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Thema: [Exodus] - Svalbard Saatgutbank Trust

  1. #1
    Herzog von Duran Avatar von Frederick Steiner
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    [Exodus] - Svalbard Saatgutbank Trust

    [Exodus] - Svalbard Saatgutbank Trust

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    Typ: Biotech-Unternehmen
    Anführer: Frau Dr. Annie Helstrom


    Auf Spitzbergen wurde zu Beginn des 21. Jahrhunderts eine Saatgutbank errichtet. Im Permafrost, abseits von strategischen Zielen eines Krieges, sollten hier Saatgutproben aus aller Welt aufbewahrt werden, von der Nutz- bis zur Blühplanze, Busch, Baum, Strauch - was die Fauna so hergab.

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    Durch die Ausbeutung der Öl- und Gasvorkommen in der Nordsee für den Export und eine konsequente Ausrichtung auf regenerative Energieträger im Eigenverbrauch, konnte Norwegen selbst innerhalb der wohlhabenden EU lange Zeit dem Klimawandel trotzen, ein stabiles staatliches Bildungssystem aufrecht erhalten, so auch die Arche. Mit staatlichen Mitteln wurden Labors auf Spitzbergen eingerichtet und teilweise rennomierte Forscher für Projekte dort angeworben. Inklusive einer Initiative zur kompletten Sequenzierung aller Pflanzengenome in der Saatgutbank. Mitte der 2030er Jahre und mit sinkenden Zuschüssen der norwegischen Regierung, wurde aus der Saatgutbank langsam eine Organisation, die sich durch Vertrieb von Saatgut aussterbender oder kranker Nutzpflanzen und Neuzüchtungen selbst finanzierte.

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    Svalbard, die Siedlung selbst, wuchs mit den Jahren auf eine Bevölkerung von etwa sechstausend Menschen, die hauptsächlich für oder mit der Saatgutbank arbeiteten. Die Bevölkerung bestand überwiegend noch immer aus Norwegern, doch warb der Arche um Forscher aus allen Herren Länder, so dass weit über 40 % der Inselbevölkerung zugewandert sind.
    Am Plan, eine Arche für die Menschheit zu konstruieren, der ab den späten 2050er Jahren immer aktueller wurde, wollte die Saatgutbank mit ihren Spezialisten und ausgewählten Proben bei vielen Nationen und Institutionen teilhaben, doch die internationale Kooperation brach immer weiter zusammen. So warb die Saatgutbank Personal vornehmlich aus Russland ab, um eine eigene Arche zu bauen.


    Alle Bilder stammen von https://www.croptrust.org/our-work/s...al-seed-vault/
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  2. #2
    Herzog von Duran Avatar von Frederick Steiner
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    Svalbart, Spitzbergen, Norwegen
    01. Januar 2077


    Mit ruhigem Blick mustert Annie Helstrom ihre Mitarbeiter. "Team, Achtung!"
    Das war keine Ansprache, wie sie vom CEO eines global agierenden Unternehmens erwartet wurde. Aber der Svalbart Saatgut Trust war kein normales Unternehmen und Annie Helstrom kein betriebswirtschaftlich geprägter Firmenchef, der nur Kennzahlen im Fokus hatte. Sie war hatte in der norwegischen Armee gedient, dort studiert und war erst danach in die Wissentschaft gegangen. Sie brillierte nicht durch außerordentliches Fachwissen, wie viele ihrer Mitarbeiter, sondern durch Organisationstalent. Sie konnte führen, Wissentschaftler führen - was eine besondere Herausforderung war - und griff hin und wieder zum militärischen Kommandoton, den sie in ihrer ersten Karriere gerlernt hatte.

    Der Svalbart Saatgut Trust hatte diese Kombination gebraucht. Nachdem die Zuschüsse aus dem Staatsvermögen aufgebraucht waren, musste der Trust selbst Gewinne erwirtschaften. Dazu war Durchsetzungsvermögen notwendig. Wissenschaftler wollten nicht abhängig von der Finanzierung durch Fremde sein. Besonders die Truppe auf Spitzbergen hatte sich einem größeren Ziel verschrieben: dem Erhalt der irdischen Flora.

    Es hatte ein Umdenken geben müssen und der arktische Winter auf Spitzbergen hatte dabei geholfen. Wer eine Woche jeden Monat auf Heizung und warmes Wasser verzichten musste - aus Kostengründen - der besann sich bald darauf, auch etwas zu entwickeln, dass der Liquidität half. Die Jahre zwischen 2050 und 2055 waren schwer gewesen und viele kluge Köpfe hatten den Trust verlassen. Doch Annie Helstrom war geblieben, aufgestiegen und hatte ihre Mannschaft wieder aufgebaut.

    Die Dienste des Trusts waren kostenpflichtig geworden. Sie züchteten und kreuzten, erhielten und verbesserten die Pflanzen in ihren Samenbanken. Getreide, das auf zu salzigen oder übersäuerten Böden wuchs. Futterpflanzen, die weniger Wasser benötigten. Obstsorten, die weniger anfällig gegen Schädlinge waren. Es kam auch zur Züchtung von Bio-Schädlingsvernichtern. Einfache Grashalme wurden mit Sekretdrüsen von Venus-Fliegenfallen versehen. Die abgesonderten Lockstoffe und Gifte auf spezielle Insekten ausgerichtet. Blumen wurden mit Blüten versehen, deren Pollen Extremreize bei Raubtieren auslösten, aber auf Menschen keine Wirkung zeigten. Der Weg zu maßgeschneiderten Bio-Lösungen wurde frei und der Trust erforschte und entwickelte, was seine Auftraggeber wünschten.

    Besonders denkwürdig war der Tag, an dem Annie Helström selbst den Auftrag dazu gab, ein Projekt für einen wenig friedvollen Auftraggeber in Asien zu starten. Reissaat wurde verändert, auf die Produktion von Opioiden ausgelegt und gezielt verkauft. Abnehmer war das Ministerium für Landesverteidigung eines Nachbarstaates, der gezielt seine eigenen Truppen mit selbst angebauten Nahrungsmitteln versorgte. Um den eigenen Schutz sicher zu stellen und eine einsatzbereite Armee zu unterhalten. Acht Wochen nachdem der neue Reis an die Armee verteilt wurde, brach ein Krieg aus. Die Truppen im Feld verschwendeten keinen Gedanken an ungewöhnlichen Geschmack. Feldrationen schmeckten immer nach Pappe und Konservierungsstoffen. Aber eine Armee auf Opium war nicht mehr konzentriert, diszipliniert oder dazu in der Lage, Flugzeuge, Panzer und Schiffe präszise einzusetzen.
    Nach dem Ende der Kampfhandlungen konnten untergetauchte Soldaten noch immer daran erkannt werden, dass sie unter Entzugserscheinungen litten und wurden gezielt interniert.

    Einen solchen Schlag bei der Kriegsführung hatte es noch nie gegeben und der Trust hatte sich gehütet, jemals die eigene Beteiligung verlautbaren zu lassen. Natürlich war das moralisch fragwürdig gewesen. Aber wer drei Milliarden Dollar zahlte, konnte sich dafür eine ganze Menge unbeantworteter Fragen kaufen.
    "Wir haben den offiziellen Auftrag erhalten, eine Arche zu bestücken. Stellen Sie alle Proben zusammen. Wir haben den Ernstfall bereits geübt und sind darauf vorbereitet. Verwenden Sie die bekannten Basis-Protokolle für die Evakuierung. Ergänzungen werden folgen. Behalten Sie ihre Memopads ständig im Auge. Aktualisierungen werden definitiv folgen."

    Schon früh in ihrer Laufbahn auf Svalbart hatte Annie Helstrom die Evakuierung der Anlage üben lassen. Feuer, Flut, ein Überfall - alles war möglich. Und sie hatte noch genug soldatisches Verhalten in sich, um zu wissen, wie wertvoll solche Übungen waren.
    Es begann also...

  3. #3
    Herzog von Duran Avatar von Frederick Steiner
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    Wir durften uns ja einen kleinen Bonus aussuchen. Guerra hat mehrere Optionen abgefragt und wir haben uns dann auf die Option
    Achtung Spoiler:

    Verbesserte Forschungsleistung



    geeinigt.

  4. #4

  5. #5
    Herzog von Duran Avatar von Frederick Steiner
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    Mir gefällt vor allem die Idee eines Neo-Frankenreiches. Ich habe schon oft darüber nachgedacht, ob nicht die alten "karolingischen" Nationen ein Kerneuropa im Europa der zwei Geschwindigkeiten bilden sollten. Interessant zu sehen, dass ich da nicht alleine bin. Außerdem haben wir gemeinsame europäische Wurzeln. Da könnte sich etwas ergeben.

    Die NoMans und auch die Funtoms scheinen mit ihrer Post-Humanität auch etwas an sich zu haben, dass sich für mit meiner "Besseres Leben durch Gentechnik"-Fraktion harmonisieren lässt. Beide sollten an Gentechnik interessiert sein. Die einen wollen im Leben möglichst viel Sinnvolles zu tun. Die anderen wollen die Reproduktionsrate gering halten und künstlich zeugen. Kooperation hätte da etwas.

    Ob religiöse Fanatiker, maoistisches China, militaristisches japanische Cyborgs oder elitäre Freimaurer bessere Partner abgeben, wird sich zeigen.

  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von Guerra
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    Ich muss sagen, dass ich das neofränkische Reich zunächst falsch interpretiert hatte und annahm, dass Region Franken sich zur Weltmacht entwickelte. Das wäre mir als echter Bayer dann etwas schwer gefallen.

    Mir gefällt auch sehr gut dein RP, das macht es auch leichter in Auswertungen auf den spezifischen Fall besser einzugehen.

  7. #7
    Registrierter Benutzer Avatar von Bassewitz
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    Dachte auch, dass Franken zu den Sternen will.

    PS: War noch nie in Franken.
    Zitat Zitat von Provence Beitrag anzeigen
    Erst soziales Gewissen, dann Landwirtschaftsminister und nun glücklicher Ehemann - Basse:app::meister:
    Zitat Zitat von Brabrax Beitrag anzeigen
    Gepriesen sei Kedal.

  8. #8
    Herzog von Duran Avatar von Frederick Steiner
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    Hey Guerra

    Ich habe mit dem Rechner etwas herum gespielt.

    Hier das Ergebnis. Drei Fragen habe ich...

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    Roter Kreis: Ich gehe davon aus, dass die Werte hier mindestens 0 ergeben müssen, damit alles passt, richtig?
    Gelber Kreis: Das ist der Rest an Arche-Punkten, die ich noch für den allgemeinen Bau ausgeben kann, oder?
    Gründer Kreis: Habe ich schon im Haupt-Tread gepostet. Ich habe in die Formel hier ein Minus eingebaut. Weil wenn ich das nicht mache, wird mit jedem besseren Antrieb mein Budget besser.
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  9. #9
    Registrierter Benutzer Avatar von Guerra
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    Roter Kreis: 0 wäre sinnvoll, eine negative Zahl hätte je nach Höhe Konsequenzen und eine positive Zahl ist ein Puffer.
    Gelber Kreis: Korrekt, das ist was du im Moment übrig hast.
    Grüner Kreis: Alternativ kann man bei den Kosten auch einfach eine negative Zahl eintragen, dann haut es wieder hin.

  10. #10
    Herzog von Duran Avatar von Frederick Steiner
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    Okay
    Und mein Anteil an der Arche müsste mindestens 250 AP betragen? Ist das auch richtig? Dann hätte ich ja noch Luft nach oben.

  11. #11
    Registrierter Benutzer Avatar von Guerra
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    Du könntest die anderen auch einfach in Geiselhaft nehmen und in der letzten Runde nichts zahlen
    Ich mein, irgendwer wird sich schon finden der das zu Ende finanziert, damit die Reise los geht. Ansonsten, Glückwunsch, alle sind gestorben.
    Zahlen musst du für den GHA-Antrieb nicht wirklich.

  12. #12
    Herzog von Duran Avatar von Frederick Steiner
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    Von: Annie Helstrom
    An: Teamleiter Arche-Projekt
    Betreff: Baupläne Arche

    Hallo Team,

    die Planungsphase der Arche liegt an. Wir müssen auswählen, was wir für den Start in die neue Welt mitnehmen wollen.
    Als elementar für unsere Mission betrachte ich:

    Saatgutproben (4)
    Klon-Tanks (2)
    Tier-Embryos (1)

    Außerdem möchte ich die Kosten für die Ausstattung mit Einrichtungen wie Freizeit, Sicherheit und Medizin so knapp wie möglich halten. Soll heißen: wir werden einen Teil unserer Gruppe in Kryostasis legen.

    Meinungen?
    Annie.

  13. #13
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    Ich lasse hier mal ein da

    Klingt Interessant.
    All that is gold does not glitter,
    Not all those who wander are lost;
    The old that is strong does not wither,
    Deep roots are not reached by the frost.

  14. #14
    Herzog von Duran Avatar von Frederick Steiner
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    Ich versuche, etwas Stimmung zu halten. Ob ich das auf Dauer schaffe, wird sich zeigen. Aber ich versuche es



    BTW: Guerra, mal ein paar Fragen:

    Alle im Spoiler, weil ich mir ein Bisschen was überlegt habe und bei einem JA von Dir, natürlich auch gerne als erster davon profitieren möchte
    Achtung Spoiler:

    Ist die Ausrüstung, die wir mitnehmen tauschbar oder vermehrbar?

    Beispiel 1 -"tauschbar": Ich mache einen auf Saatgutbank. Also nehme ich gleich 4 x das Paket Gendatenbank mit.
    Die Mount Weathers spielen voll auf Kultur etc. und kaufen sich daher 2 Kulturpakete. Irgendwann auf der Reise kommen wir dazu, dass wir sagen: Eins von meinen gegen eines von Deinen.

    Beispiel 2 - "vermehrbar": Gleiches Szenario. Ich habe meine Pflanzkästen dabei und züchte neue Pflanzen nach. Kann ich aus 4 Paketen dann 5 oder 7 machen? Und könnten die Kulturdatenbanken nicht einfach mittls Copy und Paste dupliziert werden? Soll heißen: Ich bringe denen eine Schale mit Ablegern und die kopieren mir ihre 70-Jahre-Discomusik und ein paar schlechte Serien aus den 90ern.

    (Differenzierter betrachtet müsste man bei einigen Dingen unterscheiden. Eine Tierspezies, Baupläne für Habitate oder Montageanleitungen für Roboter kann ich kopieren oder vermehren. Wenn ich eine antike griechische Büste mitnehme oder eine Spezial-KI kann ich die nicht duplizieren.)


    Ich denke da an die Frage, ob ich meine Lagerräume z.B. mit Kulturgut, Saatgut und Robotern vollstopfe, während ein anderer Spieler die besten Produktionsmaschinen, LaWi-Techs etc.einpackt. Hinterher tauschen wir dann durch. "Effizienz durch Kooperation mit anderen" - das wolltest Du doch, oder?

  15. #15
    Registrierter Benutzer Avatar von Guerra
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    Achtung Spoiler:

    Der Frachtraum ist handelbar, ja. Ob jetzt 1:1 ist mir egal, das kommt auf dein Verhandlungsgeschick an.

    Der zweite Teil der Frage ist schon wesentlich spannender. Wie du schon geschrieben hast, sind einige Dinge eher leicht, andere eher schwer bis gar nicht zu kopieren. Die Stradivari aus dem Kulturpaket wirst du tauschen, aber nicht duplizieren können (abseits einer Reproduktion natürlich). Dinge, die gespeichert wurden (Wissensdatenbank und Co) umfassen nicht nur die Rohdaten, sondern auch ein eintsprechendes Speichermedium, welches auch auf Dauer den Zugriff auf diese Daten gewährt. Copy&Paste geht ohne etwas Investition in ein weiteres Speichermodul nicht so einfach. Wenn es nun aber einzelne Teilbereiche umfasst, wie z.B. die Baupläne für einen Staudamm, dann könnte man sich schon eher überlegen, ob man da mal fix was von der Datenbank des Nachbars ausdruckt. Pflanzen und Tiere kann man aber wohl ganz gut vermehren, mit einer Klonvorrichtung ginge es auch noch recht flott.

    Mit deinem letzten Satz bist du schon auf dem richtigen Weg. Gemeinsame Kooperation wird das Überleben der Menschheit eher sichern als strikte Trennung und Einigeln. Ich bin gespannt, wie sich die Kolonien über das System verteilen oder ob sich nicht sogar Leute zusammenschließen für eine größere Siedlung. Ich bin auch gespannt, wer so alles die Kooperation nur vortäuscht um möglichst viele eigene Gewinne abzustauben (vgl. Kosten für GHA/erweiterte Module des Mutterschiffs).

    Die ersten Teile des Frautraums mit I, II und III sind zum Großteil physische Vorräte. Entweder sind das Sensen, Rübenkohlerntemaschinen oder ein vollautomatisiertes Gewächshaus. Das lässt sich nicht 1:1 sofort nachbauen (schon gar nicht wenn man Produktion I hat), aber ein Wissenstransfer über einige Runden würden das ausgleichen.

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