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Thema: [EU4] Der verstummte Schrei des Alten Nordens

  1. #1
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    [EU4] Der verstummte Schrei des Alten Nordens

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    Hallo Leute,

    es ist Mittwoch, kurz nach halb zwölf, und dies ist der fünfte Versuch eines Vorworts. Es macht mich fertig. Wisst ihr was? Nahezu sämtliche meiner letzten Geschichten wurden von mir in dem Moment begonnen, in dem ich fürchtete, ich würde unter dem Druck zusammenbrechen, wenn ich nicht endlich starten würde. Wollt ihr wissen, seit wann diese Geschichte auf meiner Liste steht? Seit Anfang Mai… immerhin diesen Jahres.
    Ich bin halbwegs vorbereitet. Mein Stand war schon besser, doch jetzt ist jetzt und ist jetzt und… ich werde mich nicht an das Werwolf-Spiel setzen, bevor dieses Vorwort steht und steht dieses nicht bis sieben Uhr, werde ich geblitzt. Also muss ich jetzt durch.

    Wisst ihr was? Es geht um Kelten, um solche an und für sich und im Speziellen. Das ist sicher ein Name, bei dem wir alle ein paar Assoziationen haben. Fragt man Civilization in seiner Gesamtheit dazu, dann hört man vom Romplünderer Brennus mit seinen gallischen Söldnern und auch von der britannischen Freiheitsheldin Boudicca und ihren bemalten Schotten. Daran lässt sich sehen, dass die Bezeichnung „keltisch“ eine doppelte Bedeutung angenommen hat: Sie steht für die antike Kulturgruppe, die einst große Teile Europas besiedelte, aber auch für deren arg mitgenommene Überreste, die in der heutigen Zeit in Klein- und Großbritannien immer unsichtbarer werden.
    Im Bereich dieses Fächers liegt das Ziel des Projekts in der Mitte – britannisch, aber ausgestorben Genauer gesagt möchte ich ein untergegangenes Königreich zu neuem Leben erwecken, welches auch zum Startpunkt des Spiels bereits vergangen war, und sehen, wie es sich in der Welt der frühen Neuzeit behaupten kann.
    Es wird Texte zur historischen Einordnung geben, ehe die bunten Bilder einsetzen, also wie beim verlorenen Volk (nur ohne Freitexte) oder bei den roten Blumen (nur mit deutlich weniger Konvertierungen). Es wird light, es wird schnell, es wird sicher den ganzen Aufwand nicht wert sein, den ich mir damit machte, und doch… wenn ich jemals wieder ruhig schlafen möchte, kann ich nicht mehr zurück.

    So wünsche ich uns eine gute Zeit bei unserem Weg durch die kumbrischen Lande.
    Christian / Ghaldak


    An dieser Stelle möchte ich mich noch ganz herzlich bei Shinochi bedanken, die für das Titelbild die Pinsel schwang. Ich finde, das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.
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    Der Teufel sagt: "Du weißt, dass auch ich ein Opfer bin."

  2. #2
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    Vom Großen ins Kleine (1/3): Die antiken Festlandskelten

    Da stehe ich vor der Frage: Ich möchte ein paar Worte über die antiken Kelten verlieren, doch wie gehe ich es an? Sie sind kein Reich mit festen Anführern, markanten Kernländern, Aufstieg, Fall und spannenden Geschichten darüber (weswegen ich sie in Civilization fehl am Platz hielt), sondern eine Kulturgruppe mit ähnlichen Stilen und manchen diskutierbaren Zuordnungen, die nur in archäologischen Zeugnissen und Nebenrollen in griechischen und römischen Erzählungen greifbar wird - und beides unterscheidet sich manchmal (so werden sie von fremden Zungen zu Barbaren stilisiert und etwa ihre bemerkenswerte Kunst nirgendwo erwähnt, während es für die unter anderem von Caesar erwähnten Druiden keine archäologischen Quellen gibt). So beginnt die Geschichte damit, dass Menschen in Mitteleuropa eines Tages - irgendwann im Übergang von Bronze- auf Eisenzeit - beschließen, ihre Toten nicht mehr zu verbrennen, sondern in prachtvollen Fürstengräbern zu bestatten (der Name "Fürst" ist irreführend, da ihre genaue gesellschaftliche Rolle unbekannt ist, aber er setzte sich durch). Das geschah unter anderen in Österreich in Hallstatt, was der Epoche ihren Namen gab, aber auch andernorts im Binnenland zwischen Balkan und Kanal. Waren sie aber nicht damit beschäftigt, ihre Herrscher zu bestatten und durch ihre prachtvollen Grabbeigaben zu zeigen, dass sie die Mittel für nutzlose Pracht besaßen, dann... taten sie Dinge... handelten... interagierten... lebten... starben... ihr wisst schon.
    Der Übergang von Hallstadt- zu Latènezeit geschah mit einem zwar nicht allumfassenden, aber spürbaren Bruch. Mit einem Mal verloren viele der alten Fürstensitze ihre Macht, während andere Orte sich erhoben, mit einem mal entwickelte die keltische Kunst ihren eigenen Stil und mit einem Mal wird sie expansiv. Nun erscheinen Kelten in Norditalien und geraten in Konflikt mit dem aufstrebenden Rom (zunächst sehr erfolgreich, hier geschehen die Gänse des Kapitols und der Ausspruch "vae victis"), sie fassen auf dem Balkan Fuß, plündern sich durch Griechenland und eine Gruppe Söldner lässt sich sogar in Kleinasien um Ankara herum nieder, was das Reich der Galater begründet (achso: Kelten, Gallier, Galater - ein Name in verschiedenen Sprachen). Mit der Zeit wendet sich allerdings das Blatt und das aufsteigende Rom sammelt nach und nach alle festlandskeltischen Gebiete ein: Norditalien und Spanien nach dem ersten punischen Krieg, dann Gallien unter Caesar, die Alpenlande unter Augustus und England unter seinen Nachfolgern. Als Provinzen verlieren sie mit der Zeit - und meist noch in der Antike - ihre Sprachen und Eigenarten.
    Die britischen Inseln, nur teil- und zeitweise unter der Herrschaft Roms, bilden die Ausnahme. Ihnen wird der nächste Abschnitt gewidmet sein.
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  3. #3
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    Interessant

  4. #4
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    Interessante Idee...EU4 als Kelte...

    Nur eine kleine Korrektur...Boudicca hatte zwar bemalte Leute...aber das waren weder Schotten (die bestehen nämlich eigentlich aus ner Mischung von Kelten (Pikten und die von den Angelsachsen vertriebenen Einwohner Englands), Iren (Skoten) und Germanen (Angelsachsen)) noch kamen die aus dem heutigen Schottland...Boudicca war südbrittannisch und gehörte zu den Belgae bzw. Icenern...

  5. #5
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    Ich weiß (und du hast recht). Civ 5 wirft das allerdings in einen Topf.
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  6. #6
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    Natürlich hab ich recht...bin ja ein alter Besserwisser

    Und das die Civ-Reihe noch nie irgendwie für Genauigkeit ausgezeichnet wurde, muss ja irgendwoher kommen. ^^

  7. #7
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    Vom Großen ins Kleine (2/3): Die Kelten der britischen Inseln

    Es geschah erst in der expansiven Laténe-Phase, dass die Kelten (darunter Belger, wie Serenamoun schrieb) auf die britischen Inseln übersetzten und sich mit den bisher dort lebenden Menschen, die vielleicht aus Nordafrika stammten, arrangieren mussten. Was das genau bedeutet, lässt sich schwer sagen, da beschreibende Texte erst mit den Römern einsetzten - und diese kamen mit den Römern. Caesar unternahm mit zwei Expeditionen während seines Gallienkrieges den Anfang, doch sollte er dort nicht bleiben und es seinen Nachfolgern der julisch-claudischen Dynastie überlassen, etwa 100 Jahre später die Provinz Britannia mit immer weiteren Grenzen zu etablieren (in diese Zeit fällt auch der kurzlebige Boudicca-Aufstand). Sie mündeten in zwei großen Mauerbauten, dem Hadrianswall nahe der heutigen englisch-schottischen Grenze und den kurzlebigen Antoninuswall im heutigen Schottland. Jenseits davon lauerten die schwer zuzuordnenden Pikten, denen die Römer nie Herr wurden.
    So wurden die Lande südlich des Walls ebenso romanisiert wie christianisiert und sie hätten sich sicherlich auch gänzlich verwandelt, hätte die römische Herrschaft nicht vergleichsweise kurz angedauert.

    Die Krisen der Endzeit des römischen Reiches sollten auch Britannien nicht verschonen. Es sah seine Usurpatoren, wurde Ausgangspunkt von Konstantins Revolte, wurde ein Teil des gallischen Sonderreiches und geriet nach dem Abzug der Römer im fünften Jahrhundert in eine schwierige Zeit; gegen die Pikten und die aus Irland nach Schottland gesiedelten Scoten rief romano-britische Bevölkerung germanische Jüten, Angeln und Sachsen ins Land, deren sie jedoch nicht Herr wurde und die mit der Zeit ihre eigenen Reiche in Südostengland errichteten (da brach bereits Britanniens dunkles Zeitalter an, in dem Quellen zur Mangelware wurden). Das drängte die britischen Kelten auf Cornwall (von wo aus sie das Festland besiedelten und Aremorica in die Bretagne verwandelte), Wales und den Nordwesten zurück und lieferte zugleich den Hintergrund für den historischen König Artus, vom dem gerade einmal bekannt ist, dass er als Feldherr mehrere Siege gegen die Sachsen erfocht.

    Während die verschiedenen Kleinkönigreiche der zu den Angelsachsen verschmolzenen Fremden einander nach dem Leben trachteten, schlugen vom späten achten Jahrhundert an Wikinger, Dänen sowie Norweger, gegen die britischen Inseln los und richteten eine Menge Verwüstung an, ehe sie sich zu Eroberern wandelten. In zähen Kämpfen, die auch die Kelten weiteres Land kosteten, setzten sich schließlich die Angelsachsen durch und erreichten für einen historischen Moment ein englisches Königreich, doch münden umstrittene Thronansprüche schließlich in der Invasion der Normannen rund um Wilhelm den Eroberer und im Untergang des angelsächsischen Englands. Das halb englische und halb französische Reich des Hauses Anjou-Plantagenet liegt in der Luft.

    Der geballten Macht Englands können die Kelten der Insel nichts mehr ausrichten. Wales wurde noch vor dem Ausbruch des Hundertjährigen Kriegs verschlungen, Irland hielt sich bis ins sechzehnte und das aus Scoten und Pikten hervorgegangene Schottland bis ins siebzehnte. Auf dem Weg durch die Neuzeit verschwanden auch zunehmend die Sprachen, während sich das Englische (oder in der Bretagne das Französische) ausbreitete, und auch wenn heutzutage um deren Erhalt gekämpft wird, erscheinen sie doch wie Relikte einer vergangenen Zeit.
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  8. #8
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    Vom Großen ins Kleine (3/3): Ein Königreich im Alten Norden

    After this he built a city on the other side of the Humber, which, from his own name, he called Kaerebrauc, that is, the city of Ebraucus, about the time that David reigned in Judaea, and Sylvius Latinus in Italy; and that Gad, Nathan, and Asaph prophesied in Israel. He also built the city of Alclud towards Albania.
    (aus Geoffrey of Monmouths's Historia regum Britanniae)


    Im Herz dieser Kampagne steht ein verschwundenes Königreich, dessen Namen gerade fiel: Alt Clut oder Strathclyde. Es war eines der vielen kleinen Königreiche der keltischen Welt und der britischen Inseln, es lag im so genannten Alten Norden (Hen Ogledd), jenem Landstrich bei den beiden römischen Wallen, in dem sich englische Briten noch bis ins Mittelalter halten konnten, ehe sie zwischen Angelsachsen und den irischstämmigen Schotten zerquetscht wurden.
    Leider liegt wegen des britischen dunklen Zeitalters über den meisten Geschehnissen ein Mantel des Vergessens. Vielleicht entwickelte sich Alt Clut aus dem Stamm der Damnonier, die möglicherweise den Römern als Klientelkönigreich zum Schutz vor den Pikten eingerichtet wurden. Unter Umständen war es auch das Herkunftsland des St. Patrick und jener Ceretic, den er in einem überlieferten Brief tadelt, dessen König. Das Land war jedoch auch ständig bedroht – durch andere Britonen, durch Scoten und durch die Angelsachsen Northumbrias – und hatte mehr als einmal Glück, dass eine Unterwerfung nur temporär blieb.
    Dann kamen die Wikinger… und alles ging den Bach runter. Alt Clut – das heißt: die Festung Dumbarton – wurde geplündert Davon erholte sich das Land nie und gelangte nach und nach in die schottische Einflusssphäre. Dort wechselte es seinen Charakter, indem neue Siedler erschienen und alte Einwohner nach Wales vertrieben wurden, und damit seinen Namen: Es wurde Strathclyde.
    Mochte es in Teilen seiner schottischen Zeit noch über ein gewisses Eigenleben verfügt haben, degenerierte es mit der Zeit zu einer Region Schottlands und verschwand spätestens im vierzehnten Jahrhundert ganz von der Karte. Das Kumbrische, die Sprache der Britonen des Hen Ogledd, war da bereits ausgestorben.
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  9. #9
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    Das weiße Blatt vor dem weißen Blatt und nach dem weißen Blatt

    Das ist mein Reich. Damit habe ich Grenzen... und sonst nicht viel.



    Meine Entscheidung für dieses historische Reich besitzt reine Spielgründe: Ich erinnere mich an das Versprechen, dass Irland durch die Umgestaltung spielerfreundlicher geworden sei, und möchte das nun auf die Probe stellen.

    Mache ich also mal aus der Not eine Tugend: Während ich mich bei Herrschern an historischen Namen bedienen werde, zur walisischen Kultur wechsele und die Flagge entweder am Wappen Glasgows oder an einem Mix aus schottischer und walisischer Flagge orientiere, möchte ich bei den Ideen zum großen Wühltisch greifen und an die Genossen und Feinde mit der Frage herantreten: "Was könnte ein britisch-keltisches Reich vom reinen Rollenspiel her davon erhalten?"
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  10. #10
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    Eine Nation besitzt zwei Traditionen, sieben Nationalideen und eine Ambition. In meinem Wunsch, dieses Set in jeder Story anders zu beginnen, gelange ich zu einer rollenspielerischen Lösung.
    a.) Am Anfang steht die Römerzeit... und so möchte ich gerne eine Idee des römischen Reiches und eine der europäischen Stämme übernehmen.
    b.) Blicke ich mich nach Freunden und Feinden um, da bleibt die Zahl überschaubar: Es gibt Waliser, Engländer, Northumbrier und Schotten. Cornwall und Inverness besitzen leider generische Ideen, die markanten Teile Irlands kommen bloß auf ein Set. Die Norweger kommen als Vertreter der Wikinger außerdem noch hinzu, während die Normannen als gesichtslose Provinzfranzosen herausfallen. Die Bretagne dient mit seinen ausgewanderten Kelten beinahe als Joker.
    c.) Bei ihrem verheerenden Effekt packe ich die norwegischen Wikinger in die Mitte. In den beiden Dreierpaaren kann ich jeweils die eigene Identität ins Zentrum rücken und die Gegner etwas chronologisch ordnen.
    d.) Soll heißen: Ich wähle die passendste Idee aus... Irland -> Wales -> Northumbria -> Norwegen -> Normandie oder Bretagne -> Schottland -> England.
    e.) Die Ambition bestimme ich wieder frei. Wie ich mich aber kenne, wird es auf mehr Kulturen herauslaufen.

    Beginnen wir also, da sich die Traditionen vielfältig auslegen lassen und somit als Joker dienen, am Besten bei den Ideen.

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    Da kommt mir diese Idee: Ich habe schon eine Reihenfolge, warum nehme ich dann nicht einfach die Treppe? Ich teste es einmal aus...
    Irland: Geringerer Schock dank Zähigkeit. (Okay.)
    Wales: Mehr Prestige durch Barden. (Eindeutig passend.)
    Northumberland: Wahrer Glauben dank christlicher Tradition. (Passt auch.)
    Norwegen: Geringere Schiffskosten durch Schiffsbau. (Passt halbwegs, aber nicht perfekt.)
    Normandie: Gesteigertes Prestige dank französischer Küche. (Passt überhaupt nicht.)
    Schottland: Gesteigerte Legitimität dank Herrschergrundsätze. (Nicht perfekt, aber abnickbar.)
    England: Mehr Seeleute durch Krankenpflege. (Irrrrks.)

    Frankreich muss weg... aus doppelten Gründen. Wie wäre es als Ersatz mit dem Klientelstaat? Das brächte mehr Inlandshandelseinfluss und geht für mich in Ordnung. Nutze ich hingegen die generischen, erhalte ich Mannstärke, was auch passen würde.

    So kommen wir zu den Traditionen... und, wenn ich diese aus den vorhandenen Traditionen auswählen würde, kämen bei Disziplin und gegnerische Zermürbung an. Passt.

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    So langsam nimmt die Nation doch Gestalt an.
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    Geändert von Ghaldak (Gestern um 08:52 Uhr)
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  11. #11
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    Da gibt es noch den Heiligen Mungo. Dieser lebte im sechsten und siebten Jahrhundert und wirkte in der Region Alt Cluts, weswegen Glasgow seine Heiligenattribute im Wappen führt. Vielleicht lassen sich Vogel, Baum, Fisch und Glocke mit dieser einfachen Figur andeuten und vor dem schottischen Andreaskreuz mit walisischen Farben präsentieren... oder ich ersetze den Hintergrund durch Gewässer als Andeutung an den Fisch, das sieht fast noch besser und klarer aus.

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    Würde ich Alt Clut als Civilization-Nation umsetzen, so fiele die Wahl des Anführers auf Rhydderch Hael, der im Y Goddodin mitwirkt und als Legende beschrieben wird. Hael bedeutet „freigiebig“, was sich so direkt nicht umsetzen lässt. „Herzensgut“ kommt dem aber nahe (und senkt die Kriegsmüdigkeit, was gerade im frühen Spiel ein Vorteil sein kann, auch wenn es mir nicht die dringend benötigte diplomatische Reputation beschert).

    In der Liste der Könige stoße ich auf keinen einzigen Dynastienamen, nur auf Vater- und Ehrennamen, so dass es generisch weitergehen muss.

    Laut der Legende um den Heiligen Mungo besaß dieser Rhydderch Hael auch eine Frau namens Languoreth (soll heißen: wahrscheinlich ist sie fiktiv), der diese des Ehebruchs überführen wollte, indem er einen Ring zu sehen verlangte, den er zuvor selbst im Meer versenkt hatte. Nun wandte sich die unschuldige Königin (ps: In einer anderen Variante der Geschichte ist sie nicht unschuldig) an den Heiligen Mungo, der nach irgendeinem Fisch wünschte – und siehe da, der Ring befand sich im Bauch des Fisches.
    Ich nehme sie, wie könnte es anders sein, für die Punkte aus und verpasse ihr eingedenk dieser Geschichte den Nachteil gesenkter Spionageabwehr.

    Arthgal kam eigentlich deutlich später; er ist der König, der die Zerstörung seiner Stadt durch die Wikinger miterleben musste. Sein Name klingt außerdem so schön nach Artus, also nehme ich ihn auf.
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    Geändert von Ghaldak (Gestern um 23:07 Uhr)
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  12. #12
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    Dann gehen die Änderungen los. Neben dem einfacheren Wappen...

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    ... erhält Rhydderch noch eine zufällige Persönlichkeit. Ich brauche einfach die Punkte, um...

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    ... den Regierungsrang auf "Königreich" zu halten. Er ist anzweifelbar, doch für meine "dritte Macht" nicht unbegründet und er sorgt dafür, dass ich im Falle einer Unterwerfung etwas zu verlieren habe.

    Die Regierungsform sollte nicht überraschen, die Kultur... nun, eigentlich auch nicht, auch wenn sie mich aus der (godelisch-)keltischen Gruppe ausschließt. Ich wählte jedoch extra meine Ambitionen so, dass ich diese künstlich herstellen kann. Da fällt mir ein:...

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    ... In der offenen Frage zwischen Provinzhandelsmacht und Mannstärke warf ich erst eine Münze, entschied dann aber, dass mir beide Optionen nicht gefallen und ersetze "generisch/kunststaatlich" durch "dänisch", da diese bekanntermaßen auch eine Rolle auf der Insel spielten. Damit kommt Flottenlimit ins Spiel.
    Über das Ideenset als Solches rede ich aber ein anderes Mal.
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