Die meisten Forscher neigen wohl zu der Ansicht, dass katholische Frauen Anfang des 20. Jh. im Mittel etwas religiöser eingestellt waren als ihre Männer und sich mehr von den Pfarrern sagen ließen. Die Kirche gab damals ja vor Wahlen noch recht eindeutige Hinweise, dass es die Pflicht von Katholiken sei, das Zentrum zu wählen. In rheinisch-westfälischen Industriestädten gab es tatsächlich Bezirke, bei denen das Frauenwahlrecht offenbar zu einem Stimmengewinn des Zentrums gegenüber der SPD führte.