder vom Wald zurückerobert wurden. Verbesserungen der landwirtschaftlichen Technik, insbesondere die Übernahme der in China bereits vor der Zeitenwende erfundenen Streichbretter (mit denen beim Pflügen die Erde gewendet und Unkräuter begraben werden) und des Kumts an Stelle des Jochs (mit dem Pferde und Ochsen viel wirkungsvoller Wagen und Pflüge ziehen konnten) sowie das verbesserte Klima der Mittelalterlichen Warmzeit ließen die Einwohnerzahlen ab 800 n. Chr. aber wieder ansteigen. Die Einführung der Dreifelderwirtschaft (die Anbaufläche wurde in drei Teile geteilt, auf einem wurde Wintergetreide, auf einem Sommergetreide angebaut und das dritte lag brach) und der Stallhaltung halfen, die Erträge der Landwirtschaft weiter zu steigern (die Stallhaltung, weil sie es erlaubte, die nährstoffreiche Gülle zu sammeln und gezielt wieder auf die Felder auszubringen). Daneben wurde systematisch neues Ackerland erschlossen: bis 1200 n. Chr. verdoppelte sich die Anbaufläche, die besten Böden waren bebaut. Die Bedeutung der Städte nahm in ganz Europa zu; in fruchtbaren Regionen wie Holland und Belgien entstanden mächtige Stadtstaaten. 1300 n. Chr. lebten 80 Millionen Menschen in Europa. In Holland und Belgien entstand eine Fruchtfolgewirtschaft, die ganz ohne Brache auskam – Getreide wurde abwechselnd mit Hülsenfrüchten angebaut (wie wir heute wissen, beherbergen Hülsenfrüchte in ihren Wurzeln Rhizobien, Bakterien, die im Unterschied zu Pflanzen den Luftstickstoff binden können und so die Ackerböden mit dem wichtigen Nährstoff Stickstoff anreichern). Zunehmend mussten aber auch schlechtere Lagen bebaut werden.
    ...

    Um die Erträge zu steigern, wurden in England die zuvor gemeinschaftlich genutzte Viehweide zunehmend eingefriedet: Wenn man dort Futterrüben anbaute, konnte das Vieh mit Winterfutter versorgt werden und der Viehbestand erhöht werden, so dass auch mehr Dung zur Verfügung stand. Von diesem Vorgehen profitierten vor allem große Landbesitzer, die von der einstigen Gemeindeweide ausgesperrten Kleinbauern mussten aber auf Vieh dann weitgehend verzichten. Außerdem begannen die Bauern in ganz Europa, immer steilere Berge zu bewirtschaften – mussten aber schnell lernen, dass Rodungen an Steilhängen dazu führten, dass bei starken Regenschauern der Boden abgetragen wurde und schließlich nur der nackte Fels übrigblieb. Wenn die Bäume und der Boden fehlten, hielt auch nichts mehr das Wasser auf, starke Sturzbäche gefährdeten dann auch die Dörfer. So waren bereits im 18. Jahrhundert Teile der Alpen, Apenninen und Pyrenäen wieder aufgegeben.
    http://www.oekosystem-erde.de/html/e...irtschaft.html

    Die Fruchtfolgewirtschaft in Belgien/Holland mitsamt der Möglichkeit zur durchgehenden Bewirtschaftung dank dem Einsatz von Hülsenfrüchten hört sich für mich einen Schritt moderner an, als das was Jon jedenfalls zu meiner Landwirtschaft sagte.

    Und die englische Einfriedung der Viehweiden/Erweiterung der Viehbestände + Erhöhung der Dungproduktion sollte auch helfen. Auch wenn das vermutlich mit sozialen Spannungen einhergeht.

    Also @SL: Wären das Neuerungen in meiner Landwirtschaft?

  5. #35
    Wishmaster Avatar von Sarellion
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    Wenns das schon gab zu der Ziet wird das wohl da sein. Jon kann ja auch net jede Kleinigkeit in der LW Entwicklung Europas wissen.
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  6. #36
    Oberst Klink
    Gast
    So wie sich das las, hat es sich auf die Beneluxstaaten beschränkt und hat sich erst später in Resteuropa verbreitet.


    Ende des 16. Jhs veränderte sich der Ackerbau wiederum grundlegend: die schrittweise Einführung der Fruchtwechselwirtschaft ohne Brache beschleunigte die Nahrungsmittelproduktion. Die neue Methode ermöglichte sowohl Heu- wie Getreideproduktion. Und Zuchtwahl der fruchtbarsten Sorten steigerte den Ernteertrag zusätzlich
    https://www.alimentarium.org/de/wiss...-des-ackerbaus

  7. #37
    Oberst Klink
    Gast
    @Jon: Hab ich das schon oder kann ich in der Richtung noch was machen?

  8. #38
    Zurück im Norden
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    Wenn das damals wirklich nicht in ganz Europa verbreitet war - wie Sarellion richtig sagte, weiß ich natürlich auch nicht über alle Spezialitäten spätmittelalterlicher Agrarökonomie Bescheid - dann könnte das deine Erträge tatsächlich noch steigern. Wobei das auch in Flandern selbst gehen würde, so viel höher ist die Effizienz von den Anbaumethoden nämlich dort auch nicht. Das ist allerdings etwas, was du nicht einfach so anweisen kannst. Das diese Möglichkeit theoretisch besteht, heißt ja nicht, dass der Khan sie auch kennt und verstanden hat.

  9. #39
    Oberst Klink
    Gast
    Vermutlich wäre es dafür sinnvoll ingame Kontakte nach Burgund zu knüpfen und die dortigen Anbautechniken dann zu verbreiten.

  10. #40
    Zurück im Norden
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    Ja, so etwas in der Richtung. Es sollte halt etwas sein, was ein realer Khan auch wissen und machen könnte, ohne Zugriff auf Wikipedia zu haben.

  11. #41
    Registrierter Benutzer Avatar von Darzumir
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  12. #42
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  13. #43
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  14. #44
    Oberst Klink
    Gast
    Habe mal die Gästeliste aktualisiert. Ich hoffe keinen vergessen zu haben.

  15. #45
    Oberst Klink
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