Umfrageergebnis anzeigen: Können ein Willkommensgegner und eine Willkommensüberzeugte zueinander finden?

Teilnehmer
28. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja - Letztlich sind andere Dinge sehr viel wichtiger dafür.

    6 21,43%
  • Ja - Aber nur wenn sie über ihren eigenen Schatten springen und ihre Überzeugungen und eventuellen Engagements akzeptieren und respektieren.

    12 42,86%
  • Nein - Es sei denn eine von beiden Parteien gibt seinen Standpunkt auf.

    4 14,29%
  • Nein - Sobald die Willkommensüberzeugte in Unterhaltungen von der Willkommensgegnerschaft erfährt, erscheint er ihr so verabscheuungswürdig, dass eine Beziehung absolut unmöglich wird.

    6 21,43%
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Ergebnis 166 bis 167 von 167

Thema: Willkommensgegner x Willkommensüberzeugte?

  1. #166
    Registrierter Benutzer Avatar von SvenBvBFan
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    Zitat Zitat von Rinz Beitrag anzeigen
    Das sind doch aber alles Nebenkriegsthemen, den wirklich Vernunftbegabten interessiert es marginal, ob du was mit Homoöpathie am Hut hast oder nicht. Problem ist: Wenn du beginnst, nach solchen Kriterien auszusieben (Homöopathiebefürworter, Willkommenskulturskeptiker, Putinversteher, Trumpfans, Ufologen, AfD-Wähler, AfD-Wählerversteher, Özilversteher, Impfkritiker, 9/11-Skeptiker, EU-Gegner, usw usf), dann hast du am Ende noch eine Handvoll Leute, die übrigbleiben und mit denen ist nunmal kein Staat zu machen. Sicherlich macht es Sinn, bei allzu verbohrte Meinungen mal den Staub darauf abzuklopfen, aber speziell die hier oben stehende Thematik Migration lässt auch verschiedene ethische Positionen zu bei der man zu dem Ergebnis kommen kann, daß es eben tatsächlich nicht nur die eine Wahrheit gibt.
    Das sehe ich nicht ganz so. Du kannst dir doch bestimmt vorstellen, dass auch dir manche Überzeugungen zu viel sind. Ich würde gerne nix mit Homöopathiebefürwortern zu tun haben, da das aber 2/3 der Deutschen sind und die meisten sich eh nur irgend ein Spray oder weiß der Geier was geben, wenn sie "Stress" haben, kann einem das ja egal sein. Die schreiben mir ja eher selten vor, wie ich meine Erkältung zu behandeln habe. Auch bei den anderen Positionen kommts ja auch drauf an, wie sie vertreten werden. Mit allgemeinen Impfkritikern (über spezielle Impfungen kann man ja diskutieren) will ich aber zum Beispiel nichts zu tun haben.

    Zitat Zitat von Rinz Beitrag anzeigen
    Das ist typisches Schwarz-Weiss-Denken und symptomatisch für die Diskussion in unserer Gesellschaft. Wir stecken alle mit drin, John Stockton, wir alle haben durch unseren aufwendigen Lebensstil unseren Anteil daran, daß es anderorten so viel Notstand/Kriege/Hunger auf der Welt gibt und es wäre ebenso naiv wie arrogant, davon auszugehen daß es eine moralische Kategorie gibt in der wir, "die Guten", alleine dadurch daß wir "Willkommenskulturbefürworter" sind auf der politisch korrekten/ethisch richtigen Seite stehen. Ich kenne genug Leute, die sich aktiv um die Integration von Migranten kümmern und trotzdem sagen es reicht erstmal mit Flüchtlingen.
    Solche Leute sind mir persönlich tausendmal lieber als jene "Scheissliberale", die nie selbst mit angepackt haben, aber vom Schreibtisch aus große Reden schwingen von wegen Menschenrechten und Moral. Dabei will ich hier niemandem zu nahe treten, lediglich anmerken, daß es deutlich mehr als nur zwei gegensätzliche Standpunkte gibt.
    In manchen Themenbereichen gibt es aber 2 gegensätzliche Positionen oder besser eher moralische Sichtweisen bzw. Prinzipien. Ich hab mir da aber nicht so viele Gedanken gemacht, da müsste ich noch überlegen.
    Diese allgemeine Schuld, weil es uns besser geht als woanders auf der Welt, finde ich schwierig. Es gibt viele Dinge, die wir Deutschen einfach für uns besser machen können, auf andere Dinge hat man aber fürchte ich weniger Einfluss, als du denkst.
    Siehe zum Beispiel Mali: https://www.welt.de/politik/deutschl...re-laeuft.html
    Was da von der Bundesregierung gefordert, ist nicht so einfach. Wenn sich die Regierung vor Ort lieber internationale Hilfen in die eigene Tasche steckt, funktioniert das alles nicht. Da kann ich "reformbereite Politiker" unterstützen, wie ich lustig bin. Die Ausbildung von Soldaten hat einen konkreten Nutzen, auch wenn der vielleicht nicht so groß ist oder direkt ausfällt. Einfach schnell ein paar Milliarden nach Mali schicken bringt aber noch weniger, wenn das Geld einfach verschwindet.
    Ich bin Brian und meine Frau ist auch Brian!
    - Life of Brian 1979

    Zitat Zitat von Yttrium Beitrag anzeigen
    Einen fünften Teil [Civilization] wird es 100%ig nicht geben, User.
    - civforum.de 2001

  2. #167
    The Greater Fool Avatar von Tronde
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    Zitat Zitat von Hubabl Beitrag anzeigen
    @Tronde

    Was machst du wenn ein Freund von dir bei einem Gespräch durchblicken lässt das er schwule für abartig hält und eine Umerziehung befürworten würde? Man kündigt jemanden den man Freund nennt nicht so schnell die Freundschaft. Wenn doch, dann war es wohl keine.
    Freundschaften fallen ja nicht vom Himmel, sondern entwickeln sich über einen längeren Zeitraum. Es geht hier ja weniger um ein spezielles Thema, sondern natürlich um eine generelle Einstellung zu Dingen. Bei dem erwähnten Thema von dir "Umerziehung" zeigen sich ja schon viele Dinge die eine Person ausmachen und wie sie zu Dingen im Leben stehen. Das jemand sich davor so stark "verstellen" kann, ohne das einem diese Dinge auffallen, halte ich für schwer möglich. Wie gesagt. Ich rede hier nicht von Partybekanntschaften, mit denen man ein paar Worte wechselt und die man sofort "verliert" wenn jemand relevanteres auftaucht.

    Wenn jemand das Leben anderer nicht achtet, wie in dem von dir vorgestellten Beispiel, dann wird er natürlich sofort ausgesiebt. Da gibt es kein Pardon. Und das ist auch nicht notwendig. Aber das sojemand auf die Stufe "Freund" kommt, ist mir noch nie aufgefallen. Ich tausche ja keine Freundschaftsbändchen nach 2 Stunden.

    @TR:
    Und es wäre wohl recht unwahrscheinlich, dass sowas vorher nirgends aufgepoppt wäre - was eine echte Freundschaft wohl verunmöglicht hätte. Es gibt ja gute Gründe warum Freundschaften mit solch krassen Gegensätzen selten vorkommen. Sie werden einfach beidseitig sehr früh aussortiert.
    Sehe ich auch so. Wobei ich so eine Diskussion gar nicht führen würde, da sie nicht wert ist zu führen.

    Zitat Zitat von Fozzie Bear Beitrag anzeigen
    Ihr tut ja gerade so, als könnten sich Menschen nicht ändern. Es soll schon vorgekommen sein, dass sich Jugendfreunde aufgrund einer besonderen Situation radikalisiert haben. Dann einfach alles hinzuschmeißen würde wohl keiner machen. Freunde sind mit das wertvollste, das man haben kann, direkt nach Familie. Und auch da gilt: Blut ist stärker als Wasser. Wie würdet ihr euch verhalten, wenn sich mal eure eigenen Kinder diametral zu euch entwickeln sollten. Vermutlich auch nicht einfach das Tischtuch zerschneiden.
    Familien zerbrechen regelmäßig, sobald deine Tochter in ihrer Verbrecherlaufbahn weiter nach oben aufgestiegen ist, wirst du mit dem Thema auch Bekanntschaft machen. Aber ja, zu Familien hält man sicherlich mehr. Aber das ist eben der Unterschied zwischen Familien und Freunde. Und natürlich kann sich jemand radikalisieren. Alles möglich. Dann verschwinden solche Freundschaften aber eben. Es ist ja jetzt nicht so, dass man heute noch die exakt selben Freunde hat wie vor 30 Jahren. Man nimmt aus jeder Lebensphase ein paar Leute mit, die nach und nach weniger werden. Auch wenn mein engster Freundeskreis auch schon über 20 Jahre am Start ist.

    Zitat Zitat von Rinz Beitrag anzeigen
    Das ist typisches Schwarz-Weiss-Denken und symptomatisch für die Diskussion in unserer Gesellschaft. Wir stecken alle mit drin, John Stockton, wir alle haben durch unseren aufwendigen Lebensstil unseren Anteil daran, daß es anderorten so viel Notstand/Kriege/Hunger auf der Welt gibt und es wäre ebenso naiv wie arrogant, davon auszugehen daß es eine moralische Kategorie gibt in der wir, "die Guten", alleine dadurch daß wir "Willkommenskulturbefürworter" sind auf der politisch korrekten/ethisch richtigen Seite stehen. Ich kenne genug Leute, die sich aktiv um die Integration von Migranten kümmern und trotzdem sagen es reicht erstmal mit Flüchtlingen.
    Solche Leute sind mir persönlich tausendmal lieber als jene "Scheissliberale", die nie selbst mit angepackt haben, aber vom Schreibtisch aus große Reden schwingen von wegen Menschenrechten und Moral. Dabei will ich hier niemandem zu nahe treten, lediglich anmerken, daß es deutlich mehr als nur zwei gegensätzliche Standpunkte gibt.
    Emoticon: picard

    Um aber auf den TO zurückzukommen. Es geht hier ja beileibe nicht nur um die Problematik "Flüchtlinge". Mir würden sofort 5 weitere Punkte einfallen, an denen die Love Story zerbrechen würde. Selbst wenn das Thema Flüchtlinge unter den Tisch gekehrt werden könnte. Und das liegt an unterschiedlichen Einstellungen. Und die lassen sich nicht nivellieren. Egal wie sehr Fozzy, Rinz und Co. uns versuchen das weiszumachen.
    Geändert von Tronde (11. August 2018 um 11:23 Uhr)
    my love, I cannot tell you how thankful I am for our little infinity. I wouldn't trade it for the world. You gave me a forever within the numbered days, and I'm grateful.”

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